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Kopfschuß

Kopfschuß auf anlaufendes Warzenschwein (Kopf hoch) in Afrika November 2004

ElefantÜberläuferKeiler

Dr. K. - H. Schwind von der deutschen Bundesanstalt für Fleischforschung anläßlich der Jahreshauptversammlung des Verbandes Oberfränkischer Wildhalter 2001 in Kloster Banz

1. Wildbret von Tieren, die nicht mit Kopfschuß erlegt wurde, zeigen hohe Bleikontamination

Zusammenfassung: Seit mehr als 20 Jahren ist bekannt, daß Wildbret mit Blei (Pb) kontaminiert sein kann, das vom Tötungsgeschoß stammt.

[1]. Untersuchungen, die bereits zu Beginn der 80er Jahre an der deutschen Bundesanstalt für Fleischforschung (BAFF) durchgeführt wurden, haben gezeigt, daß das Splitterbildungsverhalten des Tötungsgeschosses Abhängigkeiten zu dessen Konstruktion aufweist. Mikroskopisch kleine Bleisplitter können auf entsprechenden Röntgenaufnahmen bis zu 30 cm um den Schußkanal herum nachgewiesen werden.

[2]. Die Kontamination von Wildbret mit Blei aus dem Tötungsgeschoß läßt sich jedoch vermeiden, wenn Tiere mit Kopf- oder Trägerschuß erlegt werden können. In der Praxis ist dies jedoch oft nur bei der Erlegung von Gatterwild umsetzbar.

[1] E. C. Wood, E.P. Underwood; The Lead Content of Game; J. Assoc. Publ. Analysts 1, 91 (1963)
[2] F. Moreth, H. Hecht; Blei aus Geschoßrückständen in Wildbret; Fleischwirtschaft 61 (9), 1326 (1981)

Texanischer“ Kopfschuß

Dieser 15 kg Frischling lag und starb auf der Stelle als ihn flüchtender Weise das 9,3 mm KJG aus der 9,2 x 62 von hinten erwischte. Ein seltener Kopfschuß von hinten mit Ausschuß aus dem Wurf! Di Aufnahme wurde vermutlich mit einem Händi geknipst. 4. November 2004

Da sich an verschiedene Beiträgen auf dieser Seite gelegentlich die Geister erzürnen, empfehle ich die Warnung, insbesondere den Teil über die ,,besseren Menschen“ (= Aufpasser) zu lesen, um den Sinn und Zweck dieses Aufsatzes samt dem Quellen im Zusammenhang richtig zu deuten. Aus allein sachlichem Antrieb (Wundwirkung) erübrigt sich das.


Lutz, schießt du bewußt auf´s Haupt eines Stück Wildes? Ich lernte in der Jungjägerausbildung aber das ganz anders. Der Erfolg spricht zwar montan für Dich, wegen des nur sehr kleinen Zieles würden Dir aber erfahrene Nachsuchenführer das anders erzählen. Du kannst ja mal drüber nachdenken. Dennoch, zum Erfolg von mir Waidmanns Heil, Anko.

Anko, gerade weil ich keine Nachsuchen verursachen möchte tue ich das. Damit die Tiere sofort tot sind und nicht mehr flüchten, schieße ich gern auf Haupt und Träger. Mehr dazu findest du in Wundwirkung. Deinen Einwand mit dem kleinen Ziel lasse ich gelten. Nur wenn ich bis 100 m ein Rehträger von vorn treffe, warum soll ich dann nicht auch den Kopf treffen. Der Kopfschußbereich ist kaum kleiner als ein Herz, warum soll ich nicht das wirksamer Ziel wählen? Sie diese Beispiele auf Keiler und auf Überläufer. Da kommt Freude auf! Die Finnen in Punkalaidun schießen Weißwedelhirsche fast nur auf den Kopf, oder in Loimaa auf den Träger. Das kommt gut! Lies mal nach.

Für weite Schüsse bleibt immer noch die Möglichkeit auf die Kammer zu zielen. Überlege mal wie ein Tier bei Kopf- oder Trägerschuß leidet (nämlich gar nicht) und vergleiche das mit einem Lungenschuß, der dem Tier noch 15 Sekunden Bewußtsein läßt! Gruß Lutz

Capreolus capreolus


Schädel

Schädelansichten: vorne, seitlich, Basis unten, Basis innen (© J. Crimando &; GWCC, 1998).

Das Kopfskelett ist besonders widerstandsfähig. Hier sind harte Knochenplatten zu einem Schutzpanzer miteinander verwachsen. Ihre gezackten Verwachsungsstellen heißen Knochennähte. Dieser Gehirnschädel mildert Stöße und schützt dadurch das Gehirn, - Bei Neugeborenen sind die Schädelknochen noch nicht fest verbunden. Die Lücken sind spätestens am Ende des zweiten Lebensjahres geschlossen. Der einzige bewegliche Knochen des Schädels ist der Unterkiefer. Er gehört zusammen mit dem Oberkiefer, dem Nasenbein und Jochbein zum Gesichtsschädel. Quelle http://www.vobs.at/bio/a-phys/a-skelett.htm

Welche Biologiekenntnisse muß ein Schütze im ,,öffentlichen Dienst" (Polizist, Soldat) haben, um seine Schußwaffe sachgemäß zu nutzen?, fragte jemand in einem Waffenforum.

Der Einsatz bestimmt die erforderlichen Kenntnisse. Für ,,Otto-Normal" Einsatz reichen Otto-Normalkenntnisse. Spezialeinsätze erfordern erweiterte Kenntnisse und Fertigkeiten. ,,Otto-Normal"polizist weiß, ein Schuß auf die Beine tötet gewöhnlich nicht. Also schießt er auf Jochbein, Nasenbein oder Schlüsselbein. Der Scharfschütze soll den Gegner nicht nur schnell, sondern BLITZSCHNELL, so schnell, daß er Getroffene nicht mehr in der Lage ist, einen Abzug zu ziehen, außer Gefecht setzten. Als sofort wirkend reicht ein Schuß ins Herz, obwohl tödlich, nicht hin. Um den Gegner, der seine Waffe mit dem Finger im Abzug an den Kopf der Geisel hält reflex- und kampfunfähig zu schießen muß der Scharfschütze schon versuchen, Reflexbewegungen zu unterbinden.

Wenn man sich grundsätzlich mit dem Aufbau von Säugetieren auskennt, sollte es allerdings kein Problem sein, wie man ein Tier oder einen Menschen am besten mit einer Schußwaffe (oder einem Messer, oder nur mit einer Keule) tötet. nach H. H.

und ..., was soll der Scharfschütze zur Rettung der Geisel tun? fragt Lutz

Er soll dem Geiselnehmer das Stammhirn ( - nicht Kleinhirn) wegschießen. Willkürliche, gesteuerte, Bewegungen sind dann nicht mehr möglich. Krämpfe, Reflexe und Zuckungen schon noch. Der Getroffene mag noch schlegeln oder zucken. Jedenfalls fällt er nur noch um - mehr kann er nicht, sagt Chris Wagner.

Von schräg oben: schieße knapp hinter die Schläfe => in das Stammhirn Von vorne: schieße über der Oberlippe unter die Nase => in das Stammhirn Von hinten: schieße auf Genick, Schädelbasis = > in das Stammhirn

Ich war in Isone, schaute den Snipers dort über die Schulter ;-) -björn 'kleinschreber' ruijter,

So ähnlich, nämlich auf die Nasenspitze, schoß schon die Waffen-SS. Der beabsichtigte Erfolg stellte sich unverzüglich ein. Lutz

Ein medizinisches Lehrbuch bringt hier ungeahnte Erkenntnisse. Chris Wagner

Foto0013  Titel: Knaurs Buch vom Menschlichen Körper
Autor: Fritz Kahn  Verlag: Droemersche Verlagsanstalt München/Zürich erschienen: 1969


ISBN: ----- Foto0008 / Falkenverlag Titel: Bildatlas des menschlichen Körpers
Autor: Vanio Vannini und Giuliano Pogliani Verlag: Falken-Verlad G.m.b.H. 6272 Niedernhausen
erschienen: 1984 ISBN: 3-8068-4177-2

Das Stammhirn sitzt oberhalb des verlängerten Markes, im Bild grün.

Foto0012 / Falkenverlag
Menschenkopf innerlich von oben gesehen

Schaltbild /Falkenverlag

Funktionell ist das Kleinhirn beim Menschen aus drei Teilen zusammengesetzt. Der erste Teil ist mit der Steuerung des Gleichgewichtes und der Augenfolgebewegung befaßt. Der zweite Teil ist mit den Muskelspindeln verknüpft. (Rückmeldung, Bewegung im Gange oder erfolgt.). Der dritte Teil ist eng mit der Großhirnrinde verbunden, er ist an der Steuerung der feinen Willkürmotorik beteiligt und spielt eine wichtige Rolle beim ,,Starten" solcher Bewegungen. Das Kleinhirn ist unter dem Einfluß der Großhirnrinde an der Feinregulierung und stellt einen (wahrscheinlich) wichtig(st)en Ort motorischen Lernens dar. Kürzlich wurde entdeckt, daß das Kleinhirn auch an kognitiven und sprachlichen Leistungen Anteil hat.

Balken, keine genaueren Angaben gefunden.

Brücke und Rückenmark. Der obere Zipfel, der gelb und rot berührt, besteht aus Stammhirn und Mittelhirn ... ist das wichtigste sensorische, insbesondere visuelle und auditorische Intagrationszentrum ... spielt eine wichtige Rolle bei visuell und auditorisch ausgelösten Blick und Kopfbewegungen und bei gezielten Hand und Armbewegungen und entsprechenden Aufmerksamkeitsleistungen. Unten Rückennerv, Funktion bekannt :-) Dickste Stelle, die Brücke, stellt "Schnittstelle", zwischen Kleinhirn und Mittel-Stammhirn.

Thalamus. Der Text würde mehrere Seiten umfassen, ist mir zuviel: -))) Kurz gesagt. Genau im Zentrum gelegen, mit dadurch möglichst kurzen Leitungen zu allen Bereichen des Gehirns, haben wir hier den Prozessor vor uns. Er steuert mittels Hyppothalamus den Hormon- und Neurotransmitterhaushalt. Physiologische Regelung. Durch das Ausschütten von Adrenalin und "Lustdrogen" sorgt er allerdings auch für unsere Stimmungen. Psychologische Regelung. Auch sämtliche sensorischen Empfindungen laufen über den Thalamus. Im Bild "Schaltbild", das sehr stark an eine Computerarchiektur erinnert, erkennst du seine Eminenz und ihre Verbindungen erkennen.

Quelle: Textauszüge und Schaltbild
Titel Das Gehirn und seine Wirklichkeit
Autor Gerhard Roth
Verlag Suhrkamp Taschenbuch
ISBN 3-518-28875-X

Der Hirnstamm ist im anatomischen Sinne das Großhirn, ohne den Hirnmantel. Im lateinischen heisst es: Truncus cerebri. Er unterteilt sich in die Hauptabschnitte: Medulla oblongata, Pons, Mesencephalon, Diencephalon, subkortikale Endhirnkerne (Striatum, Claustrum, Corpus amygdaloideum).

Wenn ein solches obiges Hirnteil von einer Kugel getroffen wird, fällt nicht zwangsläufig das Gehirns oder des Wesens Steuerung aus. Das Kleinhirn (syn. Cerebellum, nicht zu verwechseln mit Parabellum), liegt im hinteren Bereich des Schädels. Es ist mit dem Rückenmark verbunden. Das Kleinhirn soll die Innervationen zu der zu Bewegungsabläufen zusammengefaßten Einzelbewegungen aufrechterhalten, regeln. Fehlt es, oder wird es ausgeschaltet, können keine Reize mehr and das Rückenmark übertragen werden.

Stamhirntreffer zählen! (Chris)

Rückenmarktreffer in den Hals wirken plötzlich, sind leicht zu zielen (Lutz)

Überläufer

Diese wenige mm großen Bleisplitter eines 6,5 mm 7 g Lapua Scenar Bleigeschosses stammen aus dem Nacken eines vorn vorn zwischen die Augen in den Kopf geschossenen Überläufers. Neben dem selbstverständlich plötzlichen Sterben, stellte der Überläufer im Treffer blitzartig die Teller auf, eine unmittelbare Nervenwirkung, seine letzte. Das sah wie eine mechanische Zielanzeige aus. Der Schädel war auf der Nackenseite geplatzt. Der großen Zielwiderstandes zerlegte bei fast 1.000 m/s schnellem Auftreffgeschwindigkeit ins luftfreien Hirn das Geschoß in feine Splitter. Nebenstehende Bleisplitter sind die großen! Sie wiegen zwischen 0,4 und 0,11 Gramm. Die meisten Bleisplitter sind noch kleiner. Die größten drangen etwa 10 cm tief ein, fanden sich in der Nackenmuskulatur. Mit Bleiplatzern erfolgreich Kopfschüsse anzutragen ist also möglich. Allerdings sollte man bei großen Tiere bedenken, daß die geforderte Tiefenwirkung, besonders bei Tieren mit langem oder sehr knochigen Schädel, bis ins Hirn von vorn beschossen sehr lang sein kann.

Was soll ich also tun? fragt Lutz

Dazu habe ich einem englischen Buch über Scharfschützen etwas gefunden:

"Immediate incapacitation is only achieved by destroying the spinal column above the second or third thoracic vertebra (above the shoulder blades) or inflicting severe injury to the brain stem (medulla oblongata) or the neural motor strips on either side of the brain. (Anm. Lutz: unter dem Atlas den Dreher zu zerschießen!) When a bullet strikes these areas the target will collapse instantaneously - as if poleaxed. Except at short range - for this purpose a hundred yards or less - immediate incapacitation cannot be guaranteed from even the best marksman. Consequently, this is a major reason why paramilitary snipers must operate at much closer ranges than conventional snipers.[Aus: "Sniper, the skills, the weapons and the experiences" von Adrian Gilbert]

Das ergibt also drei mögliche Bereiche die zu treffen wären.
Chris Wenger

Verschieden Gehirnteile lenken jeweils andere motorische Bewegungen:

Großhirn lenkt grob

Kleinhirn lenkt fein

Hat also der Terrorist schon den Finger im Haken von der Handgranate, und bekommt sein Kleinhirn pulverisiert, kann er ohne Schwierigkeiten noch bewußt den Haken rausreißen (Wobei es aber wahrscheinlich ist, eine Zerstörung des Kleinhirns mit entsprechendem Kaliber wird auch das Groß- oder Zentralhirn außer Kraft setzen, so daß er doch nicht mehr allzuviel gesteuerte Bewegungen durchführen kann).

Hat er allerdings den Finger am Abzug, kann er den nicht mehr krümmen, weil dies bereits übers Kleinhirn gehen würde.

Wenn der Finger in diesem runden Loch drin ist, kann man den Stift durch zurückziehen/reißen des Armes entfernen, wodurch der Zeitzünder ausgelöst ist. Die motorischen Felder im Großhirn sind für die Grobentwürfe von Bewegungsabläufen zuständig. Also ist es in der Lage ist, eine solch ,,einfache" Bewegung zu veranlassen. Das Kleinhirn verfeinert diese Grobentwürfe, ist somit für die Feinmotorik verantwortlich (u. a. auch für Gleichgewichtslage). Will also der getroffene Terrorist den Stift rausziehen, so schafft er das.

Will er aber ,,den Finger krümmen", der im Abzug ist, so wird sich trotz noch so großer ,,Anstrengung" oder Willen nichts regen. Er könnte wahrscheinlich mit leicht verkrampfter Hand den Arm zurückreißen, und damit wild noch ein paar Schüsse abgeben. Aber weil er das nicht weiß und nicht gefaßt ist plötzlich den Finger nicht mehr bewegen zu können, wird er dies auch nicht tun (den Arm zurückzureißen). (wobei der Zustand ,,hoppla, mein Finger bewegt sich nicht" ja nicht allzulange andauern wird ;) )

Armin Welker

Kopfschuß als Fangschuß

Hallo Lutz,

schön das du wieder in Deutschland bist. Auch wenn es mit dem Elch nicht geklappt hat, war die Schwedenreise 2007 doch bestimmt herrlich?!

LM: Ja, das kannst du wohl sagen! Schöne Landschaften, nette Leute, gute Jäger.

Die Südschweden jagen anders als die traditionsbewußten Nordschweden.

Ich habe nach den ersten Jagden in Deutschland wieder eine Dublette auf Kalb und Tier geschossen, wobei das Kalb noch einmal von den Hunden nach einem hohen Laufschuß auf die Läufe kam. Mein Fangschuß auf 10 m konnte ich nur auf das Haupt setzen und das 9,3 mm Lutz Möller KJG Geschoß durchdrang den gesamten Wildkörper um auf der Keule wieder auszutreten. Zum Glück gab es keinen großen Schaden. Der erste Schuß hätte gereicht aber ich wollte auf Nummer Sicher gehen.

Bild 1: Hoher Laufschuß

Bild 2: Hoher Laufschuß

Bild 3: Hoher Laufschuß

Bild 4: Kopfschuß

Gruß Klaus, Freitag, 19. Oktober 2007 20:23

Moin Klaus,

nachdem die Hunde das kranke Tier zweimal aus dem Wundbett wieder aufgemüdet hatten, hast du die sich bietende Gelegenheit ja offenbar hervorragend genutzt. Daß ein KJG beim Kopfschuß seinen Weg ganz längs durch ein Tier der Größe, also keinen kleinen Fuchs, findet, ist ein Merkwürdigkeit, dich ich bislang noch nie erlebte. Aber sie zeigt die Tiefenwirkung und Schulterstabilisierung gut.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

KJG Kopfschuß auf Damspießer

Lieber Lutz,

ich schoß gerade diesen Damspießer mit .308 Win. KJG Ladung auf 75 Meter mit Kopfschuß

.308 Win. KJG Ladung

7,62 mm KJG kopfgeschossener Damspießer fiel im Knall einfach um.

Ich muß mir wohl anderswo Arbeit suchen. Diese verdammten KJG nehmen mir die Freude an der Nachsuche!

7,62 mm KJG Damspießerkopfeinschuß vor dem Lauscher

7,62 mm KJG Damspießerkopfausschuß am Träger

Der Einschuß liegt gerade vor dem Lauscher und der Ausschuß am Träger.

Kaputte Knochen: 7,62 mm KJG Damspießerkopfschußwirkung

Die außerordentlichen Zerstörungen an Schädel und Wirbelsäule finde ich bemerkenswert zu sehen. Ich meine, dies zeigt vollkommen wie wirksam deine Geschosse sind.

Mark, Samstag, 20. Oktober 2007 11:39

Chris Wagner

Wenn wir hier über Präzision(schüsse) reden sollten wir auch präzise formulieren ;-) Aber du hast schon recht. Hab das eigentliche Problem ein wenig aus den Augen verloren.

> Wir müssen auch etwas praktisch denken. Den Hirnstamm gewollt, gekonnt zu treffen, ist deutlich schwieriger, als das größere Kleinhirn zu treffen. Im Schafschützenalltagsbetrieb ist es empfehlenswerter, das Kleinhirn anzuvisieren, da man nur einen Schuß hat. Der schwarze Punkt ist etwas größer.

Wer hat gesagt Mitte Glas = Mitte Kopf ? In der praktischen (!!!), militärischen Anwendung wird man immer auf die Mitte des Kopfes schießen (möglichst zweimal). Auf Discovery Channel lief vor kurzem eine Reportage über die Ermordung von ähh war es jetzt Washington oder Lincoln ? Egal ! Auf alle Fälle hat der Täter aus nächster Nähe (1m) von hinten in den Kopf des damaligen US-Präsidenten geschoßen. Die Kugel durchwanderte das gesamte Gehirn von hinten links nach vorne rechts etwa in Augenhöhe. Der Präsident lebte noch viele Stunden - bis der (durch möglichen Ärztepfusch) aus unserer Welt abberufen wurde.

Ich empfand gebannt wie stark das menschliche Gehirn geschädigt werden kann, bevor die Schäden tödlich sind. Es gab noch ein Bild eines Bauarbeiters, der eine Stahl(Eisenbahn)schiene quer durch den gesamten Kopf hängen hatte. Der Mann überlebte nicht nur seine unvorstellbare Verletzung; sie schränkten ihn nach seiner Genesung im weiteren Leben auch kaum ein!

Man muß klar sagen, die entsprechenden Personen fielen nach der Verletzung in einem komaähnlichen Zustand, waren also erstmal außer Stande noch etwas willkürlich zu handeln = kampfunfähig, unschädlich.

Genau hier setzt jetzt meine Gedanke - Wunschvorstellung ein: Man stelle sich mal vor, einen Rettungsschuß, der nicht tödlich ist sondern nur außer Gefecht setzt, auszuführen. Könnte sich solch Munition und Schießkunst entwickelt werden - im nichtmilitärischen Bereich wäre die sicherlich der Renner. Des weiteren sparte man sich dann den Psychologen für den Schützen, müßte nicht nach der Rettung wochenlang erörtern, ob der finale Rettungsschuß mit Todesfolge notwendig und gerechtfertigt war. Man möge mich jetzt nicht falsch verstehen. Ich bin absolut kein Gegner des endgültigen Rettungsschusses. Ich denke nur, in der Zukunft sollte doch möglich sein sowas zu vermeiden - immerhin leben wir jetzt im 21. Jahrhundert.

Übrigens: An div. amerikanischen Unis laufen Experimente für ,,Stunner" also nichtverletzende KO-Waffen. Dazu wird verschieden angesetzt: Taser weiter zu entwickeln, schwingungsbegründete Schockwaffen zu nützen, und auch verschiedene nicht/kaum verletzende Munitionen zu suchen. Was heute noch wie SciFi klingt, wird meiner Meinung nach das Wesen der Öffentlichen Sicherheit erneuern. Aber genug Zukunftsgeschwärme. Vielleicht eröffne ich zu der Sache mal ein eigenen Faden - interessiert sicherlich viele.

nach C.

Notwehr?

Von: Florian Ritter Foren: de.alt.technik.waffen

> Schießt in den Hals. Tötet recht schnell. Das Hirn bleibt im Schädel.

Nee, nee, ziele in Notwehrsituation immer auf den Kopf. Ein Freund von mir ist Neurochirurg. Er arbeitet an einem Gutachten fürs BKA mit. Da kam das als Ergebnis raus: Der Gegner ist vom Kopfschuß zwar ausgeschaltet, aber Kopfschüsse sind übrigens bei weitem nicht immer letal. Mein Freund hat jemanden operiert, der aus einer Entfernung von ~ 2 m mit einer 9 mm Pistole in den Kopf geschossen wurde. Der hatte nur den Verlust eines Gehörgangs zu beklagen (im Archiv für Kriminologie veröffentlicht).

Gruß, Florian Ritter

Laienfrage nach Tod durch Herzschuß

Hallo Nikolai,

>Daß es sich mit kaputtem Gehirn nicht lange leben läßt, leuchtet mir ein.

In den meisten Kinofilmen setzen sich die Männer die Knarre an die Schläfe ... und halten in der Realität meist schief nach vorne und ballern sich in der Folge eines (oder beide) der Augen raus inklusive eines Teils der Kalotte, was meist das Gehirn tangiert. Danach ist man blind, z. T. gelähmt oder geistig behindert, lebt aber noch. Die wenigsten machen es ,,anständig", in dem sie den Lauf tief in den Mund nehmen und in etwas schräg nach oben halten. Dort trifft's dann nämlich die Atemregion und das ist wirklich tödlich. Wenn man das dann noch mit einer 9mm-Kugel macht, anstatt mit einem Kleinkalibergewehrchen, dann ist solch ein Vorgehen i. d. R. terminal. Allerdings sollte man die Knarre gerade halten, weil man sich sonst nur die Halsschlagader zerfetzt. Und wer aus lauter Nervosität durch die Backe schießt, muß zur Strafe 1 Jahr mit dem Spielchen aussetzen..... ;-)

>Mein bißchen Sachverstand aber sagt mir, daß das Herz den restlichen Organismus (u. a.) mit sauerstoffangereichertem Blut versorgt.

Ja. Aber der Blutfluß muß permanent sein. Im arteriellen Schenkel des Blutes sind gerade mal für 10-15 Sekunden ausreichend Sauerstoff zur Versorgung aller Organe. Ist das Gehirn etliche Sekunden (meist ~ 7-10 sec.) ohne O2, dann verliert man das Bewußtsein, nach 2 Min. gibt es irreparable Schäden, nach 5 Minuten ist man sicher hinüber (bei ertrinkenden Personen in kaltem Wasser verlängert sich das gelegentlich).

>Evtl. gleiches Thema: Was bedeutet es, am Schock zu sterben?

Am ,,Schock" - also dem ,,hui-buh" eines Gespenstes - stirbt sich's als Herzgesunder wohl kaum. Schock meint in diesem Fall massiver Flüssigkeits-(Blutvolumen-)Verlust wohl durch eine/viele Schußwunde/n. Je nach Volumenverlust kann man in wenigen Sekunden bis Minuten ohnmächtig werden, weil die O2-Versorgung des ZNS nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.

>("Keine Angst, du wirst es nicht merken. Bevor du aufschlägst, hat dich lange der Schock erwischt." Actionfilm-Zitat auf ~ 5 km hohem Hochhaus)

Also IMHO gibt's kein so hohes Hochhaus. Das Empire State Building ist gerade mal um die 500 m, wenn ich nicht irre.

Bei ungebremstem Fall fällt man meines Wissens nach in Luft mit etwa 200 km/h. Das bedeutet eine Fallstrecke von etwa 3 km pro Minute. Je nach ,,Dramatik" bin ich also in spätestens 2 Minuten ganz unten ;-). Hängt also von der Größe der Verletzung ab, ob ich unten bereits ohnmächtig aufschlage oder nicht.

Im Zweifelsfall mach's wie Arnold - hole ne Wumme nur ab 'ner 45er Magnum aufwärts ;-).

Asta la vista, Baby....... BUUUMM!

Roland ;) Roland Wilhelm Ziegler, 21 Jul 2000 17:07:11 GMT

Mädchen mit Luftdruckpistole beschossen

In Drewitz ist am Wochenende ein 13jähriges Mädchen angeschoßen worden. Wie die Polizei gestern berichtete, stand das Mädchen gegen 15.45 Uhr mit Freunden vor einem Hauseingang in der Eduard-von-Winterstein-Straße, als sie es knallen hörte und im selben Moment am Hinterkopf getroffen wurde. Ein 15 Jahre alter Junge hatte aus dem 2. Stock mit einer Luftdruckpistole schräg nach unten geschoßen. Das Opfer mußte ins Krankenhaus gebracht werden, wo man ihr die Kugel aus der Kopfhaut holte. Nach Informationen von Nachbarn haben die Eltern Strafanzeige erstattet. Der Schütze soll die Pistole von einem gleichaltrigen Jungen bekommen haben, der der Polizei bereits aus anderen Ermittlungen bekannt ist. Der Täter behauptet laut Zeugenangaben, er habe das Mädchen nur an der Jacke treffen wollen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zum Tatverdacht der gefährlichen Körperverletzung und des mutmaßlichen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Kopfschuß auf Elefant

Elefantenfriedhöfe

Zwanzig Jahre habe ich Afrika bereist, zweimal den Erdteil durchquert, fünf Jahre sozusagen auf den Fährten der Elefanten verlebt. Ich bin ihnen in Zufluchtsorte gefolgt, die vorher noch keines Europäers Fuß betrat. Tausende von Elefanten habe ich gesehen, habe sie tage- und wochenlang beobachtet, habe abends mit alten Elefantenjägern am Feuer gesessen, auch mit solchen, deren Sprache ich kannte, mit denen ich mich über alte Zeiten unterhalten konnte. Immer wieder tauchte in diesen Gesprächen beim flackernden Scheine des Lagerfeuers die Sage vom Elefantenfriedhof auf. Viele Jahre war ich skeptisch, bis es dann eines Tages der 2ufa11 wollte, daß mich nicht ein Mensch, sondern ein Elefant überzeugte, daß es wirklich Elefantenfriedhöfe gibt. Man dar£ sich natürlich unter diesem Elefantenfriedhof nicht einen großen Platz in Afrika vorstellen, wo sich alle Elefanten einfinden, um zu sterben. Nein, jeder Bezirk hat sozusagen einen eigenen Friedhof. Es ist auch in Europa eine bekannte Tatsache, daß ein todkrankes Tier sich zum Wasser verzieht. Kranke Tiere wie kranke Menschen sind immer durstig. Und so geht es auch dem mächtigen Riesen der Vorzeit, dem Elefanten, der sich, wenn er krank ist, von der Herde zurückzieht, aus der freien Steppe oder aus seinem Urwald wegwandert, hinein in einen See oder Sumpf. Dort bleibt er stehen. Hier hat er ständig Wasser; hier steht er ungestört, und hier ereilt ihn auch der Tod. Wenn dieser mächtige Koloß dann hinsinkt, fallen die Krokodile über den Leichnam her und zerreißen ihn. Der Fluß spült die Knochen weg, die schweren Zähne lösen sich aus dem Schädel, sinken auf den Boden und sind hier in kurzer Zeit vom Flußsand begraben oder vom Sumpf verschlungen. Nie wird ein Elefant auf natürliche Weise im Urwald oder auf freier Steppe verenden. Aasgeier würden sich sammeln. Hyänen und anderes Raubgesindel finden sich am Kadaver ein, die, wie ich selbst häufig beobachten konnte, direkte Wechsel dorthin austreten; diesen Leichengräbern der Natur würden die Eingeborenen folgen und den toten Elefanten suchen. Findet man, was natürlich vorkommt, auf der Jagd tote Elefanten, so handelt es sich immer um angeschweißte Tiere, die auf dem Wege zu ihrem Sterbeplatz verendet sind. Ich habe Elefantenbein gefunden, das schon Jahre im Walde gelegen hatte, über das schon die Grasfeuer verschiedener Jahre hinweggefegt waren. Es war außen brüchig und gesprungen, aber der innere Teil war immer noch zu verwerten. Elfenbein zersetzt sich nicht so leicht. Die äußere Masse, die sich bildet, schützt den Kern.

Nie wird sich ein gesunder Elefant in einen Sumpf begeben, in dem er versinkt. Jeder Fachmann weiß, wie sorgfältig der Elefant mit dem Rüssel jeden Schritt Weges prüft, bevor er den Fuß setzt, weiß, wie schwer es ist, einen Elefanten in einer Fallgrube zu fangen.

Nur dem Zufall hatte ich es zu verdanken, daß ich eines Tages in Ostafrika einen solchen Elefantenfriedhof fand. Es war im Juni 1908. Ich lagerte bei einem Dorfe am Rands einer großen Steppe, durch die der Ruaha-Fluß führt. Hier sammeln sich in einem bestimmten Monat sämtliche Elefanten des ganzen Bezirkes. Da ich krank war, konnte ich nicht auf Jagd gehen. Eines Tages wurde bemerkt, daß sich ein einzelner Bulle auf dem Teil der Steppe eingestellt hatte, der selbst in der Trockenzeit ständig ungefähr 1½ Meter, an vielen Stellen auch weit mehr unter Wasser steht. Diesen Bullen habe ich fünf Tage lang beobachtet. Während dieser ganzen Zeit hat er sich auch nicht einen Meter weit von dem Platz gerührt, an dem er sich am ersten Tage eingestellt hatte. Da erzählten mir die Jäger, daß er dorthin gekommen sei, um zu sterben. Nachdem ich vom Fieber genesen war, zog ich aus, und es gelang mir, mich mühselig an den Elefanten heranzupirschen. Vom Fieber geschwächt durch den Sumpf zu waten, in dem ich stellenweise bis an die Brust versank, und mich durch Grastunnels durchzusetzen, die von Flußpferden ausgetreten waren und von Tausenden und aber Tausenden Moskitos belebt wurden, war kein Vergnügen. Näher und näher kam ich an den Riesen heran. Das Wasser wurde tiefer. Fast zur Raserei trieben mich die Moskitos, und doch durfte ich noch nicht einmal mit der Hand danach schlagen; denn schon waren wir auf dreißig Schritte an den noch immer unbeweglich dastehenden Elefanten herangekommen. Als wir aus dem Tunnel heraustraten, stand er vor uns, vollständig frei, beinahe bis an den Leib im Wasser, unbeweglich. Es gab kaum ein Anzeichen, daß überhaupt noch Leben in ihm steckte. Nur hin und wieder schlugen die Ohren, bewegte sich ganz langsam der Rüssel. Ich war so schwach, daß ich kaum die schwere Doppelbüchse halten konnte. Und doch wußte ich, daß der erste Schuß tödlich sein mußte, denn an Flucht oder Ausweichen war im zähen Morast und im verwachsenen Gras nicht zu denken.

Elephantenschädel Langsam hob ich die schwere Büchse, zielte, setzte wieder ab, zielte wieder, bis ich den tödlichen Fleck gefunden hatte - wenige Zentimeter hinter dem Ohrloch. Als der Schuß über die weite Ebene donnerte, brach der Riese zusammen. Das Kleinhirn war getroffen. Noch einige Zuckungen, ein tiefer, schwerer Seufzer, und das mächtige Tier war verendet. Als wir den Elefanten untersuchten, stellte sich heraus, daß er von Eingeborenen angeschossen war und sich schwerkrank in seinen Zufluchtsort gerettet hatte, um dort zu sterben oder zu genesen. Der gefallene Elefant lag fast vollständig vom Wasser verdeckt. Wir mußten die Zähne unter Wasser herausschlagen, eine Arbeit, die viele Stunden in Anspruch nahm. Wäre er unbemerkt hier verendet, so hätte niemand etwas von seinem Tode gewußt. Denn schon in derselben Nacht wären Krokodile gekommen, hätten den Kadaver auf gerissen, und in wenigen Tagen wären nur noch die Knochen übriggeblieben, die dann im Sumpf versinken. Wie dieser weidwunde Bulle sich dort einstellte, so zieht sich auch der kranke Elefant, der den Tod nahen fühlt, an solche Plätze zurück. Hier stirbt er, denn hier kann er in Frieden sterben. Solche Friedhöfe, seien es Seen, Sümpfe oder verborgene Plätze in Flüssen, gibt es viele in Afrika. Im Wasser findet das sterbende Tier sein Grab und wird daher nur selten gefunden.

Der zweite Elefantenfriedhof, den ich kenne, befindet sich auf der Wasserscheide des Kongo und Sambesi im Walundalande; in einem großen, von den Eingeborenen ,,Squeaker" genannten Dschungel entdeckte ich zwei Seen von unergründlicher Tiefe, Shikanda und Sengwe genannt. Auch dorthin sollen sich nach Aussage der Eingeborenen Elefanten zum Sterben zurückziehen, in den See einstellen und im Wasser versinken.

Hans Schomburgk

Im Sumpf

Zu der unerträglichen Hitze gesellte sich die Moskitoplage, denn in den Kanälen, an denen der Papyrus so eng seht, daß über dem Wasserweg ein Dach bildet, ist es auch am hellen Tage schummrig. Eigentlich hat ja die Moskito nur das Recht, nach Dunkelwerden zu schwärmen, aber leider sind diese lieben Tierchen ohne Zeitkenntnis und ohne Uhr auf die Welt gekommen, und denn es schummrig ist da stürzen sie sich auch am Tage auf ihre Beute.

Auf der Fahrt durch diese Tunnel mußte ich an ein Abenteuer auf der Elefantenjagd in früheren Jahren denken. In einem Sumpfgebiet des Ruahaflusses in Deutsch-Ostafrika spürte ich eines Tages einen Elefantenbullen auf. Von einem Baum am Festland hatte ich seinen Standpunkt genau ausgemacht. Beinahe bis an den Leib stand er im Wasser. Er stand dort wie ein Block aus Granit, pechschwarz, da er sich ständig mit Wasser übergoß. Sumpfvögel aller Arten flogen über ihn hinweg, einige benutzten ihn als Ruheplatz. Er ließ sich nicht stören. Die Elefanten sind es gewohnt, von bestimmten Vogelarten, dem weißen Kuhreiher und dem Zeckenvogel begleitet zu werden. Wenn allerdings ein Reisender behauptet, daß Elefanten nie ohne weiße Kuhreiher anzutreffen sind, so führt der seine Zuhörer grob in die Irre. Kuhreiher trifft man mit Elefanten nur in Sumpfgebieten. Im Busch und im lichten Hochwald sieht man sie nicht zusammen.

Von meinem Awembajäger begleitet wagte ich mich hinein in den Sumpf. Das Sumpfgras war so hoch wie hier am Bangweolosee der Papyrus und bildete dichte Tunnel, in denen uns die Moskitos bald zur Raserei brachten. Bis beinahe an die Brust wateten wir durchs Wasser. Wir konnten nicht einmal wagen, nach den Moskitos zu schlagen, da wir jedes auffällige Geräusch vermeiden mußten. Unser Plätschern im Wasser machte nichts aus. Pläschern war ein dem Elefanten gewohntes Geräusch und konnte von einem Flußpferd oder einem anderen Tier des Sumpfes hervorgerufen worden sein.

Hitze, Moskitos und im sumpfigen Gelände im lauwarmen Wasser zu waten, verbunden mit dem scheußlichen Gefühl, einem Elefanten in einem Gelände entgegenzutreten, in dem es weder Deckung noch Möglichkeit zur Flucht gab, fingen an, mir auf die Nerven zu gehen. Schon bereute ich dies waghalsige Abenteuer unternommen zu haben. Mein Herz schlug so laut, daß ich tatsächlich glaubte, der Elefant müsse es hören. Innerlich hoffte ich, ein Windstoß möge kommen, den Elefanten zu warnen und zur Flucht zu treiben. Dreimal hatte ich zu jener Zeit schon unter einem Elefanten gelegen, hatte erlebt, daß einer meiner Leute zerrissen und zertrampelt wurde. Alles dies fiel mir ein, aber ein Zurück gab es für mich nicht. Ich konnte und durfte meinen Negern, die am Sumpfufer auf uns warteten, nicht zeigen, daß ich mich fürchtete. Solche Lagen sind die schlimmsten, die es gibt. Die Furcht kriecht über einem hinweg. Man fühlt ordentlich, wie eine Gänsehaut nach der anderen am Körper entlangläuft. Man möchte irgend etwas Verrücktes tun, um dem gequälten Herzen Luft zu machen und muß doch unter aller nur möglichen Energie zusammenreißen dieses scheußliche, hundsgemeine Angstgefühl überwinden und langsam, vorsichtig weiter an die drohende Gefahr heranpirschen. Jedesmal, wenn sich ein Elefantenjäger seiner Beute nähert, weiß er genau, ihm steht ein Kampf auf Leben und Tod bevor. Ist man im freien Gelände, womöglich im Hochwald, so hat man immer Bäume, hinter denen man sich verstecken kann und die einem wenigstens einen moralischen Halt geben. Pirscht man sich an Elefanten im dichten Dschungel des Urwaldes an, so hat man den innerlichen Trost, sich immer wieder vor Augen halten zu können, daß der im dichten Busch angreifende Elefant, da ihm die Zweige und Äste ins Auge schlagen und die Sicht nehmen, nichts sehen kann. Auf dieser scheußlichen sumpfigen Steppe im hohen Grase gab es keinen Schutz, keine Hilfe, wenn der Elefant angreifen sollte. An Laufen war überhaupt nicht zu denken, denn selbst bei der Pirsch kamen wir nur mühselig, Schritt für Schritt, weiter. Wir mußten auch immer versuchen, rein gefühlsmäßig oder mit dem Fuß tastend Löchern, die die Elefanten getreten hatten, auszuweichen. Dazu der scheußliche Modergeruch des Sumpfes, der einem das Gefühl gab, durch ein Totenfeld zu schreiten. Alles vereinte sich, um diesen Pirschgang zu den schlimmsten meines Lebens zu machen.

Wir kamen dann aus einem Tunnel heraus und mächtig stand der Elefant urwüchsig da. Hier im Sonnenlicht, sich auf dem Wasser spiegelnd, bot er ein ganz anderes Bild, als im Walde oder im Busch. Schon die schwarze Farbe des feuchten Körpers, auf dem sich die Sonne spiegelte, deren Widerschein im Wasser, ließen ihn weit größer erscheinen und mehr einem Mammut als einem Elefanten ähneln. Auf weite Entfernung zu schießen wäre zwecklos gewesen. Hier galt es, einen tödlichen Schuß anzubringen und nicht zu wagen, den Elefanten zu verwunden und zu reizen. Auf hundert Meter Entfernung stand er frei vor mir. Noch schwerer, als die Angst zu unterdrücken, die ich gehabt hatte, war jetzt der Versuchung zu widerstehen, auf die weite Entfernung zu schießen. Mein Jäger Longoma, ein Awemba, zeigte etwas seitlich auf ein Schilfgebüsch. Noch einmal mußte ich alle Kraft zusammennehmen, um den innerlichen Schweinehund zu überwinden und mich vorsichtig und geräuschlos zu diesem Busche hinzuarbeiten. Wir waren jetzt so nah, daß wir auch jedes Geräusch vermeiden mußten. Selbst, wenn der Elefant auch geglaubt hätte, daß ein Tier durch das Wasser plätschere, hätte er uns, da wir ohne jede Deckung waren, sofort gesehen. Vielleicht wäre geflohen, vielleicht hätte er uns nicht erkannt, aber das große ,,Vielleicht“ mahnte. Vielleicht hätte er uns auch sofort angenommen. Um diese sechzig Meter zurückzulegen brauchten wir Stunden, schien mir. Sicher dauerte die kurze Strecke zu überwinden nur Minuten, aber unter der fast zerreißenden Spannung zählte jede Minute tausendfach. Endlich war der Platz im Schilfgebüsch erreicht: Ich glaube, nie in meinem Leben sonst zielte ich so vorsichtig und ruhig wie hier. Mindestens zwanzigmal setzte ich wieder ab, immer noch konnte ich Kimme und Korn nicht auf den einzig sicheren Punkt hinter dem Ohrloch des Elefanten zusammenbringen. Immer noch zitterte meine Hand von den Anstrengungen und Aufregungen. Tief holte ich noch einmal Atem, nahm wieder die Büchse hoch, riß mich mit aller Kraft zusammen, zog langsam, vorsichtig durch und dann zerriß der Knall der schweren Büchse, der sich tausendfach auf dem Wasser wiederholte, die Stille des afrikanischen Mittags. Ein Zittern ging durch den mächtigen Koloß, hoch warf er den Rüssel und sackte in sich zusammen, als wenn ihm die Beine unter dem Leib weggeschlagen wären. Mit dem Kopf lag er unter Wasser, ein letztes tiefes Gurgeln, üblich für sterbende Elefanten. Dann starb er unter dem Wasserspiegel. Ein Zucken ging durch seinen Körper. Wieder lag ein Riese der Vorzeit vernichtet, tot vor mir. Auch meiner gequälten Brust entrang sich ein tiefer Seufzer, ein Aufatmen, eine Befreiung. Einmal war dieses Wagnis geglückt, aber ich nahm mir und bin auch meinem Vorsatz treu geblieben nie wieder Elefanten im Sumpf zu jagen.

Hans Schomburgk 1936

Luftdruckpistole

Mädchen beschossen: ,,In Drewitz schoß am Wochenende 15 Jahre alter Junge ein 13jähriges Mädchen an. Wie die Polizei gestern berichtete, stand das Mädchen gegen 1545 Uhr mit Freunden vor einem Hauseingang in der Eduard-von-Winterstein-Straße, als sie es knallen hörte und im selben Moment am Hinterkopf getroffen wurde. Der Junge hatte aus dem zweiten Stock mit einer Luftdruckpistole schräg nach unten geschoßen. Im Krankenhaus holte man die Kugel aus der Kopfhaut. Der Täter behauptet laut Zeugenangaben, er habe das Mädchen nur an der Jacke treffen wollen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zum Tatverdacht der gefährlichen Körperverletzung und des mutmaßlichen Verstoßes gegen das Waffengesetz."

Mit einem Luftgewehr hätte der gefährliche Unsinn schlimmer ausgehen könne. Gewöhnliche Luftgewehrkugel durchschlagen in 10 Entfernung Haut und etwa 1 cm Knochen, wären also möglicherweise ins Hirn gedrungen und hätten das arme Mädchen schwer verletzen können. Derartiger Schwachsinn (,,Ich wollte nur die Jacke treffen.") ist also vollständig abzulehnen. Die Gefahr daneben zu schießen ist immer gegeben. Die grundlegende Sicherheitsregel lautet Waffenmündungen immer nur auf mögliche Kugelfänge oder Ziele zu richten. Dan kann nichts geschehen. Von der Regel darf nie abgewichen werden, selbst mit entladenen oder teilzerlegten Waffe nicht, damit die sichere Handhabung immer, auch ohne besonderer Vorsicht greift. Der Junge war vermutlich im Waffengebrauch nicht ausgebildet. Sonst hätte er so einen gefährlichen Blödsinn wohl nicht verzapft.

Lutz Möller

Genickschuß

Sehr geehrter Herr Möller,

ich bin Sportschütze (KK- und GK-Pistole, Ordonnanzgewehr), im Vorstand eines Schützenvereins, habe viele ihrer Seiten abgespeichert und manche Ihrer Themen schon mit Jägern und Schützen im Verein diskutiert. Als an der Jagd und an der Wirkung von Waffen Interessierter habe ich eine ernsthafte Frage an Sie, nämlich was genau mit Genickschuß gemeint ist.

Ich komme darauf, weil ich erschüttert an der Schwarzen Wand in Auschwitz stand, an der Tausende von einem einzigen Täter mit einem KK-Gewehr durch Genickschuß ermordet wurden. Gefangene, welche die Opfer ins Krematorium bringen mußten, berichteten von noch Lebenden. Ich weiß, ein Schuß ins Stammhirn ist (kann) sofort tödlich ( sein). Interessiert habe ich auch im WO-Forum (oder war es im Visier-Forum?) die ,,Prawda“-Methode zur Kenntnis genommen, erfahren, also ein reiche Wachspropfen aus, Leben zu vernichten.

Ich bin Journalist und stelle meine Frage an Sie als Privatmann.

Ihre Seiten machen mir viel Freude und sie haben mir neue Argumente für die Jagd und für das rasche, möglichst schmerzlose Töten eines Wildtieres gebracht. Vielen Dank für Ihre Mühe.

Freundliche Grüße, XYZ, Sonntag, 12. Mai 2002

PS. Ich mußte mich für eine Anredeform entscheiden, wenn Sie in der persönlichen Du-Form antworten wollen, ist das in Ordnung.

Kliniker mit Blindheit geschlagen?

Genickschuß als Pickel verkannt!

MÜNSTER - Der Entschluß der Frau stand fest: Mein Ehemann muß weg. Nachdem gedungene Mörder, Zauberei und Gift versagt hatten, sollte ihn ein Genickschuß niederstrecken. Aber der zähe Gatte landete in der Klinik. Dort schöpfte keiner Verdacht, die Kollegen übersahen sogar die Kugel, die in der Zunge steckte.

Nur eine winzige Wunde war am Nacken des 55-Jährigen zu sehen, der sich wegen Kopf- und Genickschmerzen im Krankenhaus vorstellte. "Aufgekratzter Pickel", befanden die Kollegen und: "Röntgenbild o. B.", weshalb man den Patienten wieder nach Hause schickte. Weil Schmerzen und Nackensteifigkeit aber anhielten, schickte der Hausarzt den Mann in eine andere Klinik. Dort fertigten die Kollegen ein CT an und diagnostizierten eine Fraktur des zweiten Halswirbels. Als Ursache vermutete man stumpfe Gewalteinwirkung, berichten Dr. Thomas Bajanowski und Kollegen von der Gerichtmedizin der Universität Münster im "International Journal of Legal Medicine".

Nach 6 Mordversuchen immer noch munter
Weil die Ehefrau den Ärzten Widersprüchliches erzählte, wurde schließlich ein Rechtsmediziner eingeschaltet. Jetzt entdeckte man eine blutende Ulzeration an der Zunge, am Zungengrund lugte ein Projektil hervor. Nach und nach kam die ganze aberwitzige Geschichte ans Tageslicht: Die Ehefrau des Patienten hatte sich mit einer Wahrsagerin zusammen getan, um ihren Mann aus dem Weg zu schaffen. Zuvor hatten bereits drei Killer versagt. Nun probierten es die mordlustigen Damen mit Voodoo-Zauber und stachen auf eine Puppe ein - vergeblich. Ein Versuch mit Gift mißlang ebenfalls.

Jetzt aber sollte es klappen: Die Ehefrau machte ihren Angetrauten bis zur Bewußtlosigkeit betrunken und die Helferin mit den magischen Kräften schoß ihm ganz irdisch mit einer 6,35 mm-Pistole ins Genick. Vermeintlich vom Gemahl befreit, verwüstete die Frau das Wohnzimmer, um einen Raubüberfall vorzutäuschen. Sie staunte nicht schlecht, als sie in der Küche dann ihren Mann vorfand: Ganz und gar nicht tot klagte er über Kopfschmerzen.

Daß die konsultierten Ärzte die Kugel übersahen, die bereits auf dem ersten Röntgenbild ganz klar erkennbar war, kann nur mit "Berufsscheuklappen" der Mediziner erklärt werden. Ein Blick in den Mund des Patienten und genaues Hinterfragen der Ereignisse hätten eigentlich rasch zur Wahrheit führen müssen, meinen die Autoren.

MTD, Ausgabe 40 / 2001 S.56, SK - Quelle: Thomas Bajanowski et al., Int J Legal Med 2001; 114: 267 -268, © Springer Verlag, Heidelberg,

Quelle: http://212.66.8.25/GMS/bericht/blindheit

Abnicken

Geübte Jäger hingegen wissen, sie müssen den Schädel gar nicht durchbohren, um das Rückenmark zu durchtrennen. Bevor mit billiger Munition der Fangschuß aufkam wurde großes Wild abgefangen (Der Hirsch mit dem Försterdegen ins Herz - ein lebensgefährliches Unterfangen), aber kleines Wild, insbesondere Rehe aber wurden abgenickt. Gerade letztere Art einen fluchtunfähiges Opfer zu töten zeigt, wie wenig Waffen dabei ein Rolle spielen. Jeder Säugetierschädel hat unten zum Hals einen Ausgang, das Hinterhauptsloch, durch den Hirn und Rückenmark verbunden sind.

Die gewaltfreieste Art zu töten, ist also nur durch Haut gehemmt, ein Klinge, Dolch oder Nadel (siehe Hutnadelmörderin) gerade unterhalb des Schädels in das Rückenmark zu stechen, ggf. bei langem Gerät bis in das Hinterhauptsloch hinein. das hört sich einfacher an, als es ist. Der Jäger übt vorher am toten Stück Wenn man's aber kann, dann läßt sich ohne viel Aufhebens völlig geräuschlos blitzartig töten. Das dazu notwendige Messer, der Nicker ist eine eher kleine Klinge. Gewöhnliche spitze Gegenstände, ein Marlspieker, eine Hutnadel, ein geschliffene Motorradspeiche oder ähnliches langen hin. Abzunicken ist, vom Könner ausgeführt, waidgerecht, da das Tier unmittelbar seiner Sinne beraubt stirbt. Da allerdings heute schon gemeint wird, das wund Tier überhaupt zu berühren, sei unwaidgerecht, wird heute eben immer mehr geschossen. Seit es Patronenmunition gibt, ist ein Schuß ja auch leicht bei der Hand. zur Schwarzpulverzeit sah das noch anders aus.

Schädelschuß

Sofern in den Schädel geschossen wird, wird das Geschoß nicht unbedingt lebensnotwendig Hirnteile zerstören. Es gab genügend Selbstmörder, die sich in die Schläfe schossen und nicht das Leben, sondern nur das Augenlicht verloren und so geschädigt überlebten. Um zu sterben müssen die lebenserhaltenden unmittelbar notwenigen (dazu gehört nicht Intelligenz bzw. Großhirn) Hirnfunktionen ausgeschaltet werden, nämlich das Stammhirn. Mit kleinen langsamen Geschossen gelingt das nur bei genauem Treffer, sonst nicht.

Schießt man mit etwas kräftigerem, z. B. 9 mm 8 g 430 m/s aus der 357Sig seitlich in einen Überläuferschädel, der allerdings ein deutlich kleineres Hirn als Menschen aufweist, dann zermust die Kugel durch die Druckwelle das ganze Hirn. Mit der Tokarev waren die Russen also nicht auf Anatomiekenntnisse angewiesen, sondern konnten statt des klassischen Genickschusses nach all ihren Schweinereien ihren Opfern den Gnadenschuß auch von hinten in den Schädel antragen und blitzartigen Todes gewiß sein.

Genickschußwirkung

Ich vermute, der klassische Genickschuß wurde der damit verbunden Geste sich zu unterwerfen gefunden, nicht weil er so einfach ist, wie das Beispiel Genickschuß als Pickel verkannt! zeigt. In dem Fall muß das 6,35 mm Geschoß das Rückenmark gefehlt haben, um bis in die Zunge zu dringen. Andernfalls hätte das Opfer nicht überleben können. Das wichtigste am Genickschuß mit .22" lfb, ist also das nicht gerade große Rückenmark auch tatsächlich zu treffen. Da das Genick meist unbekleidet ist, würde sich hier ein sachlicher Grund, nämlich zu zielen zu erleichtern, finden. Die nötigen Kenntnisse und das Vermögen sich die Rückenmarkslage räumlich vorzustellen vorausgesetzt, langt die .22" lfB mit ihren (nicht aufplattendes Blei angenommen) geschätzten 2,2 cm Knochenleistung durchaus hin, eine ahnungslosen oder aus andern Gründen unbewegten Menschen schnell, sicher zu töten. Ob der Tod schmerzlos genannt werden könne, weiß ich nicht. Ich vermute, die Nervenreizung als solche wäre zwar schmerzhaft, aber in der die gewöhnlichen Aufgaben und Möglichkeiten des Rückenmarkes und der Empfindung völlig übersteigenden Überreizung, würde keine der Reizung verhältnismäßige Wahrnehmung mehr möglich sein. Das Hirn schaltet die Wahrnehmung schlichtweg ab; ein Vorgang den man schon bei weit geringeren schmerzlichen oder seelischen Belastungen beobachten oder erleben kann. Da das durchtrennte Rückenmark die Lunge zu atmen hindert, kann sie ihre Aufgabe, u. a. das Hirn mit Blut zu versorgen, nicht mehr wahrnehmen. So stirbt das Opfer also binnen etwa einer Minute, allerdings nicht den Herztod, da das Herz selbst bei durchtrenntem Rückenmark weiterschlägt, wie ich selbst gelegentlich beobachtete.

Beinbewegungen, beim Wild „Schlegeln“ genannt, in London am Tiburner Galgen nach einem alten französischen Tanz Tiburn-Gigue genannt, wenn den Gehängten das Rückrat brach und damit dem Genickschuß gleich das Rückenmark verletzt wurde (Der als Tanz verhöhnten Zappelei wegen, nennen alle englischen Roadies eine Musikerauftritt heute noch Gig) zeigen den Steuerungsverlust im Leibe. Die niederen Rückenmarksfunktionen laufen frei. Ein nach dem Genickschuß Zappelnder zeigt also keinesfalls einen mißratenen, sondern eher einen gekonnten Genickschuß an. In Loimaa untersuchte ich den Genickschußtod, beim Wild Trägerschuß genannt gründlich. Beispiele und Ergebnisse finden sich hier 6,5 x 65 Trägerschüsse.

Nun komme ich auf die Frage zurück. Dort hieß es ,,Gefangene, die Opfer ins Krematorium bringen mußten, berichteten von noch Lebenden (nach dem Genickschuß).“ Das erste Beispiel Genickschuß als Pickel verkannt! zeigt, daß der Töter tatsächlich so schlecht zielen kann, daß die Opfer nicht sterben. Das muß aber nicht sein. Bei genauer Zielwahl sacken stehende Opfer ohne weitere bewußte Regung in ihren Fußstapfen zusammen, zucken dann noch ein Weile, weniger als eine Minute und sind dann tot.

Über Genickschüsse bei Menschen zu schreiben ist etwas seltsam. Aber die Geschichte von der schwarzen Mauer in Ausschwitz, an der ein einzelner Töter mit einem KK Gewehr tausende Opfer tötete (in welcher Zeit?) ist sachlich jedenfalls gut möglich.

Herz schlägt nach durchtrenntem Rückenmark weiter

Ich würde gerne mal einen medizinisch fundierten Beleg haben, daß die Blutzufuhr zum Gehirn stoppt, wenn das Rückenmark durchtrennt wird. Das ist soweit von jeder wissenschaftlichen Begründung, daß man kaum glauben mag, daß ein Physiker das schreibt. Ich sehe im Moment die Heerscharen von Unfallopfern aus ihren Rollstühlen fallen nachdem ihnen mitgeteilt wurde das sie keine Blutversorgung zum Hirn mehr haben. Das Herz wird sicher nicht vom Rückenmark gesteuert zumindest nicht die Basisfunktion zum Schlagen. (Stichworte: Autorhytmicity, SA-Nodes, Propagation of Electrical Action Potentials).

Ich finde unglaublich, daß man als Jäger offenbar nicht verpflichtet ist, auch nur grundsätzliche Kenntnisse auf Niveau einer Einführungsveranstaltung in Anatomie zu haben. Solche Leute laufen durch den Wald und träumen von waidgerechter Jagd. Wie wollen sie waidgerecht schießen, wenn sie die Vorgänge nicht verstehen?

LM: Danke auf den ehemaligen Fehler in Genickschußwirkung hinzuweisen. Sie haben ja völlig recht, siehe „Was verursacht Herzschlag“ und „Wie stirbt Wild“.

Das die angeschossenen Tiere nach dem Schuß weiterhin Regung zeigen, dürfte unter anderem auch darauf zurückzuführen sein, daß beim sogenannten Hirntod das Herz durchaus in der Lage ist die verbleibenden Organe weiter mit Blut zu versorgen. Ein Umstand, den sich die Medizin bei der Organverpflanzung zunutze macht, denn nur die Toten bei denen der Hirntod dem Herztod voraus ging, qualifizieren sich überhaupt für eine Transplantation, übrigens der Grund warum es konstanten Organmangel gibt. Das erscheint an sich logisch, wenn man einmal bedenkt, wieviele Menschen sterben, aber wie wenige Menschen Ersatzorgane benötigen, daß es einen weiteren die Verfügbarkeit begrenzenden Einfluß geben muß.

Auf einem völlig anderen Blatt stehen die geäußerten Meinungen und Artikel über vergangene Kriege. Die von ihnen geäußerten Ansichten sind leider dieselben, die regelmäßig da zu hören sind, wenn die deutsche Kriegsschuld gemindert wird. Das erste Argument das kommt heißt allierter Bombenterror. Wie man von Bombenterror sprechen kann, wenn deutsche Vergeltungswaffen und Bomber monatelang England terrorisierten, wird mir nie eingängig werden. Das zweite sind die Geschichten von russischen Sauereien und Entgleisungen beim Marsch auf Berlin. Es ist schlimm das diese Menschen genügend verhetzt werden konnten, um solches anzurichten, aber im Endeffekt kam auch das nicht von ungefähr. Niemand kann behaupten daß es auf deutscher Seite nicht zu Entgleisungen kam. Vielleicht nicht in einem solchen Maße, aber das ist unerheblich denn, wie in einem der noblen Artikel stand, wenn man seinen Gegner zu Bestien stilisiert wird der Krieg erbarmungslos geführt werden. Nun man kann nicht behaupten das sich die Faschisten Mühe gegeben hätten den russischen Untermenschen als gleichberechtigten Gegner zu sehen und so liegt die Schuld bei jenen die es zuließen das der Gegner so herabgewürdigt wurde.

Nun ja, sei wie es ist. Ihre politische Meinung ist mir schnuppe. Auch ich interessiere mich für den zweiten Weltkrieg, allerdings sind mir vorgeschobene Argumente die zu relativieren versuchen ein Gräuel der dem Anlaß nicht angemessen scheint.

Daß Sie in Betracht zogen die Tötungsstätten im Reitstall 99 (LM: Genickschußanlage) neben die entmenschten Handlungen verhetzter Sowjet Soldaten zu stellen (LM: Russische Greuel) beleidigt definitiv das Andenken derer die im Reitstall zu Tode kamen. Eiskalte und vor allen Dingen freiwillige Mörder mit gepreßten, berauschten und vor allen Dingen wütenden Soldaten gleichzusetzen ist 'ne Schweinerei.

LM: Ich setze nicht gleich, sondern zeige Täter und Opfer verschiedener Seiten.

Ansonsten fand ich die Seite Kopfschuß recht informativ, werde aber nach der Genickschußpassage lieber dazu übergehen medizinische Berichte über Schußwaffenwunden zurate zu ziehen. Verstehen sie mich nicht falsch. Ich finde die Idee gut den Jägern da draußen waidgerechte Schüsse zu ermöglichen aber ich glaube mehr Einbeziehung der Anatomie und der Gewebezusammensetzung könnte dem ganzen nicht schaden.

Die Gründe, die für die Jagd sprechen, sind zu unterstützen und entbehren ja auch nicht einer gelungen Begründung. Europäisches Großwild (keine Ahnung als was ein Hirsch so zählt) hat halt außer Krankheiten und Jägern keine natürlichen Feinde mehr.

LM: Doch, den Hungertod wegen abgeschliffener Zähne im Alter. Das wäre ohne Jäger die natürlich Todesursache des Wildes; mit vorangehender Sieche nicht gerade angenehm. Davor bewahren wir Jäger das Wild, so gut wir könne; auch durch Hege (Gatterung, Fütterung) im Winter.

Wobei es mir nicht ganz in den Kopf will, daß auf die kapitalen Tiere geschossen wird, wenn die Behauptung keine Schutzbehauptung ist um die Jägerei zu decken, sollte man vielleicht ein bißchen mehr betonen, wie man hauptsächlich auf kranke oder verletzte Tiere Jagd macht um den Bestand sauber zu halten. Aber naja das ist halt nur so ne Überlegung.

LM: Das Wild breitet sich immer über den tragfähigen Bestand aus. Bevor es verkommt, wird es planvoll erlegt = der Aufwuchs genutzt.

Mit freundlichen Grüßen, Philipp Carpus, Dienstag, 2. Mai 2006 16:24

Hauptschuß

Hallo Lutz,

ich las den Aufsatz Kopfschuß im Netz. Worauf sollte der Kopfschuß abgegeben werden? Auf Stamm- oder Kleinhirn? Worauf muß man zielen damit der Tod sofort eintritt?

Grüße, Chris, Sonntag, 17. Dezember 2006 08:58

Moin Chris,

der Tod tritt nie sofort ein sondern immer langsam. Er ist ein Vorgang, bei dem zunächst höhere Abläufe, also solche, die entwicklungsgeschichtlich später hinzugekommen sind, anhalten oder solche Bestandteile ausfallen, die dauernder Versorgung bedürfen. Der Tod tritt immer durch mangelnde Versorgung ein. Deshalb leiten Blutverlust oder Atemlähmung sicher den Tod ein. Am dringendsten muß die Netzhaut der Augen versorgt werden, weil die so gut wie nicht speichert. Das ist auch der Grund aus dem tödlich getroffen Flüchtende auf ihre Flucht nach einer Weile wie blind irgendwo gegen rennen. Fallender Blutdruck versagt irgendwann die feinen Äderchen mit Blut zu versorgen. Also wird man blind.

Beim Hirn versagt bei nachlassender Versorgung zunächst das Großhirn. Kluge Entscheidungen, die vorrausschauendes Denken erfordern, können nicht mehr getroffen werden (Verblödung).

Bei weiter zusammenbrechender Versorgung versagt dann als nächstes das Klein- oder Zwischenhirn, der so Behinderte kann sich nicht mehr gezielt bewegen, er geht zu Boden, aber zuckt noch. Herz und Lunge arbeiten, sofern nicht zerstör, oder nervlich vom Kopf getrennt, noch weiter.

Wenn das Stammhirn nicht mehr arbeiten kann, entweder weil es zerstört ist, oder aber nicht mehr mit dem Leib verbunden ist, z.B. durch Trägerschuß, bleibt die Atmung aus. Das ist also eine sichere Todesursache. Das Herz schlägt aber noch selbsttätig ungeregelt weiter. Es hört erst zu schlagen auf, wenn die Lunge eine Weile keinen Sauerstoff mehr ins Blut gibt, bzw. Kohlendioxyd wegschafft. Das Stammhirn regelt die lebensunmittelbaren Abläufe, wie Atmung , Leibwärme usw. usf. und ist auch an der Weiterleitung höherer Regelungen oder Steuerungen beteiligt. Mit einem Großhirntreffer kann, aber muß man nicht immer sterben, z. B. könne auch nur die Sehkraft ausfallen oder Französisch oder der ganz Verstand (Verblödung). Ein ganz beherrschte Sprache mit allem Drum und Dran benötigt nicht mehr als einen Hirnwürfel von 4 mm Kantenlänge.

Ein Zwischenhirntreffer könnte u. U. einen Steuerreiz verursachen, z. B. bei einem Mann mit einer Waffe noch den Abzugfinger zu krümmen. Der zukünftig Tote schießt dann!

Ein Stammhirntreffer hingen verursacht keine Handlungen, die als bewußt bezeichnet werden könnten. Weil das Stammhirn die Verbindung zum Rückenmark darstellt, unterbindet ein zerstörtes Stammhirn, das ja nicht so groß ist, auch die Reizleitung höhere Hirnteile zum Leib. Der bleibt nicht ganz steuerungslos, weil, vermutlich aus unsere alten Vergangenheit als Wurm (auch Regenwürmer können handeln!), das Rückenmark selbst den Leib noch beeinflußt. Das sieht man deutlich an Trägerschüssen, die das Rückenmark durchtrennen, und den so Getroffenen, die dann noch schlegeln, also die Bene bewegen, als solle noch gelaufen werden. Gehängte, die nicht langsam erdrosselt werden, sondern denen mit einem passenden Henkerknoten das Rückrat geschert wird, zappeln auch mit den Beinen als sollten Sie tanzen. ("To dance the Tiburn Gigue!", Tiburn: Londoner Hängplatz, Kurzform von Tiburon, Gigue: bewegter französicher Tanz, daher das Wirt "Gig" für Musikveranstaltung.) Da das Hirn unter solch Umstände so nicht mehr befehlen kann, bzw. die Befehle den Leib nicht mehr erreichen, können derlei immerhin noch einigermaßen gesteuerte Bewegungen, nur vom Rückenmark veranlaßt sein. Der Regenwurm, mit dem wir verwandt sind (Unsere Wirbelsäule zeigt das deutlich!) kann ja auch sinnvoll handeln, ohne daß der irgendeine Art von Hirn hätte. Sein Rückenmark, bzw. dessen würmische Entsprechung, da er keinen Rücken in unserem Sinne aufweist, genügt ihm dafür.

Die ganz grundlegenden unbewußten Abläufe könne manche Leibesteile sogar noch außerhalb und getrennt vom Rest fortführen, z.B. zu verdauen. Ein ausgewaideter Darm bewegt sich noch. Die sog. "Peristaltik" = Darmbewegung, eine für das Leben dauernd notwendige Tätigkeit, lebt noch ein Weile fort, auch wenn der Dam mangels Lebensverbindung gar nichts mehr zu versorgen hat. Die einzelnen Zellen leben noch viel länger, z. B. im Fleisch im Kühlschrank. Erst Gammelfleisch ist zelltot. Im frischen Fleisch, leben die Zellen noch, wenn auch eingeschränkt.

Der Tod ist also nicht so einfach und tritt nie sofort ein. Dem Jäger kommt es vorrangig darauf an seine Beute zu fangen oder seine Feinde abzuwehren. Für den Zweck ist das Stammhirn von weitere Tätigkeit auszuschalten also ganz vorzüglich geeignet. Da Nerven, und im Hirn sind viele Nerven, druckempfindlich sind, Druck Nerven reizt, zu viel Druck Nerven in die Sinnlosigkeit überreizt, ist ein Schuß ins Stammhirn oder auch knapp daneben mittels Druckwelle gut geeignet auf Schlag (man beachte den unmittelbar verstandenen Wortsinn) jegliche bewußte oder höhere unbewußte Handlung seitens des Getroffen auszuschalten. In der Waffen-SS schossen die „Feinmechaniker“ , wie sich die Scharfschützen dort u. a. nannten, deshalb die Feinde von vorn mit gutem Erfolg bevorzugt durch die Nasenspitze, damit ihr Gegenüber (auch „Feinmechaniker“) eben nicht noch ein letztes Mal den Finger krümme um ihnen das Lebenslicht auszuknipsen. Kein Stammhirn krümmt keinen Finger mehr! Die wußten aus der Übung eben Bescheid, was nützte.

Moin Lutz,

Du schreibst über Lincoln und das er noch Stunden nach Kopfschuß lebte... Der Tod ist also nicht so einfach, wie du schreibst. Wie lange lebt ein Mensch noch, der sich durch den Mund in 45 Grad zum Gaumen erschießt? Sekunden, Minuten, Stunden? Wie gibt man sich am besten den „letzten Schuß“, doch nicht etwa durch die Nase, wie die „Feinmechaniker“ der Waffen SS ihre Opfer erschossen, oder doch?

Grüße, Chris

Chris,

die sog. Feinmechaniker kämpften im Kriege auf Büchsenschußentfernungen. Die Zielwahl bezieht sich auf zwei Menschen, die sich gegenseitige ansehen. Dann und nur dann erreichst du mit einem waagerechten Schuß von außen das Stammhirn, bzw. das verlängerte Rückenmark. Wenn das von einem Büchsengeschoß getroffen ist ist die nervliche Verbindung vom Kopf zum Leib zerstört, so daß der so behandelte nicht mehr willkürlich handeln kann und auch nicht mehr atmen kann. Der Tod tritt nach vielleicht einer Minute ein, wenn das Herz mangels Sauerstoff nicht mehr schlagen kann. Dann sterben auch alle anderen Teile. Niemand, der so getroffen wurde, wird dir erzählen können, wie das war, aber aus gewissen Erwägungen heraus ist anzunehmen, daß die Stammhirnzerstörung einen derartigen Nervenreiz verursacht, daß im Treffer jegliches geordnetes Empfinden nachhaltig gestört wird, daß von einem Bewußtsein nicht mehr auszugehen ist. Schon ein Boxer kann einen anderen Mann mit der bloßen Faust bewußtlos schlagen, ohne nachhaltige Zerstörungen anzurichten, außer im dauernden Wiederholungsfalle.

Der sich mit einer Pistole das Leben nehmen will, schießt sich deshalb mittig nach hinten oben gerichtet in den Mund, aber nicht von außen in die Schläfe, weil so die schwachbrüstige Pistolenkugel ohne große Tiefenwirkung sicher ein lohnendes Ziel findet, nämlich den Hirnstamm oder etwas tiefer das verlängerte Rückenmark. Ein Treffer verursacht so neben sofortige Wahrnehmungslosigkeit den sicheren Tod. Wenige Millisekunden, nachdem der Abzug gezogen wurde, erlischt so das Bewußte Leben und der Tod tritt unwiderruflich ein.

Bei einem Schuß in die Schläfe muß das nicht so sein, kann doch ein schwache falsch gezielte Pistolenkugel möglicherweise nur Großhirnteile verletzen oder zerstören, die nicht unmittelbar lebensnotwendig sind, und der so Getroffen kann noch lange weiterleben, zwar Vielleicht blöd oder blind, aber immerhin lebendig. Unmittelbar lebensnotwendig ist das Großhirn nicht in Gänze. Auf Teil kann, allerdings mit Funktionseinbußen, verzichtet werden. Pistolen sind nicht so kräftig. Man muß die also schon richtig anwenden, wenn man damit töten will.

Alter Nagantrevolver, Quelle

Ein gutes Beispiel gab Axel Jung als er mit dem russischen Nagantrevolver der Zarenzeit, einer mit 700 bar Gasdruck besonders schwachen Feuerwaffe, als er mutig von mir wegen falschen Geschossen nur gekrellte Bison sachkundig mit Genickschuß ins Rückenmark erledigte, bevor die wieder hoch kommen konnten. Ich hatte es mit drei Stück zu tun, kümmerte mich also zunächst um die noch laufenden, weniger den liegenden, da mir nicht klar war ob die mich angreifen würden. Der kleine Winzrevolver war in sachkundiger Hand also sogar auf ein so großes Tier eine tödliche Waffe.

Ein Bekannter hat sich mal wegen unheilbarem Darmkrebs mit eine Flinte in den Mund geschossen. Dem ist der ganz Schädel oben weggeplatzt und überall waren Blut, Hirn und Knochensplitter verstreut. Eine Schlachtszene im Horrorfilm zeigt dagegen verhältnismäßig wenig Blut. Der so handeln will, gehe also bitte dazu in den Wald und erledige nicht zu Haus und verursache keine unnötige Sauerei!

Lutz Möller

Hauptschuß 2

Hallo Lutz,

Du schreibst auf deiner Seite an Chris auf seine Anfrage vom 17.12.06 zum Hauptschuß. Dazu hätte ich noch die eine oder andere Frage:

1. Was ist nun sicherer, die Waffe in den Mund mit schräg nach oben gerichtetem Lauf ( 45 Grad) zu stecken, um das Stammhirn zu treffen und auszuschalten (Zitat: „Der sich mit einer Pistole das Leben nehmen will, schießt sich deshalb mittig nach hinten oben gerichtet in den Mund, aber nicht von außen in die Schläfe, weil so die schwachbrüstige Pistolenkugel ohne große Tiefenwirkung sicher ein lohnendes Ziel findet, nämlich den Hirnstamm oder etwas tiefer das verlängerte Rückenmark.“, oder die an anderer Stelle auf deiner Seite angegebene Art sich von vorne über die Oberlippe unter die Nase zu schießen?

LM: Mehr Knochen = mehr Widerstand.

Sind beide Varianten gleich gut bzw. welche ist besser als die andere im Sinne von sicherer und effektiver? Bei welchem Weg stehen der Kugel bis zum Stammhirn weniger Knochen, der durchschossenen werden muß, im Weg?

LM: Im Rachen.

Ist die Nasenmuschel ein Hohlraum und deshalb der Oberlippen- unter- Nasenschuß am besten?

LM: Denke mal mit. Tippe an eine Oberlippe. Ist dahinter ein Hohlraum? Nein, ein starker Knochen, der die Zähne hält!

Was kann passieren, wenn die Waffe, wenn man sie in den Mund steckt nicht schräg nach oben, sondern nur gerade hält?

LM: Krellschuß, wenn der Impuls zu klein ist.

Kann die Kugel im Endstück der Wirbelsäule, die an der Schädelbasis endet, stecken bleiben?

LM: Wenn es eine sehr schwach ist vielleicht schon.

Stirbt man dann auch sicher und schnell oder trifft man das Stammhirn eventuell nicht?

LM: Das Rückenmark zu zerschießen würde langen.

Durchtrennt man nur die Rückenmarksverbindung zum Hirn und ist dann ab dem Kopf querschnittsgelähmt oder auch gleich tot?

LM: Ab dem Kopf gelähmt = tot!

Mit welche gesundheitlichen Folgen/bleibenden Schäden muß man im schlimmsten Fall weiterleben, wenn man nicht sterben sollte?

LM: Mir nicht bekannt.

2. Du schreibst weiter in deiner Antwort an Chris, daß Pistolen nicht so kräftig sind, wenn man sie nicht richtig und zielgenau bzw. wie oben beschrieben anwendet um sicher per Kopfschuß auf eine der zwei oben beschriebenen Arten zu töten. Ist die Durchschlagskraft einer 9 mm Smith and Wesson hoch genug um die oben beschriebenen Mundkopfschusse erfolgreich zu tätigen.

LM: Wenn du in die richtige Richtung schießt, ja.

3. Reicht die Druckwelle und die Durchschlagskraft einer 9 mm Kugel bei einer Smith and Wesson SW9V oder Keltec Luger P-11 aus, um einen zu töten, selbst wenn man das Stammhirn verfehlen sollte?

LM: Der Treffer bringt die Wirkung, nicht die Waffe oder das Geschoß. Ein rausgeschossener Zahn oder zwei töten nicht.

Wie sieht es mit 9 mm „mushroomed hydra-shok bullets“ aus, wenn man diese aus einer Smith and Wesson oder Keltec Luger P-11 auf den Kopf nach einer der oben angegebener Metoden abfeuert? Sind die Schüsse dann noch effektiver?

LM: Für Tiefenwirkung benötigst du wenig Flächenlast, also eben keine Querschnittsvergrößerung. Die ist für Weichziele wie Fleisch oder Lunge gedacht.

Bewirken sie, daß der Kopf auseinanderplatzt?

LM: Möglich.

Ist diese Munition insofern sicherer als eine kompakte, klassische 9 mm Kugel, die sich nicht so verhält, weil die Druckwelle einen größeren Bereich im Hirn zerstört und damit mehr Schaden anrichtet?

Danke im voraus für die Antworten!

Gruß aus Miami, Ivanhoe, Donnerstag, 31. Juli 2008 11:07

Ivanhoe,

du hast von Ballistik offensichtlich keine Ahnung und wirst mit meine Antworten wenig anfangen können. Wenn du das alles wirklich genau wissen willst, rechne nach (das kannst du nicht), oder versuche es - vielleicht nicht an dir selbst sondern an andern Köpfen, z. B. Schwein o. ä.

Lutz

Derringer

Moin Lutz,

kannst Du was über einen Hauptschuß mit einer Derringer sagen? Reicht die Wucht der 11 mm Kugel aus die Schädeldecke zu durchschießen? Platzt die Schädeldecke auf? Was passiert wenn die Kugel nach einem Mundschuß im Gehirn hängen bleibt, weil die Kugel zu schwach für die Schädeldecke ist?

Gruß, Chris

Lutz,

Der Lauf ist 5 cm. Es wird vom Hersteller empfohlen, es nur mit Schwarzpulver zu füllen. Nitro würde auch funktionieren, ist aber verboten. Reicht die Wucht der Kugel durch die Schädeldecke? Tritt der Tod auch ein, wenn nur das Stammhirn, aber nicht die Schädeldecke durchbohrt wird?

Gruß, Chris

Lutz,

Die Munition für die Luigi Derringer sind Blei Kugeln Cal. 445 = 11,30 mm. Reicht das für den Krönlein-Mundschuß? Oder besteht die Chance den finalen Schuß zu überleben (blind oder blöd)?

Gruß, Chris

Christian,

ein solche Rundkugel zu ~ 9 g wird vermutlich etwa 119 m/s schnell sein.

Damit kann Sie etwa 7 cm Fleisch durchdringen, oder 0,5 cm Knochen (entweder, oder).

Der sich also damit ins Bein schießt wird ein Steckschuß kriegen. Der sich damit auf die Brust zwischen die Rippen schießt wird das Herz wohl erreichen und öffnen können = Mann verblutet.

Aber nun. Was geschieht mit dem Geschoß wenn es erst vom Mundraum den Schädel durchdringen muß und dann das Stammhirn zerstören. So genau weiß ich nicht wie der Schädel innen drinnen aussieht. Man könnte damit vielleicht den beabsichtigten Erfolg (schneller Tod) herbeiführen, aber vielleicht auch nicht und nur ein schwer Verletzung herbeiführen, die im Hirn immer mit Verblödung einhergeht. Ich würde das also lassen.

Wenn allerdings die Bleikugel das Stammhirn erreicht und zerstört oder nur hinreichend stößt ist vom Tod auszugehen, weil Nerven stoßempfindlich sind, der Stoß die notwendige Reizleitung damit so stört, das auf jeden Fall zunächst die Atmung versagt und der Mann ersticken wird, bevor sich die Nerven wieder erholt haben könnten.

Solche „Spielzeugpistolen“ sind zu gefährlich, um damit leichtfertig oder gar achtlos herumzuschießen. Beachte also die drei Grundregeln sicherer Waffenhandhabung:

  1. Achte immer auf sicheren Kugelfang!

  2. Zeige mit der Waffe nur in solche Richtungen, in die du auch schießen willst!

  3. Halte den Abzugfinger solange vom Abzug fern, bis du unmittelbar schießen willst!

Dan geht nichts unbeabsichtigt schief!

Wenn du es besser wissen willst hol dir vom Schlachthof einen Schweinkopf und versuch's mal. Dümmer wird man davon nicht! Die benutzen Modelle sind bei schnellen Geschossen geprüft und hinreichend zuverlässig, aber in diesem sehr langsamen Bereich, der mich gewöhnlich nicht rührt, müssen die Zieleigenschaften noch genauer bekannt sein, um verläßliche Aussagen zu treffe, zumal bei sehr langsamen Geschwindigkeiten einige Näherungen eingebaut sind, dich ich nicht überprüft habe. Obige Aussagen treffe ich also mit bestem Wissen und Gewissen, aber du solltest die für den Derringerfall darüber im Klaren sein, daß es nur Schätzungen sind. Die Tatschen könnten etwas anders aussehen, aber wie viel, weiß ich nicht.

Ich hoffe, du hast nicht vor das soeben erlernte Wissen bei dir anzuwenden! Da gäb's bestimmt bessere Ziele! Ich erinnere z. B. an die 5,5 Velodog aus dem 19ten Jahrhundert für Fahrradfahrer, bestimmt sich lästiger Hunde zu erwehren.

Gruß Lutz,

Lutz,

Danke für die ausführliche Antwort.

119 Meter pro Sekunde oder Kilometer pro Stunde! Wie hast Du das berechnet?

LM:[ m/s]. Fragen nicht, glaube mir einfach!

Die Kugel würde also nur 7 cm Fleisch oder 0,5 cm Knochen durchdringen?

LM: Ja.

Dann wäre von einem Mundschuß mit der Derringer ja abzuraten, da es möglicherweise nur zu einem Steckschuß käme.

LM: Ja.

Wie sieht es mit dem Kentucky Schwarzpulver Vorderlader aus? Der Kentucky Vorderlader verschießt Cal. 440 =11,15 mm und hat einen 15 cm langen Lauf.

LM: Mit 2 g Schwarzpulver ~ 200 m/s kommst durch den Schädel durch und und zerstörst bei Mundschuß das Stammhirn.

Gruß, Chris

Moin Lutz,

Danke für die Mail. Bin von Deinem Wissen stark beeindruckt, aber von der Antwort eigentlich enttäuscht. Ich war bis jetzt davon überzeugt, ein Schuß von einer Derringer in den Mund sei eine todsichere Angelegenheit. Jetzt muß ich davon ausgehen, daß man den Schuß überleben könnte.

Wie kann es sein, daß Lincoln 1865 durch ein Hauptschuß mit einer Derringer erschossen wurde? Die Kugel drang von außen durch den Knochen unterhalb des linken Ohrs ins Gehirn, durchdrang das ganze Gehirn und kam einige cm über dem rechten Auge wieder raus. Du schreibst aber eine Derringer Kugel sei nur gut für 7 cm Fleisch oder 0,5 cm Knochen; demnach hätte Lincoln ein Steckschuß gehabt, aber er hatte einen glatten Durchschuß durch zwei mal Schädeldecke.

Chris,

ich schoß nie mit einem Derringer auf Lincoln, kenn auch dessen Schädel nicht. Außerdem gab es vermutlich nicht nur einen Derringer, sondern verschiedene. Hirn ist auch kein Fleisch. Seine Eigenarten kann ich nicht gut abschätzen, vielleicht wie Wasser? Im übrigen ist auch bei Elefanten ein Trick durch das Ohrloch zu schießen, wenn die Waffe ansonsten mangelnde Tiefenwirkung hat. Unterhalb es Ohres hat der Schädel, wie ich bei mir selbst fühle, im Bereich des Kiefers ein Aussparung mit vermutlich dünnerer Wandstärke. Ich kann mich nicht genauer festlegen, da ich die Schädelanatomie zu wenig kenne. Wenn der Derringer völlig nutzlos gewesen wäre, hätte er vermutlich keinerlei Verbreitung gefunden. Da er oft verkauft wurde, scheint er also irgenwie ein bißchen doch genützt zu haben. Zumindest so, daß man sich vor einen Treffer fürchten mußte.

Bist Du sicher Deine Berechnungen und Schätzungen sind korrekt?

LM: Dazu habe ich mich oben schon geäußert.

Basieren die 119 m/s auf der Annahme das Geschoß sei 9 Gramm schwer?

LM: Ja.

Hast Du das auf Basis von Schwarzpulver berechnet

LM: Ja.

Oder auch die Überlegung mit Nitro einberechnet?

LM: Nein.

Würde man mit einem etwas längeren Vorderlader ein besseres Ergebnis haben? Etwa mit der Kentucky (Cal. 440 =11,15 mm, 15 cm Lauf)?

LM: Mit 2 g Schwarzpulver ~ 200 m/s kommst durch den Schädel durch und und zerstörst bei Mundschuß das Stammhirn.

G ruß, Chris

Lutz,

die empfohlene Menge Schwarzpulver ist 1,4-1,5 Gramm für die Kentucky. Habe schon überlegt mit Nitro Cellulose zu schießen, um die Durchschlagskraft zu erhöhen. Wieviel Gramm Nitro bräuchte ich denn, auch 2 Gramm?

Gruß, Chris

Chris,

lasse die Finger davon, wenn du nicht Bescheid weißt und dich nicht statt des Opfers ernsthaft verletzen willst. Mach dein Wiederladerschein für Schwarzpulver und NC. Da bekommst du die Grundbegriffe beigebracht dich zumindest nicht in die Luft zu sprengen! Ohne Sachkunde sich mit verdämmtem Schwarzpulver, NC-Pulver oder Sprengstoffen und deren Zündern zu beschäftigen wäre dumm und gefährlich. Das muß nicht sein. Ich werde dem Unsinn keinen Vorschub leisten ist.

Gruß Lutz

Lutz,

sich per Email über das Thema Hauptschuß zu unterhaltenes ist schon eine seltsame Lage, vielleicht sollten wir es mal mit Skype oder Telefon versuchen, aber solange Du Deine Email beantwortest ist das OK für mich. Sprichst Du auch mit den Leuten, die Dir Email senden?

LM: Meist nicht, da ich die Erörtungen für meinen Netzplatz benötige, vor allem wenn es was Neues ist. Sonst gelegentlich schon!

Wenn ich richtig verstehe, würde ich mit dem Kentucky Vorderlader (Cal. 440 =11,15 mm, 15 cm Lauf) mit 2 g Schwarzpulver ~ 200 m/s durch den Schädel durchkommen und bei Mundschuß das Stammhirn zerstören.

LM: Ja!

Mit derm Luigi Derringer (Cal. 445 = 11,30 mm, 5 cm Lauf) mit 1,4-1,5 g Schwarzpulver ~ 119 m/s würde die Kugel nur 7 cm Fleisch oder 0,5 cm Knochen durchdringen, die Kugel würde im Kopf stecken bleiben, ein Steckschuß unvermeidbar. Hab ich das richtig wiedergegeben?

Ja.!

Ich habe nicht vor ohne Sachkunde mich mit SP, NC-Pulver oder Sprengstoffen und deren Zündern zu beschäftigen. Das wäre dumm und gefährlich. Das muß nicht sein. Und ich verstehe, daß Du dem Unsinn kein Vorschub leisten willst. Aber jeder Mensch hat das Recht, sich über den "finalen Schuß" Gedanken zu machen, vor allem dann wenn er schwer krank ist und auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Verstehst Du was ich meine?

Gruß, Chris

LM: Ja sicher, aber unter solchen Umständen würde ich nicht zögern mich eine richtige Waffe zu verschaffen. Die rechtlichen Bedingungen wären in solchen Falle ja vollkommen unerheblich. Ich kenne wie gesagt mehrere solcher Fälle. Ein Apothekerin, was nahe lag, vergiftete sich, ein Ärztin ebenso, und der Buchhändler erschoß sich eben mit einer Flinte, weil er kein kein Gift bekam und in Berlin eine Waffe zu kaufen nicht so schwierig ist. Suum cuique - Jedem da Seine, Wahlspruch Friedrich I. von Preußen und Devise des Schwarzen Adlerordens.

Gruß Lutz,

Hallo Chris, Lutz,

mit Schrecken lese ich eure Abhandlung über den Hauptschuß. Jeglicher Mißbrauch von Waffen schadet uns Schützen und Jägern enorm. Wir haben zur Zeit eine heftige Diskussion über die persönliche Armeewaffe zu Hause. Und genau solche Argumente werden von den Gegnern ins Feld geführt. Ich kann zwar die Argumente von Chris nachvollziehen, aber es gibt ohne den Waffengegnern Futter andere humanere Wege sich das Leben zu nehmen.

M.f.G. aus der Schweiz, Hans-Peter Tscharner, Mittwoch, 20. Dezember 2006 09:00

z. B. mit schwarzem Bilsenkraut (Hyosciamus niger), auch Hexenkraut genannt.

Bilsenkraut

Bilsenkraut

Lutz,

übrigens, selbst mit Derringer oder .22" kurz oder .22" lfB Zimmer schafft man die relativ dünne (2 mm) Knochenplatte der Rachenhinterwand. Bei richtigem Winkel sind Stammhirn + Kleinhirn immer hin.

Besonders wirksam sind Schüsse in den Mund wenn man auf dem Rücken liegt und den Mund mit Wasser gefüllt hat. Ein Jäger der sich so mit der .357" Mag. erschoß hatte überhaupt keinen Kopf mehr, alles weg. Der Rest klebte an der Wand.

Torsten

Wie du in Warnung! liest ist Veröffentlichung bei mir selbstverständlich, Diskretion bedarf der Vereinbarung. Ich habe wenig Interesse geheime Post auszutauschen, wenn es im die Sache geht und die ist bei mir der gewollte Tod, siehe Derringer für Hauptschuß


Hallo Chris,

Wie du in Warnung! liest ist Veröffentlichung bei mir selbstverständlich, Diskretion bedarf der Vereinbarung. Ich habe wenig Interesse geheime Post auszutauschen, wenn es im die Sache geht und die ist bei mir der gewollte Tod, siehe Derringer für Hauptschuß!

Emailanschriften oder Rufnummer veröffentlich ich nie, leite aber gern unter Interessierten weiter. Viele verlangen ein Pseudonym oder Initialen. Mir paßt das zwar nicht, aber ich halte mich dran. Wenn du also Rat willst, solltest du dich damit abfinden, daß das öffentlich geschieht.

Gruß Lutz

Hallo Lutz,

Mir erscheinen die Argumente der Waffengegner und Waffenfreunde übertrieben. Die Schweiz erlaubt Sterbepatienten den Zugriff zu Natrium Pento-Barbital und hat damit liberalere Gesetze als die Niederlande. Es braucht also keiner in der Schweiz nach seiner Armeewaffe im Schrank zu greifen oder auf der Wiese nach Bilsenkraut zu suchen :-) In Deutschland dagegen gibt es kaum Anlaufstellen für humanes Sterben, mir bekannt ist nur die deutsche Gesellschaft für humanes Sterben (DGHS). Sie erklärt wie die tödlichen Medikamente rezeptfrei in Frankreich einzukaufen sind.

Grüße, Chris

Guten Abend Herr Möller,

Fast täglich konsultiere ich ihre Seite. So etwas interessantes habe ich bis jetzt noch nirgends gefunden. Sehr beeindruckt hat mich jene Abhandlung mit der Jagdgegnerin. Sie haben vorzüglich und mit großem Sachverstand Stellung bezogen. Genau so müssen Jäger in der Öffentlichkeit auftreten. Umsomehr bin ich jetzt von ihnen enttäuscht, daß sie meine Stellungnahme zum Hauptschuß nicht so veröffentlicht haben, wie ich sie geschrieben habe.

LM: Ich feile gelegentlich etwas fein, bevor ich es rausbringe.

Grundsätzlich ist es gut, wenn sie alles veröffentlichen, das macht den Platz erst interessant. Es muß jedoch derselbe Wortlaut wiedergegeben werden, wie ihn der Verfasser schreibt. Den letzten Satz haben sie dermaßen abgeändert und unvollständig wiedergegeben, daß er nicht verstanden wird und der Eindruck entsteht, ich wolle Suizidtipps geben.

LM: Aber ich! Das war ja der Sinn der Fragen, sonst keiner! Daran vorbeizureden führte nicht zum Ziele!

Ich habe nur darauf hingewiesen, daß es andere, humanere Möglichkeiten gibt, ohne den Waffengegnern Futter zu liefern. Siehe exit.ch.

LM: Chris sieht das anders.

Ich wünsche eine Korrektur in diesem Sinne und grüße freundlich

H. P. Tscharner, Mittwoch, 20. Dezember 2006 18:39

Kopfloses Reh

Mittelfränkische Kopfschmerzpille für Rehe

Sehr geehrter Herr Möller,

der heutige Abendansitz war eigentlich auf Sauen gedacht, drum hatte ich meine dicke Berta Mauser 03 in 8x68S mit 65er Solidlauf (wie bereits berichtet). Ihre HDP-Bremse ist immer noch nicht drauf. Mit KJ-Geschossen ist die beider Masse eigentlich gar nicht notwendig, denn Berta wiegt mit vollem Magazin und einem 6-24x56 Zeiss über 6kg.

Also sitze ich da mitten im Wald an einer 200 m langen Schneise und harre mit leichten Kopfschmerzen im Anflug der Dinge. Die Schwarzkittel sind eigentlich sehr pünktlich, aber heute abend haben sie anscheinend keinen „Bock“ gehabt. Stattdessen flitzten in 100 - 150 m Entfernung mehrere Rehe ständig hin und her. Nur, bis ich mich eingerichtet hatte, waren die schon wieder in der Dickung. Also Warten. Nach 10 Min. legte ich Berta wieder hin. „Ze Fix - da sind's scho wiader“. Das ganze ging so drei bis vier Mal. Jetzt hatte ich keinen „Bock“ mehr. Ein kurzer Pfiff - ein mächtiger Donner - und ein 15 kg Schmalreh lag auf 135 m wie vom Blitz getroffen. Das Reh schaute auf den Pfiff zu mir, das feine rote Kreuz auf die Nasenwurzel (ich weiß was ich tue). Das Ergebnis siehe Bild.

Kopfloses Reh nach 8x68S KJG Ladung Nasenwurzeltreffer auf 135 m

Das 8x68S mit neuem KJG wirkt bei Kopfschmerzen schlagartig und ohne jede Nebenwirkung. Mein Kopf brummt jetzt auch nicht mehr.

Weidmannheil aus Mittelfranken, Hary Danner, Montag, 1. Oktober 2007 20:5

Waidmannsheil, Herr Danner,

den annehmenden Kaffernbüffel legen Sie mit demselben Geschoß aus der Deutschen Magnum mit demselben Haltepunkt genauso blitzschnell auf die Erde. Bei nächster Gelegenheit werde ich das mal vorführen wollen, aber erst mal kommt das 6,5 mm KJG auf Elch.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Schmalreh Schuß auf´s Haupt .338" Win. Mag. KJG mit Erörterung

Lies Angreifende Sau ins Haupt

Lutz Möller

Lutz Möller, .de