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Lutz Möller 8x68S KJG Munition

Geute 8x68S RWS Hülsen

Die deutsche Magnum

8x68S Büchse mit Rückstoßbremse

Warnung!8x68S-AnfangGeschichte8 mm KJG, kurz Ladungen8x68S-KJG-LadungenGasdruck RP3 1. Mündungsbremsehdp-BremseWahl einer MündungsbremseBremsenvergleichDEVA-Ladungen BerichtMauser 66 Klemmer14,5 g KS14,5g KS auf RehwildKS wirktKeulenschußlangsames KSKS schießt nicht ausLadungenSchlußHochblatt auf Bock300 m KatzeSauer 202ElandElchEinheitswaffe ♠  CDPNormageschosse H-MantelBC kurzer Lauf tritt Selbstaufbrechender WildpretentwerterVoere gebremstBlaser R93 gebremstLutz Möller KJG GeschoßKJG schießt gut >♠ KJG auf RehWegelagerer mit KJG SchwedenAllerweltspatroneDunkle KraftMein Rat

8 x 68 S am Ostkap | 8 x 68 S 2005 in Afrika | Weite Schüsse | 8 mm Zerstörer | Namibia 2006

Geschichte:

Der 8 x 68 S Ursprung reicht in die Mitte der 30er Jahre zurück. Aufgrund reger Nachfragen nach 8-mm-Hochleistungspatronen mühte RWS sich damals eine den, wie 8 x 64 S und 8 x 75 S, schon vorhandenen Patronen überlegene Patrone zu entwickeln. Der zuerst eingeschlagene Schritt, in geläufigen Hülsen lediglich durch ein neu geschaffenes sehr progressives Pulvers wesentlich Größeres zu leisten, war nur teilweise erfolgreich.

Der zweite Schritt, den Brennraum, mit gleichzeitig notwendig verstärkten Hülsenwänden, zu vergrößern, folgte richtig. Da die Patronenlänge durch die üblichen 84-mm-Mausersystem in der Länge Grenzen fand, mußten im Vergleich zu den geläufigeren Patronen, um einen genügend großen Brennraum zu erhalten, zwangsläufig die P- und R-Durchmesser erhöht werden.

Das Mausersystem mußte für die größer Hülse nur geringfügig geändert werden, nämlich ist die Auflauframpe zu verlängern und seitlich aufzuweiten und der Stoßboden zu vergrößern. Die 8 x 68 S ist, wie die gleichzeitig entwickelte 6,5 x 68, ein Musterbeispiel, wie eine Patrone für ein bestimmtes System maßgeschneidert wird. Die 24 cm Dralllänge für die üblichen 8-mm-S-Läufe 8 x 57 IS, 8 x 60S, 8 x 64 S, erwies sich für die hohen Durchlaufgeschwindigkeiten der neuen Patrone als zu zu steil, der Drallwinkel wurde aus diesem Grund soweit heruntergesetzt, bis das schnelle H-Mantelgeschoß ausreichend stabilisieren wurde. So kam die langsamere 28 cm Drallänge zustande.

Die Patrone kam im Frühjahr 1939 mit der H-Mantel-Kupferhohlspitzgeschoß neu auf den Markt. 1960 wurde dazu eine Vollmantelgeschoß angeboten. Das 12,7 g schwere Rundkopfgeschoß war an der Spitze verstärkt, sollte dickhäutiges Großwild zu jagen geeignet sein. 

. . . schrieb RWS in etwa 1982

8x68S Flugbanhnen

Tja, zu dem Thema kann ich nur folgendes beitragen: Ich habe 4 Sauer 202 Alaska Gewehre in .300" Win Mag; 8x68S; 9,3x62 und .375" H+H Mag. Mit selbstgeladenen Patronen erhalte ich unter Verwendung von Sierra Teilmantel-Boattail Geschossen und fabrikneuen Hülsen folgende Streukreise mit 5 Schuß auf 100 Meter (Bundeswehranlage, Sandsack liegend aufgelegt, Zeiß ZF 3-12x56).

8 x 68S 1,4 cm
.300" Win Mag 2,8 cm
375" H+H Mag 2,9 cm
9,3 x 62 Vulkan 3,6 cm

Da gibt's dann ja wohl nix zu meckern. Ich jedenfalls bin voll zufrieden. Insgesamt eine Leistung, von der sich das eine oder andere Scharfschützengewehr eine Scheibe abschneiden kann. Bei der 9,3*62 rechne ich dem Geschoß das etwas schlechtere Ergebnis zu.

Gruß, frogger


RWS-Hülsenhalsmaß innen 8,14 + 0,04 mm Ø, außen 9,04 - 0,1 mm

Hallo Herr Möller,

mit großem Interesse sah ich mir Ihre sehr informative Seite über die 8 x 68 S an. Da ich in einem einem Waldrevier mit hohem Dickungsanteil meist auf kurze Entfernung jage bräuchte ich eigentlich keine Waffe in diesem Kaliber, konnte diese aber sehr preiswert und fast neu kaufen. Da ich auch Wiederlader bin versuchte ich schon einige Munition. Bsp: Norma Vulkan wirkt entweder gar nicht oder brutal, 14,25 g Hornady Inter lock zerlegt sich vollkommen. CDP hat eine gute Tiefenwirkung, aber auf kurze Entfernung keine Augenblickswirkung. Woodleigh Rundkopf mit 14,25 g schießt zwar genau, schieß auch aus, aber ist scheinbar sehr hart, 30 kg Sauen flüchten noch 10 bis 30 Meter und haben einen Durchschuß wie gestanzt.  An das 13 g Hammerhead habe ich schon gedacht, da auch dieses einen Verbundkern haben soll, leider sind diese Geschosse von keinem Händler lieferbar. Ich bräuchte ein Geschoß mit guter Augenblickswirkung und guter Tiefenwirkung. Die Entfernungen liegen meist unter 100 Meter.

Was würden Sie mir empfehlen?

Mit Waidmannsheil
Stefan Geier, Dienstag, 25. Januar 2005 17:00

Herr Geier, nehme Sie das 8 mm KJG-kurz. Waidmansheil, Lutz Möller

Alte Geschichten und Empfehlungen beschäftigten sich vorrangig mit tombakbemantelten Bleigeschossen. Seit dem LM Lutz Möller KJG Geschoß Ende 2003 ist alles anders. Das reibungsarme Führbandvollgeschoß beschleunigt bei geringeren Einpreßkräften schon bei geringerem Druck schneller, läßt sich viel höher laden, bietet größere Geschwindigkeiten, flacher Flugbahn für weite Schüsse, die Hohlspitze splittert 3,3 g Masse fort, plattet zum Zylinder ab, dringt schulterstabilisiert aus jedem beliebeigen Trefferwinkel schnurgerade sagenhaft tief ein. Umgekehrt geladen splittert das KJG nicht, eignet sich damit für den Fangschuß auf vom Hund niedergezerrtes Wild.

 8 x 68 S - KJG - Ladungen  8 mm Lutz Möller KJG Geschoß sind veraltet heute nimmt man das 8 mm kurz.

8 mm KJG 2006

8x68S-KJG-kurz-Ladungen

4,55 g RP3 in 18,26g RWS 8x68S  Hülse

4,55 g RP3 in 18,26g RWS 8x68S  Hülse

Blick in die gefüllten 8x68S Hülsen

gefüllt

8x68S Patronen links KJG mit Krempe gesetzte, rechts KJG nur lose aufgesetzt

links mit Krempe gesetzte, rechts KJG nur lose aufgesetzt

Gasdruck 8 x 68 S mit 8 mm KJG kurz

Sehr geehrter Herr Möller,

die von Ihnen zugesendeten Patronen im Kal. 8 x 68 S habe ich zwischenzeitlich gemessen:

Patrone Nr.   4 L= 87,6 mm; 4,4g RP3; Gasdruck 3.476 bar; V2,5 =    973 m/s
Patrone Nr.   6 L6  = 87,6 mm; 4,5g RP3; Gasdruck 3.853 bar; V2,5 =    994 m/s
Patrone Nr.   8 L6  = 87,6 mm; 4,6g RP3; Gasdruck 4.012 bar; V2,5 = 1.008 m/s
Patrone Nr. 10 L6  = 87,6 mm; 4,7g RP3; Gasdruck 4.297 bar; V2,5 = 1.031 m/s
Patrone Nr. 12 L6  = 87,7 mm; 4,8g RP3; Gasdruck 4.674 bar; V2,5 = 1.049 m/s
Patrone Nr. 14 L6  = 87,8 mm; 4,9g RP3; Gasdruck 5.004 bar; V2,5 = 1.063 m/s

Alle L6 Maße waren über der C.I.P.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus W. Herrlinger, Montag, 6. Juni 2005 11:35

Unscharfer 8x68S RP3 Mündungsblitz mit hdp-Rückstoßbremse

Unscharfer 8x68S RP3 Mündungsblitz mit hdp-Rückstoßbremse

N'Abend Lutz,

dein Päckchen ist heute gekommen. Ich habe die Patronen gleich wie oben geladen und bin ab auf den Schießstand geeilt. Gleich vornweg: Die Bilder der Mündungsblitze sind leider nichts geworden, da die Videokamera während der Versuche auf Autofokus gegangen ist! Das im Dunkeln. Wo sollte sie scharf stellen! Auf einem kann man den Feuerball verschwommen erkennen. Ich kann dir aber eines sagen: Selbst die schwächste Ladung hatte mehr Blitz als die meiner Versuche mit dem Kemira Pulver! So zumindest die Aussage meiner Hilfsperson! Er ist bereits nach dem ersten Schuß einen Satz nach hinten gesprungen!

Apropos Ladung: Ich weiß zwar nicht was Herrlinger da gemessen hat, aber selbst die 4,4 g Ladung schoß schon sehr hart. Die Ladung mit 4,5 g ebenso, bei 4,6 ging der Verschluß schon ziemlich schwer auf, mit der 4,7 g war dann Gewalt angesagt! Die 4,8 g Ladung kam nicht mehr ins Gewehr!  Die 4,9 g Ladung brachte ich erst gar nicht in der RWS-Hülse unter. Ab 4,6 g waren es Preßladungen. Gezündert wurde mit Winchester LRM Zündhütchen.

Zündhütchenbilder steigender Ladungen
Zündhütchenbilder: Von Links nach rechts: 4,4g - 4,5g - 4,6g - 4,7g

Nächste Woche komme ich vielleicht noch mal auf den Schießstand. Vielleicht klappt es dann. Soweit vorab.

Gruß, Christoph, Mittwoch, 22. Februar 2006 21:21

Christoph,

in Ladungen sind die Zündhütchen der Stärke nach geordnet. Ich verwendet die schwächsten Magnumzündhütchen, nämlich CCI 250, du aber die stärksten. Das hätten wir vorher abstimmen sollen. Da kannst du mal sehen. „Der Anschiß lauert immer und über all!“, sagt der Mechaniker Max. Wie recht er hat. Ich setze, da es erlaubt ist, die 4,8 g RP3-Ladung mit CCI 250 zur Zufriedenheit ein. Die 4,9 g Ladung stört bei mir ebenfalls das Ausziehen. Damit klemmet die Waffe. Wir haben hier also, ohne das zu wollen, eine unfreiwillige Zündhütchenprüfung durchgeführt. Hast du CCI 250 vorrätig?

Im weiteren wünsche ich dir viel Glück bei deinen Kameraeinstellungen. Kannst du die manuell fokussieren? Falls ja, wäre das eine Lösung, die ich in solchen Fällen einsetzte. Ich freue mich schon auf die nächsten Bilder. Viel Glück dabei! Lasse dich von den Widrigkeiten nicht unterkriegen! Per Aspera ad Astra!

Gruß Lutz

 

Heiß geschossen

4,55 g RP3 vor 8 mm KJG im Reihenfeuer heiß geschossen: Überdruck!

4,55 g RP3 vor 8 mm KJG im Reihenfeuer heiß geschossen: überdruck!

Hallo Lutz,

ich komme gerade mit hängenden Ohren vom Schießplatz. Die Bettung der DK mit Teflon hat auch keine vernünftigen Ergebnisse gebracht. Die Streuung ist auch jagdlich nicht zu akzeptieren. Ich hatte beim Aufschrauben der DK (es ging sehr stramm) nicht das Gefühl, daß sie völlig plan an der Mündung anliegt. Wahrscheinlich muß der Büchsenmacher noch einmal ran.

Die verschossenen Hülsen zeigten bei vier ein deutliches Schmauchzeichen um das Zündhütchen herum und eine hat einen Durchbläser am Zündhütchen. Fünf Hülsen von 18 ließen sich schwer herausrepetieren. Die Ladung scheint ja richtig Druck zu machen. Aber mein R93 verkraftet das schon. Hast du noch einen Lösungsvorschlag? Sonst würde ich noch einen Versuch mit der überarbeitung der Tefloneinlage durchführen.

Gruß Klaus, Mittwoch, 29. März 2006

Was Klaus nicht schrieb, aber auf Befragen am Telefon sagte war, daß seine Waffe so dünn gebaut ist, daß die bereits nach 3 Schuß flimmert und er jeweils 5 Schuß hintereinander schoß. Dafür sind jagdliche Hochdruckladungen nicht bestimmt. Die sind für einen Schuß oder auch mal zwei, oder drei, aber nicht mehr. Das vierte Zündhütchen wird schwarz und das fünfte fliegt. Pulver ist wärmempfindlich und daher darf man mit jagdlich wünschenswerten Höchstladungen kein sportliches Reihenfeuer schießen. Macht man's dennoch, verdirbt man sich die Hülsen mit einer aufgeweiteten Zündglocke. Das muß nicht sein! eine mechanisch zweifelhafte Waffe wird nie gut treffen. Erst muß alles fest und spielfrei sitzen.  

Sehr geehrter Herr Möller!

Vor ca. 5 Monaten habe ich von Ihnen 100 Stk. KJGe im Kaliber 8 mm S bekommen. Da mein Wiederlader (renommierter Waffenhändler und Büchsenmachermeister) Ihr Geschoß noch nie verladen hat, sind von seiner Seite aus noch einige Fragen offen.

1. Nach Abwiegen der Geschosse sind Gewichte von 8,9 g -9,1 g festgestellt worden. Er sagt, die Gewichtsstreuung sei für präzise Schüsse zu groß.

LM: Da hätte er vollkommen recht, wenn es sich denn so verhielte. Ich zweifle die Messung oder die übermittlung der Daten an. Wenn die Masse tatsächlich 0,2 g schwanken sollte, würde ich die Geschosse austauschen.

2. Bei den Ladedaten ist sind 4.422 bar Höchstdruck angegeben. Der Wiederlader meint, die 8x68S dürfe höchstens  3.800 bar geladen werden darf.

LM: Er meint die veraltete und ungenaue Messung mit Kupferstauchzylinder. Ich mein die neuere und genauer Messung mit piezoelektrischem Wandler, den die CIP heute vorsieht. Beide Werte sind verschieden und könne nicht miteinander verglichen werden. Die empfohlenen Ladunngen sind bewährt.

Zu diesen äußerungen meines Wiederladers möchte ich gerne Ihre Meinung wissen, um Ihre Geschosse ruhigen Gewissens, nach Ihren Angaben, verladen lassen zu können.

Mit der Bitte um dringende Beantwortung verbleibe ich,

mit freundlichen Grüßen

Hermann Reimoser, (Austria), Samstag, 5. August 2006 18:11

LM: Warum nach 5 Monaten plötzlich so dringend!

Ab September 2004 eignet sich das neue, besonders reibungsarme, 30 mm lange  8-mm-KJG-kurz für die Jagd bis 300 m besser als das alte 34,3 mm lange 8 mm KJG sowohl für die 8x68S als auch für die anderen 8-mm-Patronen. Die höhere Geschwindigkeit streckt bei diesen Kurzstrecken (ballistisch, nicht jagdlich gesehen) die Flugbahn mehr, als ein hoher BC. Außerdem wirken schnelle Geschosse, besonders auf kleine oder weiche Ziele (Füchse, Rehe) besser als langsamere, weil bei schnellen Geschossen die Druckwelle im Weichen deutlich  größer ausfällt. Das 8 mm KJG-kurz ist also bis 300 m Schußentfernung vorzuziehen! Dabei eignet es sich für alle Wildarten jeglicher Größe unterhalb Elefant einschließlich Löwe, Elch und Bär, denn die Elefantenjagd  verlangt für den frontalen Kopfschuß mehr Tiefenwirkung auf Knochen. Für weite Schüsse über 300 m, bleibt das lange 8 mm KJG die bessere Wahl, aber nur dann.

Schmalgeis mit 8 mm KJG kurz aus 8x68S, Einschuß Schmalgeis mit 8 mm KJG kurz aus 8x68S, Ausschuß

Hallo Ralph!

Ich erlegte am Samstag auf 100 m eine Schmalgeiß (Fluchtstrecke 0 m)! Bilder im Anhang! Vom 8*68S KJG-kurz bin ich echt begeistert! Sei so lieb und gib mir der restlichen Lieferung wegen Bescheid.

Liebe Grüße, Heinz Nemec, Montag, 6. Dezember 2004 19:53

Ich habe auch den Eindruck, daß das KJG in 8x68S vor 4,83 g Norma 204 bei 86,7 mm OAL deutlich weniger (sichtbare!) Ablagerungen als mein sonst favorisiertes CDP hinterläßt, ganz zu schweigen von den Ablagerungen die das Hornady Interlock in meiner .460" Weath. auf die Felder zaubert.

Safarischorsch, Alter Hase , Mitglied # 1 , Bewertung: , erstellt 12. Juni 2004 14:56

6,5 mm Copper Bullets 2004 in Africa ist ein schöner Bericht, wenngleich die Amtssprache immer noch deutsch ist In Deiner Abwesenheit kam mit meinem KJG erster Std. mit Blattschuß aus 8x68S auch ein Frischling  auf 40 m in Knall zur Strecke .

Safarischorsch, 8. Dezember 2004.

Sehr geehrter Herr Möller!

auf Ihr Anraten hin kaufte ich mir einen (gebr.) 8x68 S Repetierter mit dem Kaliber  gekauft. Herr G. hat mir eine Mündungsbremse geklebt, die hervorragend funktioniert. Munition habe ich z. Zt. noch von einem gewerbl. Wiederlader (mein Kollege rüstet noch auf) und zwar mit dem HDB Reichenberg-Geschoß mit 11,7gr. Ich erlegte einige Rehe weiteste Entfernung 240 m, einige mit Trägerschuß, schwaches Rotwild und Schwarzwild. Nahezu alle Stücke lagen im Feuer, mehr als 25 m ging kein Stück ab. Die Treffer lagen meist im Bereich der Kammer, Blutgerinnsel konnte ich praktisch nicht feststellen, Geschoßreste waren nicht zu finden.

Bei 300 m Entfernung konnte ich leider keinen Treffer erzielen, Ihre Theorie betreffs der Windschlüpfigkeit der Geschosse ist sicher richtig. Der Kugelschlag war in der Regel tief und vor dem Haltepunkt. (mit Wind abgetrieben, ca. Windstärke 6).

Am Wochenende schoß ich einen Frischling. Der erste Schuß zerschmetterte jedoch nur beide Vorderläufe in Höhe des Brustansatzes. Das Stück brach natürlich gleich zusammen, kam aber auch Sekunden später wieder hoch. Da ich gleich durchrepetiert hatte, konnte ich einen 2. Schuß anbringen der aber das Stück spitz von hinten traf. Das Geschoß drang etwa 5 cm vor dem letzten Rippenbogen ein, durchschlug in Höhe des Trägeransatzes die Wirbelsäule, zerstörte hier auf 7 cm (diagonal) die Wirbelknochen, drang etwa 5cm durch die Feder und gab letztlich noch einen Ausschuß von gut 2,5 cm Durchmesser. Geschoßreste konnte ich nicht finden. Das Stück lag im Feuer, wog 14 kg. Ich habe auf Ihrer Homepage gelesen, daß Sie Kupferjagdgeschosse abgeben wollen. Ich bin daran sehr interessiert, die Kupfergeschosse haben mich völlig überzeugt. Es kommen 8x68S und 6,5 x 65 in Frage, da ich mir noch eine gebrauchte Krico zugelegt habe, die ich z. Zt. umbauen lasse. Wenn Sie nähere Info zu Preis und Lieferzeit haben, kann ich gleich bestellen.

Vielen Dank für Ihre sehr guten Tips und Waidmannsheil! Anonyme Veröffentlichung ist o. K. Gruß WK , Dienstag, 28. Oktober 2003 12:51

 

1. Mündungsbremse

 Mit einer Bremse für Sportzwecke erkämpfte sich Fritz Otto Nohl in seiner Altersklasse mit seiner 8x68s Mauser
im Jahre 2002 in der Deutschlandwertung des BDS-Hochleistungsgewehr den 1. Platz.



Hallo Herr Möller!

So mein Wechsellauf für die R93 ist endlich da. Die Munition ist geladen usw. Dann ging es auch gleich ins Revier zum Schießen. Ich muß sagen, in 8 x 68  ist die leichte Blaser R93 kaum zu bändigen! Ich bin die 9,3 x 62 mit langsam schiebenden Rückschlag gewohnt, aber der Rückstoß der deutschen Magnum ist dagegen der Hammer. Ich habe vieles über ihre Rückstoßbremsen gelesen. Welche empfehlen sie mir, der ich die Waffe eigentlich ausschließlich zur Jagd verwenden möchte und so die Länge der Waffe entscheidet? Ist es möglich die MB zu kleben, ohne die Sicherungsschraube am Ende zu verwenden? (Gefällt mir nicht so). Wie lang ist ihre kürzeste Bremse, und bremst die noch genug?
Wie ist der Preis?

Danke und Gruß! Fabian Menzel, Freitag, 11. März 2005 10:37
 

Heutige hdP-Bremse

Die Antwort steht hier. Ich empfehle heute diese kurze hdp-Bremse. Rückstoßbremse mit Schraubanschluß für 8 mm S, M15 x 1 Feingewinde auf 12 mm Länge. Rückstoßimpulsminderung je nach Ladung und Geschoß 41 - 48%.

Hallo Lutz,

Heute bin Ich zum Schießstand gewesen und habe mit meiner 8x68S das KJG probiert. Geladen mit 69,4 grs N140 ist die Geschwindigkeit 1050 m/s und für die Schussleistung sehen Sie das Bild (Ergebnis mit heißem Lauf). Eine bessere Schußleistung ist noch möglich, aber das ist meine Schuld (letzte zeit zu viel gearbeitet). Ich zweifle noch welche Kugel Ich für die Elchjagd in September laden soll ; das CDP (72 grs N160, vel. 899 m/s) oder das KJG.

Die hdp - Bremse ist noch immer super! Ich habe heute 50 Schüsse abgegeben und dennoch keine Schmerzen. Herrlich!

Fr. Gr.
Mark Bijkerk, Freitag, 8. Juli 2005 18:54

Mark,

lies Christoph Böhners Erfahrungsbericht 8x68S 2005 in Afrika.

Gruß Lutz

 

Mündungsbremse da → geklebt → geschossen → wunderbar! Danke!

Hallo Herr Möller,

ich war letzten Sonntag mit meiner 8x68 und ihrer HdP-Bremse am Schießstand Wien-Neustadt. Ergebnis - so gut habe ich mit der 8x68 noch nie geschossen! Die ersten Schüsse waren noch gekennzeichnet von der Erwartung des heftigen Rückstosses, der jedoch fast gänzlich ausblieb! Gigantisch! Der Knall ist nicht lauter als bisher. Diese Mündungsbremse kann man nur empfehlen, vor allem jenen die Mucken, sei solch ein Stück wärmstens ans Herz gelegt die Investitionskosten sind ihr Geld wert. Jetzt folgen noch ein paar übungseinheiten am Schießstand um die Treffergenauigkeit zu perfektionieren und um wieder volles Vertrauen in die eigene Schießkunst zu haben! Jetzt macht schießen wieder Spaß!

Vielen Dank! Hagen Sulimma, Montag, 13. Dezember 2004 18:29
p.s. Mein BüMa: Ludwig Kruschitz jun. +43 1 713 75 30, Rennweg 83, A - 1030 Wien, österreich

erner,

Die Mündungsbremse ist fertig und versuchsgeschossen. Einsame Spitze! Die dicke 8 x 68S schießt sich mit Bremse wie ein kleine .243" W.. Man kann es gar nicht glauben. Die Präzision scheint gut zu sein. In der ersten Aufregung kam ich nicht nicht recht zur Ruhe.

Schaut man im Schuß die Bremse von der Seite an, glühen das Innere auf, als sähe man einem heißen Kohleofen in die Glut. Sehr deutlich ist die abnehmender Glut über die neun Lochpaare von hinten nach vorn zu beobachten. Die Abgasstrahlen glühen seitlich hinten noch etwa 2 cm bis vorn 1 cm  heraus. Die Gaswolke entzündet sich draußen nicht mehr. Ich verfeuere immerhin 4,7g R907. Ganz wie Hartmut Brömel sagte, kann dann das Abgas nicht mehr brennen. Der seitliche Luftzug ist groß. Papier wird 2 m weit bis an die Wand geblasen.

Im Inneren der Bremse sieht man Feldabdrücke. Nein, nicht vom Geschoß, sondern vom Schmauch. Das bedeutet, die 9 Loch Bremse ist auch vorn noch deutlichen druckbelastet, der durch die Druck Feldmarken am Geschoß vorbeibläst. Ansonsten ist die Bremse innen sauber, ein Hinweis auf so die vermutete bremsende Grenzschicht. . Man könnte sie also noch länger bauen und würde noch mehr Wirkung erzielen, ein wenig vielleicht.

Die 6,5mm Bremse ist ja von Haus aus statt mit kleinen, geraden Löchern mit sich stark ausdehnenden Schlitzen gebaut, um die adiabatische Gasentspannung zur Abkühlung gezielt auszunutzen. Da schon obige, nicht auf Entspannung gezüchtete, 8 mm Bremse kaum noch feuert, erwarte ich bei der 6,5er Vergrößerungsschlitzbremse dann gar kein Feuer mehr. Also wir die zusätzlich als Mündungsfeuerdämpfer wirken. Ich bin über die Ergebnisse sehr froh. Gruß Lutz

Hallo Lutz,

Deine Kommentare und Anregungen haben mich bewogen eine 8x68s zu kaufen. Ich habe es nicht glauben wollen welch ein Unterschied beim Schießen mit und ohne Mündungsbremse auftritt. Danke für die tollen Seiten.

Norbert Wagner, Montag, 18. Februar 2002 00:51


Wahl einer Mündungsbremse

Sehr geehrter Herr Möller,

mit Ihren Seiten haben Sie mich mich weitgehend von dem Einsatz einer Mündungsbremse für meine 8x68S überzeugt. Unklar ist mir allerdings, welche Bauversion vorzuziehen wäre. Erfahrungen habe ich bislang nur mit der Bremse von Pritz, die hervorragend wirkt, aber subjektiv extrem laut ist. Er sagt, daß in seinen Testreihen die Wirkung mit dem Durchmesser der öffnungen anstieg. Jetzt ist er bei je zwei großen öffnungen oben und unten bei einer Länge der Bremse (ohne Gewinde) von rund 4 cm.

Mein Einsatzfeld soll bei der Jagd sein. Dafür sind mir zwei Punkte wichtig:

Mir fehlen die theoretischen Grundkenntnisse, aber nach meinem Verständnis haben die vielen kleinen öffnungen Ihrer Entwürfe den Vorteil der Phasenaddition und des damit kaum ansteigenden Schalldrucks für den Schützen. Gleichzeitig ist die Baulänge bei vergleichbarer Wirkung deutlich länger als bei Pritz.

Völlig unklar ist mir, ob sich die jeweiligen Vorteile sinnvoll vereinen lassen, oder es immer eine Alternativentscheidung sein muß.

Viele Grüße, Stefan Vennemann


Hallo Lutz,

durch Zufall bin ich im Internet auf Deine Seite geraten. Etwas besseres konnte mir nicht passieren. Ich bin überwältigt von der Menge an Wissen, das hier zusammen getragen und gepflegt wird. Herzlichen Glückwunsch!

Anfang 2001 habe ich mir eine R93 gekauft (ich habe es gelesen, nicht gerade Deine Lieblingswaffe). Von Anfang an hatte ich überlegt, mir den Lauf in 8x68 zu kaufen. Der Förster, bei dem ich jage, überredete mich zur 8x57. Zusätzlich habe ich mir später einen gebrauchten Lauf in 9,3x62 gekauft. Den nutze ich für Drückjagden und bin damit sehr zufrieden. Doch jetzt hat es mich wieder gepackt. Ich habe mir einen Lauf in 8x68S zugelegt. Er hat einen MagnaPort. Zusätzlich lasse ich mir gerade „Deine“ Mündungsbremse bauen. Ich bin schon sehr auf den Unterschied gespannt!

Ist der gleichzeitige „Gebrauch“ von MagnaPort und der Mündungsbremse nützlich oder hinderlich? Die Bohrung der Bremse ist mit 8,6 mm angegeben. Ist das ein berechnetes Maß oder sind Abweichungen möglich? Mein Büchsenmacher meint, es ist ein neuer Beschuß nötig. Hast Du da Erfahrungen?

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil

Burkhard Bienek, Freitag, 22. August 2003 13:57

Hallo Burkhard,

Magnaport + Mündungsbremse erscheinen mir wie Hosenträger + Gürtel. Bislang hat beides zugleich noch niemand versucht. Soweit mir die erodierten (Funkenfraß) Magnaportlöcher bekannt sind ist deren Wirkung eher mäßig, sprich nur wenig Gasmasse fließ seitwärts ab. Insofern kannst du den Löwenanteil noch für eine Mündungsbremse gebrauchen. Ich halte Magnaport gleichzeitig mit einer Mündungsbremse zu gebrauchen für eher unnötig bis hinderlich. Den Innendurchmesser für 8,2 mm - Geschosse auf 8,6 mm festzulegen ist ein Kompromiß zwischen der Erfordernis einerseits möglichst eng zu bleiben und andererseits die Herstellung nicht zu überfordern und weiterhin bei den allfälligen Ungenauigkeiten das Geschoß dennoch im Fluge durch die Bremse möglichst wenig zu beeinflussen. Dein Hersteller sollte sich also möglichst an das Maß halten. Baut er die Bremse kürzer, kann er enger werden baut er länger, muß er weiter werden. Wir reden hier von 1/10 - mm - Bereichen.

Nur wenn der Lauf, z.B. durch ein Gewinde, geändert wird, muß die Waffe neu beschossen werden. Sofern ihr klebt, entfällt die Beschußpflicht.

Welchen Bremsentyp nimmst du? HdP oder Doppelreihe?

Gruß Lutz

Hallo Lutz,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich lasse mir die Doppelreihe bauen. Den Vorteil erwarte ich durch weniger im Sichtfeld aufgewirbelten Staub - vorausgesetzt man schießt ebenerdig.

Die Bremse werde ich aufkleben lassen. Mein Büchsenmacher riet mir noch, im Klebebereich der Bremse zusätzlich 4 Rillen drehen zu lassen (1/10 mm tief). Diese sollen zusätzlichen Kleber aufnehmen und dadurch besseren Halt geben. Als Spaltmaß wurde mir 1/10 mm geraten (insgesamt). Er besorgt jetzt noch den originalen Blaser-Kleber, weil die Beschichtung der Blaser-Läufe eine besondere ist. Dann braucht sie nicht entfernt werden!

MagnaPort hat 2 gegenüber liegende und 2 etwas kürzere seitlich nach oben angeordnete Schlitze, die das nach oben schlagen mindern sollen. Ergeben sich hier Verwirbelungen, die das Geschoß in der Bremse beeinflussen können?

Meine ersten Tests erfolgen vermutlich am 30. August. Erst muß ich noch Patronen laden.

Gruß Burkhard
 

Burkhard,

Grundsätzlich an Schußwaffen Symmetrie zu fordern ist vernünftig. Magnaport ist der Markenname einer Funkenfraßmaschinenherstellers (= Funkenerodiermaschinenherstellers) mit dem sich fertige Läufe ohne Nacharbeit lochen lassen. Das heißt, der Lauf muß innen nicht aufgerieben werden. Insofern wird das Geschoß noch geführt. Deine Bedenken bezüglich schrägem Ablasen sind zwar richtig, treffen der festen Führung wegen in deinem Fall aber nicht zu. Beim Spaltmaß haltet euch an die Kleberherstellerempfehlungen. Viel Erfolg wünsch ich, sowie Berichte und Bilder

Gruß Lutz

Hallo Herr Möller; oder darf ich Lutz sagen?

Erst mal ein Lob für die gelungenen Seiten, die ich eher zufällig entdeckt, was mich sehr freut!

Ich bin auch seit geraumer Zeit ein 8x68er Weichei. Meine hat schon eine aufgebohrte Feuerbremse vom G3, die soweit auch gute Dienste leistet. Das Mündungsfeuer geht gegen NULL, lediglich eine Feuernadel hinterm Geschoß bleibt. Das ist beim Ansitz in der düsteren Jahres- bzw. Tageszeit sehr nützlich, da es keine verblitzten Augen gibt. Soweit so gut, ABER die Rückschlagbremswirkung ist nicht so toll. Es gibt schon einen Unterschied zu gänzlich ungebremst, aber doch lange nicht einen so großen wie in den Berichten auf der Seite mit ECHTEN Bremsen beschrieben. Nun spiele ich mit dem Gedanken mir eine echte Bremse zu bauen. Das wirft wiederum einige Fragen aufwirft, denn es soll eine schubumkehrende seitenblasende Rückbremse werden.

  1. Welcher nach hinten gerichtete Winkel der Löcher oder Schlitze ist für die 8x68S der optimale, wenn man das so allgemeingültig sagen kann?
    LM: 0 -15°
     

  2. Sind Löcher oder Schlitze wirksamer?
    LM: Schlitze wären wirksamer, wenn sie so gebaut würden, daß sie mehr Ausblasfläche böten. Leider können solche Bremsen nicht gebaut werden, weil der Gasdruck dünne Wände verbeult oder zerreißt. Also bleiben Löcher, die genügen tragendes Fleisch belassen,das geeignete Mittel. 
     

  3. Da meine schon vorhandene Bremse geschraubt ist, frage ich, wie verwirkliche ich das GENAUE Fluchten der Laufachse mit der Bremsenachse? Mein Büchsenmacher sagt: „Von vorn mit Dorn geführtem Fräser.” Gibt's auch andere Möglichkeiten?

    LM: Die Laufaußenseite ist wurst, denn das Laufinnere zählt! Also mußt du den Lauf von innen spannen und dann außen abdrehen. Ein Gewinde ist für genaues Positionieren immer nur zweite Wahl. Auf der anderen Seite kannst du die Passung heraufsetzen, so daß kleinere Ungenauigkeiten in der Herstellung nicht sosehr ins Gewicht fallen.

Soviel mal fürs Erste und auch Dank im voraus für baldige und ausführliche Antwort auf meine Fragen.

Gut Schuß und Waidmannsheil Dietrich, Montag, 8. November 2004 22:42

 

Bremsenvergleich

Hallo Herr Möller,

wir haben heute das Hotel wieder aufgesperrt. Der Urlaub ist nun vorbei. Jetzt heißt es bis Herbst wieder fleißig zu sein.

Der 8 x 68S  - Wechsellauf von Herrn Andy Atzl  ist nun angekommen. Ich ließ mir eine Rückstoßbremse anbauen. Unglaublich, aber die 8 x 68 S Büchse schießt sich wie eine .243" Win und die 6,5 x 68 wie eine .222". Ich bin total begeistert, super cool ist der Knall. Die 8 x 68 s bläst wie ein Elefant. Ich bin gespannt. Am Dienstag wollen wie die Geschwindigkeit messen. Wir wollen sehen, ob die Leistung abgenommen hat, gleichgeblieben ist oder zugenommen hat.

Die € für 200 KJG werde ich morgen gleich überweisen!

MfG
Ralf Rauchberger, Sonntag, 1. Mai 2005 10:43

Moin Herr Rauchberger,

über ihre Begeisterung freue ich mich. Seit kurzem haben wir den zugehörigen Rückstoß mit Pendel absolut in Newtonsekunden gemessen. Nun die gebremsten Werte der 8 x 68 S, bzw. der „Bremsenvergleich“:

Bremse Geschoß,
Blei
[g]
V0
[m/s]
E0
[Joule]
Rückstoß
[Ns]
Minderung
[%]
Geschoß,
 KJG [g]
V0
[m/s]
E0
[Joule]
Rückstoß
[Ns]
Minderung [%]
KJG zu Blei
ohne 14,3 750 4.020 19,9 Vergleich 9 1.048 4.940 16,4 Vergleich -18
Querbläser 14,3 750 4.020 12,5 - 37 9 1.048 4.940 11,4 - 30 - 43
hpd 14,3 750 4.020 11,7 - 41 9 1.048 4.940 10,4 - 37 - 48
Dunkle Kraft 14,3 750 4.020 17,0 - 15 9 1.048 4.940 15,7 - 6 - 21

Dabei kamen bei der 8 x 68S je nach Geschoß und Bremse bis zu heraus 48% Minderung zu! Daß Sie fast halbierten Rückstoß als angenehm empfinden, ist ja wohl klar! Bitte halten Sie mich über Ihre Ergebnisse (Ladungen, Geschwindigkeiten, Treffer, Flugbahn) auf dem Laufenden. Auch Photos hätte ich gern.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 1. Mai 2005

Hallo Lutz,

ich hab mal seit kurzen wieder etwas Zeit gehabt auf deinen Seiten zu stöbern. Interessant find ich, das du den Wirkungsquerschnitt wieder zurücknehmen willst. Dazu 'ne kleine Frage, die sich mir stellt: Wie hoch war den der berechnete Wirkungsquerschnitt meiner 458? Die Patrone und Geschoß ließen keine großen Wünsche offen, was die Vermutung nahelegt - vom Material der Geschosse abgesehen - das die Kombination 458 und KJG irgendwo "stimmig" war. Apropos Material: Ich hab nochmal Nachgefragt wegen des Maschinenkupfers: Es handelt sich dabei um CuSn7ZnPb. Ist wohl ein Rotguß, oder? Ich hatte zwar noch nen anderen Typ, aber da ist tatsächlich nix drüber zu finden, was die Materialzusammensetzung betrifft. Vielleicht kannst du ja mehr übers Institut herausfinden. Jedenfalls würde ich lieber einen 08/15 Kupfertypen nehmen, der von sich aus gute Gleit- und Schmiereigenschaften besitzt und dabei von der Konsistenz her eher als "weich" einzustufen ist. Dazu gibt es vielfältige Typen, was mir ein beschafftes altes Tabellenbuch erzählt! :-)

Gut.

Zurück zum 8er KJG kurz. Auf den Afrikabildern kannst du auch Hämatome erkennen. Die 2005er KJG´s halte ich immer noch für nicht schlecht, ginge es, die Fahnen am Geschoß zu halten, ähnlich dem 458er. Das wäre zumindest ein Test wert! Ich hab noch einen befreundeten Jäger, der mir einen Kontakt mit einer Dreherei verschafft hat, die auch aus verschiedenen Kupfersorten mir ein paar Geschosse drehen würden. Dazu bräuchte ich allerdings die Zeichnung, oder ich muß denen irgendwelche Größenangaben machen, die nicht unbedingt mit meinem KJG identisch sind. überleg es dir! Ich kann verstehen, daß du nicht unbedingt KnowHow rausrücken willst, aber für dich wird so was sicher zu kostspielig und aufwendig! Zeitraubend ist die Sache allemal.

Schießt gut, aber nicht mehr ganz so zart wie mit der großen HDP, sieht dafür gefälliger aus und die Waffe ist kürzer geworden. Der Topf ist in Arbeit!

Gruß, Christoph Böhner, Dienstag, 6. September 2005
 

Tja, er sagt tatsächlich die 8x68S mit hdp-Bbremse schießt zart. Das Wort habe ich bislang noch nicht gehört. Hm, ein zarte 8x68S. Die hat doch was, oder?


Servus Lutz,

ich komme mal wieder vom Schießstand,  maß die neue, fest im Lauf gebohrte Mündungsbremse mittels Pendel. Schau dir beigefügte Tabelle an.

Aufbau Rückstoßimpuls
mit 14,5 g Bleigeschoß
[Ns]
Minderung
[%]
Rückstoßimpuls
mit 9 g KJG
[Ns]
Verhältnis
[%]
ohne Bremse
(Bezug)
19,9 keine 16,4 keine
HDP 11,7 -41% 10,4 -36%
Böhnerbremse 11,9 -40% 9,9 -40%
Querbläser 12,5 -37% 11,4 -30%
dunkle Kraft 17,0 -14% 15,7 -4%

Ich bin nur begeistert! Und das mit mikrigen 14 Minibohrungen. Vielleicht hab ich auch einen Fehler in den Formeln, finde aber keinen! Ich werde meine Ergebnisse nochmals mit deinen auf der HP vergleichen! Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!

Hast du von den neuen 8 mm KJGeschossen noch welche über? Ich würde nochmals Wasser beschießen wollen.

Gruß, Christoph Böhner, Freitag, 9. September 2005

Mein lieber Christoph,

ich freu mich über deinen Einsatz und Erfolg. Wie du siehst, kann ich nach Wunsch jede Bremse entwerfen und liegen damit richtig. Ich liebe genauso, wenn der Plan funktioniert, das kannst du mir glauben. 8 mm KJG sind da. Obige Tafel bezieht den Vergleich aus derselben Spalte, nicht wie weiter oben immer auf das 14,5g Geschoß. 

Gruß Lutz, 9. September 2005


hdp-Bremse = ein Gedicht!

Alles klar Herr Möller,

ich kann ich diese .357"-SIG-Daten einem Profilader so weitergeben (8,1g Speer TMF 0,73g SP-2).

MfG T. Spanner, Dienstag, 4. April 2006 18:10
P. S. Die hdp-Bremse auf meiner 8x68S ist ein Gedicht"

Sehr geehrter Herr Lutz Möller,

meinen Respekt für Ihre interessante und fundierte Seite!

Ich führe eine RWS Mod. 89 im Kaliber 8x68S (betagt aber selten geschossen / insg. ca. 50 Schuß) und möchte als Creme-Seifen-Benutzer mit Hilfe Ihrer hdp Mündungsbremse den Rückstoß auf ein (für mich) jagdlich brauchbares Maß mindern. Frage(n) an den Fachmann. Wie beurteilen Sie die Sinnhaftigkeit eines solchen Tunings an der oben beschriebenen Waffe? Lohnenswert, oder sollte lieber gleich eine andere Waffe für dieses Kaliber wählen?

LM: Ich habe selbst mal solch ein Krico in 8x68s mit Bremse geführt (der ersten Bremse überhaupt). Das war ein schöne Waffe. Ich habe mich später auf nur eine Waffenart festgelegt, nämlich Heym SR 20, um nichts Verschiedenes mehr zu haben, aber die Krico ist auch gut. Der Sinn ihres Tuns, nämlich den Rückstoß zu mindern, bestimmt aber weniger der Waffenhersteller als die Patrone. Alle pulverstarken Patronenlassen sich mit den richtigen Bremsen sehr gut bremsen. Die deutsche Magnum 8x68S ist dafür ein Musterbeispiel. Sie fahren also auf dem richtigen Dampfer zum wunschgemäßen Ziel!

Wie lange ist die Lieferzeit?

LM: 1 Tag.

Sofern Sie die aktuelle (kurze) hdp-Mündungsbremse für 8x68S vorrätig haben, würde ich Sie bitten mir eines dieser scheinbar Wunder vollbringenden Teile zu zusenden.

Blaser CDP (12,7g) vom Schmalreh bis zum Keiler empfehlenswert? Oder gibt's in dem Kaliber besseres (für Nicht-Wiederlader)?

LM: Das CDP hat so seine Tücken. Es ist nicht breitbandig genug! Nehmen Sie besser fertige Kupferjagmunition.

Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße aus dem Taunus-Westerwald-Grenzgebiet, Marc Wellmann, Samstag, 29. Juli 2006 17:16

Waidmannheil, Lutz Möller
 

Die Patrone aus Wiederladersicht

RWS verwendet schwedisches Bofors, das nicht unter eigenem Namen einzeln, sondern nur an Großabnehmer verkauft wird. Die 8 x 68 S macht von der Pulveranhängigkeit hier keine Ausnahme. Auch nicht von der innenballistischen Grundregel, sehr füllige Hülsen erfordern progressive Pulver.

Stark reduzierte Ladungen sehr fauler Pulver sind wegen manchmal unerklärlicher explosionsgefährlicher Drucksprünge immer mit Vorsicht zu genießen. Stark abgebrochene Ladungen schießen ungleichmäßig. Auf gut deutsch heißen uns diese Gefahr und Ungenauigkeit, handgeladene großräumige Hochleistungspatronen im oberen Druckbereiche zu laden. Für schwächere Ladungen muß eben auf schnellere Pulver ausgewichen werden.

[Anm. L. M Samereier bietet aus dem Vollen gedrehte Messinghülsen mit kleinerem Innenraum an, mit denen sicher Schwachladungen gebaut werden können.]

Die nachfolgenden Ladeempfehlungen tragen dem Rechnung. Abgesehen davon reichen die Angaben aus, um gasdruckschwächere, präzise Kopien anderer 8-mm-Patronen wie 8 x 60 S oder 8 x 57 IS zu fertigen, so daß die Ladung noch mal zu kürzen nicht notwendig erscheint. Die Teile auf dem Markt zu beschaffen ist durch das befindliche Angebot leicht. Boxerhülsen vereinfachen die Arbeit. Die Hülsen leben übrigens lange. Bis zu zwanzigmaliges können die Hülsen ohne weiteres wiedergeladen werden. Danach dehnt sich meist die Zündglocke und das Hütchen hält nicht mehr. Obwohl die Hülse sonst noch heil wäre, muß sie dann zum Altmetall gegeben werden; am besten die ganze Gruppe.

Der Captain erarbeite mit DuPont IMR 4831 Pulver eine volle Stopfladung, die wohl mit 14,3g Nosler und Speer aus dem Mannlicher Schönauer  910 m/s V0 ergab. Zu Meßzwecken mit gestopfter Höchstladung, fast 5,18g R905 schießt die alte Mauser 66 das 11,7g KS mit 940  - 945 m/s besser als manche .308 Matchbüchse, nämlich groschengroß Loch an Loch. Da ist ein stolze Leistung! Die .300" Weatherby bringt aus 61 cm Lauf mit 11,7g Geschossen auch nur 945 m/s V0.

 

Höchste Ladungen für die 8x68s

Sehr geehrter H. Moeller,

Mit großer Aufmerksamkeit habe ich Ihre Internet-Seiten über die 8x68s Patrone gelesen. Ich selber schieße unter anderem auch das Kaliber 8x68s und bin überzeugter Wiederlader. Aus ihren Seiten entnehme ich höchst Ladungen von 5,18g R905. Das kleinste Geschoß, im Kaliber 8x68s was ich auf der Jagd verwende, ist das KS 11,7g. Bei einer Patronenlänge von 83,8 mm bekomme ich maximal 5,04g geladen. Bei jeder größeren Ladung wird das Pulver zusammengedrückt, was eine Ausdehnung am Hülsenhals zu Folge hat. Ich werke es da sich solche Patronen nur mehr mit einem gewissen Kraftaufwand repetieren lassen und dadurch die Präzision leidet. Wie ist es möglich daß manche Wiederlader bis 5,18g R905 in eine 8x68s Hülse hinein bekommen.

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen, Grandgenet Jean-Claude, Luxemburg

Guten Abend Herr Grandgenet,

manche Magazine, z.B. Heym SR 20, erlauben 87 mm Patronelänge. Dann faßt die Hülse mehr Pulver. Außerdem ist der Hirtenberger Patronenboden dünner als bei RWS, so daß auch dort mehr Pulver hineingeht. Zuletzt lassen sich Stopfladungen mit etwa 5% noch laden, wenn man vorher die gefüllten Hülsen schüttelt.

5,18g R905 erscheinen bei 19% Ladedichte jedoch als zu viel und wenig geeignet. Ich vermute einen Rechen- oder Tippfehler. Besser wäre R904. 4,9g davon ergäben bei 4326 bar aus 650 mm Laus bei 87 mm Patronenlänge mit dem 11,7g KS 957 m/s Mündungsgeschwindigkeit ohne zu stopfen. Das paßt!

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller
p.s. in Luxemburg gibt es noch die belgischen PCL Kugelpulver, von denen man auch ein Menge einfüllen kann.

Sehr geehrter H. Möller,

Ich habe mich erkundigt. PCL Pulver wird in Luxemburg sehr selten gefragt, nur bei einem Büchsenmacher konnte ich PCL No 511 ausfindig machen.

Büchsenmacher
Freylinger et Cie
L 3378 Livange
Tel: 520015

Aus Ihren Internet Seiten geht eindeutig hervor das KS von Geschosse von RWS zu weich für Hochwild sind. Haben Sie Erfahrung mit dem 12,7g und dem 14,3g Woodleigh TM Geschoß in 8mmS. Woodleigh Geschosse haben bekanntlich einen hervorragenden Ruf. Bei einer kontrollierten Aufpilzung sollen sie eine Restmasse von über 90% behalten.

Mit freundlichen Grüßen, Grandgenet Jean-Claude

Herr Grandgenet,

Woodleighgeschosse sind meist Rundkopfgeschosse. Als solche verschenken sie den Vorteil der 8x68S gestreckte ,,rasante" Flugbahnen zu gewährleisten. Seit der IWA 2003 hieß eine Lösung für bisherige 8 mm Geschoßprobleme auf Hochwild TOG, mit BC 0,41. Bei 87 mm Gesamtlänge treiben 4,5g Norma 204 bei 4305 bar aus dem 659 mm langen Lauf mit immerhin 872 m/s aus dem Lauf dem Hochwild entgegen.

Mit 11 g Masse wird das 8x68s Lutz Möller KJG Geschoß von Haus aus deutlich schneller. Dank geringem Einpreßwiderstand (QL Wert 165 bar) kann es bei gleichem Höchstdruck deutlich höher geladen werden. So fliegt es deutlich schneller. Mit etwas besserem BC als das TOG fliegt flacher, rasanter. Damit reichen Sie mit meinem KJG bei gleicher Zielgröße weiter hinaus. Mangels Splittern dringt es ebenso tief ein.

Mit freundlichen Grüßen Lutz Möller

Ein Ungenannter schrieb 1998 zur 8x68S

Die Ende der 30er völlige neu geschaffen ausgesprochene Hochwildpatrone machte sich seit Jahrzehnten im In- und Auslande einen klangvollen Namen. Sie wird vom Globetrotter rund um die Welt geführt, entwickelte sich zum Markenzeichen deutscher Jäger. Hochwild und weit draußen stehendes Steppenwild, die Bergwildarten nicht zu vergessen, sind das Wirkungsfeld der 8x68S, der auch auf größere Entfernungen ausgezeichnete Erfolge nachgesagt werden.

Im Grunde war sie der Anfang deutscher Hochleistungspatronen. Gleichzeitig mit ihr wurde die 6,5x68 aus der Taufe gehoben, eine auf 6,5 mm eingewürgte 8x68S, sonst nichts.

Die deutsche ursprüngliche 7x73 Super Express vom Hofe dürfte das Geburtsjahr 1931 aufweisen. Walther Gehmann, der den vom Hofe Namen  erwarb, zeichnete 1955 aus der .404 Jeffrey Hülse mit untermaßig eingezogenem Rand die 7 x 66 Super Express vom Hofe. Die schwache amerikanische Antwort kam 1962 als 7 mm Remington Magnum, eine auf 7 mm aufgeweitete .264 Winchester Magnum, die schwächere Antwort auf die 6,5x68.

Wilhelm Brenneke schuf seine 9,3x64 mit 12,88mm Hülse im Jahre 1927.

Die Amerikaner hatten trotz kräftigen heimischen Wildes damals im Grunde kaum geeignete Hochleistungspatronen zu bieten. Die beiden klassischen Magnums .375" Holland & Holland sowie .300" Holland & Holland, beide unsinnig schlankschulterig und deshalb hilfsweise begürtelt, wurden lange vorher im  Jahre 1912 in England entwickelt. Die .300" H&H verbreitete sich neben der .375" H&H besonders in den englischen Kolonien.

Weatherby entwickelte seine leider ebenfalls begürtelten Hochleistungspatronen erst nach dem II. Weltkriege. Die .300 Weatherby kam 1948 auf den Markt.

Ich nehme an, bei der 8x68s und auch der 7 mm S.E.v.Hofe blickten die Entwickler nach übersee.

Das meiste Hoch- und Großwild dürfte jedoch mit 9,3 mm Patronen gestreckt worden sein.

Die 9,3x62 Patrone wurde 1905 vom bekannten Berliner Büchsenmacher Otto Bock für die deutschen Kolonien gezeichnet. Zwischen den Kriegen erlangte eben diese Patrone den Ruhm der beliebtesten und weitest verbreiteten Mittelklasse Großwildpatrone. Solch Stellung wurde durch deren Eignung für gewöhnliche 98er Mauserwaffen begründet. Mit dem 12 mm Stoßboden (genau 11,95 mm)  repetierte sie zuverlässig.

Die ihr ebenbürtige „Königin der Randpatronen“, im typisch deutschen Kaliber erlangte die 9,3x74R erlangte noch größeren Ruhm. Entstanden war die zu Beginn des 20ten, jedenfalls vor der 9,3x63.

Beide 9,3 mm Patronen bewährten sich sowohl in Afrika auf starke Hirsche im Osten des Deutschen Reiches, zentnerschwere Keiler, Karpartenbären und skandinavische Elche sind Wildarten die sich mit den 9,3ern bestens schießen lassen. Mit entsprechend gebauten Geschossen kann man bei hinreichender Flächenlast hiermit im Grunde alles Hoch- und Großwild dieser Erde strecken.

In den ostpreußischen Hochwildrevieren Rominten und Elchwald wurden vom Forstpersonal fast ausnahmslos beide 9,3 mm Patronen geführt. Kaum ein leidenschaftlicher Hochwildjäger hätte sich je über unzureichende Leistungen beider Patronen beklagt. Ganz im Gegenteil: aus eigener Erfahrung bekräftige ich bis gut 150 Meter, höchstens 180 Meter wirken die Hochleistungspatronen (300 Weatherby, .338 Winchester, 8x68S) keinesfalls besser und schlagkräftiger als unsere bewährten alten 9,3 mm Patronen.

Der 9,3 mm Patronen mit schwerem Bleigeschoß entscheidender Nachteil ist die fehlende Rasanz.

Die 8x68s bietet im Grunde beides, nämliche hohe Flächenlast bei erhöhter Flugschnelle. Vor dem Krieg gab RWS für das 33,5 mm lange 12,1 g H-Mantel Kupferhohlspitzgeschoß bei 72 cm langem Lauf (!) 1.000 m/s V0 an. Solche Wunderwerte förderten rasche Verbreitung.

Nach der deutschen Wiederbewaffnung (bis 1956 verboten die Sieger uns Jägern allgemein Waffen) fertigte RWS das H-Mantelgeschoß leicht abgeändert neu. Es bekam ein halbrunde Kupferhohlspitze, schrumpfte somit auf 30 mm Länge. 1960 kam ein nicht mehr gefertigtes 12,7g Vollmantelgeschoß dazu.

Der Rummel um diese 8 mm „Magnum“ begann erst  1967 mit dem neukonstruierten Kegelspitzgeschoß. RWS brachte diese „Neukonstruktion“ zuerst für die neuen Patronen 5,6x57 und die 8x68S heraus, beide Geschosse mit Stahlmantel in 4,8 bzw. 4,5g; heute mit Tombakmantel.

Mauser 66

Gleichlaufend stellte Mauser dazu „deren Neuentwicklung“, die Teleskopverschluß Hochleistungsbüchse Mauser 66, mit Wechselläufen vor. Ein Großteil aller Mauser 66 Büchsen wurde in 8x68S verkauft. Alles war neu: Die Waffe, die Patrone (nicht so ganz) und das Geschoß. Ein wahrer Ansturm setze auf die Patrone ein. Auch berichtet breit über Beide. Der Afrikajäger, der Jäger in Kanada und Alaska, der Hirschjäger in Osteuropa; Alle lobten die neue deutsche 8 mm Magnum. Deren Vorteil war, im Mauser 66 Kurzsystem und allen Waffen üblicher Systemlänge arbeitet die Patrone sang- und klanglos – vorerst.

Klemmer

Anm. LM: Siehe auch „Klemmer“.

Später hatten viele Hersteller mit gebrauchten 6,5x68 und 8x68S Waffen Schwierigkeiten. Wurden die Patronenlager nicht penibel gepflegt und gereinigt, ließen sich abgefeuerte Hülsen nur schwer ausziehen. Nach dem Schuß blieben Hülsen im Lager kleben. Bei einer Großwildpatrone kann so ein Malheur das Leben kosten. Jedoch: Der pflegt, lebt!

All die vielen Rotwildjäger, die bei „Vater Staat“ ansaßen, erwarben solch eine Waffe für die „überpatrone 8x68S“ in der Hoffnung Kalb, Tier und Hirsch fielen im Knall, in der Hoffnung auf kurze Fluchtstrecken ...!

Dann jedoch verkauften viele Jäger ihre 8x68S Büchse wieder. Sie merkten, der Rückstoß war für sie doch zu gewaltig, sie wunderten sich, das Rotwild lag doch nicht im Knall. Sie suchten weiter nach ihre Wunderwaffe. Oft landeten sie bei den 9,3ern die genauso treten. Auch das damit beschossene Wild läuft noch ja noch 20 bis 30 Gänge ... !

Ich selber beschäftige mich seit 1967 mit der 8x68S, liebäugelte sehr mit ihr. Unser Fortamtsleiter erwarb Ende der 60er Jahre eine 8x68S, ebenfalls die Mauser 66, jedoch schon im langen Magnumsystem. Drei Patronen im Magazin und ein in der Kammer. Er legte sich die Büchse als reine Drückjagdwaffe zu. Auf der Waffe saß nie ein Zielfernrohr. In einem ¼ Jahrhundert wurde die Waffe kaum gepflegt. Die Mauser lag immer unterladen im Fahrzeug. Er schoß mit diesem Gewehr mit dem 14,5g KS Geschoß mehrere hundert Sauen und einige hundert Stücke Rotwild; alle auf Entfernungen bis 90 Schritt. Klagen über unzureichend wirkende Geschosse kamen nie auf. Aber bei stärkeren Stücken oder schrägen Spitzwinkelschüssen fehlte mit dem KS oft der für die Nachsuche mit dem Hund so wichtige Ausschuß. Manch Kälber und Frischlinge sahen bös zerschossen aus. Nun, Anfang der 90er vererbte er dann die Mauser 66 seinem ältesten Sohn. Er selber „gönnte sich“ eine Bockdoppelbüchse, natürlich für die klassische Hochwildpatrone 9,3x74R mit 18,5g Geschoß, ... eben Tradition.

14,5 g KS

Einen Herrenjäger mit viel, viel „Moos“ kenne ich seit 40 Jahren, Fabrikant, ein Herzens guter Mensch, dessen Leidenschaft starke Böcke, kapitale Gemsen und ungarische Rothirsche sind. Der Mann fährt seit 1969 jedes Jahr ins „Gelobte Land“ Ungarn. Er schießt dort jährlich immer zwei Goldmedallien Hirsche. Geld spielt kein Rolle. Er nimmt nur das Beste vom Besten. Er hat einen Schrank voll exklusiver Waffen, nur Repetierbüchsen. Mit einer „Kombinierten“ kommt er nicht „klar“. Unser Mann führt seit über 30 Jahren seine Mannlicher-Schönauer Büchse in 8x68S mit dem 14,5g KS Geschoß. Diese Waffe liebt er. Wenn es wieder nach Ungarn geht, ist immer die Mannlicher-Schönauer bei.  Er fährt dazu noch jährlich in die Steiermark. Dort haben Geschäftsfreunde zahlreiche Rotwildreviere. Er macht mit den Leuten gute Geschäfte. Als Hinzugabe fällt jedes Jahr ein Hirsch für ihn und ein Hirsch für seinen Sohn, und zwar solch Hirsche mit teils 9 bis 10 kg schweren Geweihen. Das bedeutet unser Fabrikant schoß im Laufe über 30 Jahren mit dieser 8x68s Büchse weit über 100 wirklich vom Wildpret starke Hirsche; auch einige vorbei. Aber hierüber schweigt man ... . Auch sein Sohn schießt seit 1982 die Mauser 66 in 8x68S (auch 14,5g KS). Beide bestätigen, ein Großteil der Hirsche zeigte keinen Ausschuß.

Der Sohn legte sich deshalb voriges Jahr 1997 ein Blaser R93 in .338" Winchester für 14,6g Federal Tropy Bonded Geschosse zu. Abschußberichte liegen 1998 noch nicht vor.

Ich selber verbrachte im Lauf der letzten 30 Jahre auch einige Brunften im „Gelobten Land“. 80% aller Hochwildjäger reisen oder reisten mit 8x68S Waffen an. Immer wieder wird bestätigt, das 14,5 Ks liefert keinen Ausschuß ... ! Zahlreiche geborgene Geschosse hielt ich in Händen; alle pilzten wunderbar auf; alle steckten dicht unter der Decke.

Ich selbst führte in Osteuropa oder Alaska stets die 9,3 x64 Brenneke mit 17 g Starkmantel, 19g TUG oder jetzt dem 19,5g Swift A-Frame (H-Mantel). Jeder Brunfthirsch, jede aufgebrochen 250 kg und mehr Sau zeigten Ausschüsse; so auch mein mit mit 17g Starkmantel auf 227 Schritt gestreckter Alaska Elch. Auf Grizzlybären hatte ich Waidmann kein Heil, denn ich jagte die grauen Zottler im Oktober. Der Schnee reichte uns bis zur Hüfte. Die Bären schliefen schon im Winterlager.

Doch wieder zurück zur 8x68S: Frühjahr 1976 folgte ein 11,7 g KS Geschoß um das 14,5g Geschoß zu ergänzen. Dessen Vorteil liegt auf der Hand: Wesentlich kleinerer Rückstoß und ein gestreckte Flugbahn, wie sonst nur amerikanische 300 Magnum bieten. Die mit 11,7g geschoßene 8x68s ist denen völlig ebenbürtig, kann sich stolz zeigen. So eine Patrone ist für Bergwild bestens, für den Rothirsch im Hochgebirge wunderbar. Ja sogar Gemsen lassen sich bei richtig sitzenden Treffern ohne groß Wildpret zu zerstören, damit erlegen. Bis zu 300 m kann Hochwild nahezu mit gleichem Haltepunkt geschoßen werden. Hochblatt anzuhalten genügt die Kugel auf derartige Weiten dem Hochwild in den Kammerbereich bzw. ins Herze zu setzen. Die 8x68s fliegt mit dem 11.7g KS so flache Bahnen wie eine .243 Winchester oder 6,5x57 mit 6g Geschoß.

Mir selber steckte die 8x68S stets „tief in der Nase“. Wegen ungenügender Geschoßkonstruktionen blieb ich einer tatsächlichen Anschaffung jedoch immer fern. Das 14,5g KS war zu weich, schoß nicht aus. Die 12,1g H-Mantel sind zu spröde, zerspritzen bei harten Treffern zu Staub. Die Amerikaner boten nur leichte, weiche Geschosse im 10g Bereich für die viel langsamere 8 mm Mauser (8x57IS) an.

Im Jahre 1977 entdeckten die Amerikaner dann doch das urdeutsche 8 mm Kaliber.  Remington stellte die 8 mm Remington, wieder mit Gürtel, vor. Nun kam Leben in die „8 mm Szene“. Nosler brachte ein 13g Partition Geschoß. Sierra und Hornady folgten mit 14,3g Spitzgeschoßen. Der österreichische Munitionshersteller Hirtenberger stieg mit dem Massiv-Bleiholspitz Geschoß ABC ein, fertigte nunmehr auch Patronen mit eigenen ABC und Nosler Partition Geschossen.

So wurde auch ich von diesem 8x68S-Bazillus befallen. Drei Repetierbüchsen konnte ich in gut zwei Jahren prüfen: Mannlicher –Schönauer, Weahterby Europa und natürlich Mauser 2000. Alle Waffen schossen  „so la la“. Alle Waffen zeigten die bereits angesprochenen Schwierigkeit, abgefeuerte Hülsen auszuziehen. Alle Waffen gab ich schließlich leichten Herzens wieder zurück...!

Es muß 1979 gewesen sein. Mit meiner damaligen „Herzdame“ besuchte ich im November in Würzburg Frankonia. Kaufen wollte ich nichts. Nur meine Begleiterin stöberte angeregt in den „Klamotten“, typisch Weiber! Ich blickte eher nach Waffe...! Wie könnte es denn anders sein. So wurde ich unbeabsichtigt Zeuge eines Verkaufsgespräches. Ein etwas kleiner rundlicher Herr wollte seine 8x68s Mauser 66 in Zahlung geben. Der Verkäufer verstand dem dummen Jäger einen neuen Sauer 80 Stutzen mit dem damals neuen Zeiß Diavari 2,5-10x52 schmackhaft zu machen. Ganz beiläufig mischte ich mich in dieses Verkaufsgespräch ein. Schließlich konnte ich mit dem „Kleinen Dicken“ unter vier Augen sprechen. Ich besah mir die Mauserbüchse und meine Augen begannen zu funkeln. Zweitausend Mark wollte Frankonia für die Büchse „geben“. „Die können Sie auch von mir haben,“ sicherte ich dem Kleinen Dicken zu „Natürlich nur, wenn die Waffe gut schießt!“

So für ich mit der Waffe  Richtung heimischer Hügel. Die Waffe war mit dem 11,7g  leichten neuen KS Geschoß eingeschossen. Fünf restliche Patronen wurden mir noch mitgegeben. Tags drauf Tag fuhr ich also damit ins Revier, ... mit fünf Patronen! Die Anschußscheibe stand auf 150 Schritt. Ich schoß über einen Sandsack liegend aufgelegt über ein kleines Tal in den Hang hinein.

Leichter Schnee lag, im November, herrlicher Sonnenschein, Treffer Nummer Eins saß zwei Finger breit über dem Haltepunkt. Ah ha, wohl mit dem üblichen Hochschuß eingeschossen . . . ! Treffer Nummer Zwei und Treffer Nummer Drei saßen am selben Loch. Alle drei Schüsse waren mit einem 10 Pfennig Stück zu überdecken. Ich wurde blas. Solch eine Schußleistung...! Mit den restlichen beiden Patronen ging es dann abends auf Rotwild. Im letzten Büchsenlicht kam mir ein stärkeres Rudel. Entfernung 170 – 180 Meter. Das letzte schwache Kalb nahm ich Maß. Ein riesiger Donner hallte, keine Kugel schlug, das Kalb zeichnete nicht, nichts ... Plötzlich zeigte sich auf derselben Schneise ein Rotspießer mit nur daumenlangen Spießen. Ich pfiff das Hirschlein an, nahm hinter dem Blatt an und ließ fliegen. Wieder zeichnete der Todgeweihte nicht, kein Kugel schlug. Verdammt ..., die Büchse war nun leer ... !

Ich fuhr zum Abendbrot heim, berichtete meinem alten Herrn. Zwei Stunden ließen wir verstreichen, um uns dann wieder am Tatort einzufinden. Am Anschuß de Kalbes lagen büschelweise Haare, jedoch kein Schnitthaare und auch kein Tropfen Schweiß blinkte dunkel. Wir folgten der Schwachen Fährte. In deren Verlauf fanden sich nach wie vor büschelweise Haare. Nach achtzig Metern Fluchtfährte standen wir vor dem 35 kg schwachen Wildkalb; reiner Lungenschuß, kein Ausschuß. Auf der einschüssigen Seite war das Stück handtellergroß kahl, dort fand sich kein Haar mehr.

Ich brach das Kalb auf. Wir zogen es zur Straße, und weiter ging es zum Anschuß des Spießers. Auch hier fanden wir nichts, keinen Tropfen Schweiß, kein einziges Schnitthaar, nichts. überall waren frische Rotwildfährten zu erkennen. So war nicht klar zu kommen. Also suchten wir nach Stöberhundmanier. Mein Vater wurde schließlich fündig. Auch der Spießer war noch 150 Gänge geflüchtet. Der Treffer saß abkommenmäßig ein handbreit hinter dem Blatt, war ebenso ein Lungenschuß ohne Ausschuß. Scheißgeschoß! Das ist auch wieder zu weich, dachte ich.

Aber die Mauserbüchse schoß anscheinend wie Gift!

Also wurde fernmündlich ein RCBS-Matrizensatz sowie 14,3g Nosler und Speergeschoße, sowie 11,7g KS bestellt. Drei Tage später zog ich mit handgeladener eigener Munition zum Schießstand. Auf die Pappe scheuend bekam ich den Mund nicht wieder zu: Sechs Kegelspitz schossen auf ein 10 Pfennig Stück Loch an Loch. So eng schießt manche .308 Matchbüchse nicht. Nosler und Speer schossen immerhin auf einen Fünfmarkstück. Alle 18Schuß saßen binnen der DJV Anschußscheiben Zehn. Die Waffe schoß wie Gift, repetierte gut, knallte aber bestialisch laut. Nach 18 Schuß fuhr ich mit geschwollener Backe und blauer Schulter heim. Mehr als 20 Schuß erträgt selbst der stärkste Krieger nicht. Hingegen spürt man bei der Jagd,  wie bei allen starken Ladungen, gar keinen Rückstoß. Eher vernimmt man schon den übermäßigen Knall.

Die vereinbarten zweitausend Mark überwies ich dem Kleinen Dicken, der sich nun freute eine Waffe, die nicht mehr wie die 8x68S treten solle, zu führen.

Ich war froh eine federleichte hochpräzise schießende Waffe mit dem kleinen 1,5-6x36 Zeiß Diavari Abs. 4, beidachsiger Absehenverstellung, auf wunderbarer Suhler Einhakmontage  günstig ergattert zu haben.

8x68s 14,5g RWS KS brutal

Guten Tag Herr Möller!

Ich bin per Zufall auf der Suche nach Waffen und munitionstechnischen Informationen auf Ihre Seite gestoßen. Echt super! Ich bin Jungjäger und hatte das Glück im Mai mit der 8x68s RWS 14,5g KS auf Entfernungen von 60 - 80m zwei Stück Rehwild zu erlegen. Die Wildbretentwertung war trotz guter Kammertreffer extrem, was man als Jagdgast natürlich nach Möglichkeiten vermeiden möchte. Die positive Bewertung des KJG hat mich neugierig gemacht und da sich in meinem Umfeld leider kein Wiederlader befindet, bin ich gezwungen auf den Fachhandel zurück zugreifen. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir eine Liste möglicher Bezugsquellen schicken würden.

Waidmannsheil, Nikolas Packheiser, Donnerstag, 8. Juni 2006 17:01

Ladungen

Jagdlich faßte ich für die 8x68S Kegelspitz nie wieder an, außer Jahre später, als zu Meßzwecken mit gestopfter Höchstladung, fast 5,18g | 80 gr. R905. Auch damit schießt die alte Mauser 66 mit 940  - 945 m/s besser als manche .308 Matchbüchse, nämlich Loch an Loch. Da ist ein stolze Leistung. Die .300 Weatherby bringt aus 61 cm Lauf mit 11,7g Geschossen auch nur 945 m/s V0

1989 lernte ich einen US-Captain, der eine Steyr Mannlicher in 8x68s führte, kennen. Jahre war ich mit ihm befreundet. So manches Stück Rotwild, so manche Sau schossen wir gemeinsam. Der Gute hatte schon damals ein Meßgerät die V0 zu bestimmen. Er erarbeite mit DuPont IMR 4831 Pulver eine Ladung, die mit 14,3g Nosler und Speer 910 m/s V0 ergab. Er wurde zum 8x68S Fan. Jedes Jahr zu Weihnacht schreibt er mir voller Freude seine 8x68S Strecken. Die aufzuzählen würde zu weit führen; Bär, Elch, Wapiti, Schafe, Ziegen und alle Wildarten, von denen ein leidenschaftlicher US-Jäger träumt, schießt er mit dem mit dem 14,3g Nosler 8 mm Geschoß aus der 8x68S. Ab und an schicke ich ihm wertvolle Hülsen.

Ich selbst setze die 8x68S nur auf Rotwild ein. Noch keine einzige Sau schoß ich damit. Ein großer Teil meiner deutschen Brunfthirsche, sowie zahlreiches Rotkahlwild und Abschußhirsche, fiel von ihr. Ich lade zu 90% Nosler, den 10%igen Rest mit dem Speer Geschoß. Letzteres wirkt augenblicklich, jedoch oft ohne Ausschuß, ist als wirkliches Hochwildgeschoß somit ungeeignet.

Bei zwei starken schräg beschossenen Hirschen suchte ich vergebens den Ausschuß. Zukünftig will ich mal das Swift A-Frame Geschoß versuchen. Hornady, Sierra und 14,5 g RWS KS  schießen auch recht gut, jedoch in meiner Mauser auf einen jagdlich nicht mehr verwendbaren Haltepunkt.

Selbstverständlich versuchte ich auch auf dem Schießstand das RWS 14,5g KS versucht. Es trifft nur mittelmäßig genau. Höchstgeladen liegt die Schnelle mit 840 bis 850 m/s „unter aller Sau“!

Werkmunition einiger Fertigungen ließen das 14,5g KS aus Mitjägerwaffen nur 820 bis 830 m/s fliegen; mehr nicht. Alles Andere ist Humbug!

Da Werk gibt für das 14,5g KS Geschoß 890 m/s V0 an, ebenfalls falscher Zauber . . . !

Schluß

Die 8x68S Patrone ist nur in der Hand eines kundigen Selbstladers wirklich gut. Der nur auf die spärlichen RWS und Hirtenberger Werkladungen zugreifen kann ist „arm dran“. H-Mantel- Geschosse sind für Hochwild zu spröde. Die beiden KS Geschosse sind zu weich. Hirtenberger Patronen sind alles andere als genau. Schnelle mangelt denen erst recht. Die Patrone ist eine rein deutsch-östereichische Angelegenheit. Nur RWS und Hirtenberger fertigen Hülsen, die man nicht aus anderen gewinnen kann. Für den hohen Gasdruck sind die Hülsen sehr starkwandig gestaltet. Daran glaubte man Ende der 30er Jahre! Daher lassen sich die Hülsen nur mit einer sehr kräftigen Presse auf Maß quetschen. International werden 8,23 mm | .323“ Geschosse nur unzureichend angeboten. Werkpatronen sind 4,50 DM / Stück teuer - Wucher. Schon die Hülsen kosten 1,50 DM oder mehr.

Die 8x68S mit 14,5g KS auf Sauen zu verwenden, entfremdet sie ihrem eigentlichen Zweck weit zu schießen. Um steinwurfweit am Futtertrog so ein Schwein zu exekutieren, benötigt man nun wirklich keine 8x68S Magnum.

H. G.

Nachsatz LM: Das war einmal so. Inzwischen, Jahre später, gibt es auch die Doppelkammergeschosse wie das CDP von RUAG Ammotec und das TOG von Brenneke sowie das Lutz Möller KJG Geschoß, das alle Aufgaben meistert.

8*68S KS Hochblatt auf Rehbock

Hallo Lutz!

RWS KS verwüstet Rehbock

Ich schoß gestern vom Hochsitz aus auf 30 Meter einen Spießer hoch Blatt. Bild unten: Waffe: Sauer 202 Alaska, Munition 8*68S Munition: 14,5 Gramm, RWS KS  Optik: Zeiss 3-12*56 ZM  Absehen Nr. 4 mit Sauer Schwenkmontage und EAW - Magnumstange in der Schiene.

Bild rechts oben: Bock auf rechter Seite liegend, so wie er gefallen ist - Blick auf Ausschuß, der tiefer als der Einschuß sitzt. Der Einschuß ist wenig interessant, da lediglich etwas mehr als kalibergroß und die Decke ihn vollständig abdeckt. Aber wenn du den Ausschuß siehst, verstehst du, warum der Treffer das Böckchen an den Platz bannte, das vor seinem Ende lediglich noch 40 Sek mit den Läufen schlegelte.

Bild rechts unten: HerzHerz. Die Wirkung auf das Herz siehst du.

Der Grund an diesem Tag die 8*68 S zu wählen, war, daß ich in ein Revier mit sehr weiten Schlägen eingeladen worden war, in dem auch mit stärkeren überläufern zu rechnen war. Der Jagdherr bat, Nachsuchen möglichst zu vermeiden. Dafür ist dieses wunderbare Patrone einfach ganz weit vorn. Auch bei nicht so perfekt sitzenden Treffen, konnte sich bei mir bisher noch kein Stück wieder hochmachen. Die 8x68S bannte alle bisher von mir geschossenen Stücke so an  den Platz, daß ich sie mit einem Fangschuß oder der kalten Waffe erlösen konnte. Dafür dulde ich wissend, etwas mehr Wildpret zu zerstören. Für den Blattschuß entscheide ich mich in der Regel immer, wenn eine Nachsuche mit gewissen Aufwand verbunden wäre oder ich zeitig wieder zu Haus sein möchte. Leider habe ich keinen eigenen Hund.

Mit Blatttreffern flüchtete je noch kein Stück. Daher nehme ich höhere Wildpretentwertung im Vergleich zu anderen Zielen in Kauf. In der Regel ist auch der Jagdherr eher zufrieden, keine Nachsuche organisieren zu müssen.

Grüße aus Kiel, Thomas Lemke

Mit einem Blattschuß entscheidet sich der Jäger Wildpret zu zerstören, weniger durch Patrone oder Geschoß. Dagegen erhalten Kopf- oder Trägerschuß Wildpret, schließen Fluchten aus, liefern gutes Wildpret. Warnung! Schieße hirschartige nur längs auf den Träger! Kammerschüsse auf Lunge oder Herz erlauben etwas länger Fluchten, erhalten aber auch das gute Wildpret. Blattschüsse wirken gut, keine Frage, aber sie zerstören eben auch einiges Wildpret. Sie sind eigentlich nur notwendig, wenn das Wild zu weit für Kopf- oder Trägerschuß steht, oder nur breit steht, und längere Fluchten nicht hingenommen werden können (Hund zu weit weg, nicht schnell zu greifen, Dämmerung). Ansonsten kann ich wenig Gründe finden mit einem Blattschuß die Blätter zu zerstören. Obige Begründung zeigt allerdings, daß im Jagdbetrieb die Jagdherren ihre Ziele jeweils unterschiedlich werten. Das entscheidet jeder Jagdherr selbst, so wie es für ihn am günstigsten ist.

LdL: Das 11,7 g KS aus der 8 x 68 habe ich 'ne ganze Weile versucht. Es schießt aber selbst auf Kahlwild 50 - 100 kg ganz selten aus. Bei Rehwildknochentreffern wirkt es verheerend! Das 11,7 KS ist auch bei 250 m noch weich. Ein von mir getroffenes 92 kg Alttier hatte beim Schuß auf sehr weite 268 m Entfernung durch die Rippen keinen Ausschuß. Das Ding hatte aber noch das Zwerchfell gesprengt und fast alle inneren Organe zerplatzen lassen. Die Wirkung ist allgemein nicht zu beanstanden. Fast alle Stück fallen im Dampf.

Waidmannsgeheul, Leo 13. Oktober 2003 16:57

14,5 g KS auf Rehwild

Der gute Herr Frogger schoß neulich zwei Böckchen. Munition 8x68S 14,5g KS. Einer auf 30 m, der andere 130 m. Einen 4er und einen 6er. 14,5g KS mit 870 m/s an der Mündung. Eigentlich  war an Herzschuß angedacht. War wohl auch getroffen, nur in der Praxis war kein Herz mehr da, um zu gucken ob es einen Einschuß hat. Sie verstehen? Hihi. Ausschuß war auch vorhanden. Die Böcke lagen am Anschuß. Außer bißchen verlorenen Wildpretes lief alles zu vollster Zufriedenheit ab.

Gruß Fabian Ellrich

Hallo Lutz,

ich erlegt drei Rehe mit 6,5X65 mit dem 7 g KJG, Entfernung zwischen 150 und 220 m, bei allen dreien Lungenschuß, die längste Flucht war ca. 15 m. Auschuß wie ca. zwei-Euro-Stk., Lunge nur geringfügig auf Ausschußseite zerstört. ---> SEHR WILDBRETSCHONEND

Ich erlegte noch ein Schmaltier auf 170m, mit vom Jagdfreund bereitgestellter 8x68S, 14,5gr KS, Kugel hinter dem Blatt angetragen, Flucht ca. 100m, Ausschuß wie ein-Euro-Stk., Lunge und Leber nur angekratzt. (Hatte heftigen Rückstoß erwartet - aber die schwere Waffe schoß sich angenehm)

Beste Grüße, Peter Mädl, Dienstag, 16. November 2004 15:06


. . . noch ein Bock

Moin Lutz,

wieder einmal hatte ich dieses Jahr das Glück einer Einladung nach Mecklenburg-Vorpommern bei Ln. Es gab so ziemlich freie Büchse und es waren ausdrücklich alle Böcke freigegeben. Ich streckte mit meiner Sauer 202 8*68S 14,5g KS auf 160 Meter einen Bock. Der brach im Knall zusammen. Auf dem Bild rechts ist der Ausschuß zu sehen.

Viele Grüße aus Kiel, Thomas Lemke

14,5 KS auf Fuchs


Hallo Herr Möller,

Ich bin schon über 20 Jahre Sportschütze und lade all meine Munition ( Großkaliber ) schon seid etlichen Jahren selbst. Im Januar diesen Jahres habe ich meine Jägerprüfung mit Erfolg abgelegt und von meinem Opa einige Jagdwaffen geschenkt bekommen, unter anderem auch eine Sauer 80 im Kaliber 8x68S.

Vor 3 Wochen hatte ich diese Waffe mit im Revier und die anwesenden ( alten Jäger ) meinten zu mir das die Patrone viel zu stark wäre, um bei uns Reh und Schwarzwild zu schießen, zumal bei uns die Schußentfernungen vom Hochsitz zwischen 50 und 80 Meter liegen. 2 Tage später schoß ich einen Fuchs auf ca. 70m mit der Standard Patrone von RWS mit einem 14,5 gr. Kegelspitzgeschoß: Als ich zum Anschuß kam lag der Fuchs in fast 2 Teilen vor mir. Jetzt meine Frage an Sie: Ich habe auf Ihren Seiten mit Interesse alles über die Patrone 8x68S gelesen vor allem hat mich die Sache mit den Kupferjagdgeschossen beeindruckt. Wäre das vielleicht eine Möglichkeit die Patrone so zu laden, daß ich hinsichtlich der Wildpretzerstörung auf kurze Entfernungen ( 50 bis 100 m ) keine größeren Problemen mehr habe?Weiter hätte ich gerne gewußt bei wem ich die Geschosse bestellen kann und wieviel de kosten. Gerne wäre ich für weitere Tipps bezüglich diesem Kaliber von Ihnen sehr dankbar, da ich im Bereich jagdlichen Wiederladens keine Erfahrung habe.

Mit freundlichem Gruß aus dem Sonnigen Saarland, Gerhard Radtke, Donnerstag, 30. März 2006 21:10

Herr Radtke,

herzlichen Glückwunsch zu dem feinen Geschenk ihres Großvaters. Viel besser hätte es nicht kommen können! Das 8 mm KJG löst ihre jaglichen Probleme mit dem zu weichen 14,5 g RWS KS und ähnlichen Unholden auf alles Wild in jeder Entfernung. Folgen Sie bezüglichder Ladung der Empfehlung!

Waidmannsheil, Lutz Möller

8x68S auf Reh

Hallo Herr Möller,

wieder einmal spreche ich Sie als Jungjäger, bzw. Jagdscheinanwärter und Jagdlehrgangsteilnehmer an. Ihren Ausführungen zufolge wäre die 8 x 68S eine sehr gute Universallösung mit der man vom Reh bis zum Elch oder Bären - man weiß ja nicht, was noch auf einen zukommt - prinzipiell alles bejagen könnte. Die .300 Win. Mag. ginge zwar auch, aber . . . Da es sich jedoch wahrscheinlich finanziell nicht lohnen wird, einen Wiederladeschein zu machen (ein Freund meines Vaters ist von Beruf Förster im Wendland, schießt also relativ viel und selbst für ihn lohnt sich das Wiederladen nicht) ist die Auswahl an Patronen nicht sehr groß. Sie empfehlen auf Reh das CDP zu verwenden. Doch was halten sie denn vom RWS H-Mantel- oder dem RWS Doppelkerngeschoß. Hirtenberger bietet im Kaliber 8 x 68S auch drei verschiedene Patronen an: ABC, Nosler und Sierra, wobei ich nicht weiß wo darin die Unterschiede sind, oder ob sie auf Rehwild empfohlen werden können. Sind eigentlich so schnelle Patronen wie 8 x 68S oder 6,5 x 68 für Drückjagden überhaupt empfehlenswert oder sollte man eher langsamere wählen? Vielen Dank, daß sie sich die Zeit nehmen, meine eMails zu lesen und sogar noch so ausführlich zu beantworten, wie sie es immer und bei allen Anfragen tun.

Weidmannsheil, Alexander B.

Lieber künftiger Waidgenosse Alexander,

altes 8 mm KJG mit 11g angeschnittenDas Hirtenberger ABC ist ein Vollgeschoß mit Bleihohlspitze und einigermaßen hart, also eher für große Tiere. Das Nosler Partition ist ein Doppelkammergeschoß mit dem Steg recht weit hinten, also langen weichen Vorderteil, außerdem drucksteigernden geradem Quersteg. In allen Belangen ist das ähnliche gebaute CDP besser und daher vorzuziehen. Sierra Game King sind recht windschnittige preislich günstige TMS mit Bootsheck, die allerdings sehr weich sind, also bei nahen Entfernungen und größeren Tieren schlichtweg im auftreffen platzen. Sie passen aslo eher in Berge oder Steppe wenn es gilt 300 m oder mehr zu überwinden, sonst sind die zu weich. Das H-Mantel platzt vorn fast immer, sorgt also für einen guten wirksamen Splitterschauer in der Lunge. Sein kalibriges Hinterteil sorgt in der Regel für kleinen Ausschuß. Insofern ist es ein Universalgeschoß. Das RWS Doppelkern wirkt ähnlich und eist also ähnlich empfehlenswert. Da die Möglichkeiten der Kupferjagdgeschosse bisher erst unzureichend verwirklich sind, werde ich Wiederladern demnächst selbst welche anbieten. Zu Geschossen steht allgemein mehr in Zielwirkung. Als FAbrikpatron bieten CDP, H-Mantel und KS die breiteten Möglichkeiten, demWiederlader empfehle ich ein schnelles leichtes aber hinreichend festes Lutz Möller KJG Geschoß mit Hohlspitze für splitterlose Wirkung durch großen Pilz bei allen Geschwindigkeiten, daß ohne Masse zu verlieren tief eindringt. Für den Patronkäufer der solche Geschosse geladen haben möchte, bieten gewerbliche Wiederlader ihre Dienste allen Jägern an.

Waidmannsheil Lutz Möller

Keulenschuß

Moin Lutz,

KS VerwüstungKS Verwüstungrechts Bilder eines zweiten Bocks, den ich auf 140 Meter mit meiner 8*68 S Sauer Büchse mit der RWS KS 14,5 Gramm Patrone streckt.

Das Stück zog langsam quer zu meinem Hochsitz im Rapsfeld und verhoffte einen Moment. Ich entschloß mich, die Kugel auf die Reise zu schicken und hielt wie so oft hochblatt. In dem Augenblick, in dem ich den Druck auf das Abzugszüngel steigerte, setze sich der Bock wieder in Bewegung. Zu spät! Der Schuß brach. Treffer in den Hinterkeulen = Fehlschuß! Der Bock zeichnete sofort und warf sich auf die Seite. Im weiteren Verlauf versuchte der Bock mit den heilen Vorderläufen wieder hochzukommen. Mir schwante Böses. Aufgrund der Bewuchshöhe konnte ich keine zweite Büchsenkugel auf den Weg schicken. Ich suchte den Bock auf und erlöste ihn schnell mit der kalten Waffe. Das volle Ausmaß der Zerstörungen offenbarte sich als ich ihn versorgte. Mir bleibt nur die vage Hoffnung, daß der Schock dem Stück das größte Leid ersparte. Richtig über den Abschuß freuen konnte ich mich wie bei meinem vorigen Bock aber nicht, leider.

Gruß aus Kiel, Thomas Lemke

Die Hoffnung, eine tödliche Schußverletzung schmerze nicht über das zumutbare Maß ist nicht ganz vergebens, wie menschliche Erfahrungen mit Verletzungen in Kampf und Krieg zeigten. Gelegentlich bemerkten schwer Verletzte im vollen Brass ihre Verletzungen, einschließlich abgetrennter fehlender Gliedmaßen nicht. Zumindest unmittelbar noch solchen Verletzungen ist die Schmerzempfindung begrenzt. Schlimmer als schlimm geht nicht!

Die meisten Tiere bewegen sich bevorzugt vorwärts, auch gelegentlich rückwärts, aber (von Krebsen abgesehen) kaum seitwärts. Diese Erkenntnis liegt der Empfehlung zu längsseitigen Kopf- oder Trägerschüssen, also nur von vorn oder hinten, zugrunde. Dies und die besonderen Wirkungen von mittig bis außen auf Zentralnervensystem, Halsschlagader mit Karotis Sinusreflex und einem kaum verletzenden Deckenritzer bis zum glatten Vorbeischuß gewähren bei Trägerschüssen im wesentlichen nur zwei Möglichkeiten, nämlich einen guten Treffer (unterschiedlicher Wirkung) oder gar keinen! Schwere nicht tödlich Verletzungen sind fast ausgeschlossen, sofern du immer nur längs schießt. Also überdenke mal deinen Hang zu breiten Blattschüssen und überlege, ob du künftig mit Trägerschüssen die Keulen in jedem Falle heil lassen wirst.

KS wirkt

Sehr geehrter Herr Möller,

seit 25 Jahre lade ich meine Patronen selbst, u. a. auch 8x68S. Meine Geschosse waren bzw. sind KS 11,7 g, KS 14,5g. neue und alte Ausführung (weiß mit Hohlspitze), TIG 12,8 g., MEN SF 10,5 g. und Hirtenberger ABC 11,0 g + 13,0 g Geladen mit R 904, R 905, MRP. Eingesetzt wurden und werden diese Patronen in Afrika, Kasachstan, Iran und in Deutschland auf Sauen und Rotwild. Ich habe mit dem KS 14,5 g Geschoß keine Schwierigkeiten. Jede KS-Sau lag im Feuer oder binnen 10 - 15 m Nachsuche. Ich schieße meistens auf die Kammer, bei starkem Wild im Ausland aufs Blatt um ggf. Fluchten zu verhindern. Bei Rot- und Schwarzwild schossen alle KS immer aus.

Ich erinnere mich noch genau, als der Farmer in Namibia zu mir sagte ,,Verwende bitte kein KS! Wir haben damit immer lange Nachsuchen, oft vergebens!" Ich zeigte ihm damals meine Patronen mit dem KS-Geschoß (Ausführung wie TIG oder TUG mit Hohlspitze) Das Geschoß sah er bis dato noch nie. Er wollte dann ein Schußergebnis sehen. Kudu, Hartebeest Warzenschweine lagen im Feuer, Oryx ging noch 70 m.

Im Iran schoß ich auf 80 m einen 220 kg Keiler. Auch der lag im Feuer. Er zog leicht schräg von mir weg. Ich wollte ihn nicht von hinten beschießen. Nach 80 m trat er leicht zur Seite und bot sich mir schräg dar. Da schoß ich ihn mit 14,5 g KS RWS neuer Ausführung auf 80-100 m leicht schräg von hinten auf die Kammer. Er fiel wie ein Stein um. Er schlegelte einige Sekunden auf der Stelle. Leber, Lunge und Herz waren zerstört, aber das Rückgrat unbeschädigt. Einen weiteren Keiler beschoß ich auf 50 m in voller ,,Fahrt". Der rannte noch 30 - 40 m, fiel dann tot um. Fast das Gleiche erlebte ich in Kroatien. Ich beschoß eine an mir vorbei trollende Sau. Die zeigte keine Schußzeichen, rannte weiter und fiel nach 50 m tot um. Beide hatten Ausschuß.

Ich stellte fest, auf unter 80 -100 m Schußentfernungen sind 8x68S Geschosse zu rasant. Solche Nähe mindert Schockwirkung. Erst ab da wächst sie wieder. Beim MEN SF ist das ähnlich. Ein 10,5 g MEN SF auf 100 m Maral in Kasachstan schoß aus. Zur Flucht kann ich nichts sagen, da er über einen Hang abstürzte und nach 20-30 m liegen blieb. Einen weiterer Maral erlegte ich mit dem gleichen MEN-Geschoß auf große Entfernung, laut E-Messer knapp 400 m. Höhe 3.000 -3.500 m.  Rückenlinie = Zielkante. Der Hirsch bliebt nach dem Schuß stehen, wankte ein wenig. Mein zweiter Schuß brachte in zu Fall. darauf stürzte er in einen Bach. Beide Schüsse hatten keinen Ausschuß.

Zur Zeit schieße ich nur MEN SF 10,5 und ABC 11 + 13 g. 11 g ABC = 30,5 mm; 10,5 g MEN SF = 29,9 mm. Zum Magazin: Die Büchse ist eine Voere mit 66 cm Lauf ohne gesondertes Magazin, von oben zu laden, zu entladen löse Schnapper, um Magazinboden mit Patronen nach unten fallen zu lassen. Die Magazin Länge beträgt innen 88,5 mm.

Meine Frage an Sie, haben Sie Erfahrungen mit ABC Geschoßen vor Norma MRP? Was kostet die Mündungsbremse? Wie wird diese befestigt? Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Viele Grüße, Franz Braun

Tag Herr Braun,

8 mm S hdp-Rückstoßbremse hilft gegen Mucken. Ich liefere die weißfertige Bremse mit 16 mm Innendurchmesser, 24 mm lang. Sie wird mit Uhu plus 300 auf die entsprechend auf 16 mm Außendurchmesser abgedrehte Mündung geklebt, mindert den Rückstoß! Den Lauf vorzubereiten, die Bremse  zu polieren und brünieren wird Ihr Büchsenmacher auch gut 100 € verlangen, zusammen gut 200 € für die Freude eine 8x68S vollkommen rückstoßarm schießen. Bremsen werden in der Regel auf die Waffe geklebt oder geschrumpft. Zu schrauben ist auch möglich, aber teurer. Ladeempfehlungen erarbeiten sie sich am besten mit Hartmut Brömel's Programm QuickLoad

Mit freundlichen Grüßen, L. Möller

Herr Möller,

meine Erfahrungen sind: 8x68S Hülse RWS Zündung CCI 250 Pulvermasse 4,66 g Typ R904 Geschoß MEN SF 10,5g L6 86,6 mm Gasdruck 3.161 bar V 924 m/s und 3.106 bar v0 922 m/s und das Gleiche mit 4,99 g R 904 Druck 3.507 986 m/s und 979 m/s

Viele Grüße
Franz Braun

LM Da Franz Braun's Lauf 66 cm lang, also 1 cm länger als berechnet mißt, ist sein Pulverraum kleiner oder sein Pulver wärmer oder schneller oder Quickload zu optimistisch. Wer will das wissen? Mit solch Abweichungen zu rechnen.

KS schießt nicht aus

Ein Vater eines Freundes schoß vorigen Samstag im Mai 2003 mit der 8x68S 14,5 g KS auf 40 m zwei Frischlinge zu 28 und 29 kg (Mit einem Schuß! ob vorsätzlich vermag ich nicht zu sagen) einer lag im Knall, der andere lief noch 20 m und verendete. Er hatte keinen Ausschuß mehr.
Gruß! Jörg

Papa hatte mit dem 14,5g KS nie Schwierigkeiten. Ich eigentlich auch nicht, aber letztes Jahr auf einen 50 kg überläufer schoß das KS nicht aus. Da die Sau nicht schweißte, waren 60 m Flucht nicht gut, aber der überläufer stand spitz. Auf jeden fall saß das Geschoß hinter dem Keulenknochen vor der Schwarte.

Bei mir waren alle Fluchtstrecken sonst unter 50m sonst schweißig, oder die Stücke lagen im Knall. Bei Papa hatte nur ein Hirsch keinen Ausschuß, aber er lag. So kann man das auch verschmerzen. Allerdings sind meine Erfahrungen mit dem schweren KS - Geschoß auf Rehwild begrenzt, da schlechte Erfahrungen dazu führten, nicht weiter auf schwaches Wild zu schießen. Versuch doch mal das 14,5g KS. Das ist leider ganz schön teuer.

wmh, Schalala

Moin Lutz!

Am letzten Wochenende ging es wieder für mich und meinen Freund auf zur Drückjagd in die Umgebung von Ludwiglust. Um es kurz zu machen, möchte ich Dir einfach die Zielwirkung der Fabrikpatrone 8 x 68 S mit RWS 14,5gr KS schildern:

1.
Der verhoffende Hirsch wurde von mir auf ca 80 Meter beschossen. Der Treffer landete hinterm Blatt und der Hirsch zeichnete laut meinem Standnachbarn nicht und ging ab. Nach Beendigung der Jagd begaben wir uns auf die Totsuche und fanden ca 20 Meter vom Anschuß eine kräftige -zuweilen unterbrochene- Schweißspur, die uns in ca 70 Meter Entfernung vom Anschuß zum verendeten Hirschen führte.

Schußwirkung auf das Stück:

 Das Geschoß durchlug Decke und Rippenbogen und zerlegte sich total. Die Lunge ist in weiten Bereichen eingefallen, die Kammer war mit Schweiß gefüllt. Es ergab sich kein Ausschuß, noch nicht einmal punktuelle Verletzungen der gegenüberliegenden Rippen konnte ich ausmachen. Wildpretentwerung insgesamt: minimal

Lemke, Strecke

2. Den flüchtigen ca 40kg schweren Frischling habe ich auf ca 35 Meter beschossen. Der Treffer  landete hinterm Blatt und der Frischling zeichnete deutlich, flüchtete aber noch ca 10 Meter um dann rasch in Sichtweite zu verenden. Ich barg und versorgte das Stück, eine Schweißspur konnte ich nicht entdecken.

Schußwirkung auf das Stück:

Das Geschoß durchlug Schwarte und Rippenbogen und zerlegte sich total. Die Lunge ist in weiten Bereichen eingefallen, die Kammer war mit Schweiß gefüllt. Es ergab sich kein Ausschuß, noch nicht einmal punktuelle Verletzungen der gegenüberliegenden Rippen konnte ich ausmachen. Wildpretentwerung insgesamt: minimal

Lemke, Frischling

Mein Fazit:

Entgegen dem RWS Werbelobhudel vom „durch zähharten Tombak gewährleistender kontrollierten Deformation mit gesteuerter Energieabgabe” und seiner angeblichen „Eignung auch für schwerstes afrikanisches und nordamerikanischen Wild” ist das RWS 8 mmS 14,5gr KS Geschoß für großes Wild schlicht ungeeignet, weil es an Tiefenwirkung und Ausschuß, selbst bei schwächerem Wild schlicht fehlt. Nun mit der Wirkung als solcher auf meine beiden gestreckten Stücke war ich aber doch noch zufrieden, aber ein Elch oder Eland wird wohl eine andere Medizin benötigen.

Viele Grüße aus Kiel, Thomas Lemke, November 2004

 

14,5 g KS Sau flüchtet

Hallo Herr Möller,

ich habe seit längerem eine 8 x 68 S mit einem 14,5 g. KS Geschoß.

Am 29. Dezember 2004 schoß ich auf eine 72 kg Bache in 80 m Entfernung voll auf das Blatt. Die Kammer war total kaputt, trotzdem lief die Bache noch 100m durch den Bestand. Die Sau zeichnete, indem sie sich nach dem Schuß in meine Richtung mir drehte, und abseits von der Rotte in den Bestand flüchtete. Am Anschuß war nichts! Kein Schweiß kein Schnitthaar! Alle Sauen die ich in meinem Leben schoß lagen mit dem selben Schuß bisher immer im Dampf. Sogar einen Keilerchen auf 200 m lag ebenfalls im Dampf. Woran liegt es, daß die Sau noch so weit gelaufen ist? Vielleicht es an dem Steckschuß?

MFG Christoph Knoop, Samstag, 1. Januar 2005 12:14

Herr Knoop,

Alles Gute im neuen Jahr 2005 wünsche ich Ihnen!

Zunächst lesen Sie Zielwirkung 4 bitte den Abschnitt über den Eigenenergieverbrauch der Bleigeschosse. Ohne mich wiederholen zu wollen, muß ich Ihnen leider mitteilen, von der viel  Energie, die ihre gute 8x68s in das ummantelte weiche Bleigeschoß hineinstopft, kriegt das getroffene Tier nur eine Teil ab, weil das Bleigeschoß teilweise in Staub zu blasen, eben die Kraft kostet, die unter anderem für hinreichende Tiefenwirkung fehlt. Das RWS KS ist für die Patron zu weich. Um die 8x68S auf größeres Wild einzusetzen benötigen Sie in festeres Geschoß. Ich empfehle das 8 mm KJG kurz. Damit begegenen sie ebenfalls der unangenehmen KS Nebenwirkung aus der 8x68s gelegentlich Rehe in zwei Teil zu schießen, wenn sie den versehentlich mal den Rücken oder weich treffen. Das KJG zerstört dann deutlich weniger Wildpret. KJG schonen Wildpret. Sie liefern gutes Wildpret.

Bitte lesen Sie in Wundwirkung mindestens den Abschnitt über Fluchtstrecken. Jedes Tier kann auch ohne Herz oder Lunge noch flüchten, muß das aber nicht. In Ihrem Falle wollte es wohl und konnte das auch. Das Ihre bisherigen Sauen „im Dampfe fielen” war schön, mußte aber nicht so sein. Gewollt ein Stück an den Anschuß zu bannen, kann Ihnen Ihnen nur mit Kopf-, oder Trägerschuß gelingen. Kein anderer Treffer kann Ihnen sonst die Wirkung bieten.

Daß das 14,5g RWS KS aus Sauen oder Hirschen oft nicht ausschießt ist bekannt, muß also aus der Erfahrung her nicht verwundern. Aus der 8x68s hochbeschleunigt abgeschossen platzte es in Ihrem Falle bereits im Blatt. Der Restkörper war zwar breit, aber flach. Damit fehlt ihm die notwendige Flächenlast. Gleichwohl kann ein solcher platter Bleiflatschen die Lunge sehr wohl zerstören, wie sie berichteten. Ohne einen deutlichen Absatz oder Rand liefern Geschosse oft nur mangelhaft oder gar kein Schnitthaar. Dem KS fehlen solch Merkmale. Beim Lutz Möller KJG Geschoß stellen die Führbänder solchen erforderlichen scheidenden Absatz dar. Daß kein Schweiß am Anschuß war, lag einerseits am fehlenden KS-Ausschuß, durch den nichts herausgerissen werden konnte, anderseits vermutlich aber am zu hohen Einschuß (Blut fließt mit der Schwerkraft nach unten), oder daran, daß der Vorderlauf, oder was davon übrig bleib,  nach dem Treffer die Kammer wieder verschloß. Bei solchen Schüssen würden das 8 mm KJG kurz aus jeder Sau Auschuß liefern.

Waidmansheil, Lutz Möller, Neujahr 2005

11,7g KS

Hallo Herr Möller,

seit einiger Zeit lese ich mit großem Interesse Ihre sehr informative Homepage. Als Jungjäger mit 2 Jagdjahren konnte ich auch schon des öfteren das Gelernte aus den von Ihnen beschriebenen Erfahrungen und Anregungen rund um Jagd, Waffen und Munition in der eigenen Jagdpraxis um- und einsetzen. Nun hat sich für mich jedoch ein Umstand ergeben, zu dem ich gerne Ihre Meinung hören und Ihren Rat einholen würde. Vor einiger Zeit nun hat sich für mich der glückliche Umstand ergeben, regelmäßig in einem Hunsrück-Revier auf Rot-, Schwarz-, Reh-, und Muffelwild (alles als Standwild) jagen zu dürfen.

Da ich selbst noch nicht im Besitz einer Waffe mit hochwildtauglichem Kaliber war, bisher auch keine Gelegenheit zur Hochwildjagd hatte, schenkte mir mein Vater aus dem Nachlaß meines Großvaters (der sein ganzes Leben lang passionierter Jäger war) eine Mauser 66 im Kaliber 8x68S mit 200 Schuß Munition (RWS 11,7gr KS-Geschoß). Nachdem ich nun schon mehrere Stücke Rot- und Schwarzwild strecken konnte, flüchteten die Tiere jedesmal, teilweise bis 100m, und selten schoß die Kugel aus. Die Schußentfernungen lagen zwischen 50 und 200 mtr. Die Stücke standen immer breit, so daß ich immer einen guten Blattschuß antragen konnte. Ich weiß, Sie werden jetzt sagen ,,Versuchs mal mit einem Schuß auf den Träger". Aber da ich noch nicht so viel Erfahrung habe und Fehlschüsse vermeiden möchte, ziehe ich den Blattschuß vor.

Aber wieder zurück zur Munition. Nun haben Sie ja auf Ihrer Homepage jede Menge an Information über die 8 x 68 S zusammengestellt und auch die o. g. Problematik beschrieben. Aus der Summe Ihrer und meiner eigenen Erfahrungen heraus bin ich nun zu dem Schluß gekommen, mir eine Munition mit einem anderen Geschoß zu kaufen. Im Schlußwort Ihres Berichtes über diese Patrone schreiben Sie, daß die 8x68 eigentlich nur in den Händen eines Widerladers gut ist und die Werksmunition jagdlich schlecht einzusetzen wäre. Leider kann ich selbst nicht wiederladen, möchte aber diese Waffe auf jeden Fall jagdlich führen. Das ist für mich auch eine etwas emotionale Sache, da ich stolz bin eine Waffe meines Großvaters führen zu dürfen, somit sein Andenken zu bewahren und in gewisser Weise in seinem Geiste zu jagen). Die Umschreibung ist mir vielleicht nicht ganz so gut gelungen, aber ich denke Sie wissen was ich meine. Daher möchte ich Sie bitten mir zu raten, wenn Sie an meiner Stelle wären und nur zugriff auf handelsübliche Munition hätten, welche Munition/Geschoß Sie persönlich am ehesten einsetzen würden. Ich wäre sehr froh wenn Sie die Zeit finden würden meine Frage zu beantworten.

Mit besten Grüßen und Waidmannsheil, Kuddel Dutt (so heißt der Mann, der zwar bekannt ist, aber wegen Tierrechtterror geheim bleiben möchten, hier.)

Lieber Herr Dutt

danke für ihre bewegte Schilderung. Ein jeder wäre wohl froh und stolz die geerbte, vom Vater überreichte 8x68S Mauser 66 auf Hochwild führen zu dürfen und können. Für Ihr Rot-, Schwarz-, Reh-, und Muffelwild gewährt die Thuner Fabrikmunition RUAG CDP (In Deutschland als Blaser vertrieben) den Ausschuß bei Blatt- und anderen Schüssen. Das 12,7g Geschoß mit 950 m/s V0 wird Ihnen gerade auch bei den größeren Wildarten Rot- und Schwarzwild in der Regel Ausschuß bieten. Daß getroffene Tiere noch laufen ist an sich nicht verwunderlich, da selbst mit zerschossenem Herzen Hirn und Netzhaut noch mindestens 10 - 15 uneingeschränkt arbeiten. Sofern ein Tier noch mit mit 36 km/h = 36.000 m in 3.600 s, oder 10 m/s flüchtete, rennt es in 10 Sekunden eben noch 100 m. Bumm = tot gibt es nur bei Zentralnervensystemtreffern.

Als Wiederlader hätten Sie mehr Möglichkeiten, aber als Werksmunition, bevor es das TOG geladen gibt, ist das CDP das Mittel der Wahl.

Waidmannsheil aller Wege wünscht Ihnen, Lutz Möller

Hallo Hr. Möller,

die Berichte über die 8*68 las ich mit großem Interesse. KS- und DK-Geschoß (letzteres wurde mir von einem Büchsenmacher als Hilfe gegen mangelnden Ausschuß empfohlen) schießen aus der 8x68S meist nicht aus. Seit kurzem lade ich selbst und würde gerne Norma Oryx Geschoße verladen. Was halten Sie davon? können Sie mir Ladedaten empfehlen? Auch die Kupfergeschosse würden mich reizen. Wo bekommt man die? Wo bekomme ich Ladedaten dafür.

MfG und Dank für Ihre Bemühungen W. R. ZUTZ Samstag, 18. Januar 2003 17:18

Lieber Herr Zutz,

ich habe noch 12,7g Sako Hammerhead, 14,5g Hornady Interlock und 12,7g Sellier &Bellot sS, in Afrika bewährt, anzubieten. Die 12,7g Normageschoße bieten folgende BC, Oryx 0,345 - Vulkan 0,35 - Plastspitz 0,35. Dagegen 12,7 g S&B VMS 0,557 14,5g Hornady Interlock 0,464 und 12,6 Ruag CDP 0,362 und 11g KJG 0,42

Verschiedene Gründe halten das Geschoß im großen Ziel, ohne es ausschießen zu lassen.

 Mögliche Abhilfe, um Ausschuß zu erreichen

Ladungen:

4,6g R904 vor 12,6g CDP bei 87 mm Länge ergeben 4.381 bar aus 650 mm Lauf 912 m/s v0
4,7g R904 vor 12,7g S&B VMS bei 87 mm Länge ergeben 4.418 bar aus 650 mm Lauf 923 m/s v0
4,25g 203B vor 11g Lutz Möller KJG Geschoß bei 87 mm Länger ergeben 4.362 aus 650 mm Lauf 968 m/s v0

CDP und KJG sollten Ausschuß liefern. VMS und KJG zeigen rasante Flugbahn, halten also, was die 8x68S verspricht.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

11,7g KS zerstört

Hallo Lutz,

hier zwei Berichte zur 8x68S mit dem RWS 11,7g KS

Freitag 29. Juli 2005, gegen 20.50Uhr

An diesem Abend gelang es mir, auf 75 m einen etwa 5Jährigen Rehbock zu strecken. Aufgrund häufiger Schwarzwildvorkommen benötige ich dort das entsprechende Kaliber, eben besagte 8x68S. Da ich noch über die eine oder andere Schachtel RWS 11,7g KS Fabrikmunition verfüge, wird diese auch noch verschossen. Einer alten Gewohnheit folgend, wählte ich auch diesmal wieder den Haltepunkt eine Hand breit hinter dem Blatt. Der Bock zeichnete, drehte auf den Schalen um und flüchtete in eine angrenzende, zweimannshohe Fichtenkultur. Nach dem Verbrechen des Anschusses fand eine genauere Untersuchung desselbigen statt. Schweiß und Lungengewebe waren augenscheinlich auf etwa 3 - 4 m Länge, trichterförmig hinter dem Anschuß vorzufinden. Nun konnte ich mich um das geflüchtete Stück kümmern. Ich beschloß eine kurze Suche durchzuführen, um gegebenenfalls danach den Hund anzusetzen. Nach etwa 60 m Wegstecke fand ich das Stück dann selbst, hangabwärts auf der Einschußseite liegend, zwischen den Fichten. Der Ausschuß war faustgroß und Teile des Gescheides sowie der Pansen quollen hervor. Ich mag mir nicht vorstellen, wie es ausgesehen hätte, wenn ich auf das Blatt gehalten hätte, in diesem Fall waren beide Blätter gänzlich unverletzt und ohne Hämatome.

Gehörn

 Ausschuß

Freitag 5. August 2005 gegen 21Uhr
Regen, Regen und noch mal Regen

Nachdem der Spießer nicht inne hielt die Schmalgeiß zu treiben und auch nicht aufs Blatt sprang, leuchtete ich zum x-tem Male mit dem Glas die Gegend ab. Dort, rechts am Zaun, hinter dem Raff, wo eben noch der brave 6er stand, war da nicht gerade eine Bewegung am Farn? Ja! Ein, zwei, nein drei Jungfüchse üben sich dort im Mäusefangen! Glas weg, Laser her, 238 m sagt die Anzeige. Ich komme als Rechtsschütze, gerade aus dem rechten Fenster, nicht vernünftig mit der Waffe in den Anschlag. Irgendwann klappt es dann halbwegs. Stechen, entsichern und fliegen lassen. Der Knall dröhnt dumpf im Schädel und piepen tut es im Ohr. Sch..... Ohrstöpsel vergessen! Aus den Augenwinkeln sehe ich eine weiße Luntenspitze im Farn verschwinden. Das war's, gefehlt, denke ich, aber zwei von der Truppe mäuseln einfach weiter als ob nichts geschehen wäre. Also neuer Anlauf, diesmal mit Ohrenstopfen, durch das ZF sehe ich weiße Gischt am Kugelriß aufsteigen aber nichts flüchten. Den vermuteten Anschuß kann ich nicht erkennen da zu nah am Raff, entsprechend kann ich auch keine Füchse erkennen. Hingehen mag ich durch das Raff auch nicht, dann bin ich naß bis zum Bauch hoch und Morgen ist Essig mit Frühansitz in klatschnasser Hose. 20 Minuten später kommt einer der Jagdfreunde und holt mich unter der Kanzel ab, gemeinsam fahren wir über den Feldweg von hinten an den vermuteten Anschuß. Im Scheinwerferlicht sehen wir an zwei Stellen der gemähten Wiese funkelnde Reflektionen. Bekomme vom Kollegen „Waidmannsheil“ gewünscht und einen Schlag auf die Schulter. „Weit“, meint er noch, „ziemlich weit sogar!“ „Da der Fuchs nicht zur Kugel kommt, muß die Kugel zum Fuchs“ erwidere ich. Beim Bergen der Beute stelle ich fest das die 8x68S mal wieder ganze Arbeit geleistet hat.

zerfetzte Füchse

zerfetzte Füchse

Waidmannsheil, Frank Asbach, Dienstag, 9. August 2005

Tja Frank,

wer braucht solche Geschosse? Wer muß soviel kaputt machen? Das KS ist zu weich, meine ich. Der anfängliche Wirkungsquerschnitt der Bleiernen Sippe ist einfach zu hoch. Die Bleispitzen zerstieben oberflächlich, aber die Geschosse dringen nicht tief ein. Inder schönen 8x68S hat Blei meiner Meinung nichts mehr zu suchen. Für die Geschwindigkeiten ist es zu weich. Mit Schwarzpulver bis vor 125 Jahren mag Blei der perfekte  Werkstoff gewesen sein, aber die rauchenden Böller kann ja auch kaum über 400 m/s. V0. Das 11,7 KS ist deutlich mehr als doppelt so schnell! Genaugenommen in 100 m Entfernung noch 884 m/s. Die Kräfte im Ziel  steigen ~ v², sind also für Blei vierfach zu groß. Das kann nichts werden. Um schnelle Geschosse wildpretschonend einzusetzen, muß der anfängliche Wirkungsquerschnitt zurückgenommen werden. Das geht nur mit festerem Werkstoff. Lies bitte in Afrika in 2005  „Die Lehre“ . In Warum KJG? beschreibe ich den Anlaß mich mit Geschoßentwicklung zu beschäftigen. Ich glaube nach deinen Bildern hast Anlaß dich mit Geschoßauswahl zu beschäftigen. Aber das hast du ja schon getan. Wenn doch der verdammt Geiz nicht wäre, obwohl RWS ja nun nicht gerade als billig zu bezeichnen wäre, noch den alten Kram zu verballern. Die Schelte aus der Küche wirst du dir anhören müssen. Daß es auch sehr wohl anders geht hörte ich heute aus der Steiermark von einem Kupferbock. Lies bitte dort.

Den 8er finde sich schon was besonderes. Halte ihn in Ehren!

Waidmannsheil, Lutz, 9. August 2005

TIG auf Reh

Hallo Herr Möller!

Gut, daß sie keine Zeit hatten. 13 Sauen wurden gesichtet(1x1 und 1x12). Doch leider mußten wir wegen der kurzfristigen Absagen an einigen Ecken Schützen wegrationalisieren, was die Sauen auch prompt ausnutzten und an einem Schützen und dessen Nachbarn auf 250 bzw. 300m verbeirauschten. Na ja Ergebnis: 5 Rehe, 2 Füchse, davon gingen 3 Rehe auf mein Konto mit der 8x68S 12,8gr TIG vor 4,95 R 905 aus dem 65 cm Steyr Lauf.

2 Kitze eines auf 30 m und eines auf 20 m erlegte ich zuerst. Das auf 30 m lag im Knall mit Ein- und Ausschuß einen Finger breit hinter der Blattschaufel. Es lag im Knall.

Das andere kam mit Ricke und Schwester und alle drei eräugten mich, stoppten und ich schoß, sah kein Zeichnen, keinerlei andere Reaktionen. Alle drei sprangen in den Wald zurück, als sei nichts passiert. Ergebnis: Blatt rein, kurz hinter dem Blatt raus, jede Menge Schweiß und Schnitthaar und dennoch 120m Flucht! Ein- und Ausschuß etwa 5-Mark-groß. Die Flucht hängt m. M. nach sehr mit der Gemütsverfassung zusammen (hier mein Anblick und die Tatsache, daß es hinter der Ricke und dem anderen Kitz herlief).

Das 3. Stück war ein Schmalreh auf 110m, lag mit Schuß aufs Blatt im Knall mit geringer Entwertung.

Gutes Angebot in aktuellen W&H: Sauer 90 in 8x68S EWA-Mont. und S&B 2,5-10x56 für 1450€ VB! Wie sieht's aus am 27.12.03? Lust und Zeit?


Eine für Alles

Lieber Herr Möller

Meine Lieblingswaffe ist eine Steyr im Kaliber 8x68S mit Zeiss ZM 3-12X56 mit Leuchtabsehen auf Original Steyrmontage. Ich schieße damit fast alles Schalenwild und gelegentlich einen Fuchs, wenn ich gerade auf Sauen sitze. Ich verwende zu vollster Zufriedenheit in Sachen Wildbretentwertung, Wirkung und Präzision das CDP-Geschoß (siehe rechts) in Originalladung. Ich weiß, Sie werden jetzt die Stirn runzeln bei dem Gedanken an das Glas, aber in der derzeitigen Lage 2002 muß man jede Sau, die jagdbar und frei ist,  mitnehmen. Wenn ich nach dem Bockansitz, wenn ich auf 160-170m noch einen Bock ansprechen und ggf. erlegen will, das große Vergrößerung erfordert, noch auf Sauen sitzen bleibe, brauche ich ein großes Objektiv für viel Licht im Dunklen. Wenn ich die liebgewonnene und vertraute Waffe auch zur Drückjagd nutzen will, brauche ich eine kleine Vergrößerung. Irgendwo stimmt schon, die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Man muß die notwendigen Forderungen gegeneinander ausgleichen. Ich bin mit meiner Lösung zufrieden. Ansonsten habe ich für die, wegen des Sauendruckes, immer seltener werdenden reinen Tagesansitze oder -pirschgänge noch eine 7x64(10,5g KS) mit Tagglas, und eine Hornet (Winch. Hollow Point, RWS VM) für Spaß und Fuchs und natürlich eine Flinte.

Mit einem freundlichen Gruß ins hoffentlich schöne Wochenende

Stefan Bollmann

Auf Sauen

Ich streckte auf 120 m einen Fuchs  balgschonend durch den Träger und ebenso einen Küchenhasen mit der 8x68S CDP auf 140m, erwischte vor 3 Wochen mit einer CDP (siehe rechts) aus der 8x68S einen 52 kg überläufer, wunderte mich, daß der trotz besten Schußes (stand leicht schräg) noch 60 m flüchtete, bei Blatteinschuß und Leberausschuß und jeder Menge Schweiß. Die Sau war mittig auf die Leber getroffen. Durch den schrägen Stand saß der Ausschuß links am Vorderblatt.

Jörg Schollasch

Diesen Sommer saß ich mit meiner neu erworbenen 8x68S Blaser K95 vor einer unserer Kirrungen, etwa 40 m vom Hochsitz entfernt gelegen auf einer etwa 120 x 120 m messenden Wiese. Mischwald umgibt die ganze Wiese, so daß man bei gutem Wetter das Wild oft schon frühzeitig anwechseln hört. An jenem Abend war der Mond erst gut zur Hälfte hilfreich, doch zum Glück war die Wiese vor einer Woche gemulcht worden und das helle abgestorbene Grass bot in meinem Zeissofenrohr mit Abs. 4 guten Kontrast. So setzte ich mich gegen 2015 Uhr  an. Schon 2045 kam ein mächtiger Dachs, der eigentlich verbotener Weise die Kirrung nutzen wollte. Doch da ich bisher wegen des Düsseldorfer Abkommens noch nie einen Dachs geschossen hatte, der Bestand  in den letzten Jahren jedoch regelrecht explodiert war, kam er nicht mehr dazu vom Mais zu naschen, sondern wurde jäh vom 12,7 g CDP-Geschoß gestopt. Weil es noch so früh am Abend war, blieb ich sitzen und beäugte meine Beute eine Zeit lang durchs Glas und erfreute mich daran. Schon eine halbe Std. später hörte ich links von mir im Wald leise Tritte und äste knacken, dann von rechts und später von vorn, da auch der Wind herwehte. Was dort um den Hochsitz zog, war erst mal wirklich nicht zu sagen. Kurz vor elf zog von links unten eine in höchst unruhige männliche Sau vorwärts rückwärts, tief Luft nehmend, der Kirrung zu. Das  wiederum meine regte mich auf. Meine Schwester erlegte am Abend zuvor ein 38 kg Keilerchen; doch dieser hier sah noch mickriger aus. Da mir der Herr trotz besten Windes ausgesprochen fluchtbereit schien, wartete ich nicht erst, bis er an der Tafel Platz genommen hätte, sondern ging sofort am Vorderlauf hoch, etwas nach links, weil ich gesehen hatte, daß sie schräg stand und ließ fliegen. Im Knall sprang die Sau nach links zum  40 m entfernten Wald ab. 10 m weiter im Wald nach reichlich Schweiß fanden wir dann mit Hilfe unseres jungen Teckels die Sau. Sie wog aufgebrochen 76 kg. Die Kugel schoß schräg durch die Leber und das Herz, dann durchs linke Blatt raus. Die Leber wies mehrere Schnitte auf, ob diese vom CDP-Geschoß stammten, weiß ich nicht. Die falsche Größenschätzung war in der Wildkammer leicht zu erklären: Die größere Sau wies ungleich kürzere Borsten als das 38 kg Keilerchen meiner Schwester auf.

Guten Tag Herr Möller!

Welches 12,7Gramm Geschoß schießen Sie denn zur Zeit? Ich habe gerade von einem Bekannten 20 Schuß in 8x68S mit dem TM- Alaska bekommen; bin mal gespannt, wenn man sich dieses Rundkopfgeschoß ansieht ist es nur schade um die schöne Rasanz, die der Patron innewohnt. Ich schrieb gestern eine Mail an Brennecke, zu fragen wann denn endlich nicht mehr die für die 8x68S zu weichen 8x57er Geschosse, sondern ein z. B. 13Gr TUG geladen würde. Das wäre das Geschoß meiner Wahl, zu gut sind die Erfahrungen aus der .300 Win. Mag, als daß das CDP diese in der 8x68S übertreffen könnte. Werde Ihnen die Antwort schicken, falls gewünscht und falls erfolgt.

Gruß! Jörg


Auf ein 13-g-Brennecke TUG würde sich mancher Afrikaner freuen! ...und ich mich erst! Denn so hart, wie viele Jäger behaupten, ist das TUG gerade im vorderen Bereich nicht! Die TUG Wirkung auf alles heimische Wild ist z.B. aus der .30-06 Sprg. und .300 Win. Mag. sowie der 9,3x62 ungleich besser als die des DK!

Gruß! Jörg

Schon beim Anfahren standen zwei Spießer und ein Alttier mit Kalb im hohen Eichenbestand. Der Jagdherr sagte mir, ich solle schnell aussteigen, hinter einer Eiche Deckung suchen, er führe weiter. Wenn er weg wäre, solle ich das Kalb strecken. Das Rotwild wurde zwar unruhig, doch ein schnell angestrichen und gezielter spitzwinkeliger Schuß mit dem CDP auf 80 m von hinten auf die Rippen ließ das Kalb nach 30 m Flucht  mit Ausschuß durch die Blattschaufel so schnell verenden, daß der unmittelbar hinterherlaufende Jagdherr am schon verendeten Stück ankam. Gestern  schoß ein Freund mit meiner Waffe 8x68S CDP 12,7 Gramm einen 35 kg Frischling auf etwa 60 m, der knapp hinters Blatt getroffen nur noch 5 m flüchtete.

Eine Frage möchte ich stellen, büßt daß Geschoß bei Ihrer Bremse, ähnlich wie bei Magnaport, Leistung ein?
Jörg Schollasch

Nein Herr Schollasch,

verkürzter Lauf und damit verkürzter Antrieb treiben die Geschosse weniger an, lassen also die Mündungsgeschwindigkeit abfallen. Die Magnaportweise einfach in den Lauf Löcher zu erodieren, verkürzt die treibende Gassäule. Daher mindert Magnaport die Leistung. Obige Bremse wird entweder nachträglich auf den Lauf geschraubt oder vorher bei der Herstellung als zusätzliche Länge vorgesehen. Daher erhält mein Bremse die volle Schußleistung. Wenn ein Geschoß die Mündung verläßt, reitet es auf dem ausschießenden Gasstrahl. Die verbrannten 5g Pulver drücken an der Mündung noch mit über 600 bar. Die heißen Gase sind schneller als das Geschoß. Das Geschoß reitet gewissermaßen auf dem Strahl. Der Gasstrahl reißt am Geschoß ab und verwirbelt. Wirbel sind chaotisch, unbestimmt, asymmetrisch. Die sich ergebenen Kräfte der örtlich angreifenden Gasdruckkräfte im Wirbel ebenfalls. Die ungleichen Kräfte werfen das Geschoß also bei jedem Schuß anders aus seiner Lage, stören es. Die Bremse wurde entwickelt, um die Gase hochgespannten, schnellen Pulverschwaden vorherbestimmt abfließen zu lasen. In einem das Geschoß eng umschließenden Raum ist die Passung so knapp, daß in der Grenzschicht zwischen Geschoß und Wand die Gase laminar fließen, also nicht verwirbeln. deshalb stören die Gase in der Bremse die Kugel nicht. Sie fließen seitlich in zwei entgegengesetzte Richtungen ab. Deshalb heben sich die Impulse auf, tragen nicht zu einer merklichen Kraft bei. Ohne Bremse würden die nach vorn ausschießenden Schwaden den Rückstoß erheblich erhöhen. Mit Bremse heben sich die gegenseitig seitlich wirkenden Kräfte zu de Schützen Freunde rückstoßmindernd auf. Ein 8x68S Jagdgewehr schießt sich mit 12,7g Geschoß mit meiner Bremse angenehmer als ein 6,5x65RWS Jagdgewehr mit 7g Geschoß, also harmlos! Mangelnde Wirbel am Geschoßheck vor der Mündung, mangels vorn austretenden Gasstrahl (oder nur noch kleinem Rest) bessern die Genauigkeit. Zu dem Zweck wurden die Bremsen urgründlich entwickelt. Die Bremswirkung fiel dabei so mit ab. Auch gut!

Lutz Möller

Normageschosse in 8 mmS

Sehr geehrter Herr Möller,

ich bedanke mich nun noch einmal ausdrücklich für Ihre informative Antwort bezgl. meiner Laborierungsfrage. Jetzt sprach ich jedoch mit einem befreundeten Wiederlader, der mir massivst vom CDP - Geschoß abgeraten hat. Seiner Meinung nach, sei es extrem weich und würde auch zu extremer Wildbretentwertung neigen . . . Er riet mir zum Norma Oryx. Das müßte man sich zwar laden lassen, aber die Möglichkeit hätte ich ja. Was ist von diesen Normageschossen zu halten? Also auch Oryx, Alaska und Co... Ich bedanke mich wieder einmal im voraus sehr herzlich.

Tobias Döring

Siehe http://www.norma.cc/

12,7 g Norma Oryx 8 mm S, L6 87 mm, 4,7g R904, 4112 bar, 65 cm Lauf, 908 m/s, B.C. 0,345 12,7 g Norma Alaska 8 mm S, L6 87 mm, 4,8g R904, 4303 bar, 65 cm Lauf, 921 m/s, B.C. 0,295 10,7 g Norma Vulkan 8 mm S, L6 85 mm, 4,9g R904, 3948 bar, 65 cm Lauf, 970 m/s, B.C. 0,284
Das Geschoß ist auf mittlere Entfernungen zwischen 100 und 255 m, oder 815 und 685 m/s im Ziel für Kammerschüsse zu gebrauchen, ansonsten ist es auch zu schnell und zu weich. Das Geschoß ist auf mittlere Entfernungen zwischen 100 und 225 m, oder 812 und 686 m/s im Ziel für Kammerschüsse zu gebrauchen, ansonsten ist es auch zu schnell und zu weich. Das Geschoß ist für die Geschwindigkeit viel zu weich, zu dünnmantelig und dringt damit nicht tief ein. Der B. C. ist für weite Schüsse zu klein.
Bei gleichem Kaliber und gleichem Gewicht gibt Norma die BC's für das schlankere 12,7g Vulkan fast gleich zu dem erheblich stumpferen 12,7g Oryx an. Daher sind die Werte zu bezweifeln.

Grundsätzlich sind derlei dünnmantelige 8 mms Geschosse für die 8x68s für große Wild abzulehen, weil sie allesamt zu weich sind (reine breite Kammerschüsse mit geringem Zielwiderstand ausgenommen). Die schnelle 8x68S braucht feste windschlüpfrige Geschosse, wie sie Ruag CDP oder Brenneke TOG darstellen.

12,7 g Norma Vulkan 8 mm S, L6 87 mm, 4,7g R904, 4137 bar, 65 cm Lauf, 909 m/s, B.C. 0,34
Das Geschoß ist auf mittlere Entfernungen zwischen 100 und 250 m, oder 815 und 683 m/s im Ziel für Kammerschüsse zu gebrauchen, ansonsten ist es auch zu schnell und zu weich.

Wed, 10 Jun 1998 11:11:14 +0200 Richard Schmidt: Ich setze die 8x68S seit etwa 5 Jahren ein. Eine Waffe für die 8x68S Patrone kaufte ich ursprünglich für eine Jagdreise nach Namibia. Zu dieser Reise kam es leider nicht. Jagdreiserfahrungen kann ich daher mit dieser Waffe nicht beisteuern. Nachdem ich allerdings mit anderen Patronen (6,5x57, 8x57 IRS) auf Schwarzwild einige schlechte Erfahrungen hinnehmen mußte, verwende ich seitdem die 8x68S zur Saujagd. In dieser Zeit habe mit der 8x68S wohl 45 Stück Schwarzwild  und einige Stücke Rehwild erlegt.

Zur Schwarzwildjagd muß ich noch bemerken, wir schießen hier an Kirrungen. Um Fragen dazu gleich vorweg zu nehmen: Dort kann ich das Wild ansprechen. Um Größen zu vergleichen schlug ich einige Pfosten in überläufergröße ein. So werden irrtümliche Bachenabschüsse vermieden. Im Vergleich zu Drückjagden ist die Beunruhigung wesentlich geringer.

Die Lichtverhältnisse sind im allgemeinen schlecht. Ich schieße noch, wenn ich eben die Umrisse des Stückes noch im Zielfernrohr sehe. Im Zweifelsfall heißt dann -Mitte Glas = Mitte Sau-. So schießen wir nur zwischen 15 und höchstens 30 Metern nah. Die Treffer liegen in der Regel im Zwerchfellbereich. Lunge, Leber oder Magen sind betroffen. Meiner Meinung nach bergen Blattschüsse mit dem Ziel das Herz zu  treffen, die Gefahr in sich, sehr leicht zu tief abzukommen und sich einen Laufschuß ergibt. Die Fehlerwahrscheinlichkeit steigt dazu noch, wenn man bedenkt, auf diese kurze Entfernung wird sehr steil nach unten geschossen.

Ich verwende das 14,5 g KS Geschoß von RWS. Ursprünglich habe ich Originalmunition verschossen, jetzt lade ich meine Munition selbst. RWS-Hülsen, RWS 5341 Zündhütchen, 4,6g Rottweil R 905 ( 71 gr) Pulver , 14,5 g KS Geschoß. Mit dieser Ladung liege ich ca. 40 m/sec unter der 870 m/s Werkladung.

Das 14,5g KS Geschoß spricht auch bei weichen Schüssen an, gibt genügend Energie ab. Bei Knochentreffern bleibt ein genügend großer Geschoßrest erhalten, so daß ein Ausschuß vorhanden ist. Bei Röhrenknochentreffern hatte ich lediglich zweimal keinen Ausschuß. Nur bei zwei Waidwundtreffern lagen die Stücke nicht unmittelbar am Anschuß. Die waidwunden Stücke flüchteten 60m und 40 m Weg. Meistens liegt das Stück im Feuer. Ich habe alle mit der 8x68S beschossenen Stück sofort bekommen, mußte nie eine Nachsuche veranlassen.

Die erlegten Stücke wogen aufgebrochen zwischen 8 und 94 kg. üblicherweise ist der Einschuß beim Schwarzwild etwa kalibergroß, der Ausschuß etwa wie ein 5-Mark-Stück groß. Auch ein Blattdurchschuß oder Rippentreffer zerstört das Wildpret nicht außergewöhnlich. Bei den Röhrenknochentreffern bildeten sich allerdings zu größere Blutergüssen, die in einem Fall beide Blätter, im anderen eine Hinterkeule unverwertbar machten.

Beim Rehwild ist die 8x68S Wirkung des 14,5g KS allerdings brutal. Bei den erlegten Stücken klaffte hinterher ein faustgroßes Loch im Wildkörper. Da die Rehe allerdings auf die Rippen geschossen wurden, konnten alle wertvollen Teile verwendet werden; die Rippenstücke allerdings nicht. Das Rehwild wog 16 bis 22 kg. Im Gegensatz dazu war der Frischling mit 8 kg sauber geschossen.

Zur Präzision: Auf dem 100 m Stand erreiche ich aufgelegt einen Streukreis von 5 cm. Einen Bock habe ich auf 230m geschossen.

Erfahrungen mit anderen Geschoßen habe ich nicht. Da das TIG und das H-Mantel-Geschoß auch in der 8x57 verwendet werden, nehme ich an, diese Geschosse sind für die die schnelle 8x68S zu weich.

Als Fazit kann ich sagen, daß die 8x68S eine hervorragende Patrone für Schwarzwild ist, vor allem, da man in der Nacht nicht immer gute Schüsse antragen kann.

Frage: Welche Schüsse wirken Ihrer Erfahrung nach schneller: reine Lungen-, Lungen/Blatt- oder Herzschüsse?

Antwort: Jäger wollen kurze Fluchten. Die Wundwirkung des Herzschusses oben an den großen Gefäßen und Nerven ist von den dreien vorgenannten Treffern die beste. Reine Lungenschüsse sollte man nur mit sehr schnelle Platzern, siehe Bleierne Sippe, antragen um durch die Splitter die Lunge mit vielen Splitterbahnen ausreichend zu verwunden und möglichst schnell den Blutdruck abfallen zu lassen, damit Sicht und Bewußtsein schwinden, das Stück also fällt, statt weiter zu flüchten. Mit einer langsamen Kugel durch die Kammer geschossen folglich durch zusammengefallene Lunge zu ersticken dauert länger, als durch schnellen großen Blutverlust das Bewußtsein zu verlieren.

 

8x68S H-Mantel

Hallo Herr Möller,

ich habe mit Interesse die gesammelten Werke über das Kaliber 8x68S gelesen. Auch ich möchte meine Erfahrungen mit dieser Patrone mitteilen: In unserer Sippe wird ebenfalls die 8x68S speziell auf Rot- Schwarz- und Elchwild geführt. Als Geschoß fiel die Wahl, wie auch in vielen anderen Kalibern, auf das HMK-Geschoß von RWS als „Hauptgeschoß”, natürlich selbstgestrickte Ladungen mit RWS und Hodgon Pulvern. Auf kurze Entfernung zerlegt sich auch oft der hintere Zylinder in Bleistaub, lediglich ein größeres Stück Mantel bleibt kurz unter der Decke stecken, so geschehen auf überläufer zwischen 20 und 40 kg und bei Kahlwild.

Auf Elchwild führe ich die 8x68S in einem Crapahute Kurzgewehr. Die Wirkung ist hervorragend, der Elch wird nah beim Anschuß gebannt, was bei guten Treffern selbst mit der .358 Norma Mag häufig nicht der Fall ist. Bei der Wildpretentwertung kommt es natürlich auf die Treffpunktlage an. Einmal traf ich auf 80 m beidseitig die Blattknochen eines Schmaltieres. Das wirkte verheerend. Es gab keinen Ausschuß, trotzdem konnte ich "im Schuß" über dem Elch eine Staub- oder Nebelwolke beobachten. Dies konnte ich wiederholt bei anderen Elchen ebenfalls beobachten ...

Bei „normalen” Thoraxtreffern gibt es aber so gut wie keine Wildpretentwertung, was aber ganz besonders heftig gerade bei schwächeren Kalibern wie der 6,5x55 auftritt. So gut wie alle Elche haben einen Ausschuß, auch bei Entfernungen > 150m.

Nun suchte ich nach einer schwachen Ladung für meinen Dampfhammer, um auch mal ein Stück Reh beim Hirsch- oder Sauenansitz schießen zu können, ohne daß ich die Hälfte des Stückes durch ein „explodierendes” Geschoß vernichte. Zunächst versuchte ich ein 9,7 g TMS von Hornady. Damit erlegte ich 3 Rehe. Durchweg zeichneten die Rehe nicht, zogen langsam 30 bis 50 m von dannen und klappten dann zusammen. Die Wildbretentwertung war enorm, der Ausschuß etwa handtellergroß.

Ein neues Geschoß mußte her. Ich entschied mich für das für die 8,15x46R  bestimmte 11 g TMF. Die Treffpunktlage liegt etwa 5 cm unter der der HMK. Die Wirkung dieses Geschosses auf Rehwild ist ganz hervorragend. In der Regel liegt das Stück binnen 20 m vom Anschuß; Wildpret wird so gut wie nicht entwertet, kleiner Ein- und Ausschuß, kein Blutgerinnsel, nichts ...

Bei Bedarf kann ich Ihnen die Ladedaten zusenden.

Alles in Allem bin ich von der Genauigkeit und Wirkung der 8x68S auf Wild nach wie vor begeistert, ebenso von meinem Crapahute Gewehr.

Viele Grüße und WMH, Christian Krampecki Montag, 28. Oktober 2002 17:52

Lieber Herr Krampecki,

herzlichen Dank für Ihre Mitteilung. Das 11g TMF auf Rehe ist eine seltener Geiselblitz, auf den ich nicht gekommen wäre. Aber wenn sie liegen… Nur die Windschlüpfrigkeit wird unter dem Flachkopf leiden. Im Grunde erbastelten Sie sich dasselbe, wie ich mit meiner 7,62 mm Rehwildgeschoß aus der .30-06. Einem dünnmanteligen 8,75g TMS Pistolengeschoß mit 1.025 m/s. Siehe hier 7,62mmWundwirkung.

Der dort besprochenen Nachteile wegen,will ich heute mit der .30-06 nichts mehr zu tun haben, sie ist mit langen Geschossen zu langsam, kurze Geschosse fliegen zu hohen Luftwiderstandes wegen zu krumm. Die Waffe von meinem Vater ist heute die 8,5x64, inzwischen mit Riemenbügelöse.

Lutz Möller
 

Heidihei,

also ursprünglich bin ich ja kein Freund von langen, schweren und unhandlichen Waffen aber weil ich auf den langen Schneisen in unserm Spreewaldrevier schon einiges Lehrgeld bzgl. Entfernungsschätzen gezahlt habe, nehme ich bei gewissen Gelegenheiten die Sauer 80 meines Vaters im guten alten RWS-Kaliber 8x68S mit. Dazu habe ich mir für Kahlwild und schwache Sauen eine Ladung mit dem 9,7g Sierra TMS gestrickt, an dessen Rasanz keine .30 Patrone mit gleichem Geschoßgewicht (einschließlich .30/378 oder .300 RUM) heranreicht! Sie schießt auf 100m auch noch ins gleiche Loch wie die 11,7 KS und die 12,1 H-Mantel-Ladung. Gerade letztere Ladung hat mein Vater viele Jahre lang verwendet und damit fast alles Wild an den Anschuß gebannt. Bei Knochentreffern ist sie aber wie hier schon von anderen erwähnt nicht so harmlos. Da fehlt beim Reh bisweilen schon mal ein halber Rücken!

Leo der Löwe, 06. August 2003 09:19

Mit 8 mm KJG-kurz bleibt der Rehrücken, anders als beim H-Mantel, bis auf den unmittelbaren Wundtunnel heil. Lutz Möller

Sehr geehrter Herr Möller!

Nachdem ich Ihre Internet-Seiten aufmerksam gelesen habe möchte ich Sie doch auch persönlich um Rat fragen: Ich besitze eine Mauser 03 mit einem .30-06-Lauf und habe einen 8*68S Lauf nachgekauft. Derzeit gehe ich in einem Revier aus, in dem die Schußentfernung auf Sauen und Rehwild unter 100 m liegt. In Zukunft gehe ich auch in einem zweiten Revier aus, in dem die Schußentfernung auf Reh, Gams und Rotwild bis zu 300 m liegt. Zurzeit verwende ich in .30-06 die HMK (11,7g) von RWS mit hoher Wildbretzerstörung. Ich ersuche Sie daher um Rat, welches Geschoß ich mir für die 8*68S für mein zweites Revier zulegen soll.

Sollte Ihr Rat auf 8x68S-KJG-kurz lauten, so ersuche ich Sie, da ich kein Wiederlader bin und in österreich zu hause bin, um eine Kontaktadresse, bei der ich geladene 8x68S-KJG-kurz bekommen kann. Weiters möchte ich Sie ersuchen wenn möglich eine Kontaktadresse zu nennen, wo ich eine Mündungsbremse für die 8*68S bauen lassen kann.

Mit herzlichem Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Fragen

Heinz Nemec, Dienstag, 24. August 2004 20:15

Herr Nemec,

Sie nehmen die Antworten ja schon voraus. Die zerstörerische Wirkung des H-Mantel ist ja schon an andere Stell beschrieben worden. Abhilfe bietet ein Lutz Möller KJG Geschoß, in diesem Fall das 8 mm KJG-kurz. Die GEE liegt mit 232 m vor dem langen 8 mm KJG mit 216 m. Eine Mündungsbremse, die Ihr BüMa Ihnen anpaßt, kann ich Ihnen gern bauen lassen, wenn Sie oder ihr BüMA mir die Laufmaße der Mündung mitteilen. Wiederlader in österreich nenne ich Ihnen mit gesonderter E-Mail. Anschriften stelle ich nicht mehr hier rein, weil die Empfänger sich über Müllpost beklagen. Fertige Munition vom gewerblichen Wiederlader können Sie auch beziehen.

MfG Lutz Möller

8x68S schont Elchwildpret

Hallo Herr Möller,

seit 25 Jahre fahre ich zur Elchjagd nach Schweden, davon jagte ich selbst 14 Jahre. Folgendes beobachtete ich:

Neue Geschossen und Laborierungen versuchen die Schweden nur zweifelnd und faul. Nur was der Laden hergibt, wird geschoßen. Verbreitet sind  6,5x55 Schwedenmauser und .30-06 Springfield. Seltener findet man .308 Win. Als Sonderlinge kann man 9,3x62, .375"H & H, .358" Norma Mag usw. ansehen. Ganz selten ist die 9,3x57 Patrone! So ein Gewehr übernahm der Jagdkamerad, mittlerweile 86 Jahre alt, von seinem Vater. Dieser wiederum kaufte es um 1935! Vom der guten deutsche 8x68S haben da oben die wenigsten gehört. Als Geschosse werden hauptsächlich die nordischen Entwicklungen verwendet: Norma Vulcan, Lapua Mega, Teilmantel mit und ohne Plastikspitze und hier und da Nosler. Etwa 60% der Elche haben keinen Ausschuß, selbst das .30-06 Nosler Geschoß bleibt häufig selbst bei weichen Kammerschüssen auf der Ausschußseite knapp unter der Decke stecken.

Warum die Wildpretentwertung mit diesen Patronen und Geschossen wesentlich größer ist als bei meiner 8x68S mit HMK?

Nun, meiner Meinung nach, liegt es daran, daß bei der 8x68S gerade mit der HMK die Zerstörung innerhalb der Kammer wesentlich größer ist, das heißt, der Schock tritt wesentlich schneller ein. Elche fallen in der Regel nicht im Feuer, sondern flüchten gerade bei schwächeren Patronen noch zwischen 50 und 200 m, bis durch Blutverlust dann der Schock eintritt. In dieser Zeit pumpt das Herz durch geplatzte und gerissene Gefäße noch kräftig Blut in Muskeln und zwischen die Bindehäute. Dadurch bilden sich riesige Blutgerinnsel im Gewebe. Das tritt bei fast allen Geschossen erstaunlicherweise ganz extrem bei der 6,5x55  auf. Da die Elche, bevor sie zerlegt werden, in der Regel 3-4 Tage hängen, wird alles, was nach Blutgerinnsel ausschaut, großflächig weggeschnitten und landet im Abfalleimer. Das tut einem, der normalerweise alles vom Wild verwertet, in der Seele weh. Durch die zerstörende 8x68S wird nicht mehr so viel Blut in das Gewebe gepumpt, sondern der Hauptverlust entsteht in der "verwüsteten" Kammer, der Schock tritt wesentlich schneller ein. Vielleicht können Sie diese Erklärung nachvollziehen und bestätigen.

LM: Bestätigen kann ich Ihre Ausführungen leider nicht, da ich noch keinen Elch schoß. Die von Ihnen vermutete Wundwirkung nachvollziehen dagegen wohl. Ihr Vermutung, das Herz müsse das Blut für Blutgerinnsel an die Schadstellen herbeipumpen und, je eher das Tier ausgeschweißt ist, desto höre das auf, besticht durch klare zusammenhängende Ursache und Wirkung, erscheint mir daher wahrscheinlich.

Ich konnte in diesem Jahr wieder einen Elch mit der 8x68S erlegen. Es kamen 3 Elche auf 150 m im Troll. Unmittelbar nach dem Schuß blieben alle 3 Elche stehen. Ich dachte, ich hätte gefehlt. Dann zogen Kuh und Kalb weiter, mein beschossener Elch verharrte regungslos. Ich wollte gerade einen zweiten Schuß antragen, als ich sah, daß sehr viel Schweiß aus dem äser lief. Sekunden später brach der Elch zusammen. --- Weicher Kammerschuß, ein 5-Mark-Stück großes Blutgerinnsel auf der Ausschußseite, sonst nichts. Großes Staunen bei meinen Jagdkameraden....

Meinen ersten Elch erlegte ich mit .308 Win mit RWS TUG. Erster Schuß genau Blatt, danach dreht der Elch spitz auf mich zu. Zweite Kugel trat am Stich ein, folgte der Wirbelsäule und trat kurz vor den Lenden wieder aus. Die Schweden waren sehr erstaunt; welche Patrone und Geschoß ich schießen würde, fragte man mich. Ein Ausschuß trotz dem langen Weg durch den Wildkörper auch noch durch etliche Wirbel, das war erstaunlich ... Auch hier gab es so gut wie kein Hämatom. Von TUG hatten die wenigsten bis dahin gehört.

Mein Vater schwor lange Jahre auf die 7x65R, RWS HMK. Damit hatte er beste Erfolge auf Elch und Sau. Es gab immer einen Ausschuß, Hämatome gab es fast keine. Mein Großvater schoß die 7x64, auch in HMK, ebenfalls auf Elch, Sau und Hirsch. Auch hier beste Erfolge mit Geschoß und Kaliber. Vielleicht ist die HMK gar nicht so schlecht auf großes Wild.....nur bei Knochentreffern und hoher Geschwindigkeit gibt es "Probleme", z.B. keinen Ausschuß. Mein Vater führt nun eine Mauser 66S, auch in 8x68S HMK... Die schießt wie Gift. Hirsche auf 300 m liegen im Feuer.

Haben Sie Erfahrungen mit dem Barnes X Geschoß? Ich verwende es im Kaliber .300 Win Mag. Zunächst lud ich das 11,7g Geschoß ohne Boat Tail. Beste Erfolge auf Rot- Schwarz- und Rehwild. Bei Rehwild gab es absolut kein Hämatom und nur doppelt-Kaliber-große Ausschüsse. Die Stücke lagen ausnahmslos im Feuer. Dann stellte ich die gleiche Ladung auf X-Geschosse mit Boat Tail um. Entweder wurde die Legierung geändert oder die Geschosse überschlagen sich im Ziel: Bei Rehwild tritt ganz enorme Wildpretzerstörung auf (mindestens handtellergroße Ausschüsse), die Stücke liegen alle nicht mehr im Feuer... Haben Sie eine Idee, woran das liegen könnte?

Ich fand dann im WWW Ladedaten für leichte Geschosse gefunden, die unter Stichwort Jugendladung laufen. Hierfür wird das H4895 mit 3,1g und mit einen 8,1g Ballistic Tip von Nosler verwendet. (Normalerweise lade ich 4,7 g H4350 mit 11,7g Geschoß) Auf Rehwild wirkt das leichte Geschoß sehr gut, geringer Rückstoß, schwacher Knall. Das Pulver verbrennt einwandfrei, die Hülse ist nicht schwarz, das Zündhütchen ist auch nicht verformt - also nichts, was auf erhöhten Gasdruck hinweist.. Allerdings reißen 50% der Hülsen am Hülsenmund ein (gerade solche, die schon mehrfach wiedergeladen wurden)! Ich habe nur einen Erklärung dafür: die Hülsen sind am Mund etwas hart und versprödet (nach mehrfachen Laden und rekalibrieren) und die hohen Temperatur der normalen Ladung fehlt. Dadurch kann sich der Hülsenmund nicht dehnen, stattdessen reißt er. Ich habe mal gelesen, daß man gerade bei Kalibern mit hohen Gasdrücken den Hülsenmund von Zeit zu Zeit vor dem Laden wieder weichglühen soll, um Mundreißer zu vermeiden. Was ist Ihrer Meinung nach eine mögliche Erklärung?

Viele Grüße und WMH, Christian Krampecki

KJG Patronen

Hallo Herr Möller,

danke für Ihre schnelle Rückantwort. Ich habe aber noch zwei Fragen:

  1. Ist Brenneke TOG ein gutes Geschoss für 8*68s?
    LM: Ich meine schon!

  2. Welches Geschoß ist für 8*68s besser? Ein Deformations- oder ein Zerlegungsgeschoß?

  3. LM: Ein Deformationsgeschoß. Mit der 8x68 wollen Sie auch mal größeres Wild strecken. Schnelle Platzer nach Art der „Bleiernen Sippe” dringen kaum ein, lassen Tiefenwirkung vermissen, dringen ggf. schräg durch die Schulter als nicht bis zum Herz vor, lassen dann Wundwirkung vermissen.

  4. Ich dachte an TOG, CDP oder Hirtenberger?

  5. LM: Hirtenberger ist pleite, gibt es nicht mehr!

  6. Aber bitte kein KJG denn ich bin kein Wiederlader und kenne auch kein, oder bekommt man KJG auch in einer ganzen Patrone?
    LM: Ja selbstverständlich gibt es Lutz Möller Munition.

Gruß Christoph Knoop, Mittwoch, 20. Oktober 2004 21:30


Sehr geehrter Herr Möller,

Für der Sauer 80, wo über wir haben gesprochen, soll ich xxxx Kronen zahlen (rund yyy Euro). (Sauer 80 mit EAW schwenk und S&B 1,5-6x42 Abs 4). Dazu kommt 60 Patronen RWS H-Mantel (und ca. 3 Pakete hülsen). Ich meine nicht das der preis ist zu hoch. (Ca. 3 Pakete Patrone ist mit der Waffe gebraucht.) Die Braunierung ist fast wie neu. Ich glaube das ich der Gewehre kaufen will. Ich reise dieses Jahr nach Litauen um Sauen und Hirsche zu jagen, da wäre es schön mit so eine Kanone zu schießen.

Mit freundlichem Gruße, Henrik Gammeltoft, Donnerstag, 21. Februar 2002 17:09

Sehr geehrter Herr Gammeltoft,

yyy Euro für eine guterhaltene Sauer 80 mit EAW Schwenkmontage sind, meine ich, ein guter Preis. Das kleine Glas wird heutzutage gering bewertet. Fahren sie nach Litauen zur Drückjagd? Dann sollte das S&B 1,5-6x42 abs 4 Glas passen! Wollen Sie nachts auf Sauen ansitzen? Dann wird das Glas ohne Schnee an der Grenze sein. Bei Schnee hingegen langt auch das kleine Glas. H-Mantel gibt bei Sauen im Feist nur kleinen Ausschuß. überlegen Sie also vielleicht Hirtenberger ABC oder Ruag Blaser CDP zu schießen. Wenn Sie Wiederlader sind, kommen auch noch Swift A-Frame und Nosler Partition in Frage. Brenneke bringt demnächst ein neues 12,8g TUG in 8 mmS auf den Markt. Ich könnte Ihnen auch wiedergeladene Munition mit GSC FN beschaffen. Ich würde mich freuen, wenn sie mir ein bißchen mehr über die Jagd in Litauen schrieben, damit ich Ihnen besser raten kann. Verbindung, Organisation, Jagdart, Dauer, Preise usw. usf.

Waidmann Heil, Lutz Möller

Guten Tag Herr Möller!

Das waren wirklich frohe Ostern. Streckte Donnerstag abend bei Mond auf 120 m einen 32 kg Frischling (männlich) mit der 8x68S CDP durch einen Trägerschuß (trotz Ihrer Kritik, Dank Rotpunkt war es möglich). Einen Abend später bannte ich Dank der präzise schießenden 8x68S Blaser einen weiteren männl. Frischling auf 222 m (Laserentfernungsmesser) mit Blattschuß bei bestem Mond an Ort und Stelle gebannt. Die restlichen 4 Kerle wußten wirklich nicht, woher der Schuß kam. Die Entfernung wußte ich allerdings erst am nächsten Tag, hätte ich es vorher gewußt, wäre ich näher ran gepirscht, alle natürlich mit Ausschuß 2-Markstück-klein mit ordentlich Schweiß, kaum Blutgerinnsel und sehr wenig Wildbret entwertet. Was will man mehr? Treffer saß genau Blatt. Wirklich bestechend die Blaserpräzision.

Gruß! Jörg Schollasch

Sehr geehrter Herr Möller,

ich bin jetzt seit 2 Jahren im Besitz einer 8 x 68 S Blaser R93. Mit dieser Waffe streckte ich schon einige Stücke, sowohl unser heimisches Wild (Reh und Sau) als auch in Namibia. Dort erlegte ich einen kapitalen Oryxbullen, ein Zebra, einen Schakal und einen Steinbock. Die erste Schachtel Munition, war 11,7 g RWS DK, mit der ich einen überläufer 35kg und vier Stücke Rehwild schoß. Drei der Rehe waren wie mit einem Pfeil durchschossen; nur auf deren Einschußseite befanden sich ziemliche Blutgerinnsel. Das vierte war zum Brustkorb hin förmlich explodiert. Das Reh, kurz hinterm Blatt getroffen war von Geschoßsplittern innerlich zerfetzt und das Blatt an der Ausschußseite konnte auch nicht mehr verwertet werden.

Eine andere Patrone mußte also her. Ich informierte mich und entschloß mich dann für die Blaser CDP. Zur gleichen Zeit besorgte ich mir auch eine Wiederladermatritze und begann zu experimentieren. Mit der CDP - Patrone liefen Sauen nicht mehr weit. In der Regel weniger als 40 m. Aber für 30 - 60 m Entfernungen, bei denen nun mal Schwarzkittel geschoßen werden, erscheint mir die Patrone zu hart.

Ich begann das 12,7 g TMR von RWS mit 4,84g N 160, zu laden, solches laut Ballistikprogramm 814 m/s V0 erbringen sollte. Die nächste drei Stücke Rehwild wurden auch auf 90 - 120 m Entfernung geschoßen und ich dachte schon, ich hätte die universelle Patrone gefunden. Dann kam mir ein 72 kg Keiler auf 30 m und das TMR blieb stecken, dann ein Reh auch auf etwa 30 m und, wie mit dem DK, zerfetzte das TMR das Reh innerlich mit einem über handgroßen Ausschuß  .

In Namibia verwendete ich die Blaser CDP Munition, weil ich mit der Präzision sehr zufrieden bin. Auf dem 100 m - Stand erbringt diese aus der R93 5-Schuß Gruppen, die sich mit einem Eurostück abdecken lassen. In Namibia schoß ich als erstes einen Oryxbullen. Da ich ihn spitz von vorne nehmen mußte, war natürlich nicht mit einem Ausschuß zu rechnen. Aber die 8 x 68 S tat, wofür sie gemacht wurde. Sie streckte den Oryx auf ca. 180 m nahezu im Knall. Der stellte sich noch einmal auf die Hinterläufe und brach dann zusammen. Das Zebra (ein Hengst, der von meinem besten Jagdfreund Patric geschoßen werden mußte) war über ein Tal hinweg auf ~ 300m schon schwieriger. Auch hier tat die Hochwildpatrone ganze Arbeit. Beim Aufbrechen stellten wir fest,  ich hatte dem Hengst tief am Hals die Wirbelsäule durchschossen, folglich lag jener wirklich im Knall. Dann war ja auch noch der Schakal auf rund 90 m. Dessen Ausschuß war nur etwa 5 Markstück groß.

Ich las jetzt auf ihre Seite, es gäbe Hülsen mit einem verkleinerten Innenvolumen. Kann ich diese dann so konzipieren wie eine 8 x 57 IS oder ähnlich? Oder wissen sie wo ich ,,sanfte Ladedaten", mit der ich mir eine Patrone selber lade, die auch für kürzere Distanzen und schwächeres Wild geeignet ist, herbekommen kann?

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen, Michael Melchert

Lieber Herr Melchert,

sanfte Ladedaten gibt's von Harmut Brömels Quickload

Ihre steckengebliebenen Geschosse und zerfetzten Kleintiere rühren von für die Schnelle zu weichen Geschossen her, die eigentlich für die langsamere 8x57IS gemeint waren. Die schnelle 8x68s braucht einigermaßen harte Geschosse, wie CDP, ABC oder das 2003 neue 8 mmS TOG oder ähnliche, um einigermaßen heil zu bleiben und dementsprechend weder zu stark zu splittern und mit genügend Flächenlast und Restmasse tief einzudringen, bzw. auch aus größeren Tieren wieder auszuschießen. Ich empfehle für die 8x68S das Lutz Möller KJG Geschoß.

Hallo Herr Möller,
 
wenn ich gewußt hätte, daß sie meine Zuschrift veröffentlichen, hätte ich etwas gewissenhafter und ausführlicher geschrieben. Ich werde mich in den kommenden Tagen hinsetzen und meine Erfahrungen mit dieser Waffe ausführlicher beschreiben. Fotos hab ich auch schon rausgesucht. Die erhalten sie dann auch. Ich bedanke mich für Ihre Ratschläge und versuche jetzt als nächstes das Norma ppc Vulcan mit 4,3g N160. Die Erfahrungen werde ich ihnen dann auch mitteilen.
 
MfG, Michael Melchert

Lieber Herr Melchert, 

der erste Verweis Warnung an meinem Platz sagt,,Der mir zu dieser Seite schreibt soll wissen, ich betrachte diesen Platz als öffentliches Forum zu wissenschaftlicher Erörterung und Auseinadersetzung, unterstelle also dessen Einverständnis seine Beitrag zu veröffentlichen. Soll das nicht geschehen oder nur ungenannt, bitte ich mir den Wunsch mitzuteilen. Dann handle ich entsprechend und schweige wie ein Grab. Kein Richter wird je etwas von mir erfahren.“ Gern ändere ich den Artikel wie gewünscht. Ich bin auf die Bilder gespannt. Ihnen geht es wie allen anderen auch. Man muß etwas geben um etwas zu bekommen. Bei mir gibt man Geschichten und bekommt Rat. Dinge die alle betreffen veröffentliche. Die 43. Lademepfehlung zu xy Hülse mit nm-Geschoß vor tz-Pulver schicke ich nur als Nachricht, um Platz zu sparen und übersichtlich zu bleiben. Mit aller Hilfe  nützt der Platz so allen. Einer für Alle = Alle für Einen!

Also bis dann Waidmannsheil, Lutz Möller

Guten Tag Herr Möller,

also ich habe mir die Seite mit den Reduzierhülsen mal angesehen, aber mußte leider feststellen, daß die dort angebotenen Reduzierhülsen zu klein vom Innenraum sind, als daß ich sie für meine Zwecke hätte nutzen können. Eine neue Laborierung für die 8x68S RWS Hülse mit 4,4g N 160 und dem 12,7 g Norma PPC Vulkan Geschoß erzielt aus meiner Blaser R 93 auf 100 m einen 5 Schuß Streukreis von 18 mm. Ansonsten gibt es nichts neues zu berichten und ich hoffe, daß es nächstes Jahr etwas ruhiger zugeht.

MfG, Michael Melchert

 

In Südwestafrika auf Eland

Tja, es begab sich zu der Zeit, daß mir die große Freude zu Teil wurde, mit meinem Vater in Namibia zu waidwerken ... An einem Abend schoß ein anderer Jagdgast mit der 8x68S 14,5 Gramm KS auf einen Eland (Lebendgewicht bis zu 1.000 kg möglich). Diesem war, wie uns allen, gesagt worden, daß man auch mit unseren Patronen wie z. B. 7x64 usw. in Namibia wunderbar jagen könne, wenn man immer hinter das Blatt schösse; das gelte insbesondere für Eland. So weit, so gut. Besagter deutscher Jäger schoß auf den  Eland und traf das Blatt. Dadurch fiel dieses Stück kurz um, um sofort wieder aufzustehen und dann durch einen  gezielten Schuß des Berufsjägers mit seiner 7x64 10 g DK nach 20 m zu verenden. Was war geschehen? Das geborgene 14,5 g KS aus der 8x68S war  auf der Blattschaufel der Einschußseite plattgedrückt, ohne diese Schaufel zu zerbrechen! Das Geschoß war ca. 5-Markstück-groß und völlig platt. Das weiche Geschoß durchdrang nur das äußere Gewebe, zerscholl dann an der Blattschaufel. Anders wirkte das richtig angetragene 10 g DK aus der 7x64. Es trat hinter dem Blatt ein, durchdrang die Kammer unter Splitterabgabe. Der hintere Geschoßteil blieb ganz erhalten. Er steckte ausschußseitig zwischen Rippen und Blatt. Des schlechten, falschen Kugelsitzes des weichen Geschosse auf ein hartes, starkes Ziel wegen bewirkte das größere 14,5g KS Geschoß wohl nicht viel mehr als eine, mit einer minderen Fleischwunde verbundene, riesige Prellung. Das langt nicht! Im übrigen ist mir mit dem 11,7 g TUG aus meiner .300 Win. Mag. später das gleiche widerfahren. Auch diese Geschoß zerschellte einschußseitig auf einer Elandblattschaufel. Erst der schnell folgende zweite Folge Schuß schräg von oben zwischen Blatt und Rippen in die Kammer tötete den Eland.

Anders wirkt da ein ,,A-Square Dead Tough" Geschoß aus einer .375 H&H, solches einen von mir auch aufs Blatt geschossenen starken Oryx ohne das Geschoß groß zu quetschen oder zu platten durchschlug.

Der Oberarmknochen eines Elands (oder eines anderen Säugers) heißt nicht Femur, sondern Humerus, Femur ist wohl der Hüftknochen, sagte mir meine Schwester, die Tiermedizin studiert ...

Gruß! Jörg

Schoß auch noch in Sachsen Anhalt auf gemessene 198 m eine Geltricke, Alter wohl über 7 Jahre, traf Hochblatt. Mit dem  12,7g, 950 m/s CDP in der 8x68S flüchtete sie, als wenn sie nichts gehabt hätte, noch 150 m. Zwar floß viel Schweiß, dennoch war die Wirkung sehr unbefriedigend. Werde wohl, wenn die MUN alle ist, auf das 12,8 g TUG wechseln.

Gruß! Jörg

Nosler

 

Partition in der 8x68S

  • Seit vielen Jahren erlege ich schwächeres Wild, Rehe, weibl. Damwild, Frischlinge, grundsätzlich mit einem Schuß in den Winkel des Schulterblattes mit .308" Winchester Nosler Partition. 
     

  • Mit 0 - 30 m Fluchtstrecken kann ich gut leben, denn Wild dürfte wohl nur bei Kopfschüssen schlagartig verenden. 
     

  • Stärkeres Wild strecke ich mit der 8X68 S, ebenfalls Nosler Partition. übrigens schoß ich damit ohne irgendeine Wildbretzerstörung auch schon Rehe. Ausschuß "2-DM-Stück" groß, ohne Blutergüsse am Einschuß. Auch hier flüchtete stärkeres Wild nur 0 - 30 m. Schwächeres Wild, z.B. Ricke oder Kitz, fiel schlagartig, obwohl sich  eigentlich das Geschoß gar nicht entfalten konnte; also doch plötzlicher Reiztod?! 

Ingo Polley
 

Rolfing Tümmler, Ahaus, den 28.09.2000

Hallo Carsten,

mit der 8x68S erstandest Du eine gute Patrone! Welch Wild  möchtest Du denn damit bejagen? Für Schwarzwild und Rotwild nehme ich das 14,5 Gramm-Kegelspitzgeschoß von RWS. Es schießt genau und die wirkt umwerfend. Der Wildbretverlust bei schwerem Wild (so ab 50 kg) st gering. Bei Auslandsjagd in Afrika: 14,5 Gramm KS. Ein Freund hat mit dem KS seinen kamerunischen Rekordlöwen gestreckt, lag mit Blattschuß im Feuer. Auch auf die großen Antilopen (Eland, Kudu, Pferdeantilope usw. wirkt es hervorragend).

Mit freundlichem Weidmannsheil,
Jürgen Weyhe bei Bremen, den 27.09.2000 um 20: 56 Uhr

Horrido Carsten,

herzlichen Glückwunsch zu deiner 8x68S-Wahl! Ich jage seit Jahren mit einer Mannlicher 8x68S und bin von dieser Waffe so begeistert, daß bis auf meinem Drilling für Niederwildreviere seither alle anderen Gewehre im Schrank verstauben. Zu deiner Frage: Du mußt Verschiedenes versuchen. Nicht jeder Lauf bringt die gleiche Leistung! Ich habe von Anfang an mit dem 12,1 g RWS H-Mantel-Kupferhohlspitz  die gleichmäßigsten u. besten Ergebnisse erzielt. Die Schußleistung nach tausend Schuß ist die selbe geblieben! Bei 100 m Einschußentfernung Fleck schießt die Waffe von 5 m - 200 m mit einer Maximalen Höhenabweichung von 4-5 cm. Mehr, wäre meine (des Schützen) Schuld!

Heute habe ich damit um 6:10 Uhr einen Frischling -ziehend- auf etwa 80 Schritt erlegt. Ich traf kurz hinterm Blatt; das Stück lag im Knall. In den letzten 5 Jahren mußte ich nur zweimal nachsuchen ( 1 mit Erfolg nach 100 m u. 2. Krellschuß)

Versuche dieses Geschoß. Hüte dich vor KS u. Hirtenberger! Die Geschossen zerstören das Wildbret böse. Mit der H-Mantel kannst du vom Reh bis Elch alles erlegen. Ich habe in Kamerun sogar den roten (kleinen) Büffel geschossen!

Waidmannsheil

Herr Möller,

Mit einer Veröffentlichung des besagten Artikels bin ich einverstanden. Ich möchte noch erwähnen, das ich, abgesehen von eigenen Fehlern, mit der 8 x 68 S RWS H-Mantel 12,1 g nie Fluchten zu verzeichnen habe. Die erlegten Stücke liegen ausschließlich im Knall.

Johann Zöchling

 

 

Hirschdoppel: Johan Zöchling schoß mit der 8x68S 12,1g RWS H-Mantel dieses Doppel.

Hallo Lutz,

vielen Dank für den interessanten Artikel über die 8x68. Du hast Dir da sehr viel Arbeit gemacht. Es machte mir Spaß über die Patrone zu lesen. Ich benutze dieses Kaliber nun schon seit 15 Jahren, hatte noch nie Probleme damit. Ich benutze normalerweise das RWS H-Mantel Geschoß in meiner guten alten Sauer 80.

Seit ca. drei Jahren lebe ich in Südafrika bin hier gezwungen wiederzuladen, da die Patrone hier nicht einfach zu bekommen ist. Zunächst versuchte ich es mit Hornady 220 grain über 63 grain Somchem S365 Pulver, 830 m/s. Das S365 hat ähnliche Werte wie R904. Dann auch mit Sierra 220 grain über 66 grain S365, 860 m/s. Aufgrund der unterschiedlich hohen Außentemperaturen bis 40° C wollte ich nicht so hoch laden. Außerdem sind die Schußentfernungen hier im dichten Buschfeld ziemlich kurz (50-70 Meter).

Jetzt lade ich nur noch Barnes "X" 220 grain über 60 grain S365, 780 m/s. Ich bin mit der Geschoßwirkung mehr als zufrieden. Die Stücke fallen wie vom Blitz getroffen um. Leider ist die Treffergenauigkeit nicht besonders gut, ich muß wohl noch ein wenig versuchen.

Ich hatte am Anfang; meist mit dem dritten Schuß, immer totale Aussetzer, fand aber dann heraus, daß sich wegen des anderen Klimas hier in Afrika das Schaftholz gegen den Lauf drückte, schmirgelte daraufhin die Schäftung aus. Jetzt schießt die Sauer wieder auf Markstücke. Wenn Du jedoch mittlerweile Erfahrungen mit dem Barnes "X" Geschoss hast, wäre ich Dir sehr dankbar für einige Tips. Für das 220 grain "X" konnte ich nämlich noch keine Wiederladedaten bekommen und fische ein wenig im Trüben.

Wie sind Deine Erfahrungen mit der Kombination Sauer 80/90 und 8x68S? Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. Wenn Du Interesse am Reiten und Jagen in Südafrika hast, laß es mich bitte wissen oder schaue Dir unsere Website an unter http://www.waitalittle.co.za/ Vielen Dank noch mal für Deinen Artikel und die vielen Informationen darin.

Waidmannsheil aus Südafrika, Philip, Wed, 28 Feb 2001 15:16:46 +0200 

WAIT A LITTLE horse & game ranch tel.:(+27)-(0)83-273 9788 fax.:(+27)-(0)83-276 7256 http://www.waitalittle.co.za/

Der Gasdruck wird bei Hornady 220 grain über 63 grain Somchem S365 Pulver, 830 m/s so bei 3.500 bar liegen; also entwicklungsfähig; sofern die Waffe nicht zu heiß wird (Sonne). "X" 220 grain über 60 grain S365, 780 m/s belasten mit etwa 3.100 bar. Die Patrone ist allerdings nur zu 85% gefüllt. Das ist etwas zu wenig. Ich würde die Ladung wie oben erhöhen. Lutz Möller

 

Einheitswaffe 8x68S für Deutschland?

Hallo Herr Möller,

nachdem ich immer wieder in Ihrer Webseite interessante Anregungen finde, kam mir der Gedanke meine .30-06 abzugeben und dafür eine 8x68S zu kaufen. An diese Patrone hatte ich schon damals beim Kauf der .30-06 Spaß gehabt, doch ich dachte, für meine Einsatzzwecke reiche die .30-06 ausreichen. Bei meiner Waffe ist eine R93 mit Magna-Port im Kaliber .30-06 TUG. Da ich nur den Lauf, sowie die Verschlußkammer  wechseln würde, ist das kein besonders großer Aufwand. Meine Frage nun an Sie. Ich möchte die 8x68S schon als Einheitswaffe zur Jagd führen. Schüsse am Tage von über 150 Meter bis 200 sind dabei kein Problem. Jedoch weiß ich nicht, wie es mit der Bejagung auf Sauen ist. Nachts weiter als 100 Meter zu schießen ist in der Regel ziemlich schwierig (Ansprechen des Wildes durch fehlendes Licht). Kann die 8x68S richtig wirken, wenn auf kürzeren Entfernungen geschoßen wird. Wie sieht es aus, wenn man Rehwild auf Entfernungen unter 100 Meter bejagt (Fluchtstrecke). Selbst bei der .30-06 hatte ich oft den Fall, daß Rehwild im Schuß direkt lag bis hin zu Fluchtstrecken von über 100 Meter. Dabei lagen die Treffer meist kurz hinter dem Blatt. Das gleiche war auch bei Sauen der Fall. von 20 Kilo bis 115 Kilo war alles dabei. Mal kurze Fluchtstrecken, bis hin zu langen Fluchtstrecken obwohl immer Ausschuß vorhanden war.

Da ich halt nicht im Ausland auf größeres Schalenwild als Rotwild jagen werde, weiß ich halt nicht so recht, ob sich der Umstieg lohnt. Zwar finde ich die ballistischen Daten der 8x68S hoch interessant, doch lohnt sich für meine Einsatzzwecke diese Patrone? Hauptsächlich wird halt in heimischen Gegenden Rehwild und auch mal Sauen damit bejagt. Ich danke Ihnen schon jetzt für Ihre Meinung zu meinen Fragen (Problematischer Konflikt).

Mit freundliche Grüßen, M. Toonen
PS: Von Ihrer Seite bin ich absolut begeistert. Auch andere Bekannte habe ich auf Ihre ausführlichen Beschreibungen schon aufmerksam gemacht.

Sehr geehrter Herr Toonen,

lange Rehwildfluchten mit der .30-06 Sprg. begründeten meine Meinung die olle amerikanische Militärpatrone nicht mehr auf deutsches Wild einzusetzen. Militärpatronen und Waffen werden nach anderen Gesichtspunkten als Jagdwaffen entworfen. Die Ziel unterscheiden sich. Während das Militär lange Lebensdauer für viele tausend oder gar zehntausend Schuß, kommt der Jäger mit wenigen Schüssen aus. Dafür brauchen wir Jäger eine rasante Flugbahn und besonders bei kleinem Wild hohe Geschwindigkeiten. Die v0 erreichen Sie nur mit hinreichend viel Pulverraum, also einer im Vergleich zum Kaliber langen und dicken Hülse. Die Militärs können bei Reihenfeuer damit nichts anfangen, weil Ihnen die Läufe zu warm werden. Der Jäger schießt einen Schuß. Danach ist die Bühne sowieso leer. Jäger brauchen keine auf Dauerfeuer gezüchteten Militärpatronen. Jäger brauchen Leistung. eben das bietet unsere schöne 8x68S.

Mein Weg aus der Militärpatrone kurze, 8,75 g leichte, weiche Geschosse auf über 1000 m/s zu beschleunigen, um Rehe an den Anschuß zu bannen, war zwar in der Hinsicht erfolgreich. Kleines weiches Wild fällt mit schnellen Geschossen getroffen binnen kürzeren Fluchten als, als mit langsamen, steht in Rehwildgeschoß. Aber derartige Geschosse sind windschnittig wie ein Schrankwand, die Flugbahn krumm wie eine Banane und mangels Flächenlast die Tiefenwirkung kaum vorhanden. Kurz gesagt taugte der Versuch nicht. Die 8x68S hingegen ist in der Lage auch schwerer Geschosse hinreichend schnell auf den Weg zu bringen um einerseits die Rehwildfluchten kurz zu halten und andererseits auf großes Wild wie Sau und Hirsch genügend einzudringen. Das Thuner CDP, in Deutschland hier Blaser vertreiben, ist ein ausgewogenes Geschoß für alle Fälle. Mit dem Hirtenberger ABC oder Brenneke TOG strecken Sie sich nach den größeren Tieren. Als Selbstlader nehmen Sie ohne Frage Kupferjagdgeschosse. Damit kommen Sie auf alles zurecht. Hohe v0 bringt nur bei schlechten Schüssen oder zu weichen Geschossen Schwierigkeiten. RWS KS-Geschosse sind als weich zu betrachten. Meiden Sie nur die Fehler mit der 8x68S in Pansen oder Gescheide zu schießen, sonst platzen ihnen die Rehe in ein große Sauerei.

Waidmannsheil mit ihre neuen Patrone! Den Wechsel werden Sie genießen! Lutz Möller


Sehr geehrter Herr Möller,

ich bin vor einem Jahr beim Stöbern im Internet auf Ihre Seite gekommen, und bin seitdem regelmäßig dort.

Ich führe unter anderen eine R93 im Kaliber 8x68 S und habe damit in letzter Zeit mit dem 11,7 g HDB von Reichenberg gejagt. Trotz Kammertreffern gingen alle beschossenen Rehe und Sauen noch bis 70 m weit. Außerdem schweißten die Sauen trotz Kammertreffer fast überhaupt nicht. Deswegen habe ich wieder auf die 9,3x62 mit einem Teilmantel-Rundkopf umgestellt und zwar mit großem Erfolg. Fast alle beschossenen Sauen blieben im Feuer liegen. Falls eine doch noch mal 30 m weit ging, dann wann eine deutliche Schweißfährte zu finden. Nun ist die Munition verbraucht und ich wollte mir gerade wieder neue besorgen, als ich von Ihnen gelesen habe, daß Sie auch ein Befürworter der 8x68 S sind. Deswegen bin ich neugierig auf das 9 g schwere 8 mm KJG für die 8x68 S mit einer GEE von 232 m geworden. Damit könnte ich wenn ich Sie richtig verstanden habe auf 300 m eine Gams sowie auf der Pirsch auf 15 m einen groben Bassen strecken. Damit hätte ich wohl eine Super-Universalwaffe! oder? Die 9,3x62 würde ich dann nur noch für Nachsuchen und auf der Drückjagd führen. Welches Geschoß würden Sie mir dafür empfehlen? Meine Frage an Sie ist, ob es sinnvoll ist, damit auch Sauen an der Kirrung zu bejagen, oder ob diese dann zuviel Hämatome verursacht und zu wenig Pirschzeichen hinterläßt? Wäre es vernünftiger mit der 9,3x62 zu jagen und wenn ja, mit dem KDG oder dem KJG ? Was kosten 20 Stk. fertig geladene Patronen im Kaliber 8x68 S / 9 g. KJG, sowie 20 Stk. Patronen KJG / KDG für die 9,3x62 ? Für eine schnelle Antwort wäre ich Ihnen dankbar

Mit freundlichen Grüßen, Florian G., Mittwoch, 31. August 2005

Tag Herr Grehl,

die 8 mm S KJG 8x68s -Ladung  mit 232 m GEE und 262 m ± 5 cm Reichweite können Sie zuverlässig als Drückjagdpatrone mit geringem Vorhaltewinkel oder für weite Schüsse einsetzten. Selbst bei über 1.000 m/s Zielgeschwindigkeit auf Knochen, bleibt der Restbolzen des Kupferjagdgeschosses noch (wenn auch etwas platt) heil, siehe folgendes Bild

Den weitesten Hirsch schoß Ekkehard Widmann in österreich mit der 8x68S mit KJG auf 440 m. Siehe 8x68S für weite Schüsse Bei 200 m Fleck fällt das Geschoß in 400 m 50 cm tiefer (gemessen, gerechnet 51,5 cm). Damit können Sie alles machen. Natürlich braucht niemand eine 8x68S an der Kirrung, aber sie schadet auch nicht. Insofern können Sie Ihr Gewehr sehr gut als Einheitswaffe nutzen. Das KDG ist kein wirklicher Fortschritt, gegenüber dem KJG und auch nicht in 8 mm zu haben.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 31. August 2005

Lies 8x68S für weite Schüsse

300 m Katzentreffer

Mit der 8x68 auf 300 Meter zu treffen ist gut möglich. Die Genauigkeit einer guten Jagdbüchse reicht auch dafür aus. Ich hatte einmal einen one-shot-kill auf einen Katz-o-Maten unter folgenden Bedingungen:

Hinteres Teil der Katze wurde komplett zerfetzt, es blieb eine Art Balghülle übrig. Alleine der Kopf war unbeschädigt. Ansonsten wurde der Körper komplett durch feinste Blei- und Tombaksplitter zerwirkt. Ich gehe davon aus, daß einer Sau diese Medizin ebenfalls nicht geschmeckt hätte. Aber die waren für diesen Abend zu schlau- Sie ließen sich nicht wie diese Katze im letzten Büchsenlicht blicken...

Gruß, frogger
 

Hallo Lutz,

ich kenne den Aufsatz, sehr interessant. Derzeit schieße ich die herkömmliche 11,7 , bin eigentlich sehr zufrieden damit, denke die hohe V0 spricht für die Patrone, fehlende Ausschüsse kann ich damit ebenfalls bestätigen, versuche deshalb möglichst immer hinter den V-blättern abzukommen, die Fluchtdistanz liegt bisher bei Rotwild, Damwild, Schwarzwild, höchsten 120 m.

Wie sieht's bei dir aus? Wie sind deine Erfahrungen?

Gruß, Cord Jürgens

300 m Fuchs siehe hier

langsames 14,5 g KS

Hallo Lutz,

Du bist doch an der Wirkung der 8 x 68 S interessiert. Ich lud mir nun das 14,5 g KS auf unter 800 m/s Mündungsgeschwindigkeit. Weil bei uns Rehwild und Sauen vorkommen soll dies eigentlich meine Universal Patrone geben, die auch nicht versulzen sollte. Ich hab nun seit einer Woche eine vielleicht extreme, erste Erfahrung: Geiß, ca. 50 m, Tiefblatt, direkt am Vorderlauf, Herz ist nach Schuß ca. 25 cm lang, Schuß war leicht schräg, aber Leber auf der gegenüberliegenden Seite hatte noch nichts abbekommen, Zwerchfell war auch noch ganz. Der Einschuß war schon ziemlich groß, ca. 5 DM Stück, Ausschuß wie horizontales Langloch, ca. 10cm breit und ca. 4 cm hoch. Die Rippen waren um Einschuß und Ausschuß mehrmals gebrochen. Die Blutgerinnsel um Ein- und Ausschuß waren gering. Sie waren eher im Bereich Schulterblatt und Nacken zu finden. Das verwunderte mich zunächst. Dann kam ich aber zum Entschluß, daß dies davon kam: Die Geiß ging noch ein/zwei Schritte und fiel dann kopfüber in einen Wassergraben. Meiner Meinung nach verließ der Schweiß die Kammer deshalb nicht über Ein und Ausschuß, sondern lief, ggf. über Splitterkanäle, in die zuvor genannten Bereiche. Zudem, gebrochenen Rippen muß noch folgendes gesagt werden: Die Geiß war sehr alt, hatte keine Kitze bei sich und war auch nicht beschlagen. Die Knochen waren sehr spröde, als ich das Brustbein aufschärfen wollte, war dies nicht möglich. Beim Versuch dies zu tun, brachen beidseitig neben dem Brustbein die Rippen ab. Das Schloß war nicht zu öffnen, als ich die Messerspitze darauf ansetzte und einen Schlag darauf gab brach das Schloß teilweise durch. Ich denke nun, daß Einschuß und Ausschuß infolge der spröden Knochen so groß waren. Dies ist nun gewiß keine zu verallgemeinernde Erfahrung zu diesem 8 mm S Geschoß, aber eine interessante!

Gruß, Philipp Dieterle


Hallo Herr Möller,

ich bin per Zufall über Googel auf Ihre Seiten zur 8x68S gestoßen. Hintergrund: Ich habe mir für meine R93 Offroad einen Wechsellauf in 8x68S neu zugelegt. Zunächst einmal ganz herzliche Gratulation zu der Fülle an spannenden Detailinformationen und glaubhaften Erlebnisberichten aus der Praxis..... auch wenn die Anordnung der Seiten und Inhalte nicht immer auf den ersten Blick eine klare Orientierung erlaubt.

Wie bei so vielen der Ihnen vorher zugegangenen Mails, geht es bei meiner Frage auch um das Geschoß für die 8x68S. Ich habe lange zwischen dem 14,5 g. KS und dem 12,7 g. CDP geschwankt - und mich letztlich wider dem Rat einiger Freunde und Büchsenmacher zu dem 14,5 g. KS entschieden. Mich wundert bei den Berichten zu diesem Geschoß in 14,5 g auf Ihren Seiten die teilweise recht widersprüchlichen Erfahrungen. Etliche Berichte sprechen speziell bei Rotwild von fehlendem Ausschuß, andere wiederum sind damit sogar
auf afrikanische Antilopen zufrieden.

In der 14,5 g - Ausführung hat das KS-Geschoß doch sogar zwei Einschnürungen, die den Deformationsprozeß aufhalten sollen und bei 870m/sec. V-Null ist die Geschwindigkeit doch auch nicht so hoch, daß sofort mit einer Totalzerlegung gerechnet werden muß. Daß bei einem masseveränderlichen Deformationsgeschoß ggf. die Wildentwertung größer ist,
leuchtet ein. Ich persönlich finde das auch hinnehmbar wenn das Stück dafür möglichst im Schuß liegt. Mich würde Ihre Einschätzung/Erfahrung interessieren bei stärkeren Stücken, die keinen Ausschuß hatten - war dort die Augenblickswirkung in der Mehrheit stark genug, um das Stück am Platze zu bannen? Wenn dem so wäre - das Geschoß also seine 14,5 g im Körper sinnvoll "aufbraucht" und somit zuverlässig wirkt - wäre dagegen ja nichts einzuwenden. Wie sind hier Ihre Erfahrungen?

Realistischerweise muß natürlich gesagt werden, daß bei der Mehrzahl der Jäger nicht immer nur Wild über 100 Kilo auf weite Entfernungen gestreckt wird. In Deutschland werden wohl Schalenwildgewichte zwischen 15 und 80 Kg eher die Regel sein. Hier müßte die 14,5 g. KS doch auch gute Arbeit leisten?

Auf Ihre Antworten freue ich mich - DANKE!

Guido Piazza, Thursday, June 06, 2002 2:08 PM

Tag Herr Piazza,

meine eigenen Erfahrungen beschränken sich bei Wild neben einigen nahen Treffern leichterer KS und H-Mantel auf Rehwild, nach denen ich wieder zu kleineren Waffen griff, weil man nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen muß (wozu 14g wenn 3g genügen?), auf unser gutes altes 8 mm 12,7g sS Geschoß in Afrika das wie alle schnell geschossenen, dünnmanteligen Vollmantelspitzgeschosse (VMS) erst so etwa 15 cm gerade eindringt, dann taumelt und selbst aufreißend sich zerlegend größere Wunden reißt und dann handtellergroßen Ausschuß gibt, also für dickeres Fleisch gut geeignet ist, aber eben nicht für dünnes (Die Oryxgeschichte).

Lesen Sie die Afrikageschichten und Wundbeschreibungen dort mal nach, oder auf Englisch Military Bullet Wound patterns, dann sehen sie klar.

Das  weiche KS wird aus der 8x68S schnell verschossen von vielen Jägern als zu weich abgelehnt, weil eben beim Hirsch kein Ausschuß garantiert ist. Wenn Sie das nicht stört, haben sie damit kein Problem. Bei jeder Geschoß - Patrone - Verbindung stehen sie grundsätzlich vor der Frage Hart oder weich? Hart dingt tiefer ein. Weich splittert mehr, wie in Bleierne Sippe beschrieben. Aus großen Patronen, die ein Geschoß schnell beschleunigen benötigen Sie grundsätzlich härtere Geschosse, als aus kleineren, also für die 8x68S eher härtere als für der 8x57 IS. Um also für alle Fälle gewappnet zu sein, fahren Sie mit dem Kupferquersteg in dem CDP besser, als mit einem gewöhnlichen Teilmantelgeschoß, wie dem KS. Das KS ist insgesamt weicher, als das Ruag CDP. Gebraucht wird die Geschoßhärte natürlich eher bei schrägen als bei breiten Treffern und bei Knochentreffern, bei ,,richtige Knochen", also Oberarm nicht Rippchen! Klar können Sie mit dem KS Tier töten. Aber gewisse Schüssen, z. B. schräg von hinten, die große Eindringtiefe erfordern,  sollte man mit dem KS  unterlassen, weil das weiche Geschoß im Gescheide sofort aufpilzt, gebremst wird und ggf. nicht bis in die Kammer dringt, Sie das Tier einen unnötig waidwund schießen, während sie mit einem harten Geschoß locker bis in und durch die Kammer sogar mit Ausschuß dringen, also die Möglichkeiten eines den achteren Leberknotenschusses oder Herzschusses mit dem sicheren Lungenschuß abrunden. Ob waidgerecht oder nicht ist bei dem Schuß allein ein Frage der Tiefenwirkung! Die können Sie mit dem an letzter Stelle angegebene Programm selbst nachrechnen. Dazu knallen Sie ihre Lieblingsgeschoße von oben in ein wassergefüllte große Regentonne (Achtung! Die Wände mögen zerreißen) unter dem Hochstand. Dann messen Sie die Geschosse nach Durchmesser und Masse aus. Die Werte tragen Sie mit der bekannten Mündungsgeschwindigkeit  in die Programme ein.

Ihre Annahme, auch ohne Ausschuß, wenn ,,das Geschoß also seine 14,5 Gr. im Körper sinnvoll ,,aufbraucht" und somit zuverlässig wirkt - wäre dagegen ja nichts einzuwenden." jagen zu können ist richtig, so mit 6g 6,5 mm 1.150 m/s auf 148 kg Hirsch aus der 6,5x68 auf Rothirsch bewiesen.

Sie opfern lieber etwas Wildpret, ,,wenn das Stück dafür möglichst im Schuß liegt." Um bildlich zu sprechen verbinden sich Ihre Vorstellungen hier ähnlich geschickt wie der Holzweg mit der Sackgasse☻In Wundwirkung sind die vom Jäger bei Wild sicher zu bewerkstelligenden Todeseinwirkungen erklärt. Die einzige Möglichkeit ein Stück sicher an den Platz zu bannen, ist ein Rückenmarkstreffer zwischen Stammhirn und Vorderläufen, also der Trägerschuß, an mehreren Beispielen systematisch in 6,5x65 RWS Trägerschüsse beschrieben und erklärt. Achtung: Wenn den Schuß tragen wollen, schießen Sie auf Weidetiere unbedingt immer nur von vorn oder hinten, nie von der Seite, wie in vorigem Verweis erklärt.

Daß gelegentlich besonders ahnungslose Tiere mit anderen Treffern in ihren Schalen zusammensacken und nie wieder aufstehen ist eine Beobachtung, die meiner Regel nicht wider spricht, denn das kann sein muß aber nicht. Mir geht es um die sicher vorhersagbare Wirkung, nicht zufällig angenehme (zumindest für den Jäger) Glückswirkungen. Trägerschüsse mit hinreichend schnellem und großen Geschoß fällen immer. Ein 6 mm 5,8g 900 m/s TMS kann das beim Weißwedelhirsch eben nicht sicher, während ein 6g 6 mm 1.150 VM das beim Damhirsch kann. Die 14,5 g 8,6 mm TMS durchbohren ein Schweinchen, während ein 1.050 m/s 3,2g  5,6 mm Geschoß eine überläufer auf dem Träger nur ärgern, aber ziehen lassen. Der erste vorgenannte und letzte Schuß sind also nicht waidgerecht und daher zu unterlassen.

Bedenken Sie beim 14,5g KS nur die nicht so prächtige Tiefenwirkung, nutzen also die Splitterwirkung in der Kammer bei breiten Stücken um große innere Wunden zu reißen, die da Lungenblut schnell in die Kammer strömen lassen, bis das Tier erblindet (die Netzhaut braucht von allen Organen den meisten Sauerstoff, versagt bei Mangel zuerst), gegen Hindernisse rennt, dann strauchelt, fällt und schließlich stirbt. Auch Herztreffer lassen sich vorzüglich breit antragen. Schräg spitz von vorn bietet sich der mehrfach wirksame Leberknotenschuß an. Als krönender Abschluß kommt der Trägerschuß von vorn oder hinten. Zusätzlich könnten Sie von vorn auch auf den Stich schießen, also Ort an dem die Luftröhre vom Träger in die Kammer läuft, aber dieser besondre Kammerschuß von vorn bringt eben auch immer noch Fluchten mit sich. Zwei Weißwedelhirsche mit der 6,5x68 derart erlegt sind in Punkalaidun bei Trägerschuß und Auf den Stich beschrieben.

Da nach dem gelungenen Trägerschuß das Herz sofort zu schlagen anhält, also nicht mehr pumpt, können die Blutgefäße sich also nicht leeren. Sie müssen also die Gefäße bewußt lenzen; Am besten gleich im Stich an der Halsschlagader oder spätestens beim sofortigen Aufbrechen an den Brandadern der Hinterläufe. Wenn das Stück nach unten hängt, bietet letzteres den Vorteil ein völlig sauberen Wildkörper zu bekommen. Bedenken Sie, das Wild schnell und vollständig ausschweißen zu lassen entscheidet mit über Güte und Haltbarkeit.

Trägerschüsse schonen das kostbare Wildpret! Damit ist der Trägerschuß der Königsweg zu fluchtlosem Sterben und vollem Wildpretertrag.

Alle Treffer außer dem ZNS-Treffer auf Träger oder Kopf lassen dem Tier noch eine viertel Minute oder so um bewußt zu fliehen oder zu kämpfen. Das heißt, auch gute Treffer erlauben noch 100 m Flucht. Beim stellte ich fest das gegenüber einer mit 800 m/s bummeligen ollen 7,62er verglichen so ab 1.000 m/s m Zielgeschwindigkeit bei der 5,6x60 Magnum deutlich kürzere Fluchten fest, nämlich eher 15 m und darunter als vorher 100 m. Warum das so ist kann ich nicht sagen. Die geschwindigkeitsabhängige bessere Wirkung auf Rehwild beobachtete ich bei 5,6 mm 6 mm und 6,5 mm  Kalibern. Wegen Geschoßlänge und Geschwindigkeit hat die großvolumige 8x68S ja auch so viel Gutes zu bieten, nämlich rasante Flugbahn und ordentliche Tiefenwirkung bei ausreichend festen geschossen, die sie so breit einsetzbar macht. Lediglich für noch größer Tiere als Antilopen benötigt man etwas wie die 8,5x64 oder größer.

Obiges beachtend werden Sie mit ihrem 14,5g Ks aus der 8x68S hier gut zurecht kommen. Wenn Sie weiteren sachverständigen Rat wünschen, fragen Sie gern.

 

55 cm Lauf tritt

Hallo Herr Möller.

Auch ich bin ein Fan der 8x68s. Ich habe die Waffe von meinem Vater geerbt. Der hat sie irgendeinmal billig für seine Afrikajagden erstanden. Sie ist ein 98k Santa Barbara. Die Waffe schlug. Mit ihr zu schießen war reiner Masochismus. Bis ich den Grund heraus bekam dauerte eine Weile. Sie hatte eine 55 cm langen Lauf. Ich ließ mir einen neuen 65 cm Heymlauf einbauen und mittels Schwenkmontage ein Zeiß 3 - 12 x 56 mit Leuchtabsehen montieren. Zusätzlich ließ ich noch einen Timneyabzug einbauen. Die Waffe schießt sich nun butterweich. Bei ihr paßt alles, auch sämtliche Schaftmaße. Das erschient mir wichtig, auch der Abstand vom Pistolengriff zum Abzug. Da sie mittlerweile meine Lieblingswaffe ist, komme ich nun zu meiner Frage. Haben sie schon Erfahrung mit dem neuen Nosler 11,7 g Ballistic Tip Geschoß? Ist das auch so weich wie das 11,7 g RWS KS - Geschoß? Die Rasanz möchte ich der Waffe nicht nehmen, zumal ich aus dem Schießgestell mit Fabrikmunition 11,7g KS Schußkreise unter 2,5 cm bei 5 Schüssen schieße. Das, finde ich, ist für so eine Waffe ein Hammer! Ich habe schon sehr viel Wild mit ihr geschossen. Bei meinem Einser Hirsch in Hohenfels auf etwa 180 Meter handbreit hinter dem Blatt war mir klar, daß ich keinen Ausschuß bekomme. Aber auf Drückjagden auf Sauen, auch schwächere Stücke etwa 35 - 50 kg aufgebrochen, erstaunt mich das schon sehr. Meistens wird nicht weiter als 50 Meter geschossen. Auf Rehwild freute ich mich über die schlagartige Wirkung und dem geringen Wildbretverlust bis das große Erwachen kam. Dadurch, daß die Waffe mir so gut liegt, schoß ich alle ideal ( handbreit hinter dem Blatt ) bis ich auf ein flüchtiges Kitz direkt auf das Blatt abkam. Das sah danach sah aus, als hätte jemand eine Handgranate im Wildkörper gezündet. Die Schwierigkeiten die 8x68s Patrone richtig zu nutzen scheine also immer die gleichen zu bleiben. Auf eine baldige Antwort würde ich mich freuen .

M.f.G. Hans-Peter Sachs, Tuesday, January 22, 2002 7:27 AM

 

Selbstaufbrechende Wildpretentwerter

Thomas Goldbeck von der Astra Jagdfarm sagt, RWS H-Mantel- und KS Geschosse seien für die schnelle 8x68S zu weich. Weiter sagt er, Hirtenberger ABC und Norma PPC seien für größeres Wild besser geeignet, aber nicht jeder Lauf schieße die Hirtenberger ABC.

Tag Herr Sachs,

auch Sie fanden inzwischen heraus, Geschosse müssen der Patronengeschwindigkeit angpaßt werden, um sich nicht in selbstaufbrechenden Wildpretentwerter zu verwandeln. Das 11,7g RWS KS ist nun noch mal ein ganze Ecke schneller als das 14,5g RWS KS. RWS nennt 11,7g KS 990 m/S, 12,1g H-Mantel 970 m/s und 14,5g KS 870 m/s. Wenn Ihnen die Geschosse zu weich sind, dann nehmen sie einfach härtere, so z. B. das Thuner Blaser CDP oder Hirtenberger ABC. Jörg Schollasch beschrieb in CDP auf Sauen die Wirkung. Ansonsten nehmen Sie Vollgeschoße ohne Bleikern, die Kupferjagdgeschosse. Die bieten sowohl Windschlüpfrigkeit, um die der 8x68S, Gott sei Dank, eigene Rasanz voll auszunutzen, und splittern nicht, so daß die Geschosse auch nach dem Aufprall, der Teilmantelgeschoße teilweise zerstört und durch Splitter Masse verlieren läßt, dieselbe Flächenlast bieten, die notwendig ist um tief einzudringen und wieder auszuschießen. Masseverlierende Teilmantelgeschoße splittern bereits auf den ersten ein bis zwei Kaliberlängen ihre weiche Spitze in sandkorngroße oder noch kleinere Bleigruß, der zwar die Lunge wunderbar in ganzer Länge durchbohrt und dort gut zerstörend wirkt, in Fleisch aber binnen 5 cm aufgehalten werden. Man sieht das nach dem aufbrechen, wenn Sie sorgfältig zu Haus bei Licht zerwirken. In dem Aufsatz über die 8,5x64 ist der Zusammenhang weitläufig beschrieben.

Waidmann Heil, Lutz Möller


13 g Speer Grand Slam = Selbstaufbrechende Wildbretentwerter

Guten Tag Herr Möller,  gerne lese ich ihre Seite. Ich bin auch ein Fan der 8 x 68. Leider finde ich nicht das richtige Geschoß, aber vielleicht ist es ihnen möglich mit hierbei zu helfen, damit diese Patrone weiter verbreitet wird. Ich versuchte schon viele Geschosse und bin jetzt beim Nosler Partiton oder dem cpd angelangt. Meine Hauptwildarten für die bejagung mit der 8 x68 sind Schwarz- und Rotwild, jedoch sollte auch mal ein stück Rehwild erlegt werden können ohne das Wildbret zu vernichten. Bis dato schoß ich das 13 g Speer Grand Slam Geschoß und bin nicht zufrieden. Die Schußentfernung lag bei 180 bis 240 Metern.

Meine Frage: Welches Geschoß soll ich verwenden? Oder haben sie vielleicht noch ein besseres auf Lager?

Vielen Dank für Ihre Hilfe und hoffentlich weiterhin so gute Beiträge!

Thomas Dichtl, Freitag, 28. Februar 2003 14:03

Tag Herr Dichtl,

das Speer Grand Slam ist ein Teilmantelgeschoß mit zwei Kernen, einem weicheren und einem härteren. Für dir 8x68s und rot- und Schwarzwild ist es wohl zu weich, schießt ggf. nicht aus. Das CDP ist deutlich härter, also für solche Zwecke besser. Ich empfehle für alles das KJG.

mfg LM


Guten Tag Herr Möller,

nochmals danke für ihre Post. Selbstverständlich bin ich gerne bereit meine Schwierigkeiten genau zu schildern. Leider zerlegte sich bei vielen Schwarzwildstücken das Speer Grand Slam Geschoß. Viele Splitter blieben im Wildbret stecken. Nichts schoß aus. Die Sauen flüchteten oft weit. Selbst bei mittleren überläufern schoß das Grand Slam oft nicht aus, sondern wanderte unter der Schwarte entlang. Die dort geborgenen ca. 50 % Geschoßreste waren in meinen Augen nicht zu gering um auszuschießen. Ebenso paßte auf die Entfernung das Schußbild nicht. Auf einem 200 m Schießstand prüft ich nach stellte gleiches fest. Liegt das an diesem Geschoß? Wie schon gesagt, las  ich viel über das CDP gelesen. Leider sammelte ich bis jetzt nur mit dem Nosler Partion Erfahrungen, keine schlechten. Aber auch das Partition schoß gelegentlich aus Schwarzwild nicht aus. Bitte teilen Sie mir ihre Meinung mit.

Vielen Dank
Thomas Dichtl, ein treuer Freund der 8 x 68S , Montag, 3. März 2003 15:14
 

Sauer 202

Hallo Lutz,

hier teile ich dir mal all meine Erfahrungen mit meiner 8*68S mit! Wenn du das auf deine Seite veröffentlichen möchtest, bitte. Jedoch bessere bitte Fehler aus, da Deutsch nicht meine Muttersprache. Vor einem Jahr legte ich mir die 8*68S Sauer 202 EURO mit Accubrake Mündungsbremse zu!

  Als Zieloptik verwende ich das Svarovski 4-16*50 PV mit TDS Absehen! Mein Büchsenmacher schoß sie mit dem 11,7g KS ein! Daß ich später mal was anderes versuchen würde, war mir zu diesem Zeitpunkt schon klar! Mit dieser Fabrikmunition schoß sie wie Gift. Der Rückstoß mit der Bremse ist nicht stärker als eine 6,5*57!

So schießt meine Sauer 202 Euro das 11,7g KS:

8x68S Streukreise mit dem 11,7g KS

Entfernung [m]

100

200

 300

 400

Streukreis [cm]

1,1

2,4

5,5

12

Bei 4 cm Hochschuß auf 100 m sackte sie auf 300 m 25 cm ab (Werte auf der Packung stimmten nicht), auf 400 m 75 cm!

Jagderfahrung

Das erste beschossene Wild war ein Rehkitz auf 300 m (Entfernungsmesser und Reissäcke habe ich immer dabei)! Aufgrund des TDS Absehens konnte ich Fleck halten. Da es schon zu Dämmern begann, ich zu Fuß war und die Auflage paßte, ließ ich gleich mal fliegen! Das Kitz kippte um! Da die Geiß nicht weiter als 10 m flüchtete und schön breit stand, repetierte ich und ließ wieder krachen! Beide male konnte ich den dumpfen Kugelschlag hören! Jedoch flüchtete die Geiß, als ob nichts wäre und verschwand im anliegenden Wald! Als ich näher ranging, bemerkte ich, das Kitz lebte noch! Der Anblick war grausam. Ich hatte es durch die hinteren Keulen geschossen. Auf der Ausschußseite war nicht mehr viel dran! Am Anschuß der Geiß fand ich ein par Tropfen Schweiß, jedoch war's schon Nacht! Am nächsten Tag in der Früh fanden wir die Geiß nach 40 m Fluchtstrecke einem gekonnten Schuß hinter's Blatt und faustgroßem Ausschuß! Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, das 11,7 KS wird nie wieder auf Wild eingesetzt wird! Den Grund des schlechten Schußes aufs Kitz erkannte ich allerdings erst viel später beantwortet!

Da ich in der Zwischenzeit die Matritze bekam, besorgte ich mir eine Schachtel 12,7g CDP und ermittelte eine gute Ladung! Am besten schoß die Sauer mit 4,9g Norma MRP bei 91 mm Gesamtlänge L6!

So schießt meine Sauer 202 Euro das 12,7g RUAG CDP:

8x68S Streukreise mit dem 11,7g KS

Entfernung [m]

100

200

 300

 400

Streukreis [cm]

1,5

3

6

15

Flugbahn war etwas besser als mit dem KS! Auf 400 m nur - 65cm! Gleich bemerkte ich, jedem Schuß drückt die Bleispitzen im Magazin platt.! Ein Gummistreifen half da etwas ab!

Als erstes ging ich auf die Murmeljagd! Ich kann euch sagen, mit so einem Zielfernrohr und so einer genauen Waffe ist das einfach ein Traum! Der waidmännische Schuß auf diese Wildart ist ein Kopfschuß, um das wertvolle Murmelöl nicht in Mittleidenschaft zu ziehen! Ein Murmel  beschoß ich auf 80 m und einen weiteren auf 130 m. Bei beiden war der Kopf abgetrennt! So war mir klar, das Geschoß spricht gut an! Nochmals bestätigte dies ein Marder auf 200 m!

Nun ging ich auf den Gamsjahrling! Am Nachmittag entdeckten wir ein Rudel Gemsen mit einem schwachen Jahrling, jedoch 500 m weit ! Beim Anpirschen auf 300 m bemerkte uns die Leitgeiß und flüchtete! Der Jahrling verhoffte und ich kam sauber, d, h, auf den Reissäcken aufgelegt und die Entfernung wurde vom Begleiter gemessen, hinterm Blatt ab! Das beschossene Stück fiel im Knall etwa 6m von einem Felsen, flüchtete jedoch  anschließend! Alles deutete hin auf einen Krellschuß! Der Schweißhundeführer brach nach langer Nachsuche ab! Nun begann das große Nachdenken! Der Streukreis ist nicht größer als 6 cm, es ging kein Wind und ich kam gut ab! Es konnte nur mehr einen Grund geben: Anstatt eines Mündungsschoners klebte ich die Mündung immer mit einem Klebeband ab! Noch am selben Tag ging ich auf den 300 m Stand und feuerte 4 Schüsse! Den ersten feuerte ich mit zugeklebter Mündungsbremse ab und die anderen 3 folgten ohne Band! Siehe da, der erste Schuß durch das Band lag etwa 20 cm zu tief und das Geschoß war bereits aufgepilzt! Die anderen 3 lagen bestens, da sie sein sollten! Nun war mir alles klar! Das Geschoß pilzte auch schon beim Rehkitz an der Mündung auf, der schlechten Treffer folgte daraus!

Bald darauf erlegte ich auf 200 m eine Rehgeiß! Schuß hinters Blatt und 3 cm großer Ausschuß! Sie verendete sofort! Keine Blutgerinsel und keine Wildbrettentwertung war zu beklagen! Soweit war mit dem CDP ich sehr zufrieden.

Als ich jedoch das HDB von Reichenberg entdeckte, mußte ich es unbedingt versuchen! Ich bestellte mir eine Schachtel 11,7g HDB und stopfte gleich 6 verschiedene Laborierungen mit 4 verschiedenen Pulvern! Die Ergebnisse am Schießstand verblüfften mich! Ich habe schon viele Geschosse auf Präzision getestet, aber solche Schußbilder hatte ich noch nicht erlebt! Die schlechtesten 2 Schußbilder betrugen 2,2 mm (4,86g N160, 4,92 g R905, beides Preßladungen)! Die restlichen 4 Laborierungen (keine Preßladungen) brachten 1,6 mm,1,5 mm,1,4 mm und 1,2 mm! Legt man alle Schußtafeln übereinender, ergibt sich ein 3 cm Gesamtstreukreis!

Da sich der Schießstand in freiern Natur befindet, legte ich einen 25cm dicken Baumstamm hinter die Schußtafeln um Geschosse zu bergen! Glücklicherweise fand ich 3 Geschosse nach dem Stamm noch 10 cm in gefrorener Erde! Ihr Restgewicht betrug 97%, 98%, 98%! Auf doppelten Geschoßquerschnitt aufgepilzt  sind deutlich drei Fahnen zu erkennen!

Weiter fiel mir auf: Der Lauf wird nicht so heiß. Bis jetzt mußte ich nach 10 Schüssen immer den Lauf reinigen, da sie sonst zu streuen begann!

Weiter folgten die Versuche 300 und 400 m! Aufgefallen ist mir, daß samt 4,92g N560 und 5,4 cm Hochschuß auf 100m die Kugeln auf 300 m 29cm absackten, auf 400 m 85 cm! Ergibt ca 850m/s v0!

Nun ging es auf die Gamsjagd! Nach langem Anpirschen im Schnee kam ich zu Schuß! Der 14,5 kg Jahrling stand auf 250 m leicht schräg, 30° bergaufwärts beschossen! Er lag im Knall! Der Einschuß: hinterm Blatt, mindestens doppeltkalibergroß (Scharfrand), der Ausschuß vorn hoch am Trägeransatz (er stand schräger als ich glaubte) 3 cm groß! Vielen Schnitthaare fielen auf! Noch am selben Abend erlegte mein Vater mit meiner 8*68S eine mit 12 kg schwache Geltricke auf 85 m, 25° bergab! Sie kippte nur um! Einschuß war auch doppeltkalibergroß, wegen steilem Schuß etwas hoch hinterm Blatt und Ausschuß auf der anderen Seite etwas tief, jedoch mindestens 4 cm groß! Beim Ausputzen der Beiden fiel mir auf, die Ein- und Ausschußlöcher waren von innen gesehen gleich groß, also das Geschoß pilzte mit 670 m/s und 760m/s sofort nach dem Auftreffen auf! Blutgerinnsel waren nicht vorhanden!

Da mein Vater noch seine Gamsgeiß und Rothirsch zu erlegen hatte und die Jagd nur mehr eine Woche offen war, nahm er weiterhin meine 8*68S um auch mal weiter hinzulangen! Er beschoß seinen 96 kg schweren Rothirsch 390 m übers Tal hinweg! Da ich ihm die Zieloptik genauestens erklärt hatte und er mit Reissäcken und Entfernungsmesser ausgerüstet war, scheute er nicht abzudrücken! Der Hirsch lag im Knall! Die Kugel wurde durch den nicht berücksichtigten leichten Seitenwind 20 cm abgetrieben und der Einschuß war am Trägeransatz schön gestanzt und die Kugel pilzte, ohne einen Knochen getroffen zu haben, auf den doppelten Durchmesser auf, !Wobei die v390 nur noch bei 535 m/s liegen dürfte!

Am letzen Jagdtag am Abend kam er noch auf die Gamsgeiß zu Schuß! Beschossen auf 330 m und, wie es das Pech haben will, trat sie gerade im Moment des Abdrückens einen Schritt vor! Sie kippte dennoch um, lebte aber noch! Der Begleiter erlöste sie mit einem Fangschuß! Der Einschuß war am hinteren Schenkel, streifte hinten den Pansen und verletzte noch den Muskel des anderen Laufes! Einschußseitig wurde der Knochen getroffen und ein 3 cm dicker Tunnel wurde durch den Wildkörper gefräst! Wiederum gab es keine Blutgerinnsel! Hier glaube ich kam die Stärke der 8*68S ins Spiel, denn mit ähnlichen Schüssen und kleineren Kalibern waren sonnt immer Nachsuchen die Folge! Denn es war eigentlich nicht mehr als ein gebrochener Hinterlauf! Weitere Erfahrungen folgen frühestens ab 1. Mai, wenn die Jagd wieder öffnet! Doch eines bin ich sicher: Vom Reichenberg HDB lasse ich so schnell nicht mehr los! Es ist einfach für die 8*68S Maßgeschneidert: Der Lauf wird nicht beansprucht, Schußreihen von 100 Schuß ohne zu reinigen und ohne Präzisionsabstrich, keine beschädigten Geschoßspitzen mehr, geringerer Rückstoß, Crimpille und enorme Präzision (zumindest in meiner 8*68S)!

Mein Wunsch wäre noch eine etwas stärkere genauso präzise Laborierung (so um die 920 m/s), obwohl die Flurbahn für mich zweitrangig ist! Ich stelle an meinem Glas sowieso jede Entfernung mit der Vergrößerung ein um immer mit einem Windfaden Fleck zu halten! (Dieses Zielsystem in zweiter Bildebene ist echt genial )!

Weidmannsheil
Paul Seidl, Mittwoch, 8. Januar 2003

8x68S BC

Masse

Hersteller

Geschoß

 B.C.

11,7 g

Reichenberg

HDB

0,275

11,7 g

RWS

DK

0,282

13,0 g

Hirtenberger

ABC

0,3

12,8 g

Reichenberg

HDB

0,301

11,7 g

RWS

KS

0,31

12,0 g

RWS

H-Mantel

0,326

12,8 g

Brenneke

TIG

0,35

12,8 g

Ruag

CDP

0,362

11,7 g

GS Custom

HV

0,53

11,0 g

Möller KJG 0,42

12,7 g

sS VMS

Sel & Bel

0,557

Mein lieber Paul,

danke für deine Geschichten und herzlichen Glückwunsch zu so einer feinen Waffe. Allerdings begehst du einen Fehler die Windschnittigkeit der Geschosse zu vernachlässigen. Luftwiderstand und Flächenlast zusammen bestimmen die Verzögerung des Geschosses im Fluge. Daraus ergibt sich die Außenballistik. Ich bitte dich mal mit den BC-Werten, die ja auch ein Verzögerung bedeuten, etwas in der Außenballistik herumzuspielen. Dann siehst du wie gut unser altes 8 mm  Militärgeschoß war und ist und ebenfalls wie ganz hervorragend das noch leichtere aber ebenbürtige Lutz Möller KJG Geschoß ist.

Daneben kannst du von der Außenballistik alle anderen Geschosse getrost vergessen. In Afrika bewährte sich das 12,7g sS Geschoß auf Antilopen und Gazellen gut. Werden dennoch höhere Anforderungen an die Ziel- und Wundwirkung gestellt, empfehle ich das KJG. Daran werden sich die anderen messen lassen müssen

Gruß Lutz


Wozu Bremse?

Hallo Lutz,

ich habe mit großem Interesse die Berichte über das Kaliber 8x68 S und den dazu passenden Mündungsbremsen auf Ihren Internetseiten verfolgt. Ich selbst besitze ein Sauer 202 Alaska in diesem Kaliber und habe den Rückstoß der Waffe mit 65 cm Lauf und knapp 4 kg Eigengewicht ohne Zieloptik noch nie als wirklich störend empfunden. Trotzdem würde ich schon gern wissen, wie sich mein Gewehr mit Bremse anfühlte!

Meine Frage - Mündungsbremsen erhöhen meines Wissens den Schußknall deutlich - ist der Knall wirklich extrem lauter, oder ist er noch vertretbar. Leise ist er ja so auch nicht gerade. Welche Bremse würden Sie sich auf dieses Gewehr montieren?

Vielen Dank. Schöne Grüße,
Andreas Daser Samstag, 12. Juli 2003 16:43

Andreas,

zum Knall lies hier. HdP-Bremsen sind lauter als feingelochte Doppelreihenbremsen wie oben, aber auch wirkungsvoller. Im übrigen stellt ist die Frage ob du eher stehend bzw. vom Hochsitz schißt, oder auch im Sand liegend. HdP-Bremsen blasen rund, wirbeln also vom Boden viel Staub auf, während Querlochbremsen seitlich blasen.

Als ich meine Krico 8x68S das erst mal mit Mündungsbremse schoß, dachte ich zunächst, ich hätte vergessen die Patrone mit Pulver zu füllen. So gering war der Rückstoß! Ihrer großen Pulvermenge im Verhältnis zum Geschoß wegen, eignet sich die 8x68S eben sehr gasdynamish gebremst zu werden. Lies hier ein anderes Erfahrungszeugnis. Du kannst Herrn Nordmeyer auch selbst fragen.

Hallo Herr Villis,

ganz kurz meine Erfahrungen zu der Krico 8x68S mit Mündungbremse:

Kurz: Ich habe noch nie so etwas uneingeschränkt Gutes in Händen gehabt, wie die rückstoßgebremste 8x68 S. Dem Selbstvertrauen eines Schützen bei der Schwarzwildjagd kann das nur zugute kommen!

Gruß, Michael Nordmeyer

Oder frage Daniel Winkelsett, der ein Bremse auf einer Sauer 90 führt. Hier folgt sein Zeugnis:

Moin, Moin,

heute war ich endlich auf dem Schießstand. da ich an der Wirksamkeit der Mündungsbremse nie zweifelte, war ich nach dem ersten Schuß erwartungsgemäß nicht so groß verblüfft. Hier folgen einige Eindrücke: Der Rückstoß ist deutlich herabgesetzt, aber noch vernehmbar. Man hat aber gewiß nicht das Gefühl eine große 8x68S zu schießen. Die Waffe prellt kaum noch. Ich kann hier nur widerwillig das Schußverhalten andere Waffen vergleichen, da die Kombinationen von Waffe und Laborierung oft zu unterschiedlich sind. Daß eine .22 Hornet mit einem dicken Lauf bei 4,8 kg Waffengewicht angenehmer als manches Weitschußluftgewehr zu schießen ist, ist doch klar! Insgesamt schießt die dünnläufige Sauer 90 mit der neuen 45° Bremse sehr weich, etwas weicher als ein G3, das sich meiner Meinung nach „wie Butter schießt“. Mir scheint, der Knall ist etwas lauter, so als rolle unmittelbar nach dem Schuß eine kleine rückwertsgerichtete Druckwelle an. Könnte das die 45° zur Schußrichtung verlaufenden Strömungskante anzeigen? Dieser Eindruck kann aber auch durch die Seiten entstehen, denn der Stand ist wie ein Tunnel gebaut, reflektiert also Schall.

Nach vier schnellen Schüssen war die Waffe eingeschossen und verdammt heiß. Ich bin mit der Wirkung der Mündungsbremse wirklich zufrieden. Ich wollte die Festigkeitsreserven der Klebeverbindung nicht beim ersten Einsatz ausreizen. Man fragt sich wieso Waffen nicht werksseitig mit Mündungsbremsen versehen werden. Mit größerer Spannung fiebere ich aber dem jagdlichen Einsatz und der Wundwirkung des Hirtenberger ABC-Geschosses entgegen.

Mit freundlichen Grüßen, Daniel Winkelsett

Edi Malinaric  in Kapstadt schießt sein sehr dünnläufige Sauer 80 in 8x68s ohne Mündungsbremse, weil er auf der Pirsch lieber ein leichte Waffe führt und  meint, bei den wenigen Schüssen auf der Jagd erduldet er den Stoß eben.

Voere gebremst

Hallo Lutz,

es ist vollbracht! „Was lange währt wird endlich gut“. Nach einer etwas längeren Wartezeit auf die Oberflächenbehandlung der Mündungsbremse mußte ich mit erschrecken im Lokalradio vernehmen, daß die örtliche Galvanikanstalt teilweise (Brünieranlage) ein Raub der Flammen wurde. Die Bremse lag nun mitten im Brandschutt. Wütend auf mich selbst mußte ich eine neue Anfertigen, was mich aber technisch vor kein unlösbares Problem stellte denn Zeichnung und Rohmaterial waren noch vorhanden.  Die Bremse wurde aus Festigkeitsgründen sowie der besseren Passung (Führung) halber nicht für den kompletten Kornsockel ausgearbeitet, lediglich eine kleine Ausfräsung für den auf dem Lauf aufgeschweißten M4- Stehbolzen wurde angearbeitet. Ansonsten habe ich den Kornsockel der Bremsenkontur auf Augenmaß angepaßt.

Vergangenen Samstag war dann der große Tag. Früh ging es in Richtung Schießstand. Nach der obligatorischen Anmeldung wurde der Stand eingerichtet, mit noch etwas zittriger Hand die Waffe geladen, die Waffe gut eingezogen, Anschußscheibe auf 50 m anvisiert und abgekrümmt. Geknallt hat es dann ganz ordentlich, der Rückstoß blieb in gewohnter Form aber aus! Dafür blies mir etwa 1/2 Sekunde später ein Lüftchen vehement ins Gesicht. Ich war erst einmal „platt“, das Ding schießt sich wie ein Schwedenmauser, ich mag zwar nicht sagen das man es jetzt auf der Unterlippe schießen kann aber der Unterschied zu ungebremst ist schon enorm. Ich hätte nicht gedacht das etwa 96 Gramm Stahl, zuvor in eine gewisse Form gebracht, nachher so viel Wirkung zeigt.

Nach dem Abebben meiner Begeisterungsstürme habe ich dann noch das Glas eingeschossen, und weil alles so prima klappte nach einer Kühlpause den Rest der Packung auch noch hinterher.

Der 5-er Streukreis liegt auf 100m bei etwa 25mm, im Schuß sind nach übereinstimmenden Aussagen der Standnachbarn lediglich vereinzelt nachglühende Partikel um sowie ein schwachrotes Glühen innerhalb der Bremse zu erkennen, lediglich mit dem Wind nach hinten hatte ich bei den Nachbarn dann etwas Erklärungsbedarf.

Im Nachhinein betrachtet bin ich froh mich zu diesem Schritt entschlossen zu haben und nun im Besitz einer präzisen Jagdwaffe in einem Hochleistungskaliber mit sehr moderatem Rückstoß zu sein. Ich kann nur jedem ans Herz legen gleiches zu tun oder tun zu lassen. Letztlich kommt es unserm Wild zugute. Sei es durch den psychologischen Effekt (keine Angst vor dem Rückstoß), oder durch häufigere Schießstandbesuche.

Waidmannsheil, Frank Asbach

Blaser R93 gebremst

Hallo Lutz,

es ist geschafft. Die Doppelreihebremse (Seitenbläser) ist Freitag fertig geworden. Mein Büchsenmacher hat sie noch brüniert und aufgeklebt. Samstag ging es dann auf den Stand. Die Anschußtische waren leider besetzt. Also habe ich stehend angestrichen eingeschossen. Nach dem ersten Schuß war ich angenehm überrascht. Ein gewohnter mächtiger Knall, aber deutlich reduzierter Rückstoß! Ich lade zur Zeit 4,8g R904 hinter Reichenberg HDB 11,7g mit Winchester Magnum Zündhütchen. Damit sind die Hülsen voll. Der 3. Schuß lag auf der Bockscheibe im oberen Drittel der 10. Abgeklebt. Die nächsten 3 Schuß - 30 Ringe - aber leicht  seitlich versetzt (5 cm Schützenstreuung!) Höhenunterschied 2 cm. Dann wurde ein Anschußtisch frei. 3 Schuß bei schlechter Auflage ergaben seitlich ca. 1,5 cm aber Streuung in der Höhe. Also wieder stehend angestrichen 2 Schuß 2 cm. Ein sehr erfreulicher Tag!  Die Gucker hatte ich auf meiner Seite! Eine Bremse ist halt immer noch unüblich und der damit verbundene ,,Seitenwind" auch. Dann ab ins Revier. 200 m abgemessen und probiert - schießt Fleck! Ich bin begeistert!  Jetzt muß ich noch einen Termin auf unserem Bundeswehr-Schießstand bekommen. Dann sind auch größere Entfernungen möglich. Im Revier fragen schon die Nachbarn - 8x68 ist halt nicht zu überhören!

Mit der Bremse läßt sich die Büchse jetzt auch problemlos freihändig schießen. Kein Mucken - keine Probleme mit der Schulter! Ich kann die Bremse nur empfehlen!

Waidmannsheil und nochmals vielen Dank für Deine Hilfe, Burkhard Bienek , Dienstag, 2. September 2003 11:26

 

Lutz Möller KJG Geschoß

Hallo Lutz,

auf Deinen Seiten habe ich wieder etwas neues entdeckt: Lutz Möller KJG Geschoß. Gerne würde ich die Geschosse testen. Wenn die ersten Geschosse lieferbar sind, hätte ich gerne 100 Stück. Das wäre dann auch gleich die Möglichkeit, die Ladungsleiter, die Du mir freundlicherweise gemailt hast, auszuprobieren. Die Ladungsleiter ist einfach genial und genial einfach zugleich. Da könnte man auch selbst drauf kommen, zumal das nötige Wissen auf Deinen Seiten steht.

Vielen Dank noch mal und Waidmannsheil, Burkhard Bienek, Dienstag, 30. September 2003 17:09

 

KJG schießt gut

Hallo Herr Möller!

ich komme gerade vom Schießstand, gut gelaunt, denn es ist gut gelaufen! Zuerst machte ich einen ölschuß, (LM: Siehe Einschießen) denn ich hatte den lauf erst gereinigt,

Wenn man das mit QuickLoad überprüft, wird man von der übereinstimmung überrascht! Ich nahm ja eine errechnete V0 von 990 m/s an! Sie stimmt fast. Nur sind es etwa noch 10 m/s mehr! Meine 8*68S bringt also gewaltige 1000 m/s V0  mit einem Geschoß mit gutem BC und sehr guter Präzision. Das riecht förmlich nach guten Treffern auf weit stehendes wild!

Ich werde das Zielfernrohr nun so einrichten, daß sie auf 300 m nur 15 cm abfällt, denn da ist genau mein erster Faden des TDS- Absehens. Das ergibt auf 100  nur 3,5cm einen Hochschuß!

Die 3 Schuß auf 100 m, die ich letztes mal geschossen habe stimmen haargenau mit den heutigen überein. Das ergibt einen Gesamtstreukreis von 6 Schuß mit 1,8 cm!

Daß die Waffe nicht Loch in Loch schießt kann mehrere Gründe haben! Da ich sie mir mal mit den stark reibenden Reichenberg HDB zu heiß geschossen habe, habe ich den Lauf beschädigt! Er mußte neu gehohnt werden und seit dem schießt sie nicht mehr ganz so gut, weil sich an 2 - 3 Stellen bereits nach einem Schuß Ablagerungen befinden, aber dann mit mehreren Schüssen nicht mehr wird! Ich müßte den Lauf neu polieren lassen!

Ein weiterer Grund könnte die minimale Ungenauigkeit der Geschosse sein! Ich habe  mal bei 20 Geschossen genau die maximale Patronenlänge gemessen. Die Unterschiede betrugen 1mm zwischen 88,2 und 89,2 mm! Das wird an dem flachen Winkel des überganges liegen! Ich hoffe daß das mit den Trapezbandgeschossen besser wird!

Jetzt gehe ich mit meinem Deutsch Kurzhaar auf Hasen und Steinhuhnjagd!

Weidmannsheil, Paul Seidl

 

8x68S KJG auf Reh

Hallo, und ein frohes neues Jahr,

ich erlegte noch 2 Rehe auf 15 und 20 m! Sie kamen sehr schnell und rechts von mir. Das ist als Rechtsschütze schwierig. Das 1. ging mit Schuß durch die Kammer und durch das abgewendete Blatt noch 70 Schritt.  Die 8x68 macht einen schlechten Schuß auch nicht besser. Das 2. schoß ich aufs Haupt - lag sofort.

Durch langes Laufen ,,versulzte" es . Selber schuld.

Du hast im ein ausgegrabenes Geschoß mit abgerissenen ,,Fahnen" abgebildet. Ich glaube, die Fahnen rissen erst beim Eindringen in das Erdreich ab. Bei meinen Ausschüssen gehe ich davon aus, daß die Fahnen noch vorhanden waren! Gefundene Blutergüsse - wie beim Damkalb - führe ich auf ein Nachbluten während der ,,Liegezeit" bis zum Ende des  Ansitzes zurück! zwischen Wildpret und die am Ausschuß abgelöste Decke lief ein wenig Blut.

Bis dann und Waidmannsheil, Burkhard Dienstag, 6. Januar 2004 08:54

Herr Möller,

Erste Laborierungen mit 8 mm KJG aus dem R93 schossen auf 100 m alle unter 25 mm (DSB Spiegel-Innenzehn) Abschußberichte folgen.

Waidmannsheil, Werner Puls

 

Wegelagerer mit KJG

Es ist zwar Schonzeit, trotzdem lockt das Revier. Die Büchse wird nur umgehängt, nicht im eigentlichen Sinne geführt, somit geistig fast abgehakt. So gingen mein Vater und ich dieses Wochenende geistig an, als wir gemächlich die Sauerlandlinie gen Süden fuhren. Schnee lag während der ganzen Fahrt um uns herum und der Vollmond versprach von Wolken ungetrübt zu scheinen. Das Thermometer zeigte um 18 Uhr zivile 3 grad unter Null und draußen war es sternenklar. Nach dem Abendbrot mit deftiger Mettwurst und einem kühlen Bier hieß es dennoch ,,Hinaus!".

überläufer sind ausnahmsweise frei und besser konnte das Licht nicht sein, Drückjagden einmal ausgenommen. Also rein in den dick wattierten Lodenmantel und die Thermostiefel, Hut auf, Glas umgehängt, ebenso wie die Waffe. Ach ja die Waffe. Eine nicht gerade schöne Steyr Pro Hunter in 8x68S mit 1,5-6x42 mit LA wurde der Kipplaufbüchse mit Nachtglas vorgezogen, weil sie mit den neuen Kupferjagdgeschossen als Eigenlaborierung unbedingt die Präzision, die sie auf dem Stand zeigte, in der Praxis umsetzen sollte.

Nun stieg ich wie, eine Mumie verkleidet, in Lodengrün, in unsere geländegängige Reisschleuder, eine Samurai 12 Jahre alt, doch gut in Schuß. Eng ist halt gemütlich. So ging's aus dem Dorf raus über die Bundesstraße, die einzige größere Straße im Revier. Der Streudienst arbeitet hier sehr sorgfältig und die Straße war frei. Kurz darauf bog ich auch schon links ab, in eine Wiesental, das linker Hand von Jungfichten und sonst von mittelalten Buchen und Eichen umringt wird. Wie ein kleiner Krater liegt die Wiese umgeben von Wald, mit nur einem einzigen Weg als Zu- bzw. Abfahrt. Schon nach 150m Hoppelstrecke parke ich die Susi und steige aus, von unzähligen Sternen wird mir mein Weg zum Pirschpfad hell erleuchtet, der Schnee verstärkt das Licht erheblich. Die Wiese ist rund 350 lang und 100 m breit. Weit und breit erspähe ich trotz Glas kein Stück Wild, schade auch, oder doch zum Glück? Wie oft ärgerte ich mich schon über schreckendes Rehwild beim Aufbaumen. Ich stapfe weiter mit meinen schweren Stiefeln rund 300 m in Richtung Pirschpfad, dann geht es steil bergan. In Schlangenlinien führt der Pfad den Laubwald hinauf, der Kreislauf wird angeregt, in meiner grünen Mumienverkleidung wir mir warm. Halb so wild denke ich, ist doch zum Glück der Schnee erstaunlich leise beim Pirschen. Oben auf dem Höhenkamm angekommen, stehe ich an einer Leiter mit Dach, vor der etwa 50 m entfernt ein kleines Bierfaß an der Kette mit etwas Mais befüllt als Kirrung dient. Hier oben wurde vor kurzem noch duchgeforstet.

Die Lichtverhältnisse verführen fast Zeitung zu lesen, denke ich bei mir, als ich oben Platz nehme und den Jutesack zwecks Sichtschutz vor meine Knie ziehe. Die Uhr zeigt 18:35 Uhr so gegen 21 Uhr hatten wir hier schon des öfteren eine Bache mit erstaunlich schwachen Frischlingen gefährtet. Ich lehnte mich zurück, der Abendwind blies mir zärtlich von 1 Uhr ins Gesicht und und ich lauschte den Geräuschen der Nacht. Eine Maus hörte ich, bevor ich sie dann mit Hilfe des 8x56 ausmachen konnte. Flink sauste sie vor mir über die Schneedecke. Zwar war es vor Ort fast einer Lichtung gleich lichter als im Rest des Bestandes, doch war ich von bürstendichten Buchenrauschern umgeben, welche mir schon bald die Ankunft von leichterem Wild von rechts ankündigten. Schon sah ich eine Bewegung im rechten Augenwinkel auf der hellen Schneedecke. Meister Rotrock schlich hervor, etwa 50 m entfernt und begann unverzüglich sich der Jagd zu widmen. Schon hatte er eine Maus, die auf der Schneedecke nicht weit kam. Schwups hatte er sie. Ende, dachte ich, doch nein, was war das?! Der rote Baron spielte mit ihr, wie eine Katze! Bestimmt 2 Minuten bot er mir ein wirklich erstaunliches Katz- und Mausspiel dar. Dann verschlang er sie und verschwand in den Jungbuchen vor mir.

Ich lauschte weiter in den Wald hinein, doch was war das? Wieder sah ich genau an der Stelle, aus der gerade vorhin mein Fuchs ausgetreten war erneut einen roten Räuber! Doch er war viel kleiner. Schnell zog er quer vor mir vorbei, passierte die Kirrung und kam in ihren Wind, hielt inne. Ob er wohl an die Kirrung ging? Nicht selten nehmen Füchse Mais auf, doch hier hatte er keine Chance, die Kirrung war ,,fuchssicher". Er schien dies zu wissen und verschwand links unterhalb im Buchenholz. Na schön, dachte ich und lehnte mich erneut zurück und träumte ein wenig vor mich hin, bis plötzlich rechts hinter mir etwas stetig lauter raschelnd auf meinen Sitz zulief. Sch... Die Leiter war nach hinten komplett geschlossen. Die Schritte kamen näher, waren nun in meinem Rücken und wurden plötzlich hektisch und schnell. Verflucht da hatte etwas Wind bekommen. Ich äugte nach links den Hang hinab und versuchte etwas zu erkennen. Und schon bald hatte ich einen hochkapitalen Dachs im Glas, keine 20 m entfernt, welcher sich aufbäumend sicherte. Welch ungewohnter Anblick, ihm fehlte die weiße Färbung vollständig! Kaum hatte ich ihn bewundert, schoß er mit ungewöhnlich hohem Tempo in meinem Wind in Richtung Tal hinab. Wieder freute ich mich, mit welch steilem Anstieg sich die Dachspopulation in diesem Teile Hessens erholt hatte. 7! Dachse gleichzeitig konnte ich vorigen Sommer an einem Weizenfeld ausmachen. Eine Freude ist es den drolligen Kerlen bei ihrer lautstarken Nahrungsaufnahme zuzuhören.

Ein Waldkauz schrie und ich lehnte mich erneut zurück, lauschte in die Nacht hinein und genoß die Stille. Doch es rührte sich nichts mehr, die Bache mit den schwachen Frischlingen blieb aus und ich pirschte ohne Taschenlampe gegen 21Uhr40 den Pirschpfad hinab und zwängte mich in den 4x4 Elefantenrollschuh. Ich bog vom Waldweg auf die Bundesstraße und fuhr gemächlich in Richtung Dorf, ließ jedoch routinemäßig die zu einem parallel verlaufenden Bach abfallenden Wiesen nicht aus dem Auge. Halt, was war das? Etwa 500 m vor dem Dorfeingang standen ein paar Grassbüschel in der Wiese unten am Bach, die mir neu erschienen. Vorsichtig bremste ich ab, drehte die Scheibe runter und mein 8x56 zauberte mir 4 kleine wilde Schweinchen an den Rand des mit Erlen umsäumten Bachlaufs. Ruhig! lautete nun die Devise. Ich hielt an, stellte den Motor aus, die Warnblinkanlage geistesgegenwärtig an. Meine 4 schwarzen Wildschweine störte dies nicht im geringsten. Gut!, dachte ich, schnappte mir die Waffe und war mir des Windes sicher der über den ganzen Abend stabil geblieben war. Ich stieg zügig, doch leise aus, nicht ohne auf meine langläufige Büchse zu achten, damit diese nicht den Elefantenrollschuh in eine Xylophon verwandelte. Etwa 60 m trennten mich von meiner Beute, von der ich drei als viel zu kleine Frischlinge angesprochen hatte. Dann schlich ich hinten um den Wagen herum, trat in den Straßengraben auf der rechten Straßenseite, da steil bergan eine Böschung hinanstieg. Mist dachte ich, doch siehe da eine Jungeiche (oder war es eine Wildkirsche?) säumte die Böschungskante. Da muß ich leise hin, dachte ich. Ich verfluchte den Lodenmantel samt Thermostiefel, doch es klappte. Oben angelangt wurde das Glas auf 6-fach gedreht und das Absehen eingeschaltet, der Puls stieg nur mäßig an. Ein Blick durch das 8x56 bestätigte 3 sehr schwache Sauen links in der Wiese eine um 30 kg in der Matsche, die zeitweise als Suhle angenommen wurde. Erstaunlich ruhig stand der Punkt hochblatt auf dem ersten Frischling von links. Patsch, das 10,6 Gramm KJG verließ den Lauf. Durchs Glas sah ich den Frischling am Platze liegen. Nur mäßig schnell repetierte ich nach. Doch, was war das? Kein wie gewöhnlich schnelles Flüchten hinter der Bache her war die Folge auf meinen Schuß! Nur Die stärkere Sau flüchtete aus der Suhle durch den Bach in den Wald hinein, ein weiterer Frischling folgte zögernd, der andere sprang zur Seite und hielt inne! Gibt's doch gar nicht, dachte ich und visierte die breit stehende Wutz an. Im Schuß war ich mir sicher tiefblatt abgekommen zu sein. Doch davon wußte die Wutz wohl noch nichts, denn sie kam über die verschneite Wiese hochflüchtig auf mich zu. Schon hatte ich repetiert, fuhr mit und sah dann im Glas, wie sie nach ein paar Metern fiel, ohne noch zu schlegeln.

Ich sicherte, ließ mir die Szene noch ein paar mal durch den Kopf gehen und das Jagdfieber setzte ein. Ich leuchtete die Wiese mit meinem 8x56 ab und war mir meiner Beute sicher. Der nunmehr als Jungeiche angesprochene Baum, der zwar als Zielhilfe taugte, bot wenig für einen letzten Bissen, ich beschloß diesen in der Nähe der Behausung nachzureichen. Ich schulterte die Waffe und ging zum näherliegenden Frischling. Wie vermutet war er tiefblatt getroffen, das Herz zerstört. Die Flucht des Kleinen( männl.), der nur 13 kg aufgebrochen auf die Waage brachte, bestätigte meine bisherigen Erfahrungen. Der andere Frischling, der am Platz geblieben war, wog 15 kg aufgebrochen (weibl.), Treffer hochblatt. Glücklich schritt ich zur Suhle. Richtig geschätzt. Die stärkere Sau war von der Fährte her auch keine 40 kg schwer. Das erklärte auch das unerfahrene Verhalten nach dem Schuß. Ich nahm einen Frischling links, einen rechts, verrichtete die rote Arbeit und fragte mich, was wohl der Auslöser für diese spät gefrischten Frösche gewesen sein könnte? Zu einer Antwort kam ich nicht mehr, ich hängte sie in die Wildkammer und freute mich meiner Vollmonddoublette auf die ,,Wegelagerer".

Safarischorsch, 7. März 2004


8x68S und .308"-Munition in Schweden

Sehr geehrter Herr Möller,

vor langer Zeit hatte ich Sie kontaktiert und Informationen über die Verwendung der .308" auf Reh- und Schwarzwild erhalten.

Mittlerweile verwende ich auch gerne wieder meine 8x68S (Recknagel mit Mauser-System, wegen der besseren Optik bei der Nachtjagd) und muß sowohl für diese als auch die .308" (Sauer 80 Stutzen) neue Munition beschaffen.

Die Fülle der Informationen auf Ihren Webseiten ist überwältigend und ich habe mich weitestgehend da „durchgearbeitet”. Aber gerade aufgrund dieser Fülle bin ich nicht viel schlauer als vorher, jeder hat seine eigene Meinung und Erfahrungen und schört auf „seine” Munition. Was dem Einen zu weich, ist dem Anderen gerade richtig, usw.

Meine Anforderungen sind recht einfach: ich bejage Rehwild (bis 80 m) und Schweine (Frischlinge und überläufer, selten über 50 kg) auf kurze Distanzen (maximal 50 m, meistens 20 m bis 30 m) und suche geeignete Munition (im Handel erhältlich) für die 8x68S und für die .308". Können Sie mir mit einer Empfehlung behilflich sein? Mir ist bewußt, daß es nicht die ideale Munition für alle Gelegenheiten gibt, aber den besten Kompromiß zu finden, sollte doch möglich sein, oder? Da ich mich hauptsächlich in Schweden aufhalte, bin ich auf Munition aus dem Handel angewiesen, Verbindungen zu gewerblichen Wiederladern habe ich nicht.

Mit freundlichen Grüßen, Lothar Franke, Freitag, 30. Juli 2004 11:11

Herr Franke,

als Werksmunition empfehle ich die Thuner CDP.

Ihre Lage in Schweden ist kein Problem, das in Europa Zollinland. Insofern kann ich Ihnen  ohne Weiteres Lutz Möller Munition nach Schweden schicken. Für die von Ihnen genannten Rehe und geringe Sauen unter 100 m kommen Sie mit der .308" auch aus, die „deutsche Magnum” kann das zwar auch leisten, ist dafür aber nicht wirklich notwendig. Mit weichen Geschosse wie den RWS KS, würden Sie mit der 8x68S sogar mehr zerstören als Ihnen lieb wäre.

Das 7,62 mm Lutz Möller KJG Geschoß ist leicht genug um auch aus der kleinen .308" über 900 m/s schnell zu werden, eine Vorraussetzung für gute Wirkung auf Rehwild. Sehen Sie sich mal die .308" KJG-Ladungen an. Das Geschoß ist mit heute 9 g Masse auch elchtauglich, so daß sie in Schweden den ganzen jagdlichen Bereich im Wald damit abdecken können. Sobald Sie aber im Norden aufs Fjäll kommen und weite Schüsse notwendig werden, dann nehmen Sie Ihre gute alte 8x68S mit 8 mm Lutz Möller KJG Geschoß und sind auch da bestens gerüstet. So haben also sowohl für den dichten Wald als auch das weite Fjäll ein passende Waffe. Glückwunsch!

Da Sie aber der Optik wegen Ihre 8x68S auch auf die nahen Sauen verwenden wollen, benötigen Sie unbedingt ein nicht zu weiches Geschoß, sonst platzen die Bleimumpel wie die Bleierne Sippe und gefährden den Ausschuß. Hier findet selbst das an sich ordentliche Thuner CDP seine Anwendungsgrenzen. Für gutes Wildpret empfehle ich indem Falle dringend Kupferjagdgeschosse

Früher gab es noch das Hirtenberger ABC, aber die RUAG Ammotec ließ die Fertigung auslaufen. Vielleicht gibt es noch irgendwo Restbestände in 8x68S. Wer weiß? Am günstigsten halte ich die Möglichkeit Ihnen die KJG-Munition nach Schweden schicken zu lassen. Zur Not würde ich ggf. sogar eine Schweden finden, der Ihnen  die KJG im Lande lädt. Aber dem müßten Sie vermutlich erst mal ein 8x68S Matritze kaufen, weil die Patron dort nicht so verbreitet ist.

Waidmannsheil nach Schweden, Lutz Möller, 30.Juli 2004

8x68S Ladungen für das KJG

Hallo Lutz,

Ich stöberte heute noch mal auf Deinen Seiten gesurft und fand dort die Beschreibung über die Ladungsleiter. Das hätte ich mal eher lesen sollen. Ich vermute, daß ich bei meiner .300 Win Mag für das Barnes X eine ,,instabile" minimale Streuung gefunden hatte. Im Sommer schoß die Loch-Loch (unter Zeugen). Im Winter dann, als es so um die 15°C kälter war, fing die Büchse massiv zu streuen an.

Meine 8x68S hatte ich in 0,03g (0,5gr)-Stufen mit R904 bis 4,66 g geladen (72,0gr) Ich bin immer so vorgegangen, daß ich Abstufungen mit 0,03 g-Schritten mache, 4 Schritte bis Höchstladung, 3 Schuß pro Ladung. Damit suche ich die geringste Streuung (ich weiß, 3 Schuß sind nicht so aussagekräftig). Dann stimme ich noch mal fein um diese Ladung mit der geringsten Streuung ab. Das hat eigentlich immer bisher gut hingehauen.  Aber ich glaube, daß ich beim KJG auf bis zu 4,8g R904 gehen kann. Für das 11,7-Geschoß werden da solche Ladungen angeben. Was meinst Du dazu?

Gruß, Christian

Ladungen unterschiedlicher Geschosse gleicher Masse zu vergleichen führt in die Irre, weil sich der Brennraum je nach Werkstoff, Bauart und Setztiefe ändert. 4,65g R904 3.794 bar 944 m/s. 4,8g R904 würden mit dem 11,2g 8 mmS LM KJG 107,9% Füllung und 4.295 bar (über CIP) bedeuten und 970 m/s aus 65 cm Lauf bringen, aber kaum reinpassen. Also versuch dein Glück! Statt deiner 3-Schuß-Genauigkeitsprüfung, empfehle ich die Ladungsleiter. Sie führt schneller zum Ziele und liefert bessere Erkenntnisse. 

Lutz


8x68S KJG auf Reh

Moin Lutz,

Hier erste Ergebnisse: Am 26. 11. habe ich auf der Drückjagd 3 Rehe geschossen.

  1. Das erste Reh stand plötzlich 20 Schritt neben mir. Nach dem Schuß sauber hinter das Blatt sprang es ab, als ob nichts gewesen wäre. Ich saß auf einem Ansitzbock in 2,5 m Höhe. Es ging mit dem guten Schuß hinter das Blatt noch 100 Schritt und konnte von mir ohne Hund nachgesucht werden!

    Später wechselte ein einzelner überläufer an. Er hat meine Bewegung gesehen, ist aber trotzdem auf dem selben Wechsel an mir vorbei. Hier war ich etwas langsam, meinte aber, Hochblatt abgekommen zu sein. Dann war Ruhe. Ich bin abgebaumt und sah mir die Anschüsse an. Vom Reh ordentlich Lunge und viel Schweiß! Vom überläufer nur ein paar ,,Federn". Also gerade so überschossen. Schade. Als ich wieder auf den Ansitzbock wollte, wechselte von hinten ein guter Keiler an. Er bekam mich natürlich mit. Strafe muß sein! Zwei weitere Rehe schoß ich dann noch auf 50 Schritt.
     

  2. Das eine Reh, auch hinters Blatt, lag sofort.
     

  3. Das zweite Reh, hochblatt durch die Wirbelsäule, lag auch sofort. Die Ausschüsse waren erfreulich klein! Die Stücke habe ich zwar aufgebrochen, aber nicht selbst verwertet. Daher kann ich nichts zu den Blutgerinnseln sagen. Auch der Schuß durch die Wirbelsäule erzeugte nur einen kleinen Ausschuß und keinen ,,Bombenkrater"!

Waidmannsheil
Burkhard Bienek, Montag, 8. Dezember 2003 07:55

 

Gute Puschka!“

Guten Tag Herr Möller!

Die neuen, 8 mm KJG (9g) lieferten auf Anhieb in meiner 8x68, Sauer 80, Superpräzision: Ladung RWS Hülse, RWS 5333, Vithavuori N550 4,82 g, L6 88,5 mm. V10 von 1.030 m/sec, 4.001 bar ( mittel) gemessen vom Beschußamt Wien.

Auf 100 m einen 5 Schußstreukreis von sagenhaften 12 mm, ein längliches Loch also!

Ich kann jagdlich von weiteren Erfolgserlebnissen mit den 8 mm 9 g KJG aus der 8x68 berichten:

Alle Zeugen der Abschüsse waren von der Geschoßwirkung ( und der 8x68) beeindruckt „Gute Puschka!“.

Ich habe also neue Freunde für Ihre KJGe gewonnen und brauche dringend Nachschub:

100 Stk. 8 mm
100 Stk. .308"
200 Stk. .270"
200 Stk. .243"
und die
50 Stk. 7 mm, die ich noch guthabe!

Mit besten Grüßen
Ekkehard Widmann , Mittwoch, 2. November 2005 17:31

Guten Tag Herr Möller!

Die KJG-Lieferung ist heute schon angekommen, Kompliment! Schneller wie die Feuerwehr!

Einen kleinen Aufsatz über meine Sicht der Dinge bezüglich weite Schüsse auf der Jagd inkl. Bilder von meiner „Ausrüstung” und Geländeeindrücke oberhalb der Waldgrenze werde ich , wie telefonisch versprochen, nachliefern, bitte aber um etwas Geduld, da beruflich bei mir bis Weihnachten die Hölle los ist und die karge Freizeit noch jagdlich genützt werden muß.

Mit den besten Grüßen
Ekkehard Widmann, Montag, 7. November 2005 13:07


Jagderfolg mit 8 x 68 S und KJG

Hallo Herr Möller,

ich reiste die letzten Tage zur Kahlwildjagd nach Ungarn und kann nun wie erbeten und versprochen von ersten Jagderfolgen mit meinem KJG berichten: Ich konnte ein offensichtlich erblindetes Rotwildtier und 2 Kälber erlegen. Die Schußentfernungen betrugen zwischen 4 (beim Tier, das in einer Dickung festsaß und nicht herausfand) und 100 m. Die Fluchtstrecken lagen zwischen 0 und 15 m. Dies obwohl die Treffer in einem Fall alles andere als optimal lagen, da das Kalb im Schuß absprang und der Schuß praktisch schräg durch den ganzen Wildkörper ging. Der Einschuß immer kalibergroß, der Ausschuß von doppelt kalibergroß bis zur Größe eines 2-Euro-Stücks, selbst wenn starke Knochen durchschlagen wurden. Zur Wildbretentwertung und Hämatombildung kann ich nicht viel sagen, das Wildbret ging in der Decke an den Händler. Das KJG wirkt, soweit ich das bisher beurteilen kann, wie von Ihnen vorhergesagt und wie auf Ihrer Website schon oft beschrieben. Bis jetzt bin ich hoch zufrieden und bin jetzt gespannt auf die ersten Rehe und Säue. Ich werde weiter berichten.

Zum Schluß noch eine Frage: Ich habe während des Urlaubs das Magazin nicht entleert, sondern nur neue Munition nachgefüllt. Somit mußte die unterste Patrone insgesamt 6 Schüsse aushalten was leider zur leichten Verformung der Geschoßspitze führte. Wissen Sie eine Abhilfe, vielleicht in Form einer Maßnahme am Magazin?

Mit freundlichem Gruß
Fritz Prinz, Montag, 7. November 2005 12:58

Waidmansheil, Herr Prinz!

Das sind ja dolle Geschichten: Ein blindes Tier. Man gut, daß Sie das gefunden und erlegt haben. Sein natürliches Ende wäre mit Sicherheit weniger schön gewesen. Ihre Schüsse schräg durch ein Kalb sind für das tief und geradeaus eindringende KJG nichts besonderes, wie ich aus eigener Erfahrung zwischen 6,5 und 9,3 mm weiß. Sich keine Sorgen um die Wirkung machen zu müssen, wenn Sie nur treffen ist ja gerade der Vorteil der KJG!

Wenn Geschoßspitzen im Repetierer vorn anschlagen,  fehlet ein Schulteranlage. Die können Sie aus Holz oder Kunststoff (gefräst, geschnitzt, gefeilt) an die Seiten kleben. Dann rucken die Patronen im Rückstoß nicht mehr vorn gegen, sondern an der Schulter. Im übrigen tun die kleinen Dellen nur dem Schöngeist weh. Technisch ändert sich fast nichts. Man kann also ohne Sorge drüber hinwegsehen.

Waidmannsheil, Lutz Möller


Dunkle Kraft von vorn, hinten und eine hdp-Rückstoßbremse. Eine DK verlängert den Lauf nur um 4,25 cm, wiegt 360 g, dämpft Feuerschein und Rückstoß, ist nicht lauter als ein Gewehr ohne Bremse, ist  damit ideal um nachts zu jagen und dennoch das Ziel und den Treffer im ZF zu beobachten. Schalldämpferausführungen sind ebenso möglich,  wie Ausführungen für andere Kaliber. Angebote auf Anfrage

Herr Möller,

sie schrieben „Ab Juni 2005 gibt es die neue Dunkle Kraft  mit 360 g Masse, 200 mm Gesamtlänge, 40 mm Ø, Laufüberstand 42,5 mm mit 15 mm langem M 15 x 1 Feingewinde als Anschluß.“

Was würde der bei einer 8x68 Mauser die leise Rückstoßbremse mit Feuerdämpfer „Dunkle Kraft“ kosten? Eine 8x68 es soll nachgerüstet werden. Rückstoß wäre nicht das Hauptthema, Mündungsfeuer und Geräusch schon eher. Eine Mündungsbremse, die die Lautstärke noch verstärkt, möchte ich keinesfalls, dann lieber „ohne“!

Gruß, Uwe Kampe, Freitag, 10. Juni 2005 18:34

Herr Kamp,

sobald Sie an Ihrer Waffe das als Anschluß notwendige 15 mm lange M15x1 Feingewinde haben, biete ich Ihnen gegen Sicherheit (näheres per Email) eine Dunkle Kraft versuchsweise an zu prüfen. Dann wissen Sie genau, was Sie bekommen. Wenn Ihnen das Ding dennoch nicht gefällt, senden Sie es einfach binnen 1 Woche zurück. Die Arbeit, das Gewinde zu schneiden, könnte ich vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller, 11. Juni 2005

Herr Möller,

die Dunkle Kraft würde mich natürlich auch interessieren. Aber ich habe ja schon die Wunderdose montiert. Wird die Dunkle Kraft im gesetzlicher Hinsicht als „Schalldämpfer“  gesehen?

Gruß, Rechtacek, Freitag, 10. Juni 2005 16:40

 
Nein Herr Rechtaceck,

die Dunkle Kraft ist in waffenrechtlicher Hinsicht kein Schalldämpfer, der den Mündungsknall „wesentlich dämpft“. übliche Schalldämpfer für Hochleistungslangwaffen, also nicht für Unterschallsonderwaffen, z. B. für die Ernte im Gatter, dämpfen den Mündungsknall so bei 20 - 30 dB rechtwinkelig zur Schußrichtung. Schweizer Messungen and 300 m Schießständen mit 20 dB gedämpftem Mündungsknall unmittelbarer Schützennähe zeigten in der Ferne Pegel -10dB. Also sind 10 dB änderungen in der Ferne vernünftigerweise als wesentlich zu bezeichnen.

Gewöhnliche Langwaffen zeigen in Schußrichtung etwa 10 dB höheren Pegel als in rückwärtiger Richtung. Ein gute gasdynamische Rückstoßbremse dreht den Gasaustritt von der Schußrichtung rechtwinkelig zu Seite weg. Damit wandert aus das Lautstärkemaximum von vorn zur Seite. Man kann dann von - 6 dB in Schußrichtung aber + 6 dB seitlich und 5 - 6 dem rückwärts ausgehen. An der gesamten Schallenergie ändert die Bremse rein gar nichts. Nur die räumlich Pegelverteilung ändert sich. Die aber ist für entfernte Beobachter zufällig. Messungen in 500 m vom Schießstand zeigten zudem, Windeinflüsse bestimmen überwiegend den Pegel. Schon leichte Mit- gegenüber Querwindbedingungen rufen über 20 dB änderung hervor. Dabei war der Meßort an mehren Tagen immer derselbe und 45° zur Schußrichtung gewählt.

Daraus ergibt sich der Schluß, technische änderungen unter 6 dB können nicht wesentlich sein, weil die zufällige Raumzuordnung zwischen Schallquelle und -empfänger eben üblicherweise mindestens diese Schwankungsbreite aufweist. Verwaltungsvorschriften zum Waffengesetz, die den Begriff „wesentliche Mündungsknalldämpfung“ näher erläutern gibt es nicht. Im Bereich Schußknall haben in Deutschland Karl- Wilhelm Hirsch und Edmund Buchta vom

Institut für Lärmschutz (IfL)
Arnheimer Straße 107
40489 Düsseldorf

Tel. 49 211 40691
Fax 49 211 40694
Mail info@ifl-acoustics.de
http://www.ifl-acoustics.de

die umfassendsten Kenntnisse und größte Erfahrung. Ich schlug dem BKA vor, die Herren  bei der Festlegung und Formulierung der waffengesetzlichen Verwaltungsvorschrift zu dem Begriff „wesentliche Mündungsknalldämpung“ zu beteiligen. Das zu unterlassen, wäre ein Mangel.

Die Dunkle Kraft ist neben der Mündung vorn mit vielen Bohrungen versehen, also teilweise offen. Herkömmlich Schalldämpfer hingegen sind neben der offen Mündung ansonsten geschlossen, so daß der Unterschied zum Schalldämpfer jedem Betrachter unmißverständlich ins Auge springt, ob nun Jäger, Polizist oder sonst einer. Die  Dunkle Kraft ist waffenrechtlich kein Schalldämpfer, kann also wie ein Luftpumpe frei besessen und benutzt werden!

Lutz Möller, Juni 2005

Schweiß wie Sau

Moin, Moin,

ich habe so ein Bild 4-Sauen-am-Mais-16-11-05.jpg nicht. Oder meinst du die annehmende Sau am Mais? Das Datum ist für unsere Maisjagden auch ungewöhnlich. Das unförmige Ding konnte ich noch nicht erfolgreich einsetzen. Die meisten sitze sind dafür ungeeignet. Ich habe nun einen Sondersitz gebaut, auf dem sie Platz hat und ich normal visieren kann. Nun müssen dort nur noch Schweine auftauchen.

In der Zwischenzeit habe ich schon Drei mit meinem Blaser Bockdrilling und der 8x68S gestreckt.

Die beiden ersten mit 7,62x68R (.30"R Blaser) mit Tellerschuß (18 Kg) und Kammertreffer (38 Kg) Entfernung174 - und 186 m. Die

Meine 8x68S setze erfolgreich einen Herzspitzenschuß auf 89 m mit 30 m Flucht in den Mais zurück. Dank des Schweißes wie aus der Gießkanne waren die leicht zu finden. Leider war die Kamera zu Hause. Wenn der Mais runter ist, hat die Große ihren Auftritt.

Gruß Hein Mück , Samstag, 9. September 2006 11:01

Hallo Lutz,

ich habe gerade in der "Pirsch" 15 2006 einen Bericht zu einer Waffe und deinem KJG in 8x68 gefunden.

Gruß Klaus, Dienstag, 19. September 2006 20:12

 

Das Geschoß bestimmt die Wirkung

aber nicht die Patrone


Hallo Herr Möller,

ich bin Patrick (16) und ich komme aus einer Jägersippe. Ich habe mich mal auf deiner Internetseite umgeschaut und mir alle verschiedenen Kaliber beguckt. Ich bin letzt endlich auch zu der 8x68s Patrone gekommen! Darüber gibt es sicherlich verschiedene Meinungen. Ich bin folgender: Die Patrone selbst ist sicherlich nicht schlecht, aber meines Erachtens für Niederwild (einschließlich Rehwild) und Sauen zu brutal!

LM: Nein, nur mit ungeeigneten Geschossen!

Ich habe natürlich gelesen, daß Sie das sog. "KJG" entwickelt haben, aber kann natürlich nicht sagen, ob das gut oder nicht ist.  Ich habe mir natürlich auch die Bilder angeschaut und finde dies doch NICHT angemessen! Wenn ich mal als Beispiel die beiden Füchse oder den Bock mit dem Keulenschuß betrachte, fällt mir als Mensch mit Verstand auf, daß das nicht normal ist!

LM: Keulenschüsse sollen vermieden werden, ganz gleich mit welcher Patrone oder Geschoß! Sie sind nicht waidgerecht!

Auch bei dem Bock mit dem Blattschuß bin ich entrüstet! Sicherlich können sie da nichts für, aber als JÄGER muß ich doch merken, daß ich damit Wildbret zerstöre! Das kann doch nicht Sinn der Sache sein!  Jäger, die mit solch einer schnellen und dazu noch schweren Patrone schießen, müssen sich doch im klaren sein, daß gerade eine weiches Geschoß großen Ausschuß erzeugt, besonders wenn das Geschoß auf eine Rippe trifft!

LM: Ganz richtig: Je weicher und schneller ein Geschoß ist, desto übler fällt dessen Wirkung aus!

Die Bilder die Sie zugeschickt bekommen haben, finde ich, sehen nicht waidgerecht aus und machen auf Menschen, die nicht viel Verständnis für die Jagd haben, einen ebenso schlechten Eindruck! Ich habe für die Leute die mit einer 8x68S jagen durchaus Verständnis, aber man merkt und weiß doch, diese Patrone ist für Niederwild und Sauen doch zu stark!

LM: Oh nein, nur bei falscher Geschoßwahl!

Ich möchte diese Beschwerde nicht an Sie richten, da Sie, wie schon erwähnt, für die Bilder ja nichts beitragen, aber an ihrer Stelle würde ich die Bilder nicht auf meinem Netzplatz veröffentlichen! Danke für Ihr Verständnis. Sie können sich, wenn sie Zeit haben, ja mal dazu äußern! Danke!

Waidmannsheil Patrick E. Mittwoch, 31. Januar 2007 17:06

Lieber Patrick,

mein Netzplatz dient Jäger und Jungs, die das mal werden wollen, zu bilden. Das geht nur mit Wahrheit und umfassender Darstellung, sowie Deutung. Ich kann nicht nur Erfolge darstellen, auch Fehler gehören hier her, damit man bitte aus jenen gefälligst lernen möge. Das  8 mm KJG kann hier alles fangen, sicher, weit und dabei schonend, auch Rehe. Die deutsche Magnum 8x68S verschießt das schnelle Geschoß im Feld ganz wunderbar weit, aber im Wald langt für dasselbe Geschoß unsere gute alte 8x57IS Patrone vollkommen. Was die Geschosse im Ziel bewirken bestimmen die Geschosse, nicht im Gewehr zurückgelassene Hülsen. Du siehst ganz richtig, daß zu weiche Geschosse nicht in schnelle Patronen gehören. Anders als Bleigeschosse verhält sich das KJG Geschoß schnell und langsam gleich. Das ist sein großer Vorteil!

Waidmann heil, Lutz Möller

 

Geht doch!

8x68S KJG als Rehwildgeschoß, Abschußbericht

Hallo Herr Möller!

Zu der Zuschrift, die Sie am 31.01.07 von dem jungen Mann „Patrick“ zur Wirkung der 8x68 S und deren angeblicher Ungeeignetheit erhielten habe ich ein kleines Gegenbeispiel. Am selben Abend, dem letzten der diesjährigen Rehwildjagd, konnte ich noch ein weibliches Kitz auf 40 m mit meiner 8x68 S KJG schießen. Es stand vertraut und breit. Ich zielte wildbretschonend hinter das Blatt in die Kammer. Auf den Schuß machte es ein paar letzte Sprünge und lag nach 15 Metern. Die „Zerstörung“ bzw. Wirkung des KJG kann man den beigefügten Bildern entnehmen.

Weidmannsheil, M. D., Freitag, 9. Februar 2007 14:36

8x68S KJG Einschuß
Einschuß
8x68S KJG Einschuß, abgezogen
Einschuß, abgezogen
8x68S KJG Einschuß, innen
Einschuß, innen
8x68S KJG Ausschuß, weit hinten
Ausschuß außen
8x68S KJG Ausschuß, abgezogen
Ausschuß, abgezogen
8x68S KJG Ausschuß, innen, mit Durchblick
Ausschuß innen

hdp-Rückstoßbremse muß ich haben

Hallo Herr Möller,

schon des Öfteren bin ich interessiert auf Ihrem Netzplatz hängengeblieben. Jetzt hatte ich am Dienstag das Glück eine 8x68 S mit Mündungsdämpfer schießen zu dürfen. Der Entschluß war dann recht einfach. Ich muß so eine hdp-Mündungsbremse haben! Nun meine Frage: Kann ich eine solche Mündungsbremse über Sie beziehen. Desweiteren benötige ich noch 100 Schuß Ihrer KJGes. Beides benötige ich für eine Browning Acera in .300" Win Mag. Da ich kein Wiederlader bin, sollte die Munition schon geladen sein.

Mit freundlichen Grüßen, Frank Seidler, Mittwoch, 25. Oktober 2006 19:09

2003er 8 mm S 11g KJG durchdrang Streifengnu 15 m längs, berichtet G. Forster 2006

2003er 8 mm S 11g KJG durchdrang Streifengnu 15 m längs, berichtet G. Forster 2006

Falsch: Rehwild mit dem 8 mm KJG-Zerstörer aus der 8x68S

Richtig: Jagderfolg auf Rehe mit 8x68S

8 mm KJG spitz 2007

8 mm KJG spitz 2007

8x68S Schichtwechsel 2006 - 2007

8x68S Schichtwechsel

8x68S KJG spitz Patrone

Neu ab 2007

8 mm KJG spitz

Guten Tag Herr Möller,

Ihrer Internetseite beeindruckt mich sehr. Ich habe einige Stunden gelesen und habe jetzt nur einige Fragen. Ich schieße eine Mauser 66 S in 8x68S. Da ich mit meinen Jagdpatronen und Norma MRP Pulver sehr zufrieden bin, wollte ich Sie fragen, ob ich Ihr 8 mm S KJG spitz 30,5 mm lang, 8,2 g schwer für 87 mm lange Patronen auch mit Norma MRP laden kann.

LM: Nein, siehe Pulverlebhaftigkeit und die empfohlene 8x68S KJG Ladung.

Haben Sie dafür auch Ladedaten, da Sie die 6,5x68 auch mit MRP laden?

LM: Nein, denn das sind innenballistisch aber doch völlig unterschiedliche Patrone. Werfen Sie die nie durcheinander!

Mit freundlichen Grüßen, Rolf Wendemuth, Freitag, 30. März 2007 14:22

8x68S und R901


Hallo Herr Möller,

ich möchte für meine Mauser 66 mit 65cm LL 8x68S laden und benötige dafür 100x 8 mm KJG spitz 8,2g. 

Ferner möchte ich anfragen, ob man Plastikspitzen für 9,3mm und 8mmS KJG gesondert erwerben kann?

LM: Gewöhnlich nicht. Wofür wollen Sie die denn haben?

Da ich im Kaliber 9,3 und 30 für KJG nur R901 Pulver verlade möchte ich anfragen, was Sie von einer R901 Ladung für 8x68S mit KJG s halten. Ich habe mir folgende Ladung vorgestellt:

Kal. : 8x68S
Pulver : RWS R901 4,29 gramm
Gesch. : 8,229g KJGs
Zünder : RWS 5333
L6 : 87mm

Gegenüber dem R902 Vorschlag, den Sie vorschlagen, sind das nur 2 m/s weniger Vo, aber Brennschluß erfolgt noch im Lauf. Wie denken Sie darüber? Falls Sie veröffentlichen bitte nur mit Initialen JKH. Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Gute Tag Herr JKH,

der letzte der einzelne schwarze Kappen wollte, benötigte die in einer Bildungseinrichtung um Zeigestöcke mit einer tafelfreundlichen Spitze, sprich nicht kratzender, auszurüsten. Der Erfolg gab ihm recht. Ich habe wie Sie verstehen mögen, keine Antrieb mir Geschosse nachbauen zu lassen. Bevor ich Ihnen die Frage beantworte, möchte ich wissen wofür Sie die Plastikspitzen denn einsetzen wollen?

Ihre Ladung scheint in Ordnung und ich habe Sie daher auch mit beiden Vorschlägen aufgenommen, gleichwohl ist mir nicht ganz wohl dabei, weil, soweit sich weiß,  das R901 aus dem RP1 stammt, aus dem Norma das N200 ableitet. Die beiden zeigen ganz unterschiedliche Pulverlebhaftigkeit. Während das R901, genau wie die Alliant Reloaderpulver,  von Bofors selbst abgefüllt werden, sucht selbst Norma aus. Nun unterscheiden sich Norma 200 und R901 deutlich. Die einzige R901-Annahmeprüfung findet meines Wissens aber nur anhand einer Ladung einer sehr kleine Patrone statt. Das heißt, was das das R901 in der 8x68S machen wird, ist unbekannt. Ich rate daher zu vorsichtigem Umgang mit der R901-Ladung in der 8x68S. Während alle andern Vorschlage so genommen werden sollen, wie sie dastehen sollt man hier etwas mehr Vorsichtwalten lassen.

Lutz Möller, 22. Mai 2007


Erster Bock am Pfingstsonntag

Grüß Gott Herr Möller,

Ich habe am Pfingstsonntag abend meinen ersten Rehbock mit dem 8 mm KJG spitz erlegt. Die Patrone war die 8*68 S, unser deutsche Magnum, die Waffe eine Mauser 66. Die ist meiner Meinung das Beste das es gibt. Die Entfernung betrug 180 m. Das Stück lag im Feuer und bewirkte so gut wie keine Zerstörung des Wildes. Der Einschuß lag genau auf dem Blatt. Der Ausschuß betrug etwa doppeltes Kaliber. Ich bin total begeistert, allererste Sahne!

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Stefan Schweizer, Mittwoch, 30. Mai 2007 12:20

Waidmannsheil, Herr Schweizer,

Haben Sie Bilder (auch vom Revier, schöne Landschaft, Anblicke, )

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller, Lutz Möller

KJG auf dem Schießstand

Hallo Herr Möller,

Meine nach Ihrem Ladungsvorschlag geladenen und von der DEVA gemessenen 8x68S KJG- Ladungen bezeichneten Sie ja neulich auf Ihrer Seite als Schlappladung. Dabei decken sich die Werte nahezu mit Ihren Quickload-Berechnungen. Meine Ladung ist sogar noch schneller, bei weniger Druck. (4,5g R902 mit CCI 250 in RWS 8x68S- Hülse) ergab nahe der Mündung 1.088 m/s .

LM: Schlapp weil wir mit Norma 202 beachtliche 1.165 m/s erreichten.

Na jedenfalls habe ich diese Ladung am Wochenende ausgiebig Versuche geschossen. Auf 100 m ergaben 5 Schuß einen 8 mm Streukreis. Die Schlappladung schießt also auch sehr gut .

LM: Ich bitte um ein Bild davon!

Dann ging es auf die 300 m - Bahn. Wir schossen unter jagdlichen Bedingungen ohne jede Hilfsmittel. Die Waffe wurde nur auf dem Rucksack aufgelegt, geschossen wurde im Liegen. Die Scheibe war eine Wildscheibe (einmal Schwarzwild, einmal Antilope (Grant- Gazelle)). Dabei schoß ich vier Serien je 5 Schuß (Sauer 202, Zeiss Victory 3-12x56). Die Streukreise lagen bei 60 mm, 65 mm, 70 mm, 55 mm, 65 mm. Die KJG-Ladung wies bei meiner Waffe mit 65 cm-Lauf auf 300 m bei 4 cm Hochschuß auf 100 m 22 cm Tiefschuß auf.

LM: Um auf GEE einzuschießen benötigend Sie 4,5 cm Visiererhöhung auf 100 m 4,2 cm Hochschuß. Welche Visiererhöhung haben Sie?  

Mit den Schußgruppen bin ich sehr zufrieden. Wohlgemerkt sind da bestimmt noch Verbesserungen drin, wenn ein anderes Zielfernrohr bzw. eine bessere Auflage gegeben ist. Für den nachgestellte jagdlichen Einsatz sind die erreichten Ergebnisse allerdings sehr gut. Den Haltepunkt auf Wild bis 300 m (Gams) kenne ich jetzt und das gibt Selbstvertrauen bei der Jagd. Daß der Tiefschuß allerdings so stark ausfällt, hatte ich nicht erwartet, eher so bei 10 cm. Aber das zeigt eben nur die Übung auf dem Stand. Ganz gleich, wie optimistisch QuickLoad rechnet, man sollte immer alles prüfen.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas Fügner, Montag, 25. Juni 2007 11:29

Tag Herr Fügner,

solche Abweichungen sind ungewöhnlich. Sie decken sich nicht mit den üblichen Erfahrungen. Zum einen müssen Sie die Visiererhöhung sehr genau beachten, um verläßlich vorhersagen zu können. Zum anderen sollen Sie die Waffe bei der GEE auf GEE einschießen, nicht auf 100 m. Die Fehler werden sonst zu groß (Strahlensatz) Sprich wenn Sie bei 4,5 cm Visierhöhe über Laufseele bei 1.100 m/S v0 auf 236 m auf Fleck einschießen, wird das Geschoß auf 300 m dann 9,8 cm fallen. So wie Sie einschießen, bekommenSie kein verläßlichen Aussagen für weite Schüsse . Das es geht, wenn man es richtig macht, zeigt Ferne Beute mit der 8x68S. Lesen Sie dort nach. Was mein geschosse auf wirklich große Entfernungen ( 1 - 1,5 km) mit dem richtigen Steuermann im Vergleich zu leisten im Stande, lesen Sie in LM-105. das Geschoß hat bei den großen Entfernungen den Wettbewerb mit Abstand dominiert! Bei den Kupferjagdgeschossen, die allerdings für den Jagdeinsatz vorrangig bis 300 m entworfen sind, sieht das ähnlich aus. Aber Sie müssen die Waffe schon richtig Einschießen!

Waidmannsheil, Lutz Möller

LM-101 900 m/s Machiso

Das LM-101 Geschoß soll 2009 aus einer leicht geänderten 8x68S Hülse die F-Class Weltmeisterschaft gewinnen

Ich rate sehr zu einem 8 x 68 S Repetierer mit

Mündungsbremse oder Dunkler Kraft.

Angenehmer und besser kann man kaum schießen!

Gönne Dir MJG der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.

Du wirst kein besseres Jagdgeschoß finden.

Lutz Möller

Lutz Möller, .de