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Lutz Möller GmbH

Lutz Möller 5,6x57 KJG Munition


Allgemeines zu 5,6 x 57

Mit einer Auftreffenergie von etwa 2.600 Joule stellt die 5,6 x 57 die leistungsstärkste gewerbliche Patrone im Kaliber 5.6 mm/.224" dar. Sie hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten so gut bewährt, daß alle namhaften Waffenhersteller Büchsen dafür anbieten. Wegen der relativ geringen Patronenlänge ist die 5,6 x 57 auch in den sogenannten Kurzsystemen unterzubringen, was ihr Führen in handlichen Repetierbüchsen oder -stutzen ermöglicht. Vornehmlich ist die 5,6 x 57 im Niederwildrevier zu Hause, wo das Feldreh auch auf weiteste Entfernungen bejagt werden muß. Die gestreckte Flugbahn und die hohe, verbleibende Restenergie des 4,9 g schweren Geschosses auch auf größere Entfernungen prädestinieren die 5,6 x 57 vor allem für Weitschüsse, was aber nicht heißen muß, daß die Patrone für den normalen oder nahen Bereich unnötig stark oder wildbretentwertend reagiert. Die von vielen Jägern geschätzte Ausgewogenheit resultiert in der angepaßten, kontrollierten Deformierung des speziell für die 5,6 x 57 entwickelten KS-Geschosses. Wo die Patrone zugelassen ist, wird sie zu vollster Zufriedenheit auch auf Gams geführt. In Deutschland hat der Gesetzgeber alle Kaliber unter 6,5 mm für Hoch- und somit auch für Gamswild als unzulässig erklärt. Im Vergleich zu den anderen 5,6 mm/.224"-Patronen mit ihren höchstens 3,6 g schweren Geschossen, die auch mit einem längeren Drall auskommen, ist die 5,6 x 57 bzw. ihr langes, schweres Geschoß auf Waffen mit kurzem Drall angewiesen. Nur ein solcher kann die ausreichende Stabilisierung und somit Präzision des Projektils gewährleisten. Die empfohlene Drall-Länge für die 5.6 x 57 beträgt 250 mm (zum Vergleich: .222 Rem. 360 mm, 5,6 x 50 330 mm). Der kurze Drall bringt aber auch gewisse Nachteile bei Verwendung leichter, d.h. kürzerer Geschosse. Diese müssen zur Erhaltung einer noch guten Schußleistung langsamer gehalten werden, wenn gleich die Kapazität der Hülse eigentlich höhere Geschoßgeschwindigkeiten im Rahmen des zulässigen Gasdrucks ermöglichte. Unter diesem Aspekt ist auch ein Vergleich der höchstmöglichen Mündungsgeschwindigkeiten zwischen der heute noch als „schnellste Jagdpatrone“ geläufigen .220" Swift und der 5,6 x 57 zu sehen: Die beiden Patronen schenken sich nichts, denn der höheren Vo der .220" bei den leichten Geschossen steht der Vorteil der 5,6 x57 gegenüber, das schwere, wesentlich besser für Schalenwild geeignete 4,8 g KS auf größere Geschwindigkeiten bringen zu können. Insofern geht sogar ein Punkt an die 5,6 x 57, zumal auch sie mit respektablen Mündungsgeschwindigkeiten der leichten Geschosse aufwarten kann. Dieser Umstand ist jedoch aus zielballistischen Gründen unwesentlich. Was zählt, ist die Brauchbarkeit auf Wild; die Möglichkeit, ein Tier blitzschnell und ohne Schmerzen aus der Wildbahn nehmen zu können. Daß dies mit der 5,6 x 57 machbar ist, zeigen die vielen begeisterten Anhänger der Patrone.


Geschichte

Die Entwicklung der 5,6 x 57 verfolgte ursprünglich zwei verschiedene Ziele: Ein Universalkalibers für Gams, Reh und Raubzeug zu schaffen, wobei das eine Ziel in Form der Hochleistungspatrone 5,6 x 57 erreicht wurde. Das andere Ziel war die Erprobung einer Adapterpatrone von der Form einer 5,6 x 57, aus der in Waffen Kaliber 5,6 x 57 auch Schonzeitpatronen wie .22" Hornet oder die Randfeuerpatrone .22" Magnum zur Erlegung von Raubzeug verschossen werden sollten. Zu diesem Zweck nahm man die Grundhülse 6,5 x 57, zog sie auf den Innendurchmesser 5,7 mm ein und gab bzw. beließ ihr einen unverhältnismäßig starken Halsdurchmesser, der unter Berücksichtigung der Belange einer Einsteckpatrone (hoher Mündungsgasdruck im H-Bereich der Adapterpatrone) so richtig gewählt war. Leider war die an sich praktische Idee der Einsteckpatrone wenig erfolgreich, was nicht nur in abweichenden Stabilisierungsbedürfnissen der unterschiedlich schnellen und leichten Geschosse der im Adapter verschossenen Schonzeitpatronen begründet war, sondern auch in den nicht zu überwindenden technischen Schwierigkeiten des „Behelfs“ Einsteckpatrone, wie sie auch heute noch nicht gelöst sind. Das war 1964. Während die Serienfertigung der Adapterpatrone nicht aufgenommen wurde, hatte die aus der Entwicklungsarbeit als starke Gams- und Rehwildpatrone hervorgegangene 5,6 x57 sofort durchschlagenden Erfolg. Letzterer mehrte sich noch, als Ende der Siebziger das zuerst mit einem Flußeisenmantel versehene KS-Geschoss in verbesserter Form und mit Tombakmantel auf den Markt kam.

Wiederladersicht

Die 5,6 x 57 ist flexibler als es die große, im Vergleich zum Kaliber schon fast zu große Hülse auf den ersten Blick vermuten läßt. Nicht nur reduzierte Ladungen mit den 4,8-g-KS- und VMS-Geschossen können hergestellt werden, sondern auch stark reduzierte Schonzeitladungen. Beim Ladungen anzufertigen kann aber ein Umstand auftreten, der seinen Ursprung in der Entwicklungsgeschichte der 5,6 x 57 hat: Durch die starke Hülsenhalswandung ist in Waffen mit relativ weitem H-Bereich eine ausreichende Liderung bei sehr schwachen Ladungen nicht immer gegeben. Es ist deshalb ratsam, bei der Ermittlung der Schwachladungen für die 5,6 x 57 ausnahmsweise nicht mit den ausgedruckten Anfangsladungen zu beginnen, sondern mit einer Pulverladung, die etwa 5/100 g unter der Maximalladung liegt, um dann weiter abzubrechen (3/100 g-Stufen), bis die Hülse noch lidert. Tritt eine starke Schwärzung der Hülsenaußenseite schon bei eben erwähnten Erstladungen auf, so ist die Herstellung einer stark reduzierten Schonzeitladung aus der spezifischen Waffe nicht möglich. Im umgekehrten Falle, wenn also die leichten Geschosse für schnelle, starke Schonzeit-Weitschußpatronen verladen werden, ist wie üblich mit den empfohlenen Anfangsladungen zu beginnen und bei Bedarf so lange zu erhöhen, wie es die Präzision auf der Scheibe zuläßt. Auf Grund des kurzen Dralls sind die leichten Geschosse ab einer waffenspezifischen Vo überstabilisiert, verlieren an Präzision, und im Extremfall können sich die dünnwandigen Leichtgewichte zerlegen, ohne die Scheibe erreicht zu haben. Trotz der genannten Umstände ist die 5,6 x 57 eine höchst interessante Wiederladerpatrone - oder gerade deshalb. Bei entsprechender Beherrschung bietet sie dem Wiederlader nicht nur die stärkste, sondern auch die universellste 5,6 mm-Patrone.

Allgemeines zu 5,6 x 57 R

Man führt die Randversion der beliebten RWS-Entwicklung meist in der leichten Bockbüchsflinte, und der Bergjäger hat die 5,6 x 57 R am liebsten in der Kipplaufbüchse. Ansonsten gilt alles bei der randlosen Version Gesagte auch hier: Die 5,6 x 57 R ist eine Rehwildpatrone mit hohen Energiereserven noch auf weite Entfernungen, ohne auf normale Distanz zu wildbretentwertend zu wirken. Mit dem 4,8 g KS steht ein Geschoß zur Verfügung, das auf Grund seines kontrollierten Deformierungsverhaltens sich wechselnden Schußentfernungen und unterschiedlichen Widerständen im Wildkörper anpassen kann, und so auf alle jagdlichen Entfernungen als sehr gut beurteilt wird.

Geschichte

Wenn die randlose Patrone erfolgreich ist, so muß die Randpatrone nicht lange auf sich warten lassen. Der Nachfrage aus den Reihen der Liebhaber von Kipplaufwaffen hat die 5,6 x 57 R ihre Einführung zu verdanken, die Anfang der siebziger Jahre erfolgte. Damals war die 5,6 x 57 R noch auf Gams zugelassen, was sie jetzt in Deutschland trotz ihrer vorzüglichen ballistischen Leistungen nicht mehr ist. Vor allem Jäger, denen die 5,6 x 50 R auf größere Entfernungen etwas zu schwach erscheint, führen die starke 5,6 x 57 R, und wegen der vorhandenen Waffen in diesem Kaliber wird die Munition dafür noch Jahre zum Standard des Rehwildjägers gehören.

Wiederladersicht

Wenngleich die Einsatzgrundsätze und ladetechnischen Erfordernisse für beide Hülsenformen der 5,6 x 57 gelten, ist die R-Form doch getrennt zu behandeln. Außer der offensichtlichen Vorliebe für andere Pulversorten gib es auch noch eine Besonderheit zu beachten, die wegen der möglichen Auswirkung auf den Druck wichtig ist: Trotz annähernder Volumengleichheit reagiert die Randhülse auf Grund einer anderen Hülsengeometrie oft völlig anders, wie ein vergleichender Blick in beide Tabellen zeigt. Es wird deshalb geraten, niemals lediglich gekürzte Vorschläge für randlose Patronen in Randpatronen zu verladen.

. . . schreib RWS etwa 1982

Was RWS dort schrieb, stellt nicht meine Meinung dar. Ich bringe den Aufsatz lediglich als geschichtliches Zeugnis. Lutz Möller, 18. Februar 2006

Sehr geehrter Herr Möller,

meinen Respekt vor Ihrer Internetseite und Ihr selbstloses Engagement hochwertiges Wissen zur Verfügung zu stellen. Doch nun zu meiner Rehwildbejagung. Meine ersten acht Rehe streckte eine .222" Rem mit 3,6 g TMS. Alle wurden breit stehend auf die Kammer beschossen. Schußweite 30 m - 100 m und lagen ,,im Feuer“.  Nach ,,Abmahnung“ durch meinen damaligen Jagdherren erlegte ich die folgenden 15 Rehe mit dem Kaliber .30-06 (Schußweite 50 m - 150 m) und benutze verschiedene Fabrikmunition. Ergebnis Fluchten zwischen 10 m - 50 m = nicht zufriedenstellend. Mittlerweile habe ich die .30"-06 gegen eine .308" Win. getauscht und die folgenden fünf Rehe mit Federal Hi-Shock 11,7 g erlegt. Fluchten 0 - 5 m. Damit könnte ich leben. Da mir die .222" Rem auf Entfernungen über 100 m zu schwach erscheint, spiele ich jetzt mit dem Gedanken mir für die reine Rehbejagung einen Repetierer im Kaliber 5,6x50 Mag. oder 5,6x57 zuzulegen. Einen Steyr-Mannlicher, mit hervorragender Schußleistung, könnte für letztere Patrone günstig erwerben. Nun meine Frage an Sie, raten Sie mir ab? Für die auch in unserer Region jährlich ansteigende Schwarzwildbestände werde ich mir eine gesonderte Schwarzwildwaffe (Repetierer) anschaffen (künftiges Thema). Für Ihre Bemühungen vorab vielen Dank.

Hallo Herr Möller,

vielen Dank für Ihre schnelle Reaktion auf meine Anfrage. Den Steyr Repetierer habe ich gestern, mit wiedergeladener Munition des Verkäufers stehend aufgelegt auf 100 m „geprüft“. Eine Fünfer Gruppe mit 2,5 cm Schußkreis ist nicht aussagekräftig genug. Der Verkäufer will für den Rep. incl. Steyr SM und Leupold 4,5-14x50 - 1.000 €. Die Montageschrauben sind vermurkst, der dt. Stecher muß kontrolliert werden und den Schaft zu verlängen wäre nötig. Statt dem Erwerb erwäge ich jetzt meinen Schwedenmauser ( .308"Win ) in das Kaliber 5,6x57 oder 6,5x55 schwedisch umbauen zu lassen. Für die 6,5x65 ist das Magazin zu kurz. Ich werde Sie über meine Entscheidung auf dem Laufenden halten und Sie dann über die Ergebnisse wiedergeladener Munition informieren.

Waidmannsheil und Grüsse aus Oberfranken, Harald Pfeffer

 

Vergleichstafel

Moin Herr Pfeiffer,

Patrone  Feld-Ø 
[mm]
Zug-Ø 
[mm]
Drall
[mm]  
° Züge
CIP 

P1 [mm]
[größter Ø am Lager] 

Gasdruck [bar]
Kupferstauch Piezo
5,6 x 50 Mag.  5,56  5,69  320  2,9 9,59  3.300 3.800
5,6 x 57 (R) 5,54  5,69  250  4,1 11,93  3.800  4.400

Angaben nach Lothar Walther, Cip-Liste 2006 und Triebel PAULA überarbeitet

die 5,6x50 Magnum ist gewöhnlich mit sehr langem Drall versehen, also mit kleinem Drallwinkel. In Drallstabiles Langgeschoß rechnet Kneubühl vor, wie lang drallstabile Geschosse sein dürfen. Bei 4° sind das nur 3,6 Kaliber, also so 5,7x3,6=20,1 mm.  Mit andern Worten können Sie mit der dicken 5,6er deutlich mit längeren Geschossen weiter raushalten. Näheres, auch zur Winddrift, in Weite Schüsse. Ob Sie die Feldrehe unten also bekommen oder nicht, kann genau die Frage sein. Prüfen Sie, ob die Ihnen angeboten Waffe gut trifft, also noch nicht ausgeschossen ist, und wenn ja und der Preis stimmt, nehmen Sie die.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

 

KJG in 5,6x57

Hallo Herr Möller

seit etwa einem Jahr verwende ich nun die KJG Geschosse in 7x65R aus einer Blaser K77  und bin damit sehr zufrieden. Die Präzision liegt bei 2 cm und die Wirkung war bisher sehr ordentlich. Nun wird mir ein Wechsellauf in 5,6 x 57 R angeboten. Da ich auch schon mal auf 200 m Rehwild bejage, würde mir dieses rückstoßarme Kaliber schon gefallen. Manchmal spielt das Unterbewußtsein bei der 7x65R doch eine muckige Rolle, insbesondere aus der leichten K77. Da ich bereits eine Steyer Büchse in 5,6x57 geführt habe und diese wegen mangelnder Präzision schnell wieder abgegeben habe, zögere ich nun etwas. Hinzu kommt, daß LIMA mir mal sagte, aus einer 5,6x52R seien keine guten Präzisionseigenschaften zu erwarten.

LM: So?

Meine Frage: Gibt ihrerseits Bedenken zur 5,6x57R hinsichtlich der reproduzierbaren Präzision ? Eigentlich müßte diese Patrone mit dem KJG doch überwältigende Einsatzmöglichkeiten auf kleines Wild (Rehwild) bringen.

LM: Ja, Ähnlich 5,6x61 Super Expreß vom Hofe!

Die Investition scheue ich nicht. Den Ärger mit der Genauigkeit würde ich allerdings unbedingt vermeiden wollen. Macht es überhaupt Sinn, parallel zur 7x65R noch eine 5,6x57R zu führen ? Ja, daß müßte ich wohl selbst beantworten ,-)

Mit freundlichen Grüßen, Toni Zuchgan, Dienstag, 14. Februar 2006 22:56
 

Tag Herr Zuchgan,

wenn Sie weniger Rückstoß wollen, nehmen Sie für ihre K77 doch eine Rückstoßbremse.

An einer leichten K95 in der kräftigen .300" WM wirkt die Wunder! Auch Ihre 7x65R ließe ich damit zähmen, wenn Sie das wollen. Das eine Patrone an sich nicht genau schießen solle, halte ich für ein Märchen. Ich sehe keinerlei Hinderungsgründe mit einer 5,6x57R nicht genau zu treffen. Sie erwerben damit einen sehr leistungsfähige kleine Waffe.

Waidmannsheil, Lutz Möller


Drall und Druck

Guten Morgen, bester Herr Möller!

zu obigen Thema schreiben Sie an einen Herrn Pfeiffer:

MfG H. Schmidt, Donnerstag, 16. Februar 2006 10:35

Guten Tag, bester Herr Möller!

Erstmal vielen Dank für Ihre Antwort. Ihre Frage, was ich eigentlich wissen will, beantworte ich gerne:

Die Deva geht nach eigenen Angaben von CIP-Werten aus. Da Sie geringere Werte angeben (siehe oben) als die DEVA (diese Werte finde ich auch in H. Broemels QUICKLOAD), ist für mich als Wiederlader wichtig zu wissen, wie weit ich gehen kann (besonders wenn man auch für „ Freunde“ lädt).

Da Sie ansonsten immer sachlich fundierte Informationen liefern, habe ich mir erlaubt, nachzufragen. Ob z.B. der maximal zulässige Gasdruck(Piezo) im Kal. 5,6x57R 3.800 bar (Ihre Angabe) oder 4.400 bar beträgt ist m. E. schon ein erheblicher Unterschied für eine „normale“ Kipplaufwaffe.

Als Ergebnis steht für mich somit fest, daß die Werte der DEVA und H. Broemels QUICKLOAD korrekt sind und daß es inzwischen (seit Erscheinen DEVA-Handbuch 5. Auflage) keine neuen CIP-Werte gibt, wie man nach Ihren Informationen annehmen könnte. Dies könnte ja auch für andere Leser Ihrer Webseite von Bedeutung sein.

Jetzt bin ich´s zufrieden und danke Ihnen für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichem Gruß, H. Schmidt, Samstag, 18. Februar 2006 14:28
 

Tag Herr Schmidt,

erst jetzt verstehe ich, was sie meinten Sie bezogen sich auf eine ganz alte Vergleichstafel, deren Werte ich vor vielen Jahren mal von der Lothar-Walther-Seite bezog. Da sist lang her. Die besondere Seite gibt es dort inzwischen nicht mehr, dafür aber eine Datei http://www.lothar-walther.de/html/dl/cipliste.pdf Mit Laufmaßen,aber ohne Druckangaben. Die kümmern Walther nicht. Warum auch. Walther baut Läufe, kein Waffen. Die inzwischen geänderte Tafel vernachlässigte unzulässiger Weise früher den Unterschied zwischen Kupferstauch- und Piezomeßmethode, war also veraltet.

Sie haben mit ihren 4.400 Piezobar für die 5,6x57(R) ja vollkommen recht. Erfreulich ist mal die Festlegung einer Randpatrone für Kipplaufwaffen mit gleichhohem Druck wie deren randlose Schwester. Sie können also die leistungsfreudigen 5,6 mm KJG 5,6x57(R) Ladungen benutzen.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 18. Februar 2006

Guten Abend, bester Herr Möller!

Nochmals Dank für die abschließende Klarstellung hinsichtlich 5,6x57.

2. In diesem Zusammenhang habe ich mir das Kapital 5,6x57 nochmals zu Gemüte geführt.

Hier will sich ein Toni Zuchgan einen, wohl gebrauchten, Wechsellauf für seinen K77 anschaffen, und fragt nach der Präzision.

Da wir Jäger und Sportschützen und Leser Ihrer Internetseite, uns ja auch helfen wollen, erlaube ich mir folgende Anmerkungen, vielleicht geben Sie diese weiter:

Laut Blaser und Herrn Büchsenmacher Jekele, Fa. Jekele, Allgäu (Blaserhändler), ist nicht jeder gebrauchte Lauf in eine andere "K"-Waffe (hier handelte sich es um einen Wechsellauf für die K95) einsetzbar. Sollte der vordere Laufhaken zufällig passen, könnte es sein, daß man noch einen anderen Kippblock braucht, damit die Waffe präzise schießt. Ob es diese für die K77 überhaupt noch gibt? Blaser hantiert bei der K95 zwecks Anpassung mit ca. 20 unterschiedlichen Kippblöcken (wurde mir gesagt).

In der Hoffnung, auch mal was Gutes getan zu haben, verbleibe ich mit einem herzl. Waidmannsheil, H. Schmidt

für Reh

Halo Herr Möller,

ich habe Möglichkeit eine Krico 5,6x57 aus zweiter hand zu kaufen, aber ich kann nichts finden, ob diese Waffen für Reh taugt

Mit freundlichen Grüßen, Ivan Alenteyns, Leuven, Donnerstag, 1. Juni 2006 15:03
 

Tag Herr Alenteyns,

mit der 5,6x57 können Sie auf Reh gut hin und sehr weit rauslange. Eine Krico wäre in Ordnung.

Waidmannsheil, Lutz Möller


Gams

Hallo Herr Möller.

Ich lese seit längeren sehr interessiert Ihre tollen und informativen Seiten. Ich bin Jäger aus Südtirol.Seit kurzen auch Wiederlader. Standwild: Reh und Gamswild. Ich eigne seit kurzem eine Repetierbüchse Krico 600 im Kaliber 5,6x57, und zwar deswegen 5,6x57, da ich den geringen Rückstoß, die gestreckte Flugbahn schätze und ein ältere Jäger und auch ein Kumpel von mir mit diesen Kaliber (Patrone RWS KS 4,8g-die einzige die man noch als Fabrikpatrone bekommt) sehr gute Erfahrungen, auch auf Entfernungen um die 300 Meter, gemacht haben.

Nun zu meiner Frage: Ich wäre sehr, sehr interessiert Ihr KJG zu versuchen, habe allerdings große Bedenken zu den geringen Gewicht von nur 3g. Man läßt sich von Büchsenmachern und Jägern die etwas verstehen sagen lassen und ich denke selber auch so, daß:

1.Bei den hiesigen Windverhältnissen von beispielsweise Tal zu Tal (meistens im Sommer weht ein starker Wind) das leichte Geschoß sprichwörtlich vom Winde verweht wird (besonders auf größerer Entfernung)

2.Die Geschoßenergie auf weitere Entfernung, besonders auf Gamswild nicht mehr ausreicht

3.seit neuestens auch Rotwild vorbeizieht und wenn man mal das Glück hätte (obwohl die 5,6 auch bei uns auf Rotwild untersagt wäre) auch auf Rotwild mit einen sauberen Schuß zu schießen, daß man mit den doch schwereren Geschoß von 4,8 KS rundum besser bedient sei.

Aber da ich immer noch in den jagdlichen Kinderschuhen stehe, obwohl ich schon lange Jäger bin, aber da ich nicht so viel Zeit wie andere bei uns habe, doch die jagdliche Praxis etwas fehlt, möchte ich ihre Meinung als Experte auf diesen Gebiet dazu hören und hoffe gleichzeitig, daß Sie mich doch überzeugen können.

Mit freundlichen Grüßen und besten Dank im Voraus, Martin Peer, Donnerstag, 26. Oktober 2006 23:23

 

Rotwild

Es kommt drauf an!

Hallo Herr Möller.

Ich habe Ihnen vor ein paar Tagen geschrieben, aber leider noch keine Antwort erhalten. Vielleicht ist mein E-mail gar nicht angekommen. Inzwischen habe ich meine Frage durch Ihre Seiten ("Warzenkeiler mit der 222"usw) und durch einen sehr erfahrenen Büchsenmacher und Hundeführer (der zwar schon mit einem Kupfergeschoß "nicht jedoch mit Ihren KJG Geschoß", sehr schlechte Erfahrungen auf Rotwild machte), selber beantwortet und möchte die KJG im Kaliber 5,6 für die 5,6X57-Repetierbüchse Krico 600 mit 60 cm langen Lauf, einfach mal selbst versuchen. Lieferung nach Südtirol

Vielen Dank im Voraus Peer Martin, Sonntag, 29. Oktober 2006 12:31

Tag Herr Martin,

Ihre Post ging nicht verloren. Leider hatte und habe ich Rechnerprobleme. Ich schreibe derzeit vom Rechner meiner Tochter. Mein Rechner bedarf der Wartung. Daher kann ich auch an meine Daten nicht ran. Das sollte in einigen Tagen wieder behoben sein, hoffe ich. Gerade bei der schnellen 5,6x57 wird Ihnen das KJG nützen.

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller, Sunday, October 29, 2006 3:58 PM

Hallo Herr Möller

Danke für die schnelle Antwort.

Ich gebe Ihnen die genaue Anschrift durch. Wenn Sie mir bitte die genauen Ladedaten für meine Krico 5,6x57 mit einen "nur" 60 cm langen Lauf durchgeben würden, da ich gewisse Pulversorten bei uns nicht finde (aber vielleicht bei Kettner in Innsbruck, da ich am Samstag hinfahren werde), oder gibt es vielleicht sogar Probleme mit den 60iger Lauf mit den KJG-Geschossen? Ihre Ladungsdaten sind auf einen 65iger Lauf abgestimmt. Weiters, haben sie auch Erfahrungsberichte mit den 5,6 mm KJG Geschossen auf den Birkhahn? Mit besten Dank im Voraus

Peer Martin aus dem sonnigen Südtirol, Montag, 30. Oktober 2006 08:27

Tag Herr Martin,

bitte beachten Sie die Zielwahl! Mit einem halben Meter Tiefenwirkung werden Sie zwar auch auf das Blatt zurechtkommen, aber einen größeren Fluchtreiz auslösen, der die Fluchtstrecke erhöhen wird!


5,6 mm KJG

für weite Schüsse

Hallo Herr Möller,

natürlich gibt es viel Munition für die Schwedenmauser, aber mit herkömmlichen Geschossen/Munition liegt die .223" REM in der Reichweite wieder vorn, nicht so mit Ihren Geschossen. Deshalb die Frage an Sie.

Die 5,6x57 wird nicht oft angeboten und schon gar nicht hier in Norwegen. Bin immer noch im Zweifel, welche Patrone ich wählen soll, hätte gern die .22"-250, bekomme hier aber "nur" eine Remington 700 VLS mit 65 cm Lauf. Alles andere (Sako, Tikka...) liegt in der Lauflänge darunter . Bin aber kein Freund von amerikanischen Waffen.

Na, ja die Entscheidung liegt bei mir und wird auch fallen!

Mit freundlichen Grüßen R. Glöckner, Dienstag, 13. Februar 2007 19:37

Tag Herr Glöckner,

Sie können doch jede beliebige Waffe für 12 mm Patronen wählen, Kongsberg, Mauser, Schwedenmauser, Krico, Schutz& Larsen, Sauer, Steyr oder irgend etwas anderes  das Ihnen gefällt und ihnen den Preis wert erscheint. Darin schrauben Sie einen kurzdralligen 70 cm langen Lauf und lassen ein 5,6x57 Patronlager einreiben. Der Rest ist wie übliche. Herkömmliche Läufe für die 5,6x57 haben 250 mm Drallänge.

5,6x57 Patrone mit langem KJG Kurzdrall für 250 mm Drall

Das nächst bessere wäre erst die 6,5x68! Wenn Sie den Flitzer haben, müssen die Lemminge umdenken!

Waidmanns Heil,  Lutz Möller

Danke für die Antwort,

das hört sich sehr interessant an. Ich müßte mich mal schlau machen, woher ich solch einen Lauf beziehen kann und mit meinem BüMa Rücksprache halten, ob er solche Arbeiten ausführt. Er ist Spezialist und führend im Schalldämpferbau hier in Norwegen. www.alms.no falls es Sie interessiert. Verstehe ich Sie richtig, daß ich mir eine gebrauchte .30-06 kaufen, und mit einem angepaßtem Lauf versehen könnte?

LM: Ja!

Das wäre finanziell eine sehr gute Alternative, denke ich, bleibt mehr für die Optik!

Waidmanns Heil, R. Glöckner, Dienstag, 13. Februar 2007 20:54

Gönne Dir Lutz Möller Munition vom Erfinder selbst.

Du wirst keine bessere finden.