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6,5 mm KJG in einer 6,5x55 schwedisch Mauser

Lutz Möller 6,5x55 KJG Munition

Die 6,5x55 schwedische Mauser-Entwicklung ist in den skandinavischen Ländern sehr beliebt und wird, was ein Blick in die Statistik zeigt, z.B. in Schweden als die am meisten auf Elch verwendete Patrone geführt. Das bedeutet nun nicht, sie sei die Elchpatrone schlechthin: Vom rein ballistischen Standpunkt ist die 6,5 x 55 eher an der Untergrenze dessen anzusiedeln, das auch bei schlechten Schüssen für starkes europäisches Schalenwild noch als ,,tauglich“ angesehen werden kann. Da sie etwa so viel wie die 6,5 x 57 leistet, kann man sie nach den gleichen Einsatzgrundsätzen beurteilen wie die deutsch-österreichische Standardpatrone. Im deutschsprachigen Raum ist sie so gut wie unbekannt; zwar werden Waffen für sie gebaut, aber ausschließlich für den Export. Dem Sportschützen ist die Patrone etwas geläufiger als dem deutschen Jäger. Mit Freigewehren dieses Kalibers wurden schon einige Rekorde erzielt. Die 6,5 x 55 wurde 1894 für die Mauserbüchse gleichen Modelljahres in Oberndorf entwickelt und mit dieser zusammen in der schwedischen Armee eingeführt. Wenig später folgte Norwegen und verwendete die Patrone im Krag-Jorgensen-Gewehr. Gleichlaufend mit der militärischen Verwendung kam die Patrone auch in die Hände von Jägern und Sportschützen, und aus diesem Grunde ist zu verstehen, die Skandinavier halten an ihrer 6,5 x 55 genauso wie der Amerikaner an seiner .30-06 und der Deutsche an der 8 x 57 IS fest Die 6,5 x 55 hat den gleichen Geschoßdurchmesser wie die mitteleuropäischen und amerikanischen 6,5-mm-Patronen (.263", .264"). Das erleichtert die Versorgung mit Projektilen. Dagegen fallen die Hülsenmaße mit über 12 mm Bodendurchmesser etwas aus dem Rahmen. Daher können nur Originalhülsen verladen werden

. . . schrieb RWS etwa 1982

Warnung! | KJG Geschoß | Welches KJG? | Reh | Rudis Rentnerbock | Frischlinge | Sauen im Frühlicht | Elch |Alte Betsy | Lapua Mega oder KJG? | aufreiben | Schwedenmauser | Die Damwildaufgabe | Erfahrungen | 6 g KJG Schußbilder | Scheibenladung | Bremse

Wesentliche Gründe 6,5 mm Patronen zu wählen sind

Lutz Möller KJG Geschoß

Alte Geschichten und Empfehlungen beschäftigten sich vorrangig mit tombakummantelten Bleigeschossen. Seit meinem KJG Geschoß Ende 2003 ist alles anders. Das reibungsarme Führbandvollgeschoß beschleunigt bei geringeren Einpreßkräften schon bei geringerem Druck schneller, läßt sich viel höher laden, bietet größere Geschwindigkeiten, flachere Flugbahnen für weite Schüsse, die Hohlspitze splittert in 6,5 mm 1,8 g Masse ab, plattet zum Zylinder ab, dringt so schulterstabilisiert aus jedem beliebeigen Trefferwinkel schnurgerade sagenhaft tief ein.

6,5 mm KJG Geschoß

6,5 mm KJG mit 1.000 m/s auf dem Weg ins Ziel, Gleichmachlinien

Patrone

Zug

Feld

G1

G

s

i

L6

Drall

6,5x65 RWS

6,45

6,70

6,71

9,96

5

1°30'

85

200

6,5x57 Mauser

6,45

6,70

6,75

30

-

0°17'11,30"

82

200

6,5x55 SE

6,50

6,73

6,84

14,1

-

0°42'30"

80

220

Inzwischen gibt das für den weiten 6,5x55 SE geeignet 6,5 mm kurz KJG

Sehr geehrter Herr Möller,

ich betrachte immer interessiert die Anfragen an Sie. Heute habe ich mal einige Fragen: Ich suche präzises Kaliber, Geschoß, um auf weite Entfernungen auch deutlich oberhalb von 150 m Rehwild oder schwaches oder mittelstarkes Hochwild bejagen zu können. Sie beschreiben 6,5x65 mit Lapua Scenar als weitreichendes Geschoß. Wodurch kommt das? Ich nehme an, dies könnte für meine Blaser R 93 in 6,5x55 doch auch etwas sein, oder? Wenn ja vermutlich besser mit 7 als 9 Gramm? Wie wirkt das Geschoß? Hart / Weich? Ich bin Wiederlader. Ist das Scenar dem von Ihnen ja auch öfter beschriebenen Nosler Ballistic Tip in Flugeigenschaften deutlich überlegen?

überlege auch Anschaffung einer Remington 700 (dann mit Jewell oder Shilen Abzug, sollen doch besser sein als R 93 Abzug von Blaser, oder?) in 7 mm Rem. Magnum. Da gibt es neben der einigermaßen rasanten Standardladung ja auch Heavy Magnum Ladungen mit Leisterungssteigerung (Hornady) bzw. Managed Recoil mit reduzierter Leistung und Rückstoß für schwaches Wild und kurze Entfernung, somit hätte man doch eine sehr hohe Flexibilität, oder?

Gruß, Henning Röver, Montag, 26. Juli 2004 18:29

Herr Röver,

damit ein Geschoß gestreckt fliegt, muß es schnell sein und muß dem Luftwiderstand widerstehen, als auch schnittig durch die Luft rasen. Bei unseren deutschen Jagdentfernungen unter 300 m sind aufgrund der kurzen Flugstrecke leichte Geschosse besser als schwerer geeignet, weil die Pulvermenge die schneller beschleunigt.

Sofern Sie nur Rehe und Füchse bejagen wollen, kein Hochwild kommen Sie auch mit dem Lapua Scenar zurecht. Mit etwa 6 -7 cm cm Tiefenwirkung sollten Sie damit aber keine großen Tier ist bejagen wollen. Das wäre nicht waidgerecht! Oberflächliche Verltzungen, weite Fluchten, Krankheit, Siechtum und elender Tod wären bei zu großenTieren die unvertretbare Folge.

Für Ihren Anwendungsfall Reh bis Hochwild aus der 6,5 x 55 Schwedisch Mauser ist das Lutz Möller 6,5 mm KJG Geschoß das geeignete Geschoß.

MfG, Lutz Möller, 30. Juli 2004

Hallo Herr Möller,

bitte senden Sie wie eben telefonisch besprochen an folgende Adresse [...] 100 KJG Geschosse kurz für meine 6,5x55 sowie Ladedaten mit verschiedenen Pulvern sowie dem Hinweis auf Daten, die eine möglichst gestreckte Flugbahn ermöglichen (erster Schuß natürlich in den Boden).

Danke und Gruß, Henning Röver, 30. Juli 2004

Welches KJG?

Hallo Herr Möller,

welches 6,5 mm KJG Geschoß würden Sie mir für den Schwedenmauser empfehlen? Ich habe gesehen, das es mittlerweile 7g, 6g und 5,5g Geschosse gibt. Als Pulver würde ich gerne N140 oder N160 verwenden.

Was meine Versuche mit der 8x68s anbetrifft, so muß ich sagen, das ich diese Patrone für den Wiederlader als nicht einfach ansehe. Nachdem ich anfänglich ziemlich gute Erfahrungen macht, hatte ich aber nach ca. 3-4 maligem Wiederladen der Hülse das Problem, das ich den Verschluß teilweise nicht mehr zu bekam, oder das die Patrone nicht mehr zündete. Ich bin letztendlich dazu übergegangen, mir fertige KJG Munition mit dem 9g KJG zu bestellen. Ich bin mit der Präzision sehr zufrieden.

Nun wollte ich gerne einmal meinen Schwedenmauser mit KJG ausprobieren und ich würde mich über einen Ratschlag von ihnen sehr freuen.

MfG Michael Melchert, Freitag, 22. Juli 2005 09:19

Tag Herr Melchert,

Danke für Ihre Post! Zur 8x68S siehe dort bei Klemmer.

Nach den guten Erfahrungen mit 6,5 mm Copper bullets in Africa, bei denen ich keum einen Unterschied zwischen dem 5,5g kurz und dem 7g lang erkennen konnte und seitdem das 6,5 mm 6g KJG sich auch aus der 6,5 x 68 mit 250 mm Drall und sogar einer 6,5-284 Patrone drallstabil verschießen läßt entfällt die Notwendigkeit für die verschiedenen 6,5 mm Patronen verschieden 6,5 mm KJG Geschosse anzubieten. Daher gibt es für 6,5 mm Patronen einzig nur noch das 6,5 mm 6g KJG! Seien Sie versichert, sie werden damit gut zurechtkommen.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 22. Juli 2005

Reh

Guten Abend Herr Möller!

Ich habe die Büchse jetzt endlich einschießen können. Alle Einschüsse einer 4er-Gruppe lagen innerh. einer 50-Cent Münze. Der erste Bock mit meinem KJG liegt nun auch: Ca. 140 m, Ein- und Ausschuß knapp hinterm Blatt in die Lunge, beide etwa gleichgroß, Fluchtstrecke etwa 40 m, viel Schweiß, gr. Hämatom, leicht zu entfernen, auf Einschußseite, keine Wildbretentwertung. Das läßt sich jedenfalls gut an . . . Ich bin auf weitere Erfahrungen gespannt!

Grüße C. Kellinghusen, Dienstag, 25. Mai 2004 22:37

Waidmansheil Herr Kellingusen!

Dann man guten Hunger. Ich bin auf weiter Bereichte gespannt!

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

Hallo Herr Möller,

immer wieder studiere ich in Ihrer Seite interessante Artikel. Hätte da eine Frage zur Geschoßwahl. Seit dem vorigem Jahr habe ich eine eine Sako 6,5x55 SE. Ich komme aus Südtirol und jage damit vom Reh, über Gams bis hin zum Berghirsch, schoß mit 7,8 g Nosler Ballistic einige Rehe, die zwar im Feuer lagen, stellte beim Zerwirken leider Blutgerinnsel fest. Könnten Sie mir vielleicht ein anderes Geschoß empfehlen? Das gleiche Problem bildet die .222" Rem., die ich in einer R 93 führe. Mit 3,2g Nosler Ballistic erlegte Rehe, flüchteten zwar nur 20 m, wiesen allerdings auch Blutgerinnsel. Bei der .222" lagen die Treffer im Blatt, bei der 6,5 x 55 in den Rippen 10 cm hinter dem Blatt. Im übrigen ist an Kopf- und Trägerschüssen nicht zu rechnen, da wir auf relativ hohe Entfernungen schießen müssen. Haben Sie vielleicht auch hierzu einen Tip. Würde mich auf eine Antwort sehr freuen.

Danke und Waidmannsheil aus Südtirol, Harald Baumgartner

Tag Herr Baumgartner,

Reh, Gams und Hirsch - Sie haben's gut. Tausche Gams gegen Sau! Gutes Wildpret ist meist eine Trefferfrage, weniger ein Geschoßfrage. Weniger die Technik, als der Umgang mit ihr bestimmt, ob ein wundes, halbtotes Tier wunden noch Blut pumpen kann. Statt sich in Ihrem Wunsch nach einer Lösung der Blutgerinnselfrage auf die Geschosse zu stürzen, wäre hilfreicher sich über die Haltepunkte, den inneren Aufbau des Wildes und dessen Biologie zu kümmern. Ich glaube daher, mit Ihrem Geschoßansatz denken Sie nicht in eine Blutgerinnsel sicher vermeidende Richtung! Erfahrungen mit 6,5 mm Geschossen lesen Sie bitte bei der 6,5 x 65.

Kopf- und Trägerschüsse erhalten wertvolle Wildpret (Hirn oder ein kleines Stück Träger müssen allerdings dran glauben, aber Rücken und Keulen sind wertvoller) und vermeiden sowohl Fluchten als auch Blutgerinnsel. Können derlei Schüsse nicht angetragen werden, wäre ein Kammerschuß auf das Herz mit einem schnellen, weichen Geschoß die nächste Wahl, jedenfalls vor Blattschuß oder anderen wildpretzerstörenden Fleischtreffern.

Blattreffer zerstören Wildbret, ganz gleich mit welchem Geschoß, auch aus der .222" auf Rehe. Kammertreffer mit der 6,5x55 sollten schonender sein. Das schnellere 6,5 mm KJG Geschoß läßt sich auf kleine Ziele (± 5 cm Zielbereich) dennoch weiter nutzen, als das längere schwerere Auf große Entfernungen ist das 7,8 g Nosler BT schon zu langsam, um schnell zu töten

Horrido nach Tirol, Lutz Möller

Rudis Rentnerbock

Hallo Herr Möller!

Ich hatte ersten Erfolg mit dem 6,5 mm KJG im Schwedenmauser auf Rehwild. Ich bin begeistert!

Bock auf ca. 100 m stehend nach links beschossen, kam etwas weit hinten ab. (Lungenspitzen u. Leber durchschossen). Der Bock zeichnete, machte eine 180 Grad Wende blieb kurz stehen, fiel dann um und verendete. Am Anschuß war reichlich Schweiß. Der Einschuß ist kaum sichtbar, der Ausschuß rippenbreit, nur handgroßes Blutgerinnsel.

 Na dann bis zur nächsten Erfolgsmeldung!
Viele Grüße, Rudolf Bittner, Mittwoch, 15. Juni 2005 15:18

Ps.: Ich bräuchte die Ladedaten für 6,5x55 mit dem alten 7g KJG. Die fand ich auf der Webseite nicht.

Waidmannsheil, Herr Bittner, zu dem gelungenen und hochwirksamen Leberknotenschuß, der wenig bekannt ist, sich bei spitz stehendem Wild aber immer anbietet! Welche Pulver meinten Sie für das 7g 6,5 mm KJG für die 6,5x55SE? Lutz Möller, 15. Juni 2005

Hallo Herr Möller!

Mit Freude las ich heute meinen Erfahrungsbericht auf der 6,5er Website. Das tolle Erlebnis schwingt immer noch in mir. Zu der Ladedatenfrage: Ich hatte das Rottweil R904 verwendet.

Bis dahin viele Grüße und Weidmannsheil, Dienstag, 28. Juni 2005 09:36

Rehwild u. Frischlinge

Lieber Jäger,

es gibt weit mehr Kaliber und Geschoßtypen als Jäger. Meine rund 300 Stück Rehwild und 45 Sauen, sowie 2 Sikahirsche erlegte ich meist mit der 6,5x55 aus einer R 93. Die weiteste Fluchtstrecke bei einer 50 kg schweren Bache lag bei 50 Meter, die für meinen Hund keine Probleme aufgab. Ich verwende das 10,1 g Mega von Lapua. Beim Rehwild kann es vorkommen, daß sie noch 10-20 Meter weit gehen. Einige Rehe habe ich auch mit der 5,6 x 52 R erlegt. Eine feine Sache. Alles Rehwild am Anschuß. Schüsse über 150 m lasse ich sein, da sie nicht nötig sind.

Mit Gruß, M. Gasser, Montag, 15. April 2002

6,5 mm Patronen gibt es viele. Ich führe die hervorragende 6,5 x 65, empfehle sie allerdings eher für Widerlader. Die 6,5 x 55SE ist hingegen, der ebenfalls hervorragenden alten militärischen Schwedenmauser wegen eine beliebte Sportpatrone, die viel geschossen wird, für die hervorragende Munition angeboten wird. So billig, daß selbst VMS in 6,5x55 schwedisch zu laden nicht lohnt. Die alten Militärgewehre, besonders die langen mit 74 cm Lauf schießen gut. Ich sah mal eine Schützen in Roßlau der im militärischen Anschlag, also liegend mit Schießriemen, über die originale offene Visierung Kimm und Korn gerichtet 20 Schuß binnen 6 cm! auf die 300 m Scheibe brachte! Das ist eine Meisterleistung. Sie zeigt aber die Leistungen, die die Schwedenmauser zu bringen vermögen. überlegen Sie doch mal, ob ein Jagdgewehr auf Schwedenmausergrundlage für Sie in Frage käme - gut und günstig.

3,4 g Vihtavuori N160 beschleunigen das 7g Lapua Scenar aus einem 650 mm Lauf auf 972 m/s. Falls Sie also nach einiger übung auf dem Stand und Erfahrung das Wild anzusprechen sich weite Schüsse zutrauen (nicht jedermanns Sache) dann bessern sich die Verhältnisse zusehends mit einer steife Ladung und einem aerodynamisch guten Geschoß nämlich so: Ich schieße selbiges Geschoß etwas schneller aus der 6,5 x 65 mit gutem Erfolg auf Reh und Weißwedelhirsch, also nur auf kleine Tiere.

Die 6,5x55SE ist vielseitiger als die 7,62x51. Die Skandinavier erlegen damit Elche. Andererseits sind die schlanken weichen Scenar mit weit über 900 m/s für die Rehjagd erheblich besser geeignet, als die langsamen 7,62er. Wenn man sehr leichte Geschosse in die 7,62er lädt, werden die dann naturgemäß kurz und dick, die ballistischen Eigenschaften ähneln denen einer Schrankwand, sprich die Flugbahn streckt sich trotz größerer V0 nicht, Rasanz bleibt aus, die Flugbahn bleibt krumm wie eine Bockwurst. Die Rehe freuen sich, der Jäger nicht. Ich habe den ganzen ärger mit der .30-06 Springfield, die ja schneller als die .308" Winchester ist, hinter mir. Die betrüblichen Erlebnisse sind in 30-06 auf Rehwild geschildert. Daher rate ich von .308" W. und .30-06 ab. Die Waffe baute ich auf 8,5x64 um, Schwesterwaffe zur 6,5 x 65.

Geschoßwahl 6,5x55

Sehr geehrter Herr Möller,

nach monatelangem Studium Ihrer Internetseiten (und immer entdecke ich noch was neues) meine konkrete Frage: Ich führe als Nachsuchenwaffe eine 6,5 Schweden-Mauser, die auch zu Drückjagden geführt werden soll, Hauptwild ist Schwarzwild mit durchschnittlichem 40 - 50 kg Lebendgewicht. über die Idiotie dieser Waffenwahl zu diesem Zweck werde ich bei jeder Gelegenheit von wissenden Jagdkollegen hingewiesen. Der Lauf ist ca. 42 cm lang, max. Schußentfernung liegt bei meinen Jagdverhältnissen bei ca. 120 Meter und beim Einsatz dieser Waffe bei ca. 50 Meter, wobei die durchschnittliche Schußentfernung bei 5 - 15 Meter liegen dürfte. Das Wunschgeschoß sollte ohne Splitter und absolut richtungsstabil aus dem Wildkörper austreten und genügend Stoppwirkung aufweisen. Können Sie mir für diesen Zweck Ihr 6,5 mm 6 g KJG empfehlen? Wie wäre das 10,1 g Lapua Naturalis als Alternative?

Herzlichen Dank für Ihre Antwort
Andreas Kolb, Freitag, 14. Oktober 2005

Nein, Herr Kolb,

weil Sie keine Splitter wollen kann ich Ihnen weder das KJG Geschoß noch das Naturalis empfehlen, denn beide splittern, auch wenn Lapua das anders behauptet. Da Sie aber gleichzeitig „genügend Stopwirkung“ wollen, kann Ihre Gesamtforderung nicht erfüllt werden, da sie selbst widerspricht. Lesen Sie bitte Wirkungsquerschnitt. Danach sollten Sie verstehen, das ein kleinkalibriges Geschoß unbedingt splittern muß, um hinreichende Wirkung zu gewähren. Anders können Sie die dem Geschoß innewohnende Wucht (kin. Energie) nicht in Wundwirkung umsetzen. Die Richtungsstabilität bekommen Sie mit meinem KJG auf jeden Fall. Beim Naturalis bin ich mir nicht so sicher, weil ich diese Bilder asymmetrisch gesplitterter Naturalis habe. Ich finde auch seltsam ein Geschoß als splitterfrei anzupreisen, das beim Schuß auf Wild in 70 m dann doch splitterte. Das KJG bietet die sicherere Lösung, weil die Hohlspitze bei ihren Entfernungen immer splittert und die Restbolzen sich in allen Lagen als ausgesprochen richtungstreu erwiesen haben, auch beim streifend einfallenden Schuß von hinten hinter die kurze Rippe, lies Warzenkeiler. Die Lutz Möller 6,5 mm KJG Geschosse töten auch große Tiere, nicht nur Zentnerschweine, lies 6,5 mm Copper in Africa 2004. Bei Bewegungsjagden zielen Sie mit schnellen Geschosse immer einfacher, weil Sie weniger vorhalten müssen. Kurzum ich rate sehr wohl das KJG auch aus der Schwedenmauser auf Drückjagden zu führen. Sie werden Ihre Freude haben.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 15. Oktober 2005

Sehr geehrter Herr Möller,

danke für die ausführliche Antwort. Jetzt schwanke ich natürlich immer noch in der Entscheidung. Bei der Nachsuche sollte natürlich hinter dem Wild kein Streutrichter aus Splittern den Hund gefährden: Ich vermute mal, daß das KJG durch die Hohlspitze sehr schnell anspricht, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit von Splitteraustritt bei Schwarzwild, denn nur darum geht es mir ja. Natürlich ist mir klar, daß dies von zielballistischen Bedingungen im Einzelfall abhängt, aber Ihre Erfahrungen sind doch hilfreich.

Können Sie mir Lieferzeiten für Lutz Möller 6,5 und für 7 mm (7x57 R) KJG Geschoß nennen?

Danke für Ihre Geduld! Andreas Kolb

Tag Herr Kolb,

ein Fangschuß bei der Nachsuche auf eine Sau müssen Sie möglicherweise auf eine annehmende Sau antragen, die nicht unbedingt so freundlich ist wie dieser große Schwarzkittel hier unten, oder der kleinasiatische Rekordkeiler. 

Keiler hauen, aber Bachen beißen. Das Keilerhaupt ist vorher unten, der Bachenschädel aber oben. Das heißt, Sie müssen möglicherweise längs durch den Schädel ins Hirn schießen, denn anders können Sie ein frontal annehmendes Schwein nicht aufhalten. Jetzt weiß ich Ihre Forderung nach unbedingter Richtungsstabilität besser zu würdigen. In solchen Fällen ist die ist die lebensnotwendig. Besonders das Gebiß ist für jedes Geschoß ein ernsthaftes Hindernis. Jemeinem KJG kann die Splitterneigung abgewöhnt werden, indem sie es Heck voran laden. Aber dann geht der Wirkungsquerschnitt verloren. Für einen Kopfschuß oder andere ZNS-Treffer benötigen Sie den nicht. Nun sind Nachsucheschüsse nicht immer auf große 4-Zentner-Schweine und nicht immer von vorn. Sie sagten, 40 - 50 kg wären die Regelmassen. 5 - 15 Schußentfernungen sind für flüchtige Hirntreffer schon weit. Fast aufgesetzt erlaubt in jedem Falle sicherer zu treffen. Sie können sich also aussuchen, ob sie mit einem KJG mit Spitze vorn gewöhnliche Fangschüsse antragen wollen, und dabei möglicherweise den Hund gefährden, da ich nicht ausschließen kann, daß ein Splitter das getroffene Schwein verläßt, oder die Kupferlinge umgekehrt, Heck voran, laden und damit Splitter sicher vermeiden, das Hirn immer erreichen, sofern der Treffer stimmt, aber bei allen anderen Treffern weniger Wirkung erzeugen.

Splitterlosigkeit und Aufhaltewirkung gibt es nur bei Kopf- und Trägertreffern, sonst nicht. Das hat nichts mit meinem KJG zu tun, sondern ist ein biologische Tatsache. Lesen Sie Wundwirkung. Ich kann Ihnen also nicht die Wunderwaffe liefern, sondern nur überzogene Wunschvorstellungen zerstören, damit Sie sich nicht leichtsinnig in Gefahr begeben. Die alte Rede, der Schweinköpfe will, muß Hundeköpfe dreingeben, klingt nicht schön, ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen.

Solange die Schweine krank und genügend weit weg sind, ist das ja alles ganz einfach. Schwierig wird es, wenn Sie nah dran sind, sein müssen, weil Gelände und Bewuchs es nicht anders hergeben. Dann nimmt die Sau Sie an, ganz gleich, ob ihr ein Hund am Kittel zerrt oder nicht. Ich kenne das Gewühl, wenn sie kommt und der Hund, der an der Keule hängt, dahinter nicht erschossen werden soll. Sie können schießen, dabei möglicherweise den Hund mit, nicht schießen und sich beißen lassen, oder sich schnell zu Seite bewegen und dann schießen, um den Hund zu schonen. Hoffentlich fallen Sie dabei nicht hin und werden dennoch gebissen oder gehauen. Die Kunstform zu der Lage ist der Stierkampf in Spanien. Er ist ein Spiel mit dem Tode. Falls Ihnen das nicht liegt entscheiden Sie sich ob Sie lieber Ihr Gesundheit oder die des Hundes opfern und laden dementsprechend die KJG wirkungsvoll mit der Spitze nach vorn oder splitterfrei mit der Spitze nach hinten. Technisch läßt sich dazu nicht viel Anderes sagen.

Oh, doch, Sie könnten eine Saufeder nutzen. Die Splittern nie; sollen sie jedenfalls nicht.

Waidmansheil, Lutz Möller

F-Class 2002 in Connaught

Hugh and I did both shoot at Connaught. We finished at number 27 and number 10 in the World Championship. We also won some bronze and gold medals in the Canadian championship and warm-up matches. I have been very busy with work for almost a year now, with very little time for hunting or target shooting practice. Hugh has also had some problems, that put him off shooting earlier this year. In F-class, practice is 90% of the result, so I am very pleased with our luck.

I built both rifles, which are similar except for the stocks. I use a McMillan MBR stock with a Bald Eagle front rest, while Hugh prefers a Remington PSS stock with Harris bipod. Otherwise the rifles are quite conventional - RPA Quadlite actions and Border barrels glued into the stock (no recoil lug on mine, because I trust epoxy). Chambers are 6.5x55 Improved (40-deg shoulder). The barrels are 27.5" long, which is a bit shorter than most others (because of my old small lathe), with a 1 in 8.5" twist for Sierra 142 gn bullets.

I do hope that you can come to the next championship - I think it will be in South Africa in 2 or 3 years time. But hopefully we will see you before then, if I can get my work under control and think of some deer stalking
. . .

Best regards,
Peter H
. Jackson
Forge Consulting Ltd
Glenswinton, Parton, Castle Douglas, Scotland DG7 3NL
Tel:+44 (1644) 470223 Fax: +44 (1644) 470227
Email: pj@jacksonrifles.com Registered Firearms Dealer No. 108 (Dumfries & Galloway)
www.jacksonrifles.com Sole UK & Ireland distributor for BR Reflex Suppressors www.reflexsuppressors.co.uk

Sehr geehrter Herr Möller,

ich bin wirklich beeindruckt von Ihrer Seite. Sie hat mir bereits viele Stunden Lesevergnügen bereitet und ist immer wieder meine Referenz bei unklaren Fragen.

Heute wende ich mich an Sie, da am kommenden Wochenende ein Schwarzwildansitz ansteht. Normalerweise nutze ich dafür meinen bewährten Schwarzwildpüster, aber leider steht dieses Gewehr ab morgen leider beim Büchsenmacher (läßt sich nicht vermeiden). Ich habe eine zweite Büchse, die ich sehr gerne auf Rehwild nutze, nämlich meinen Schwedenmauser M38. Diese Büchse hat einen Schichtholzschaft bekommen, ist in Kunststoff gebettet und wurde mit einen Timneyabzug verfeinert. Auf einer EAW-Aufschubmontage sitzt ein Leupold 3-9x42 mit Duplex-Absehen. Mit dieser Waffe konnte ich schon einige naserümpfende Zeitgenossen auf dem Schießstand verblüffen, und auf Rehwild ist das Gewehr eine tolle Sache.

Nun meine Fagen:

Ich nutze normalerweise aus diesem Gewehr die Norma Vulkan und bin bei Rehwild sehr gut damit gefahren. Geschoßgewicht 9 Gramm. Die V0 müßte etwa 870 m/s betragen. Wie ist die Wirkung dieser Patrone bei Schwarzwild?

LM: ähnlich dieser, also gut. Es gibt 2 Vulkan in 6,5 mm, ein kürzeres schnelleres 9 g und ein längeres langsameres 10 g. Das schnellere eignete sich für eher kleinere Tiere, das langsamere für eher größer Tiere. Das Norma Vulkan ist ein weiches TMS Geschoß, mit dem Sie Schwarzwild breit schießen können, wenn sie nicht spitz von vorn auf den Oberarmknochen schießen. Dann würde das Geschoß möglicherweise stecken bleiben. Breit auf Träger, Herz oder Kammer oder frontal zwischen die Lichter ist das kein Problem.

Wenn Seine Geschoß ohne Einschränkungen mit gewisser Wirkung wollen, nehmen Sie unbedingt das Lutz Möller KJG Geschoß!

Wie beurteilen Sie das zugegeben recht schmale Duplex-Absehen in dem o. g. Glas für den Nachtansitz?

LM: Vom Absehen werden Sie nicht so viel sehen. Aber als 6x42 oder 5x42 eingestellt haben Sie genug Licht um die Glasmitte zu erkennen. Der Jäger hat ja nie ideale Bedingungen.

Würden Sie an meiner Stelle den bewährten Schweden für das Wochenende mitnehmen oder wäre es besser, eine Waffe mit einem anderen Glas und dickerem Kaliber auszuleihen?

LM: über das Glas kann ich wenig sagen. Eine Mondblende würde helfen. Dickeres Kaliber ist gänzlich unnötig. Die Schweden schießen damit Elche!

über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Jürgen X.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Lieber Herr Möller,

vielen Dank für Ihre schnellen Antworten. Jagd ist schon etwas Wunderbares! Und mit der gehörigen Portion Verrücktheit im Blut wird die Jagd zu dem, was man wohl als ,,Passion" bezeichnen kann. Wie glücklich die Augenblicke, wenn nach langem Ansitzen das Wild doch noch austritt! Wenn man sich nur ein wenig von der eigentlichen Natur des Menschen bewahrt hat, dann werden solche Erlebnisse zu wahren Glücksmomenten.

Ich werde also das Wochenende mit recht gutem Gefühl der Jagdeinladung folgen und auf guten Anblick und ein wenig Waidmannsheil hoffen. Und natürlich darauf, daß ein möglicher Schuß zu schnellem ,,Schwein tot“ führt.

Viele Grüße, Jürgen X.

Sauen im Frühlicht

Seit Mitte Mai steht die Erfüllung meiner Lieferzusage eines Frischlings um 30 kg für unseren Nachbarn mittlerweile aus. Er spricht mich schon gar nicht mehr darauf an, hat das wohl im Gegensatz zu mir schon aufgegeben. Es ist 06:05h und schon recht hell, als ich mich heute morgen auf den Weg zum Ansitz mache. Einerseits mag ich es, schon etwas Licht zu haben, wenn ich die Hochsitze angehe. Man läuft nicht so leicht auf Wild auf, wie bei Dunkelheit. Andererseits kann einem dann doch schon mal eine Gelegenheit auf Beute im ersten Licht entgehen.

Ich steuere bei NW-Wind die neue Kanzel in Abt. 43 an. Sie steht im westlichen Ausläufer meiner Försterei in einem der letzten leidlich übersichtlichen Bu/Ei-Althölzer.

Auf dem Weg dahin muß ich erst durch das 3,5 km lange Wiesental mit den beiden großen Teichen. In diesem ersten zarten Licht wabert der Frühnebel besonders schön über der noch etwas wärmeren Wasserfläche. Den ganzen Sommer über bevölkern die Stockenten die Gewässer. Nun aber, zu Beginn der Jagdzeit sind sie alle verschwunden. Ob das mit Einsetzen der Fütterung in der Umgegend zu tun hat? Dafür ist mir der Anblick des Graureihers eine kleine Entschädigung, der jetzt scharf zu mir herübersichert. Wie immer bei Wildanblick behalte ich meine langsame Fahrgeschwindigkeit konstant bei. Das macht mein Erscheinen berechenbar, so daß das Wild nicht abspringt oder abstreicht.

Kein einziges Reh ist heute auf den Wiesen zu sehen. Dafür signalisieren die ersten Wühlschäden, daß nach der Getreideernte die Sauen langsam wieder vermehrt im Wald Einstand nehmen. Mein Revier hat an etwa einem Drittel seines Umfangs Waldanschluß, zu zwei Dritteln grenzt es an Felder. Neun verschiedene Jagdbezirke liegen rundherum an, davon ein forstliches Verwaltungsjagdrevier und acht verpachtete Jagden.

Die Bestandessituation beim Schwarzwild ist nach wie vor hoch, aber desolat. Es wird fast ausschließlich Nachtjagd betrieben. Jedes stärkere Stück Schwarzwild wird erst mal für einen Keiler gehalten, was das fast völlige Fehlen erfahrener Bachen und das absolute Fehlen wirklich reifer Keiler zur Folge hat. Ich sehe meine kompensatorische Aufgabe daher in einer weitgehenden Zurückhaltung bei dem Abschuß stärkerer Stücke und versuche den zu geringen Frischlingsanteil durch rigorosen Abschuß in dieser Klasse zu erhöhen.

Ich habe den Rückeweg erreicht, der nach etwa 250 m zum Hochsitz führt. Um beim Aussteigen keine unnötigen Geräusche zu machen, habe ich Waffe und Sitzkissen an den Beifahrersitz gelehnt und kann so mit einem mal alles mitnehmen, ohne noch weitere Türen zu benutzen oder groß herumzuhantieren. Autotür langsam zudrücken und keine ZV benutzen. Links vor mir ist ein 0,4 bestockter, 130 jähriger Fichten-Hauptnutzungsbestand mit annähernd vollflächiger NV, hüft- bis doppelt mannshoch mit eingesprengten vorwüchsigen Buchen, die wir dem Häher zu verdanken haben. Hier könnten schon Sauen direkt vor mir stecken und ich wüßte es erst nach dem deutlichen Blasen, bevor sie abgingen.

Aber ich habe Glück und es bleibt ruhig. Rechts liegt ein lückiges Ei/Bu-Altholz mit riesigen knorrigen Schirmfichten, unter deren bis auf den Boden reichenden Randästen letztes Jahr eine Bache ihren Frischkessel hatte. Ich kann jetzt entlang des Rückeweges und in die angrenzenden Bestände schon gut einsehen. Wildsilhouetten wären im 15fachen Glas weithin erkennbar. Auf dem ausgefahrenen Rückeweg ist schön leise zu laufen, aber man darf nicht ausrutschen und platschend in den Wassergefüllten Reifenrinnen landen. Noch 20 Schritte und ich habe den Hochsitz unbemerkt erreicht. Jetzt nur nicht zu schnell die letzten Meter nehmen.

Am Ende der langen, aufgemulchten Abteilungslinie haftet mein Blick auf einem dunklen Fleck, der dort eigentlich nicht hingehört, aber leider auf 200 m im leichten Nebel des noch schwachen Lichts im Bestand nicht zu definieren ist. Im nächsten Moment ist er verschwunden. Also doch ein Stück Wild!

Ich habe den Vorteil guten Windes und 15facher Sehhilfe, also dürfte es von mir nichts bemerkt haben und könnte wiederkommen. Geduckt erreiche ich nun doch mit schnelleren Schritten den Hochsitz und kann bei aufkommendem Jagdfieber gar nicht schnell genug wieder mit dem Glas die Stelle suchen, wo eben noch der Schatten war. Leider ist er nach rechts verschwunden, wo sich nach zunächst nur spärlichen, dann aber zunehmend dichteren Buchen-Verjüngungsgruppen die sehr großen Laubholzdickungen anschließen, in denen die Sauen ganzjährig stecken. Aber da kommt das Wild doch zurück, und nun sehe ich ganz deutlich eine erwachsene Sau.

Auf 150 m stehen die Buchenstämme noch so dicht, daß man nur immer wieder Teile des Wildkörpers erkennen kann, aber die Richtung und das zunehmende Licht läßt auf genaueres Ansprechen hoffen. Da wackelt es plötzlich zwischen altem Reisig und Calamagrostis, lat. = dt. Reitgras, siehe rechts). Ein kleiner brauner Frischling wird sichtbar, dann zwei und jetzt wird der Wald dort hinten richtig lebendig. Hin und her rennen und verscheuchen sich ca. 15 Sauen, langsam, aber beständig näher kommend.

Jetzt ist das Jagdfieber komplett. Mühsam vertreibe ich den Gedanken an bereits sichere Beute. Zu oft ist schon eine ähnlich sichere Sache wie eine Seifenblase zerplatzt. Man hat mit den Jahren schon die tollsten Gründe erlebt, wie man so eine Situation doch noch vermurksen kann. Aber die Mannschaft hier sollte nicht mehr ohne Aderlaß wegkommen können. Die Frage ist nur, für welches Stück entscheide ich mich?

Nach etwa 5 min habe ich einen genauen überblick über die Rottenzusammensetzung. Die Führung hat eine etwa 2j. Bache von 55-60 kg. Darunter sind 4 gleiche Stücke um 35 kg, wovon drei erkennbar führen, was die deutlichen Striche zeigen. Die Frischlinge sind in zwei Gruppen. Die stärkeren wiegen wohl 12-15 kg, die schwächeren 6-10 kg.

Obwohl ich keine Bedenken hätte, auch die kleinen Wutze zu erlegen, entscheide ich mich doch für die nicht führende untergeordnete Frischlings-/überläuferbache. Vielleicht herrscht ja nach dem Schuß noch so viel allgemeine Verunsicherung, daß noch einer von den Kleinen zu bekommen ist. Jetzt, wo mein Entschluß gefaßt ist, beobachte ich nur noch „mein“ Stück, um es nicht im Durcheinander doch noch mit einem führenden zu verwechseln.

Ohne Unterlaß beständig brechend dreht und wendet sich die Sau, wird gedeckt von Reisig oder Buchenstämmen und gewinnt immer mehr an Boden seitlich von mir weg. Kleine Frischlinge hätte ich schon längst erbeuten können, aber es sollte ja nun diese eine sein. Jetzt ist sie so weit seitlich, daß ich das Gewehr am Holm vorbei nehmen muß, was die Bache prompt mit einem Blick in meine Kanzel honoriert.

Sakrament! Jetzt haben wir die gefürchtete vermurkste Situation, geht mir automatisch durch den Kopf. Aber die Bache nahm’s nicht übel. Einen Moment später stand mein Wutz dann schußgerecht und lag mit der 6,5x55 - 9,1 g DK im Knall. Jubelll, Juuuuubel, die erste dieses Jahr. Da war es auch nicht schlimm, daß trotz Repetierens im Anschlag (nach Duck Browser) keiner von den Kleinen mehr zu kriegen war.

Wenn Sauen im Knall fallen, bleibe ich anschließend gern noch mit schußbereiter Waffe im Anschlag. So auch heute, als mich der Laute Nebelhornartige Hupton eines Langholzfahrzeugs nötigt, mein Auto zur Seite zu fahren. Zwei Minuten früher hätte der Fuhrmann wahrscheinlich meinen geballten Zorn dafür geerntet!

Meine Beute: ein zehnmonatiger Frischling von 32 kg, der sicherlich demnächst beschlagen worden wäre. Bei schlechterem Licht hätte man sehr leicht die Rotte als Bache mit vier starken Frischlingen angesprochen und mit ¾ -Wahrscheinlichkeit ein führendes Stück geschoßen.

Mit der 6,5x55 bin ich im Sept. 2002 seit etwas mehr als zwei Jahren jetzt unterwegs und (nur vom Ansitz!) ausgesprochen zufrieden (etwa 75 Rehe und 10 Sauen bis 35 kg mit DK und 8,2g KS), denn:

6,5x55
schwedisch
Mauser bietet

  • geringer Knall und Rückstoß

  • günstige Munition

  • geringe Wildpretzerstörung

  • gute Augenblickswirkung

Mit festen Geschossen hoher Flächenlast halte ich sie vom Ansitz aus bis mittleres Schalenwild für gut geeignet. Eine sehr angenehme und unproblematische Patrone, die Spaß macht und offensichtlich aus vielen Läufen diese guten Ergebnisse bestätigt. Für weitere Schüsse will ich demnächst mal das 6,5g Partition ausprobieren, das auch ohne Absehenskorrektur aus meiner (ich hab's im Text extra nicht erwähnt R93 Off Road verwendet werden kann!

Hallo Lutz,

die Geschichte bei dir zu veröffentlichen ist i. O. (fühle mich geehrt)!
Dir alles Gute und viel Waidmannsheil

Herzliche Grüße, Frank Ohlweins

Elch

Hallo Lutz,

ich bin seit einiger Zeit auf ihre Seite gestoßen und stöbere oft und gern darin rum. Seit 3 Jahren erstand ich eine Winchester Featherweight model 70 im Caliber 6,5x55. Ich nutze selbiges für Weißwedelhirsche und Elchkälber in Ontario und für "Barren Cariboo" (Rentiere) in Quebec mit gutem Erfolg. Ich möchte nun die KJG auf Elchbullen versuchen. Leider kann ich diese Geschosse landlich nicht bekommen. Januar 05 gehe ich zwar zur "SHOT SHOW" in Las Vegas, moechte aber die Geschosse schon dieses Jahr versuchen. Hier meine Bitten:

  1. Könnten Sie mir ein Geschäft, Nord America oder Deutschland empfehlen in dem Ich die Geschosse beziehen kann?

  2. Was für Zündhütchen ( Primers) würden Sie raten?

  3. Welche Pulver käme in Frage?

Ich wäre sehr dankbar für Any and all advice
Robert Demisch, Sonntag, 27. Juni 2004 03:16

Herr Demisch,

Das 6,5 mm KJG ist für Elch geeignet, sofern sie sich in 100 m Entfernung auf Schüsse beschränken, die weniger als 95 cm Fleisch oder 18 cm Knochen zu durchdringen haben. Also Herzschüsse aus allen Winkeln außer von hinten durchs Waidloch! Benutzen Sie gewöhnliche Zündhütchen, wie CCI 200. Genügen die 6,5x55-KJG-Ladungen, oder benötigen Sie noch andere Pulver? Das Geld überweisen Sie mir und ich schicke Ihnen die Geschosse.

Mit freundlichen Grüßen, Lutze Möller, Montag, den 28. Juni 2004

Hallo Herr Möller!

würden Sie mit 6,5x55 (KJG 7g; 3,01 g Norma 204/Ladedichte=1; L6=75mm; Vo=816m/s; Eo=2352J; P=3292bar) auf einen breit stehenden, vertrauten Elch in 200 m Entfernung schießen? E200=1720J; V200=700m/s. Mehr Vo geht nicht, weil ich mehr Druck nicht will, denn die Waffe ist ein 100 Jahre altes schwedisches Mauser 94 Schätzchen in Bestzustand, noch nicht ganz fertig restauriert und noch unmontiert. Bitte antworten Sie als Physiker, nicht als Jurist.

Freundliche Grüße, A. Mosel, 1. März 2005 19:14

Herr Mosel,

lesen Sie 6,5 mm Copper in Africa 2004 und Sie können meine Antwort erraten. Mit dem 6,5 mm kurz vor 2,95 g N203B erreicht bei 75 mm Lange das lütte Ding bei nur 3347 bar immerhin 1.027 m/s Vo und in 200 m noch 853 m/s, genug, um richtig zu wirken. Ich rede derzeit mit Christer Holmgren die schwedische Regierung zu beeinflussen für Kupfergeschosse die 9g Regel für die 6,5x55 fallen zu lassen, weil sie nicht nötig ist, aber den Gebrauch der Waffen verhindern würde. Da gut die Hälfte der schwedischen Jäger, also etwa 150.000 von 300.000 die 6,5 x 55 schwedisch Mauser benutzt, ist die Antwort wichtig.

Waidmansheil, Lutz Möller, 1.März 2005 im Schnee


Lieber Herr Möller,

ich habe mir nach unserem Telefonat nochmal Gedanken über das KDG gemacht und glaube, daß dieses den Erwartungen des deutschen Durchnittsjägers am ehesten entgegen kommt. Mit etwas mehr Masse und für geringere Geschwindigkeiten ausgelegt als die schnellen KJGe ist es doch für fast alle jagdlichen Situationen geeignet. Wer schießt schon auf ganz kleine Tiere weiter als 100 Meter (sofern er sie essen oder abbalgen will), auf Reh und 30 kg-Schwein weiter als 150 Meter und auf große Tiere weiter als auf 200 Meter? Weitere Schüsse sind doch bei uns, jedenfalls mit den üblichen 4- und 6-fachen Gläsern die große Ausnahme. Was spricht übrigens dagegen, auf eine Crimprille zu verzichten? Es entfiele ein diffiziler Arbeitsgang beim Laden und man könnte die Setztiefe variieren, jedenfalls bei hinreichend vielen Führbändern im Abstand von 1 bis 1,5 mm, ähnlich wie bei GS Custom. Den Scharfrand halte ich für verzichtbar, anscheinend kommt nur der deutsche Jäger nicht ohne ihn aus, aber CNC-Technik macht ihn ja ohne viel Aufwand möglich. Nachdem heute auch WuH über an Bleivergiftung eingegangene Seeadler und entsprechende Reaktionen von Seiten des NABU berichtete, wird wohl der Druck auf Gesetzgeber und Geschoßhersteller immer mehr zunehmen. Unter diesen Vorzeichen wünsche ich Ihnen beim Flirt mit Norma AB viel Erfolg. Freundliche Grüße, Andreas Mosel Mittwoch, 2. März 2005 18:47

P.S. Wie ist es denn nun? Schießen Sie mit Schwedenmauser und 7g KJG mit ~815 m/s auf den 200 Meter-Elch? Meine alte Mauser 94 hat nur ein 43 cm-Läufchen, da ist bei gewollt niedrigem Gasdruck nicht mehr drin.

Lieber Herr Mosel,

nein, ich würde das 6,5 mm kurz wählen oder einen 6,5 mm Einheitsnachfolger mit 6 g. Gerade bei einem so verrückt kurzen Lauf benötigen Sie schnelle Pulver um auf Leistung zu kommen. Das Ganze hat dann 194 m GEE, paßt also zu Ihrer Anforderung. Da ich mit dem kleine Geschoß einem auf 100 m oder so den „Knopp”, den stärksten Knochen im Tier, das nicht hohle Schultergelenk, brach, wird ihr Elch auch zu Strecke kommen.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 4. März 2005


Lapua Mega

oder KJG Geschoß?


Hallo Herr Möller,

wie so viele vor mir, habe auch ich Ihren Netzplatz mit großer Begeisterung gelesen. Ich habe mit meiner Blaser 6,5X55 auf Schwarzwild mit dem von einem Bekannten geladenen Geschoß 10,1 g Lapua Mega die Erfahrung gemacht, daß dieses bei guten Treffern (Herz/ Lunge) zwar gut wirksam ist (Fluchten 25 m), aber meist keinen Ausschuß ergibt. Leider, denn für den Fall einer Nachsuche schätze ich deutlichen Schweiß am Anschuß sehr.

Da Blaser an der R93 einen unkomplizierten Laufwechsel ermöglicht, trage ich mich mit dem Gedanken einen Wechsellauf im Kaliber .338" Win. Mag. anzuschaffen.

Folgendes hat mich zur .338" Win. Mag. gebracht:

Eigentlich bin ich von der von Ihnen favorisierten 8x68S S überzeugt. Das einzige was mich davon abhält ist, daß es sich um ein international nicht so verbreitetes Kaliber handelt und das Munitionsangebot (teuer!!) nicht besonders umfangreich ist. Da ich kein Wiederlader bin und ein Kaliber mit einigermaßen preiswerter und gut verfügbarer Munition suche, bitte ich Sie auf diesem Wege um Rat. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir zur .338" Win. Mag. eine ähnlich detaillierte Info wie zur 8x68S zukommen lassen könnten. Welche gängigen amerikanischen Kaliber kommen noch in Frage, .35" Whelen, .375" H&H? Da ich eine reine ,,Schwarzwildwaffe" suche und keinen Kompromiß (Rehwild, etc.) eingehen muß, wäre ich auch für Alternativkaliber mit konkreter Geschoßempfehlung sehr dankbar.

P.S.: Was halten Sie eigentlich von der .300" WSM (kein störender Gürtel, kompakte Patrone)?

So, jetzt habe ich mit meinen Fragen Ihre Geduld vermutlich eh schon sehr strapaziert. Bitte sehen Sie mir meine leichte Zerstreutheit nach. Ich bin wirklich dankbar für Ihren fachkundigen Rat.

Gruß
Franz Gmehling Donnerstag, 6. Februar 2003 13:01

Moin Herr Gmehling,

bleiben Sie einfach bei Ihrer 6,5x55 schwedisch Mauser und wechseln vom 10,1g Lapua Mega zum 10,1g Lapua Naturalis Kupfergeschoß. Schauen Sie sich auch mal das Lutz Möller KJG Geschoß an. Das Naturalis pilzt von 700 bis 950 m/s Auftreffgeschwindigkeit gleichbleibend auf 2,1-faches Kaliber auf, verliert dabei nur seine Plastikspitze, also weniger als 1% Masse und gewährt daher hinreichende Tiefenwirkung. Lapua bietet als Nr. N316101 6,5x55 schwedisch Munition mit 10,1g Naturalis Kupfergeschoß mit 780 m/s v0 an.

Damit durchdringen Sie 36 cm Fleisch und 6 cm Knochen. Was wollen Sie mehr? Das sollte für Sauen doch langen, oder. Rechnen wir mal. 1 cm Schwarte + 5 cm Weißes + 1 cm Kammer + 10 cm Herz + 1 cm Kammer + 5 cm Weißes + 1 cm Schwarte = 24 cm. Wenn Sie noch je 10 cm Blatt hinzurechnen komme Sie auf 34 cm. Erst wenn Sie breit den Oberarmknochen treffen, schießt das 10,1g Naturalis dann duch den zweiten nicht mehr aus. Also beachten Sie denn innere Aufbau der Sau und halten entweder auf die Kammer oder schießen auf Kopf oder Träger. Dan liegen die sofort, ohne zu flüchten. Das wäre doch noch besser!

Von der .338 Win. Mag halte ich gar nichts, weil sie eine Gürtelpatrone ist. Die sind technisch Murks. Wenn Sie eine 8,5er wollen, nehmen Sie die 8,5x64.

Die .300" WSM mag besser als die schreckliche gürtelige .300" Win. Mag. sein, aber der Haken liegt an anderer Stelle: Die kurzen dicken werden meist in gewöhnliche kleine Verschlüsse für kurze Patronen eingebaut, denen dann die Wandstärke abgeht. Als werden die Gewehre wackelig sein. Das würde mich stören.

Die 8x68S kann seit Ende 2003 auch mit meinem KJG Geschoß geladen werden. Damit sind die Klagen über zu weiche Geschosse für die schnelle 8ter erledigt. Das KJG schließt die Lücke im Geschoßangebot für 8 mmS für größeres Wild eindrucksvoll. Dabei ist das KJG aerodynamisch günstig, so daß unser deutsche Magnum, die 8x68S neue Höhenflüge erleben wird. Sie bietet sich damit für Sau und Hirsch, sowie die afrikanischen Gazellen und Antilopen an. Mit meinem KJG lösen Sie alle Aufgaben.

Bevor Sie sich eine neue Waffe zulegen, rate ich zum Lutz Möller 6,5 mm KJG Geschoß.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Herr Möller,

vielen Dank für die schnelle, ehrliche und kompetente Antwort. Bevor ich mir einen Wechsellauf (wahrscheinlich in 8x68S) zulege, versuche ich zunächst meine 6,5 x 55 schwedisch Mauser besser auszuloten. Von dem Lapua Naturalis habe ich (und auch mein Waffenhändler) noch nichts gehört, scheint aber ähnlich zu sein wie Barnes X bullets. Von Lapua kenne ich nur Scenar und Forex. Leider sind Lapua-Patronen bei mir in der Gegend nicht erhältlich. Ich würde aber trotzdem gerne das von Ihnen empfohlene Naturalis und evtl. Forex auf Sauen ausprobieren. Können Sie mir vielleicht einen Tip geben wo gute und günstige Fabrikmunition zu bekommen ist? Wiedergeladene Munition ist zwar eine Möglichkeit, aber ich finde ziemlich umständlich, wenn man nicht gerade einen guten Wiederlader vor Ort kennt.

Gern werde ich über meine Erfahrungen berichten. Mangels Zeit zum Ansitz kann das aber noch eine Weile dauern.

Waidmannsheil! Franz Gmehling

Moin Waidgenosse Franz,

das Forex ist ausgelaufen. Das Naturalis Kupfergeschoß besetzt die Lücke für feste Geschosse. Jeder anständige Waffenhändler oder Büchsenmacher kann Lapua Munition vom Importeur beziehen. Wenn deiner das nicht kann, will er das nicht. Zeit einen andern zu suchen! Die oben von dir angeführten Kupfergeschosse sind sehr verschieden.

Das Lapua Naturalis ist vorn fülliger, weist also auch vorn dickere Wände auf. Das Barnes X ist vorn schlanker, die Wände entsprechend dünner. Die Kerben im X innen vierfach Sollbruchrillen den Mantel um die Hohlspitze. Das Naturalis kommt ohne aus. Also reißt das X , wie der Name schon andeutet in vier Fahnen auf, während der Naturalis gleichmäßig vom Staudruck gedehnt wird. Bei niedrigen Auftreffgeschwindigkeiten vz bei 700 m/s kommen beide Geschosse zurecht. Bei höheren vz hingegen reißen dem X die Fahnen wie beim GPA ab. Beim französischen GPA ist das gewollt und wird beworben. Insofern weiß der Kunde, was er bekommt. Beim Barnes X hingegen tappt er im Dunkeln und muß ab gewisser vz und Zielwiderstände mit geviertelter Wirkfläche rechnen. Das kommt beim Naturalis nicht vor. Insofern ist das Naturalis für die härteren Anwendungen verläßlicher. Die dicker Nase wird allerdings mit höherem Luftwiderstand erkauft. Bei Sauen sind die Schußentfernungen meist klein, also stört das nicht. Für größere Entfernungen sind windschnittigere Lutz Möller KJG Geschosse erforderlich! Damit geht alles!

Hallo Lutz,

werde demnächst meinen (alten) .308" W. Lauf gegen einen 6,5 x 55 Lauf tauschen. Zur Reh- und Frischlingsjagd sollte das genügen☺! Für andere Dinge habe ich noch eine ,,schrecklich kurzhalsige Gürtelpatrone“ ☺. Du bist ja von dem Lapua Scenar sehr überzeugt. Trotzdem möchte ich von Dir gerne mal Deine Meinung zum Nosler Ballistic Tip (6,5 bzw. 7,8g) hören. Dieses wollte ich zusammen mit Hodgdon H 4350 oder 4895 einsetzten. Hast Du evtl. noch Ladedaten? Die von Dir verwendete 6,5 x 65 hat natürlich mehr Dampf, aber ich bekomme den Lauf geschenkt (Büma), lediglich Einbau und Beschuß muß ich zahlen. Noch etwas an Rande, ich las, Du bist in Hamburg. Dann bin ich nicht mal 100 Km südlich von Dir (n. Uelzen)

Bis dann, Andreas Becker (222Rem), Samstag, 15. Februar 2003 06:44

Andreas,

ich liebe das Scenar für wirklich weite Schüsse auf kleines Wild bis Damwildgröße, aber nicht darüber, weil es gut fliegt! Nicht für Sauen! Bei nahen Entfernungen wäre es schon wieder etwas weich. So ein Dam- oder Weißwedelhirsch oder Frischling an der Kirrung fällt dennoch bei breiten Kammer- oder Trägerschüssen gut. Bedenke aber das derlei Geschosse nur etwa 5 - 7 cm in Fleisch eindringen. Mehr nicht! Jeder schwierige Schuß, vomZielwiderstand her, mißlingt!

Das Nosler Ballistic Tip ist einerseits nicht so windschnittig, wie das Lapua Scenar, andererseits aber weicher. Da gleichschwere Geschosse aus der 55 mm Hülse langsamer als aus der 65 mm Hülse fliegen, wäre die deshalb für Reh und Fuchs aus der Kurzen wohl besser geeignet. Sofern die Frischlinge nicht zu groß (25 kg) werden und nur breit, nicht auf das Blatt, nur in die Kammer, beschossen werden, langen die Nosler Ball. Tip noch hin. Tiefenwirkung und Ausschuß darfst du nicht viel erwarten, obwohl die Nosler in den letzten Jahren etwas dickwandiger wurde. Mein Rat, nimm das Lutz Möller KJG Geschoß. Damit geht alles!

Gruß Lutz

6,5x55 → 6,5x65 RWS aufreiben?

Hallo Lutz,

  1. wäre es möglich einen Schweden - Mauser M 96 auf die Patrone 6,5 X 65 RWS umzurüsten, indem ein Büchsenmacher mit der entsprechenden Patronenlagerreibahle das alte Patronenlager aufreibt?

  2. Vertragen Originalsystem und Originallauf den Gasdruck?

  3. Paßt die Drallänge zu dem 7 g Scenar Geschoß?

Besten Dank für deine Bemühungen.
Heinz Peter Melchert Montag, 24. Februar 2003 19:37

  1. Man kann einen 6,5 mm Schwedenmauserlauf nur auf eine 6,5 x 68 aufreiben. Für alle andern 6,5 mm Patronen ist das Lager hinten zu weit.

  2. Die Schwedenmauserläufe vertragen den Druck der anderen Patronen schon, sofern sie dafür beschossen sind, sprich mit 30 % überdruck daraufhin geprüft wurden.

  3. Alle Lapua Scenar, einschließlich des 9 g schweren und das 6,5 mm KJG Geschoß werden von 230 mm Drall hinreichend stabilisiert. Also liegt der Schwede gut nah bei der bestmöglichen Drallänge. Die herkömmlichen 6,5 x 57 und 6,5 x 65 haben unnötig kurzen Drall. Die 6,5 x 68 taugt mit 250 mm Drall für lange Geschosse nicht.

Dein Wunsch erfordert also einen neuen Lauf. Die sind samt Patronenlager von Lothar Walther von deinem BüMa billig und gut zu beziehen. Man hat schon Schwedenmauser auf 8x68S umgerüstet und damit Meisterschaften gewonnen. Allerdings ist das Magazin nicht für alle Patronen lang genug, so daß die bei den längern Patronen das Gewehr dann in einen Einzellader änderst.

Gruß Lutz

Dear Lutz,

I have never loaded the 6,5 x 65, so I have no data for cartridge lengths. However, here are tip lengths (from tip point to bearing surface begin, eg. cylinderic body part )

GB458 17.9 mm
GB464 17.9 mm
GB489 17.9 mm
B343 17.4 mm
E471 15.7 mm

Best regards,

Janne Pohjoispaa
, Nammo Lapua R & D


Sehr geehrter Herr Möller!

Ich habe meinem Vater einen Schwedenmauser C. Gustav 1921 (oder 1912, bin mir da nicht sicher) gekauft. Für welche Reichweiten ist diese Waffe tauglich, wenn man rein auf Zielscheiben schießt. Zahlte sich aus, für diese Waffe ein passendes Zielfernrohr zu kaufen (falls es dieses für die Waffe noch gibt, habe gelesen, daß nur wenige Stücke mit Zielfernrohr produziert wurden).

Für Ihre Info bedanke ich mich im Voraus.

Liebe Grüße, Robert Graßegger, Mittwoch, 5. März 2003 17:39

Herr Graßegger,

Schwedenmauser schießen sich gut von 100 - 300 m. Ein Zielfernrohr neuere Bauart ließe sich montieren, aber dann könnte man damit nicht mehr in den Ordonnanzwaffendisziplinen der Schützenvereine schießen.

MfG, Lutz Möller


Weidmannsheil Herr Möller,

ich möchte mir ein Präzisionsgewehr für die Jagd im Kaliber 6,5 mm zulegen. Allgemein für Fuchs, Reh, Gans und auch Krähe ein leichtes Geschoß für weite Entfernung, für die 1-2 Sauen im Jahr ein schweres. Kaliberfrage 6,5 x 55 oder 6,5 x 65? Welches schießt genauer? Die Fa. Henke gibt Drallängen an 230 mm bis 8,5 g und 200 mm über 8,5 g an. Nimmt man bei überwiegender Verwendung leichter Geschosse die größere Drallänge oder werden leichte Geschosse auch bei kurzer Drallänge genügend präzise stabilisiert?

Viele Grüße, Hans Dietrich Wowries, Dienstag, 16. September 2003 12:13

Moin Herr Wowries,

wie weit wollen Sie denn schießen? Ob ein Langgeschoß stabil fliegt, hängt weniger von seiner Masse, als von seiner Länge ab. Fa. Henke irrt in ihrer Empfehlung bezüglich der Drallängen. Sowohl ich als auch andere verschießen 9 g Lapua Scenar bei bester Präzision aus 230 mm Drall. Grundsätzlich fliegen Geschosse aus kürzeren Drall stabiler, als aus längerem Drall. Lesen Sie dazu auch gern die Erfahrungen mit der 6,5 x 68, die mit 250 mm oder 280 mm Drall schon 6,5 mm 7g Lapua Scenar eben nicht mehr stabilisiert. Die kommen, wenn sie aus alten 6,5x68 Läufen mit langem Drall verschossen werden nach hundert Meter quer angeflogen!

Schwedenmauser für die 6,5 x 55 schwedisch Mauser sind für 80 mm lange 6,5 x 55 SE Patronen eingerichtet. Die 6,5 x 65 ist aber nach CIP bis 85 mm lang. Sie benötigen also ein angepaßtes Magazin. Vom übergang her führt die lange Patrone ihre Geschosse enger, zentriert und richtet also besser. Auf der anderen Seite können gute Leute mit dem alten originalen langen Schwedenmauser auf 300 m mit der offene Visierung Streukreise unter 6 cm halten. Das mag unglaublich klingen, aber ich habe das selbst gesehen. Insofern ist der Unterscheidung wohl eher akademische Natur. Die militärische Schwedin langt nicht so weit wie die modern lange Deutsche raus. Dafür sind die Waffen billig zu bekommen. Mit dem 7g Lapua Scenar, daß es meines Wissens auch als Werksladung in 6,5x55SE gibt, wäre für kleines Geld schon viel zu erreichen, für weite Schüsse wäre die 6,5 x 65 besser und nur für Wiederlader für größte Entfernungen eine 6,5 x 68 mit 230 mm Drall.

Als Einzellader lassen ich die langen Patronen auch aus der Schwedin, passendes Patronenlager eingerieben vorausgesetzt, verschießen.

Gruß, Lutz Möller


Hallo Herr Möller,

zunächst vielen Dank für die kompetente Antwort. Ihre Berichte zu lesen macht immer viel Freude. Als Schußentfernungen kommen für mich bei Sauen max. 100 m, ansonsten so bis 200 m, in Einzelfällen vielleicht auch 250m in Frage. Ich liebäugele mit der R93 Jagdmatch mit dem neuen 6-24x56 mit Leuchtabsehen Zeissglas. Die Jagdmatch wird nach Anfrage jedoch nicht in der 6,5x65 gefertigt. Werde mich mal noch bei anderen Herstellern umsehen.

Weidmannsheil wünscht D. Wowries

Herr Wowries,

fragen Sie doch mal bei Heym nach. Heym stellt selbst kaltgehämmerte Läufe her und bietet 6,5x65 an. Wenn Sei einen Sonderwunsch haben, wird man dort sicher etwas möglich machen.

Viel Glück wünscht, Lutz Möller


Schwedenmauser

Hallo Lutz,

ich hoffe es geht Dir gut und Du hattest mehr jagdliche Erfolge als wir hier im Rheinland! Leider konnte ich aus beruflichen Gründen nicht an Euren interessanten Jagden teilnehmen. Außerdem legten meine Jagdkollegen eine erstaunliche Eifersucht an den Tag, als ich Ihnen von Deiner netten Einladung im Herbst erzählte. Meine Drückjagderfahrung dieser Saison beschränken sich leider auf das Zusammenflicken von sauengebeutelten Hunden.

In Ermangelung Sichtigwerdens jagdbaren Wildes auf dem Ansitz habe ich mich weiter um die Verbesserung des technischen Rüstzeugs bemüht. Streng getreu Deines ersten Rates habe ich nach langem Suchen einen Schwedenmauser M38, jagdlich geschäftet, mit neuem auf 60 cm gekürztem M96 Lauf und EAW-Montage, erstanden. Ein Jäger und Sportschütze aus Thüringen hat sich schweren Herzens von diesem guten Stück getrennt.

Mit seiner wiedergeladenen Munition schießt die Büchse auf 100 m Loch in Loch (Sierra 5,5 g HP, 2,46 g N133). Da ist das Absehen 4 zu grob. Mit unterschiedlicher Fabrikmunition schießt das Teil bestenfalls einen Streukreis von 50 mm (8,1 g HPBT Siera Matchking). ,,Schießt das Teil nicht präzise mit schweren Geschossen?“ Ums Wiederladen komme ich wohl nicht drum  herum. Hast Du vielleicht Ladedaten für das Lapua Scenar 7g in 6,5x55 ? Ich würde gerne das Kemira N140 nehmen, falls das Sinn macht. Und ich bräuchte Ladedaten für das Lapua Mega 10,1g oder ein anderes taugliches Sauengeschoß in 6,5X55, da wir in Rheinland-Pfalz keine Schonzeit für Sauen haben.

Deine KJG Geschosse sind sehr interessant, allein mich schreckt momentan der Preis!

Mit vielen Grüßen, Stefan Burike, Mittwoch, 28. Januar 2004 01:59

Für Sauen nimmst du das KJG, nichts anderes!

Geschoß Pulver Masse Füllung Druck v0
7g Lapua Scenar Norma 204 3,20 104,8 3.800 955
Rottweil 3,13 103,7 3.761 943
Vihtavuori N160 3,24 105,1 3.708 933


Sehr geehrter Herr Möller!

Mit starkem Interesse las ich die Berichte im Wild und Hund Sammelplatz. Ich bin seit 1987 Jäger und führe einen Schwedenmauser Mod. M38 mit großer Zufriedenheit mit dem 9 g PPC Vulkan von Norma. Die Patrone wird von vielen erfahrenen Jägern für Rehwild und darunter als ausreichend bezeichnet, aber für stärkeres Wild als zu schwach abgetan. Meine Erfahrungen und meine überzeugung, daß diese Patrone auch für alles andere Wild voll tauglich ist, bestätigt sich in den gelesenen Berichten.

Ganz besonders bin ich von dem KJG Geschoß für dieses Kaliber angetan. Dieses möchte ich einmal versuchen und Sie hiermit bitten mir mal 100 Geschosse, mit der Angabe der Energiewerte E0 u.E100 für die verschiedenen Ladedaten, zu schicken. Meine Adresse lautet: [...]

Ich bedanke mich in voraus mit einem freundlichem Weidmannsheil, Rudolf Bittner, Samstag, 31. Januar 2004 20:35

Grüß Gott Herr Möller !

Ich melde mich mal wieder. Wie hatten ja schon per e-mail Kontakt. Wieder mal landete ich auf Ihren sehr informativen Seiten.

Ich führe jagdlich einen 6,5x55 Schwedenmauser-Stutzen. Das ist ein nach meinen Wünschen von einem guten Büchsenmachermeister umgebautes altes Carl- Gustaf Militärgewehr. Lediglich wurden der Lauf (natürlich auch der Schaft) gekürzt (52 cm kurzer Stutzenlauf), ein Stecher eingebaut, ein ZF montiert. Durch die Laufkürzung ging natürlich auch die Visierung verloren. Diese wurde neu aufgelötet. Alles andere wurde im Originalzustand belassen. Dadurch, daß ich das Gewehr und nicht den Karabiner für den Umbau nahm, ist der verbliebene Laufrest sehr dick. Das Gewehr ist sehr schwer. Da ich es aber meist nur für den Ansitz verwende, hindert das nicht sonderlich.

Das Gewehr schießt sehr gut, allerdings wie so üblich nicht mit jeder Munition gleich gut. Gut schießt die PMC (Sierra-Geschoß). Zufrieden war ich auch mit Federal (Hi-Shock-Geschoß) und S&B Sierra-Geschoß. Auch das TM-Alaska von Norma schießt ausgezeichnet. Ich verwende jagdlich aber meistens 9-g-Geschosse. Das nur zur Vorgeschichte, damit Sie meine Frage besser beurteilen können.

Ihre Berichte von der 6,5 x 65 beeindrucken. Sie haben ja diesbezüglich auch schon jede Menge Anfragen bekommen. Auch ob ein Umbau in dieses Kaliber möglich ist. Leider nein. Sie stellen aber nur die deutschen 6,5 Patronen gegenüber. Nur die 6,5 x 68 wäre möglich. Wie sieht es aber mit den 6,5 aus den USA aus? (Ich meine natürlich nicht die .257er). Nächste Frage wäre, wie weit sind Ihre Schießversuche mit dem KJG in der 6,5x55 gediehen? Bei meinem letzten Besuch auf Ihren Seiten waren Sie bei 50-60 mm Streukreisen, wobei ich mir natürlich schon einigermaßen im Klaren darüber bin, das ein 7 g-Geschoß aus einem Stutzenlauf nicht gerade das Idealgeschoß ist. Deswegen schießt ja die Alaska mit ihren 10,1g so gut. Der stärkere Rückstoß ist durch das hohe Gewicht der Waffe unerheblich. Und noch eine Frage: Wo gibt es die FNM Indep Munition aus Portugal ?

über Ihre gelegentliche Antwort würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen und helau Hans-Günter Schmitt, Sonntag, den 22. Februar 2004

Die Damwildaufgabe

Cay Kellinghusen jagt in Ostholstein. Dort leben wohl die besten Damildbestände Deutschlands. Mit dem fetten Boden, dem milden Klima und hinreichenden Niederschläge begünstigen die Götter dort lebende Menschen und Tiere. Dort winkt also fette Beute, die auch eingefahren werden muß, um die Bestände nicht überhand nehmen zu lassen, bis die Tiere vor lauter Enge und Mangel kümmern, wenn sie alles kahl gefressen haben, so wie früher die Springböcke in Südafrika, die in jährlich in Millionenstärke aus Nahrungsmangel auf die Wanderung gingen, alles verwüsteten und endlich Hungers starben. Eindrucksvoll mag das gewesen sein. Schön war es nicht. Die Bestände ausgleichend zu hegen und bewirtschaften ist allemal besser.

Damwild äugt verhältnismäßig gut. Nicht, daß sie alles erkennen könnten, aber die Wahrnehmung langt sich zu fürchten und zu flüchten, so daß Jäger, zumindest nach den jährlichen Drückjagden, weiträumig gemieden werden. Damit sind 800 Meter gemeint. Das ist eine sehr großer Abstand.

Nun führt der Mann eine Schwedenmauserpatrone. Er kommt damit an das Wild nicht nag genug ran. Nein, er will nicht 800 m schießen. So ist das nicht gemeint. Aber auf 200 m einfach Fleck zu zielen und sicher zu treffen, wäre schon schön. Könnte er sich seiner Beute nicht auch näher als 800 m nähern, wäre er kein Jäger. Was ist zu tun? Kann die alte Schwedin die Damwildaufgabe bewältigen? Ich vergleiche nun außen- und zielballistisch das 6,5 mm Lapua Mega mit dem Lutz Möller 6,5 mm KJG Geschoß:

und nun der Bleidödel

Lapua Mega

BC 0,377 → ± 5 cm → 186 m

Lapua Mega 6,5 mm KJG Flugbahn und Leistungen
bei 3 g Splittern und Aufpilzung auf doppeltes Kaliber

Weite [m] 0 50 100 150 200 250 300
Schnelle [m/s] 780* 740 701 663 627 591 556
Bahn [cm] -4,5 +2,6 +5,0 +1,9 -7,6 -24,7 -50,7
Winddrift [cm] 0 0,7 2,8 6,5 11,9 19,1 28,3
Fleisch [cm] 24 24 23 23 22 21 20
Knochen [cm] 5 5 4 4 4 4 3

* Herstellerangabe

Herkömmliche schwere Bleimunition kommt nur langsam in die Hufe. Kaum frei in der Luft, fallen die schweren Klumpen dann ganz schnell wieder ab. So ist der Sinn der allgegenwärtigen Schwerkraft, die wir Ballistiker (ballein = griech. zu werfen) ja gerade zu überwinden trachten. Der Bleimunition fehlt die Rasanz, sprich, die gestreckte flache Flugbahn! Das wäre ja noch nicht mal da Schlimmste! Aber wenn so ein Hirsch mal nicht ganz breit steht, also der Schuß aus jedem anderen Winkel, als dem rechten, angetragen werden muß, fehlt z. B. beim Leberknotenschuß von spitz hinten die erforderliche Tiefenwirkung. Das vom Namen überwältigend gut klingend Mega dringt leider nur etwa ein viertel so tief wie ein Lutz Möller KJG Geschoß ein.

Während mit meinem KJG ± 5 cm → 250 m Fleck angehalten und getroffen werden kann, macht das Mega schon bei 186 m Schluß. Um also die gut äugenden Damwildbestände erfolgreich bejagen zu können, ist bei der 6,5x55 Schwedisch Mauser zunächst mal angemessene Munition erforderlich. Schnell muß sie sein! Das KJG Geschoß ist darin der passende Flieger. Schlanke windschnittige Gestalt, gepaart mit festem Leib, gewährt weite Schüsse mit guter Tiefenwirkung und folglich schnellem Tod, siehe Kupferwinter-'03.

Lutz Möller, Sonntag, den 22. Februar 2004

Erfahrungen

Hallo Herr Möller,

endlich habe ich ein Forum entdeckt, in dem man mal etwas über die 6,5 x 55 Schwedenmauser erfährt.

Die Seiten habe ich mit Freude gelesen. Seit einem Jagdjahr führe ich eine R93 in diesem Kaliber und habe bisher 5 Sauen, 7 Rehe, 6 Füchse und 1 Hasen damit erlegt. Alle wurden mit dem 9,1g Sierra Game King erlegt. Hier meine Dokumentation:

1. Bock 100 m, hinters Blatt. Bock machte eine rasante Todflucht von etwa 50 m.

1. Sau-(Keiler) 80 kg aufgebrochen, ca. 35 m, hochblatt. Fällt im Knall um und wetzte noch einmal mit dem Gewaff. Kein Ausschuß.

2 Füchse, 80 m, hinters Blatt. beide machten rasante Todfluchten von etwa 30 m und fielen dann einfach um. Wie beim ersten Bock glaubte ich gefehlt zu haben, ob der Fluchten.

3. Fuchs, 100 m hinters Blatt. Es folgte die schon bekannt schnelle Todflucht etwa 20 m.

4. Fuchs, 50 m halbspitz hinters Blatt. Lag im Knall.

2. Bock, 120 m steil bergab, hinters Blatt, etwas tief abgekommen. Es folgte die nun schon obligate 20 - 30 m Todflucht.

3. Bock, Blattzeit, 50 m eine Ricke treibend in lichtem Baumbestand, wie auf der Drückjagd. Die Kugel durchschlug die Wirbelsäule und bannte den Bock an den Platz. Allerdings lag er mit erhobenem Haupt im Wundbett. Ein sofort auf den Träger plazierter Schuß, ließ ihn im Knall verenden. Der Ausschuß auf dem Träger war trotz durchschlagen der HWS nur so groß wie eine 2 Euromünze!

2.Sau, Frischling 11 kg, ca. 30m, Kopfschuß, lag im Knall. War sehr zart!

4. Reh, Schmahlreh 50 m Trägerschuß. Blitztod, Ausschuß wieder nur wie eine 2 - Euro - Münze.

1. Drückjagd- 2 Frischlinge, 1 Schmalreh, 1 schwaches Kitz (7 kg)

davon 1 Frischling 30 kg, flüchtig 25m in den Teller, Projektil steckte in der HWS vor dem Blatt, handflächengroßes Hämatom.

1 Frischling 35 kg, flüchtig, 60 m, fiel in dichtes Brombeergstrüpp und verendete nach kurzem Schlegeln.

Bei dem Schmalreh saß der Schuß in der Körpermitte direkt unter der WS. Der Schuß ging steil bergauf, sodaß mir das Reh fast vor dir Füße rollte. Auch bei dem Kitz saß die Kugel nicht so optimal, (weich durch den Pansen), aber das Rehlein war so mikrig, daß es nur wenige Augenblicke dauerte, bis es verendet war. Die Schußweiten bei den beiden Rehen betrugen etwa 50-60 m.

2. Drückjagd- 1 überläuferbache (aufgebrochen 48 kg), ca. 35m flüchtig, direkt hinters Blatt, ging mit dem Schuß noch etwa 30 Gänge und fiel um. Ausschuß wieder nur wie 2 Euro-stück.

7. Reh- Kitz, 50 m , flüchtig waidwund. Das Kitz ging nach ca. 10 m ins Wundbett. Nach dem Abblasen ging ich das Stück vorsichtig an, es machte keinen Fluchtversuch mehr, der Fangschuß auf den Träger erlöste es sofort.

1. Hase, 20 m, der Weihnachtsbraten für einen Bekannten. Der Schuß ging wie gewollt mitten in den Kopf. Ich war gespannt, ob Hämatome den Burschen verunstaltet hatten oder nicht. Zu meiner großen Freude gab es überhaupt kein Hämatom, absolut makelloses Wildpret.

Ende Januar folgte noch ein Ansitz bei herrlichem Schnee und Mondlicht auf Sauen, wobei ich eine Bache mit ihrem einzigen Frischling erlegen konnte. Der Frischling (20 kg) bekam die Kugel hinter den Teller mit Miniausschuß auf der HWS, lag im Knall.

Die Bache (45 kg) legte sich dem gleichen Treffer, allerdings ohne Ausschuß direkt neben ihren Frischling.

Soweit meine Aufzeichnungen aus meinem Schußbuch. So ging ein tolles Jagdjahr zu Ende.

Mir geht es darum, die Wirkung der 6,5 x 55 SE auf unterschiedliche Zielmedien darzustellen und wollte mit der Schilderung nicht angeben. Eigentlich hatte ich mich für die 6,5 entschieden, um auf weitere Distanz (150 - 200 m) sicher und schnell tötend Rehwild zu bejagen. Da bei uns immer mit Sauen zu rechnen ist, mußte die Patrone auch hochwildtauglich sein. So schien mir dieses Kaliber eine gute Wahl zu sein, zumal ich wußte, daß in Schweden damit Elche geschossen werden. Die von Ihnen geschilderten Daten und Fakten zu Ihrem KJG interessieren mich sehr. Würden Sie mir empfehlen trotz der guten Ergebnisse das Geschoß zu wechseln? Wie teuer sind die KJGe und welches würden Sie für meine Belange empfehlen?

Erstaunlich finde ich im übrigen auch, das meine Waffe mit dieser wirklich billigen Munition (S+B Sierra Game King 9,1g) so hervorragend schießt (3 Schuß auf ein Schußpflaster) Ich würde mich freuen , wenn noch mehr andere Jäger ihre Erfahrungen mit diesem Kaliber schildern würden, und ich diese auf Ihren interessanten Internetseiten lesen könnte.

Jürgen Merres aus Jülich/NRW, Samstag, 9. April 2005 18:44

6,5 mm KJG alt

6,5 mm KJG Geschoß

Lieber Herr Merres,

danke für Ihren Bericht. Solche Schilderungen brauchen wir, sehr schön! Wie in Rehwildgeschoß oder 7,62 mm Wundwirkung beschrieben, können Sie selbstverständlich mit einem weichen Geschoß kleine Tiere töten. Je scheller, desto besser. aber Ausschuß fehlt dann gelegentlich. Die Erfahrung berichten Sie ebenfalls. Ihr weitester Schuß war nur 120 m weit. Dafür benötigen Sie keine sonderlich gestreckte Flugbahn. Was würde Ihnen nun das 6,5 mm KJG Geschoß im Vergleich zum 9,1g Sierra Game King mehr bieten? Nämlich dieses:

höher Geschwindigkeit besser Wirkung
großer Eindringtiefe erlaubt wirksame spitzwinkelige Schüsse durch Knochen oder Weiches
die Möglichkeit auch größer Tiere zu erlegen. Es könnte ja auch mal ein dicke Sau kommen
Hindernisunempfindlichkeit nimmt bei Abendansitz die Bange ein Stück wegen eines Grashalmes oder Zweiges nur krankzuschießen
bietet die Gelegenheit durch eine Busch kurz vor dem Tier zu schißen und dennoch sicher zu wirken
geringer Rückstoß angenehmer zu schießen fördert gut zu treffen
größer Reichweite schafft mehr Jagdgelegenheit oder sichert vorhanden besser ab
geringer Wildpretverlust mehr Beute
bleifrei in gewissen Gegenden und Jagdmöglichkeit erforderlich

Kurzum müssen Sie für ihre regelmäßigen Beute wie oben nicht umsteigen, aber würden sich mit dem Lutz Möller KJG Geschoß neu und bessere Gelegenheiten schaffen, insbesondere zu größeren Tieren hin, siehe 6,5 mm Copper in Africa. Ein großer Keiler, den Sie mit dem Bleiding nicht kriegen, würde den Umstieg mehr als wettmachen.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 9. April 2005

6 g KJG Schußbilder

Hallo Herr Möller,

ich habe jetzt die ersten Tests mit den 6,5 mm 6 g KJG für meinen Schwedenmauser (6,5 X 55) abgeschlossen. Leider hatte ich nicht die Möglichkeit die Ladung mit der Ladungsleiter zu ermitteln, so daß ich eine genaue Ladung auf die herkömmliche Art ermitteln mußte, nämlich auf der 100 m Bahn. Ich benutze Norma Hülsen mit einer Länge von 54,9 mm, Pulver R903. Die Patronenlänge betrug 74,7 mm, Lauflänge ist 540 mm. Ich habe dann jeweils 5 Patronen mit gleicher Laborierung geladen. Angefangen mit 46,0 grain, 46,1…. bis 46,5 grain. Das Setzten der Geschosse erforderte eine kleine Modifizierung der Matrize, da der Setzstempel nicht weit genug gebohrt war, hatte ich mir bei dem ersten Versuch die Hohlspitze nach innen gekrimpt. Nach dem ich den Setzstempel dann auf einer Drehbank hab tiefer hab bohren lassen, war dieses Problem aber dann auch beseitigt. Ich war etwas überrascht, als ich feststellte, daß so minimale Ladungsunterschiede doch so eine große Auswirkung auf den Streukreis haben. Die 46,2 grain Ladung war ja schon besser, aber als genauste stellten sich die 46,3 grain dar. Ich hatte das Glück, das gerade das V0-Meßgerät aufgebaut war und die gemessene Geschwindigkeit war im Durchschnitt bei dieser Laborierung ca. 950 m/s. (Der markierte Schuß auf der Scheibe gehörte nicht zu der Schußgruppe). Das war der erste Schuß, den ich als Richtschuß auf die Scheibe setzte. Deshalb liegt die erste Gruppe auch außerhalb der Ringe, da ich das ZF erst danach eingestellt habe Die Ringe haben einen Abstand von einem cm. Jetzt bin ich mal auf die Wirkung dieser Patrone gespannt. Am Samstag geht es ins Revier und ich werde weiter berichten. Als Anlage sende ich mal die Bilder der einzelnen Schußgruppen mit.

MfG Michael Melchert, Donnerstag, 27. Oktober 2005 16:16

Scheibenladung

Sehr geehrter Herr Möller,

Ich besitze einen langen Schwedenmauser und lade seit einiger Zeit meine Patronen mit einer reduzierten Ladung: 9 g Sierra MK,  1,3g  N110, CCI 200 in Lapua und Mercury Hülsen bei 78,5 mm Patronenlänge. In meinem neuen Verein lehnten viele Kameraden diesen Ladevorschlag, mit der Begründung, wegen der geringen Ladedichte käme es zu nicht vorhersehbaren gefährlichen Gasdrucksprüngen, ganz gleichgültig ob ein progressives oder offensives Büchsenpulver geladen wird oder nicht, ab. Könnten Sie mir vielleicht Auskunft darüber geben ob etwas daran stimmt, oder ob ich mit dieser Laborierung gefahrlos weiter arbeiten kann. Für eine baldige Auskunft währe ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Gruß, Michael Santeramo, Offenbach, den 19. Nov. 2005
 

Tag Herr Santamero,

in Pulverlebhaftigkeit sehen Sie das N110 in einer Reihe mit Rotweil R910 und Norma R123 oder PCL 512. Ich selbst habe mich PCL512 zu Zeiten der 8,5x64 Hülsen mit Geschoß aufgeblasen. Des weiterern lud ich den Zerleger und das KPG-08 für langsame Geschwindigkeiten aus der .300" WM mit Norma R1 und Rottweil R901.

.300" WM Zerleger

Abgebrochen .300 "WM Zerlegerladungen für langsame Geschwindigkeiten bei hohem Druck

Das Norma R1 = Bofors PK 3 ist ein feinkörniges kaum passiviertes, kaum graphitiertes und daher leicht entzündliches Pistolenpulver. Mit demPulver ging das bei hohem Druck gut. Ihre Viharvuori N110-Ladung birngt aber nur knapp 2000 bar. Das bedeutet, die Hülse wird nicht gut am Lager lidern und verschmauchen. Das ist schlecht. Ich rate von daher von der Ladung ab. Des weiteren ist die Hülse weniger als halb voll. Da sheißt, Sie könnten versehentliche die doppelte Menge einfüllen. Dasn bist die Hüse voll (An sich besser) aber eben mit einem zu schnellen Pulver. Die gut 9.000 bar iher 2,6g N110 Ladung würde die late Schwedin zerfetzten. Das ist nicht gut, weder für Sie noch das Gewehr. Ich rate also auch aus dem Grunde davon ab.

Ihre Frage war aber vermutlich anders gemeint, nämlich ob das Pulver detonierern kann. Ich weiß es nicht. Pulverabbrand ist ein chemischer Vorgang, der alngsam ander Oberfläche abläuft und harmlos ist. Detonation ist ein mechanisch eingeleiteter energiereicher Zerfall, der entlang einer Stoßfront ablaäuft und wesentlich schneller ist.Nitropulver brennen mit eineigen hundert Meter je Sekunde ab, unter Druck und warm deutlich schneller, aber Detonationen in Sprengstoffen können mit bis zu 10.000 m/S ablaufen, als 50 mal so schnell.

Wann genau Büchsenpulver  detonieren ist nicht bekannt, aber das kann vorkommen. Ich vermute, ohne über gesicherte Erkenntnisse zu verfügen, weil derlei Fälle meist mit sehr langsamen Pulvern und teilgefüllten Hüllen auftraten, und weil mir mal jemand sagte, man könne das doppelbasige Bullseye (mit hohem Nitroglyzerinateil) mit eine Sprengkapsel zur Detionation bringen, solche Detonationen werden von Pulverkörnern, die in einer wenig gefüllten Hülse sich bewegen können und nach der Zündung gegen eine Wand knallen, mechanisch eingeletet. Ob das tatsächlich der Fall ist, weiß ich nicht.

Nun ist N110 kein besonders grobkörniges Pulver und von daher für meine Vermutung kein geeigenter Kandidat. Gleichwohl stört der niedrige Druck. Ich empfehle eher ein schnelleres und damit feinkörnigeres Pulver zu nehmen Entweder nehmen, z. B. N105 mit dem Sie bei 1,3 g 3241 bar und aus 740 mm Lauf 662 m/s erreichen, oder 1,5 g Rottweil R910 mit 3.000 bar und 695 m/s.

Sicherer ist in jedem Falle die Hülse immer ganz voll zu stopfen und volenDruck zu fahren, damit das Pulver nicht detonierern kann und die Hülsen lidern. Ich vermute die dopplte Scheibenladung bei Langwaffen als häufigste Unfallursche beim Schießen. Was geschieht, wenn in einer Pistole  ein Scheibenladung verdichtet wird, seteh in Glock 30. Sehen Sie sich die Bilder mal an.

Schlußendlich lautet die Antwort auf Ihre Frage, bei erhöhter Wachsamkeit und Sorgfalt können Sie ihrer N110 Ladung wohl benutzen, aber aufgrund der damait verbundenen Probleme (lidert schlecht, Doppelladungen würden die Waffe sprengen) rate ich nicht dazu. Ich werde noch mal Herrnn Brömel fragen, was der meint.

Allzeit gut Schuß, Lutz Möller

 

Quickloadpatronenlänge

Hallo Herr Möller,

ich habe bezüglich der 6,5 mm KJG noch einige Fragen zu stellen.

Sie schlagen ja auf ihrer Seite einige Ladedaten vor. Bei der 6,5 x 55-KJG-Ladung z.B 74,5 mm Patronenlänge. Ich habe mal bei meinem Schweden ausprobiert, wie lang eine Patrone sein darf, bevor das Geschoß an den Zügen anliegt, da ich den Weg des rotationslosen Fluges ja so klein wie möglich halten möchte. Dabei kam ich zu folgendem Ergebnis. Ich kann vom Geschoßboden aus gesehen das Geschoß bis an das zweite Führband setzen ohne die Züge zu berühren. Weiter kann ich ja nicht mehr raus, da das KJG sonst nicht mehr fest in der Hülse sitzt. Das ergibt eine 78,5 mm lange Patronen. Wirkte sich das schlecht  aus?

Mein Vater benutzt das Programm Quickload. Die Software brachte ich vor einigen Monaten auf den neusten Stand gebracht und fand die KJGe. Leider sind da für die 6,5 er nur die kurzen und langen drin. gibt es eine Möglichkeit diese zu aktualisieren und wenn ja, wie? Dann könnte ich damit mal die geänderte Patronenlänge ballistisch betrachten, bevor ich sie laden würde.

Vielen Dank schon mal im Voraus für ihre Antwort. MfG Michael Melchert

Tag Herr Melchert,

Das Patronenlager ihres Schweden erscheint ausgeklappert zu sein. Wenn Sie das erste Führband an den Kegel setzten wollen, müssen Sie die Geschosse wohl weiter raus setzten, da Sie es ja nicht aufblasen können. Sofern es noch mit zwei Bändern in der Hülse hält, soll das genügen.

Gut Schuß, Lutz Möller, 26. November 2005

 

Naturalis nun doch nicht für 6,5x55

Hallo Herr Möller,

nun bin ich doch ein wenig konfus. Habe ich doch gerade für meine neue 6,5x55 (R93 mit Semi weight Lauf) das Lapua Naturalis mit 9,1 g „anvisiert“, um damit auch auf Sauen zu jagen und muß nun auf Ihrer - fraglos sehr informativen Seite - lesen, solche gepreßten Vollgeschosse wie das Naturalis wirken zwar sehr gut , aber beanspruchen dafür den Lauf der Waffe stark (hoher Einpreßdruck, Felderabnutzung etc.). Bitte, welches laufschonende Geschoß mit ähnlicher Wirkung wie der des Naturalis - möglichst fabrikgeladen - würden Sie mir für Sauen bis ca. 60 kg empfehlen (dato habe ich noch 9,1g Lapua Scenar und 10,1g Norma Vulkan zum Probieren. In der Auswahl steht auch noch das 9,1g DK von RWS; oder ist Ihr KJG nun - auch für schweres Wild - das Mittel der Wahl, wenn man Wirkung und Laufschonung kombinieren will)? Bin ich mit meinem, für Rehe ausgewählten Geschoß 7,8 g Norma BST - auch was Wildpretschonung angeht - gut gewappnet? Für eine Antwort wäre ich Ihnen wirklich sehr dankbar.

Gruß TI, Sonntag, 26. Februar 2006 19:10
 

Tag T.,

nach längerem Studium meiner Seite werden Sie genügend Beispiele erfolgreicher KJG-Jagden in kleinen Kalibern auf große Tiere finden.  Am prominentesten ist 6,5-mm-Copperbullets-in-Africa-2004. Sie haben vollkommen recht, das KJG ist - auch für schweres Wild - das Mittel der Wahl, wenn man Wirkung und Laufschonung kombinieren will!

Fertig geladen Munition können Sie gern beziehen vonder Lutz Möller GmbH , wenn Sie wollen. Die ist nicht das Problem.

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

p.s. darf ich Ihren Beitrag mit Antwort wenigsten anonym veröffentlichen? Ansonsten habe ich nichts von der mühlseligen Schreiberei!
 

O.K. lieber Herr Möller, ich will 6,5x55-KJG-Patronen für meine R93 mit original Semi Weight-Lauf (ich weiß nicht, ob die Dralllängen des Laufes in diesem Fall relevant ist!?) versuchen. Ich wünsche Patronen mit 6 g KJG und einer günstigen GEE, damit ich mit dieser Patrone - neben den Sauen - auch meine 150 m bis 200 m entfernten Feldrehe erlegen kann. Bitte stellen Sie mir Ladedaten und die der Ladung entsprechenden ballistischen Daten zur Verfügung.

In freudiger Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich mit
Waidmannsheil T. I. Montag, 27. Februar 2006 11:50

Tag Herr T.,

bitte beachten Sie in 6,5 mm-KJG-6,5x55-Ladung die Empfehlung. Dort seht die bevorzugte Ladung mit zugehörigen ballistischen Flugdaten sowie mit Knochen- und Fleischleistung im Ziel.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Hallo Herr Moeller!

Mein Freund hat 11 Gramm KJG Geschosse für 8x57 IS + 8x57IRS. Leider haben wir uns die Ladedaten nicht runtergeladen. Auf ihrer Website sind aber nur die Daten des 9 Gramm KJG. Auf den Abbildungen der 11 Gramm KJG waren einmal 4- und einmal 5- Führbänder zu sehen , hat das eine besondere Bedeutung für das laden der Geschosse ( Setztiefe o. Ballistik)?

Ich erlegte im Dez. '05 - Jan. '06 4 Stk. Rehwild mit dem Schwedenmauser mit 7 Gramm KJG, erlebte hervorragende Präzision und Fluchten von 3 m, 50 m, 10 m und 30 m. Wildpret wurde sehr gering entwertet.

Viele Grüße, Rudolf Bittner, Freitag, 24. März 2006 20:20

Kein Schwein gehabt:

Nosler Ballistic Tip = Bühne leer

Sehr geehrter Herr Möller,

erst einmal vielen Dank für Ihre gelungenen Netzplatz. Eine ähnliche Seite mit so vielen Informationen, Erfahrungsberichten und technisch-physikalischen Hintergründen zum Thema Jagd, mit allem was dazugehört, habe ich in den nun schon fast drei Jahren, die ich Ihre Seite besuche, nicht gefunden.

Im Jahr 2002 habe ich die Jägerprüfung abgelegt und schon bald darauf erkennen müssen, dass ein Jäger mit gewissen Ambitionen nicht um die Herstellung seiner eigenen Munition für seine speziellen Bedürfnisse umhin kommt. Also fand ich im Internet Ihre Homepage und besuchte im Frühjahr 2004 einen Wiederladelehrgang. Es folgte eine, inzwischen umfangreiche, Ausrüstung und die Sammlung von Erfahrungen. Auch das „Waffenarsenal“ wurde entsprechend angepaßt.

Ich bekam eine Jagdmöglichkeit im bergisch-märkischen Raum, indem sich der Wildbestand in den Jahren von einem Niederwildrevier mit Schwarzwild als Wechselwild zu einem Revier mit Schwarzwild als Standwild entwickelt hat. Die „Bewaffnung“ mit .22" Hornet und .222" Rem erweiterte sich also um eine 8x57IS, die später ständig geführt wurde, weil immer mit Schwarzwild zu rechnen war.

Wie immer in einer solchen Entwicklung, machte ich mir erst spät ernsthafte Gedanken um die wirklich richtige Bewaffnung. Dabei sollte Ihre Seite entscheidende Hilfe sein. Da ich aus dem technischen Bereich komme, habe ich mich mit den unterschiedlichen Waffensystemen auseinandergesetzt und bald stand fest: Es wird ein '98er sein! Die Jagdpatrone sollte für Raubwild, Rehwild und auch für Schwarzwild geeignet sein, aber moderat im Schußverhalten und nicht überdimensioniert. Ich will ja nicht mit den berühmten Kanonen… . Schußentfernungen von 70 m (Schwarzwild nachts) bis 200 m (Rehwild, Raubzeug) sollten bei entsprechender Wirksamkeit der Geschosse möglich sein.

Nach ausgiebigem Vergleich, auch anhand Ihrer ausführlichen Angaben, landete ich nun endgültig bei 6,5 mm Kaliber  und zwar in der Version „x55“, ja der Schwedisch Mauser, die in unseren Breiten verhältnismäßig unbekannt ist und auch bei uns wenig geführt wird. Aber für die Patrone sprach 1. das schwarzwildtaugliche Kaliber, 2. das zu erwartende moderate Schußverhalten und 3. die gegenüber der von einigen Jagdkameraden geführten 6,5x57 (auch in der Randversion) hohe „Eigenpräzision“ der Patrone.

LM: Die gibt es nicht!

Also überarbeitete ich ein 98 System und ließ mir beim BüMA einen entsprechenden Lauf einbauen. Da die Waffe vor allen Dingen beim Ansitz geführt werden soll, robust und unempfindlich sein soll, und das Gewicht daher nur eine untergeordnete Rolle spielt, entschied ich mich für einen rostträgen Lothar Walther Matchlauf in Birnenform.

Das ganze gut eingepaßt in einen Ramline Kunststoffschaft (nicht gerade schön, aber schön zweckmäßig!), versehen mit einem Rückstecher, Standard Weaverschiene und darauf das vorhandene Nightforce 3,5-15x50 NXS. Die Jagdkollegen schauen zwar teils mit einem mitleidigen Lächeln, aber angesichts der Schußleistung wird die Waffe doch hingenommen. Auch ich bin von der Schußleistung der Waffe begeistert, schaffe doch selbst ich als „Nichtsportschütze“ mit dieser Waffe fünfmarkstückgroße Fünfergruppen auf 100 m und 10 cm Streukreise auf 200 m. Auch war ich bisher mit der Zielballistik zufrieden. Bis gestern Abend! Das ist auch der Grund für mein Schreiben.

Bisher verlade ich von Kaliber .22 bis 8x57 das Nosler Ballistic Tip. Bisher war ich auch immer damit zufrieden. Aber gestern Abend schoß ich im letzten Licht auf einen von 5 überläufern. Auf ca. 50 m, breit nach links stehend kam ich gut mittig im vorderen Drittel des Tieres ab, Mündungsblitz, Bühne leer! Am Anschuß war nichts zu finden! Auch die Nachsuche am folgenden Morgen mit der Schwarzwildbracke brachte nichts! Kein Schweiß! Könnte sich das weiche Geschoß ohne tödliche Splitterwirkung zerlegt haben? Fehlschuß schließe ich zu 99% aus! Patrone 6,5x55 6,5 g NOSLER BT vor 3,3 g R904 (Ihre angegebene Ladung) bei einer Länge von 78 mm (abgestimmt auf das Patronenlager, Geschoß ca. 2/10 mm vor Zug/Feld). Sollte das sein können, daß die Sau mit einem solchen Treffer noch flüchtet?

Nun mein Anliegen: Ich möchte mindestens 100 Stück Ihrer KJG in 6,5 mm bestellen, benötigt für 6,5x55 und 6,5x57 auch 6,5x57R Patronen. Ich verlade bevorzugt Rottweil Pulver, bevorrate R904, R905, Vectan SP10. Ihre 6,5 x 55 KJG Ladedaten empfehlen R903, auch kein Problem. Die optische Achse des ZF liegt 61 mm über der Laufseelenachse. Der Lauf ist 650 mm lang. Bitte teilen Sie mir kurzfristig Ihre Versand- und Lieferbedingungen sowie Zahlungsadresse mit. Ich bestelle dann ebenso kurzfristig. Ich hoffe, daß ich oben beschriebene Schweinerei mit Hilfe Ihrer Geschosse in Zukunft vermeiden kann.

Vielen Dank im Voraus und Waidmanns Heil, Lutz Wippermann, Montag, 1. Mai 2006 13:26

 

Eigenpräzision“ ist ein blödsinniges Unwort!

Tag Herr Wippermann,

Danke für Ihren Beitrag Nosler Ballistic Tip = Bühne leer!

Patronen an sich und allein kennen keine von Ihnen sogenannte „Eigenpräzision“. Lesen Sie gern Genauigkeit, Gewehrlauf und Ladungsleiter. Dann sollten Sie begreifen, daß neben gleichmäßiger Ausführung der Patronenteile Hülse, Geschoß, Pulver, Zündhütchen und deren immer gleichem Zusammenbau nur Waffe und Munition gemeinsam die Trefferabweichung aufgrund einer Munitionsabweichung bestimmen. Die außermittige Beschleunigung im Schuß verbiegt das Gewehr und regt es zu schwingen an. Je nachdem, wie wie die langsame Anregung und die schnellen Schwingungen zeitlich zueinander verlaufen, verstärken oder mindern sich die Abweichungen. Das hat aber mit der Patrone als solcher überhaupt nichts zu tun, sondern kann immer nur im Zusammenspiel mit Geschoß, Pulver, Zündhütchen und Waffe beobachtet und eingestellt werden. Das wirtschaftlichste Verfahren die auf Schwankungen niedrigstempflindliche Ladung für eine besondere Waffe zu finden stellt die Ladungsleiter. Wenn Sie den Streukreis Ihrer Waffe mit Munition mindern wollen sollten Sie neben gleichbleibend hergestellter Munition zu verwenden, diese Verfahren wählen. Als gebrauchen Sie bitte nie wieder von dieses blödinnige Unwort!

Ihnen erging es wie vielen Jägern, die von der Niederwildjagd kommen erst neuerdings Sauen bejagen können. Sie schrieben:

„Patrone: 6,5x55 6,5 g Nosler BT vor 3,3 g R904 (Ihre angegebene Ladung).“

Wo bitte habe ich diese Ladung angegeben? Wozu habe ich diese Ladung angeben? Bestimmt nicht auf Sauen! Bei 78 mm Länge verläßt das weiche Nosler Ballistik Tip mit 960 m/s den 61 cm Lauf. Allerdings beträgt die Führungslänge nur noch 3,41 mm. Wie sollen die Geschosse so in der Hülse mittig und fluchtend halten. Das tun sie offenkundig nicht, denn sonst sollten Sie mit der Waffe besser treffen. 

Wer hat Ihnen das Geschoß zur Schweinejagd empfohlen? Hören Sie sofort mit dem Blödsinn  (Das Wort verwende ich nun schon zum zweiten Male) auf. Ihnen sollte aus Zielwirkung und Rehwildgeschoß klar geworden sein, sofern der Hersteller keine Empfehlungen zu seinem Geschoß abgab, daß die Nosler Ballistik Tip zu den schnellen Platzern gehören, gerade bei 6,5 g aus der 6,5x55  schwedisch Mauser.

Das Nosler Ballistic Tip zerlegt bei derlei Zielgeschwindigkeit sich zum größten Teil binnen weniger Zentimeter in wirkungslosen, aber giftigen Bleistaub. Die Restlinse wird keine 2 Gramm wiegen und keine 7 cm in Fleisch eindringen. Sofern Sie damit einen überläufer breit zwischen Blatt und Zwerchfell in die Lunge treffen, wird der wohl sterben. Auch bei dieser Zielwahl können noch Fluchtstrecken auftreten, sind aber in der Regel kurz. Mit Ausschuß muß nicht gerechnet werden, mit einer Schweißfährte also auch erst später, wenn der überläufer aus dem äser schweißt, also nach 15 - 20 m oder so.

Sofern Sie aber den überläufer, den Sie „zu 99% im vorderen Drittel“ trafen, aber auf Blatt trafen ist schon gar nicht mehr sicher, daß die leichte platte Restlinse ohne nennenswerte Flächenlast und damit Tiefenwirkung überhaupt noch in die Kammer drang, wenn der überläufer einige Größe hatte. Damit hätte der nur eine oberflächliche Verletzung wie eine halbe Apfelsine groß, die ihn zunächst auf drei Läufen noch flüchten läßt, die aber jetzt im Mai vermutlich bald von Fliegenmaden besetzt und dann bakteriell infiziert werden kann, so daß dem kranken Tier vermutlich ein wenig schönes Ende bevorstünde, sofern es die Verletzung nicht doch ausheilte. Wetter und Fliegen bestimmen dabei entscheidend mit. Bei Kälte wäre das wohl noch zu schaffen. Im Sommer sinken die überlebenschancen stark ab.

Demgegenüber zeigt die empfohlene 6,5x55 KJG Ladung in 50 m Entfernung 66 cm Fleischleistung und 13 cm Knochenleistung, also genug um den dicksten Keiler, sogar Panzerschweine mit Schild, waidgerecht zu bejagen und erfolgreich zur Strecke zu bringen. In Afrika 2004 fielen mit solcherlei KJG Geschossen erfolgreich und zügig deutlich größere Tiere als nur überläufer mit z. T. sehr großen Tiefenwirkungsanforderungen.

Nebenbei bemerkt will ich hier nicht die Nosler Ballistik Tip Geschosse schlechtreden. Ob ein Geschoß gut oder schlecht ist kann nur im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Zweck beurteilt werden. Ich habe mit der kräftigeren 6,5x65 jahrelang genauso weiche Geschosse erfolgreich für die Jagd auf das kleine und empfindliche Rehwild benutz, bis ich einen Hirsch nicht bekam, den ich allerdings, anders als Sie, der bekannten mangelnden Tiefenwirkung wegen gar nicht erst beschoß, folglich auch nicht zur Strecke brachte. Für mich war das damals der Grund mich nach einem neuen, deutlich leistungsfähigeren Jagdgeschoß umzusehen. Da es die nicht zu kaufen gab und auch kein Hersteller auf meine unabdingbaren Forderungen an Wirkung und Aerodynamik eingehen wollten, schuf ich das Lutz Möller KJG Geschoß. In  der Summe seiner  Eigenschaften ist es einzig und unerreicht. Sie haben heute den Vorteil leicht erwerben und damit ihr Aufgabe sicher zufriedenstellend lösen zu können. Der Wunsch danach zeigt Ihre Einsicht. Ich sehen der verlorene überläufer hat bei Ihnen überlegungen in Gang gesetzt und versichere Ihnen, das 6,5 mm KJG wird, hinreichender Treffer vorausgesetzt, jedes Schwein zur Strecke bringen, nicht unbedingt am Anschuß, aber bei geeigneter Zielwahl ohne große Fluchtstrecke nicht weit davon. Keines der von mir flüchtenden, schräg vom Weichen vor der Keule bis in den vorn gegenüberliegenden Vorderlauf getroffenen Schwein kam je weiter als 15 m! So weit muß man allerdings denn schon mal suchen!

Waidmannsheil, Lutz Möller, 1. Mai 2006

 

Führungssetztiefe

Ihre Antwort zu "Nosler Ballistic Tip=Bühne leer"

Guten Morgen Herr Möller,

in Ihrer Antwort zu Herrn Wippermanns obiger Nachricht  zur 6,5x55 bemängeln Sie die mit 3,41 mm doch recht kurze Geschoßführungssetztiefe, folgern daraus mögliche mangelnde Flucht des Geschosses. Wie groß sollte die Führungssetztiefe Ihrer Meinung nach sein?

LM: Schon ein Kaliber!

Mein Problem: .308" Win Lapua Scenar 10 g BT moly L6 73,8 mm (700er BDL Rem. mag es gern länger). Damit habe ich 4,62 mm Führungssetztiefe von. Habe ich damit schon generell ein Problem und sollte die L6 vermindern, oder laden und ausprobieren?

Mit freundlichen Grüßen, Dirk Stein, der sich schon auf seine 8,5er KJG für seine TRG-S freut! Dienstag, 2. Mai 2006 01:37

Moin Herr,

mit Laden und Prüfen werden Sie nicht viel herausbekommen. Schwierigkeiten können im weiteren rauhen Umgang mit der Munition entstehen, wenn Geschosse aus der Flucht gedrückt werden. Frisch aus dem Gesenk gesetzt merken Sie gar nichts. es geht also um die Alltagtauglichkeit der Munition im rauhen Jagdbetrieb, nicht um akademische Feinheiten, um die sich vielleicht Sportschützung als Kleinlochpapierbohrer zu sorgen haben, aber nicht Jäger, die wild erbeuten wollen. Den Tieren ist es vollkommen gleichgültig, ob sie 5 cm weitre rechts oder links getroffen werden, den Sportlern ganz und gar nicht. Insofern Stelen Jäger und Sportler vernünftiger Weise auch vollkommen andere Anforderungen an ihre Munition. Die Bedingungen unter denen die eingesetzt wird unterscheiden sich sehr. Während ein Sportler auch unter Wettkampfbedingungen genau weiß, was ihn erwartet, da die Sportordnung ihm das lange vorher bekannt vorschreibt, muß sich der Jäger unvorhersehbare Lagen erfolgreich meistern und trotz Unwägbarkeiten handeln. Nicht zu schießen bedeutet im Ergebnis dasselbe wie vorbei zu schießen, nämlich keine Beute. der Jäger kann nie alle Unwägbarkeiten ausschließen, sondern muß mit ihnen leben und darin erfolgreich handeln können, sonst geht er als Schneider nach Haus. Sich bei allem Tatendrang dennoch nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen und immer waidgerecht zu bleiben ist ein hohe Kunst die auch hohe sittlich Anforderungen stellt, insbesondere Fehler zu erkenne, sie einzusehen und au ihnen zu lernen, denn im Leben geht immer mal was daneben, wie das obige Beispiel Nosler Ballistic Tip = Bühne leer  anschaulich vor Augen führt. Abscheulich wäre einfach so weiter zu machen. Da ist hier nicht der Fall, zeigt also, wiederum anschaulich,  daß aus Fehlern gelernt werden kann. Ich mühe mich mit sachlichem Rat Hilfe zur Einsicht und Besserung zu geben. Ich war schließlich als Jungjäger mit .30-06 selbst mal in der dummen Lage mit dem falschen Geschoß aufgrund mangelnder Erfahrung ein falschen Haltepunk zu wählen und bei gutem Schuß eine weichen Treffer zu landen. Der überläufer lief 2,5 km. Wir brachten ihn dank Bracki am nächsten Morgen gleichwohl zur Strecke. Es war eine vorn blonde Schecke mit dem Schwarzen hinten, die ich im Mondlicht auf dem staubigen Acker nicht als solche erkannt hatte und auf 100 - 120 m also munter mitten ins Schwarze hielt und t5af, aber leider ben ins Weiche.

Eine im Januar später mit 6,5 mm KJG  auf der Pirsch mit sehr schnellem Schuß weich getroffene 70 kg Bache hingegen zeichnet mit krummen Rücken und flüchtete nur 150 - 200 m, drückte sich in ein Gebüsch und erhielt dort zwei Fangschüsse, den ersten von hinten durch den rechten hinteren Oberschenkelknochen, auf den sie umkippte und nicht mehr flüchten konnte und Sekunden später von vorn den todbringenden Treffer zwischen die Lichter ins Hirn. Die Keule hatten wir Sonntags auf dem Tische. Lediglich nah um den zerschmetterten Knochen war vielleicht 1 - 2 cm Matsch zu entfernen, keine 100 g gingen verloren.

Eben das ist der Unterschied zu den Bleigeschossen von damals. Ich bin froh, daß ich die nicht mehr nötig habe. Die KJG-Vorteile kann heute jeder Jäger nutzen. Soll er man!

Lutz Möller, 2. Mai 2006

Herr Möller,

wenn sich das Problem in der Alltagstauglichkeit erschöpft, bin ich beruhigt. Diese Munition, wie unschwer zu erkennen, dient mir Kleinlochpapierbohrer, der ich nun mal auch bin, als Distanzlocher. Jagdliche Verwendung finden nur Ihre Geschosse. Na dann werd ich mal weiterladen…..3,046 g R902 rein und man wird sehen.

Gruß, Dirk Stein, Dienstag, 2. Mai 2006 10:24

 

Die 3 D

Hallo Herr Möller,

vielen Dank für Ihre prompte Antwort. Mit meiner hat’s leider etwas länger gedauert, weil der Versand größerer Dateien nicht ohne weiteres klappte.

Die „Eigenpräzision“ ist natürlich nicht auf meinem eigenen Mist gewachsen, habe ich aus diverser Literatur übernommen, aber ich habe verstanden und werde das Unwort aus meinem Wortschatz streichen!

Die Ladungsangabe für 6,5x55SE mit Nosler Bal. Tip stammt von der Seite für diese Patrone (LM: inzwischen gelöscht), wurde dort allerdings mit 75 mm Länge angegeben. Natürlich haben Sie die nicht für Sauen angegeben, aber ich hatte ja auch eigentlich auf Sauchen gehofft und auch auf eine wenigstens etwas bessere Wirkung des Geschosses.

übrigens habe eine Ladungsleiter geschossen. Dabei zeigte sich, daß die Trefferlage bei 2,9 g bis 3,35 g relativ gleichmäßig anstieg und eng beieinander lag, sodaß die Entscheidung für die hohe 3,3g Ladung  fiel. Danach erweiterte ich die Auswahl um verschiedene Patronenlängen von 75 bis 78,25 mm (dabei liegt das Geschoß am Zug-Feldprofil an) und prüfte ständig auf zentrischen Sitz und Stabilität des Sitzes, auch nach mehrmaligem repetieren einer Patrone. Selbst bei 78 mm Länge gab es keine Probleme und der Streukreis wurde sogar kleiner!

Wirklich empfohlen hat mir dieses Geschoß eigentlich niemand, ich habe mich nach Wälzen etlicher Kataloge, Widerlade-Handbücher, Internetseiten und letztendlich dem Nosler Handbuch dazu entschieden. Demnach hätte der Verwendungsbereich passen sollen, aber wie ich jetzt sehen mußte, habe ich schön in die braune Masse gegriffen. Apropos braun, ich bin kein Militärfreak oder REALTREE-Fan, den Ramline Schaft gibt’s auch in dezentem schwarz!

Im übrigen habe ich Ihre Schelte natürlich verdient, ich hätte den Finger gerade lassen sollen! Mit der 8x57IS und Nosler BT habe ich auf ähnliche Distanz eine ca. 60 kg Sau geschossen: Einschuß, Ausschuß, mausetot, 0-m-Flucht! Voraus ging allerdings ein unschöner Gebrächschuß eines anderen Jägers.

60 kg Sau

60 kg Sau

Mit der 6,5 x 55 war das meine erste Erfahrung auf größeres Wild, dafür aber auch gleich besonders schlecht.

LM: Das lag nicht am 6,5 mm Kaliber, nicht an der guten alten 6,5 x 55 Patrone, sondern am zu weichen Nosler BT Geschoß für einen zu harten Zielwiderstand!

Wir haben die Lage vom Sonntag auch im Bekanntenkreis besprochen und da war „SIE“ wieder, die Diskussion um's richtige Geschoß! TIG, TUG, DK, KS, TMR, etc. p.p., jener dies, der andere das. Auf die Frage, ob sich mir jemand bei der Bestellung Ihrer KJG Geschosse anschließen möchte, stand ich dann wieder allein da.

Nicht das Ihr Bekanntheitsgrad unter zumindest den jüngeren der Jäger (um die 40) nicht existieren würde, die Argumentation reichte von „ich bin mit meinen XYZ zufrieden“ bis „da muß ich ja neu einschießen“. Auf das ja auch von Ihnen vorgebrachte Argument, daß es kaum ein anderes Geschoß gebe, das so ausführlich beschrieben und geprüft sei wie das KJG Geschoß gab’s zwar Zustimmung, aber auch immer noch Einwände wie „zu leicht“, „zu schnell“, „zu hart“.

Egal, ich will’s jetzt wissen! Wenn ich als Jäger schieße, will ich töten, nicht „außer Gefecht setzen“ oder quälen, sondern schnell und waidgerecht töten. Wenn der schnellste der Weg dahin über Ihr KJG führt, dann bin ich bereit dafür auch „15 m zu laufen“. Auch zu suchen! Auch mehr als 15 m! Normalerweise bis ich mein Ziel erreicht habe! Es ist nicht meine Art etwas Lebendiges zu beschießen und anschließend so zu tun, als ob nichts gewesen wäre. Ich gelobe Besserung und bin für Neues immer offen!

Waidmannsheil, Lutz Wippermann, 3. Mai 2006

Mein lieber Waidgenosse Wippermann,

ich freue mich über Ihren Entschluß. Er zeigt einen einsichtigen Menschen, der aus Fehlern lernt. Was kann man mehr verlangen? Ihre jüngeren Jagdfreunde scheinen mir ganz altmodische Anhänger  der  „3 D“ zu sein:

  1. D sagt: Das war schon immer so! Soll heißen . . . und soll auch so bleiben!
     

  2. D sagt: Das war noch nie so! Soll heißen: Ich will oder kann mich Neuem nicht öffnen, weil ich es nicht verstehe, oder weil es mühsam wäre (Die verbreitete Unlust oder Unfähigkeit eine Waffe auf andere Munition neu einzuschießen, nannten Sie als Abwehrgrunde gegen Neues bereits).
     

  3. D sagt: Da könnte ja Jeder kommen . . . ! Soll heißen: Wer bist du überhaupt, daß du Grünhorn uns alten Hasen lehren willst. Wir wissen Bescheid und  brauchen uns von hergelaufenen Klugsch. . . nichts erzählen zulassen.

Ich behaupte nicht das der schnellte Weg zum Tod mein  Lutz Möller KJG Geschoß ist, denn der ist der beste Treffer! Den setze allein der Mann am Rohr. Der schnellste Weg zum Tod ist auch nicht die größte Wirkung, (Mehr Wirkung zerstört nur zu Fluchtstrecke unverhältnismäßig mehr, wie Kenner wissen, siehe Zerstörer), sondern vernünftige Zielwahl, natürlich wiederum verbunden mit dem entsprechenden Treffer. Das KJG entlastet den Jäger nur von Unzulänglichkeiten vergangener Geschoßentwicklungen und Zweifeln. Er kann darauf bauen, das ein richtig angetragenes KJG sein Ziel innerhalb der genannten und durchaus üppigen Grenzen finden und dort wirken wird, ganz gleich wie weit das Tier innerhalb der angegebenen ± 5 cm Reichweite ist und aus welchem Winkeln er  es trifft und wo.

Anders als bei einem, für das beschossene Wild, zu weichen Nosler BT, daß eben das knochige Blatt nicht hinreichen durchdringen konnte, nicht Lunge oder Herz tödlich verletzen oder gar zerstören konnte, erledigt das richtig angetragene KJG die ihm übertragen Aufgabe immer, und sei es auf eine kleines 20 m weites Weißwedelkalb oder einen 200 m weiten großen Oryx glatt von hinten ins Herz (Texanischer Herzschuß). Das soll keine übung werden, aber es geht. Ich trug einer Menge flüchtender Schweine den Schuß von sehr schräg hinten neben der Keule im fast streifenden Einfall an. Das KJG, sei es nun 6,5 oder 9,3 mm dick, durchdrang immer das Schwein vom Weichen durch (ggf. Leber) Zwerchfell, Lunge (ggf. Herz) und blieb dann nach getaner Arbeit, nicht ohne ggf. noch den schräg gegenüberliegenden Vorderlauf durchschlagen zu haben, dort nach 3/4 Schweinelänge unter der Schwarte stecken, wenn es nicht doch noch ausschoß. Auf dieses schulterstabilsierte schnurgerade  Durchdringen kann der Jäger sich im Rahmen der angegeben Daten verlassen. Er braucht sich nicht mehr zu sorgen „Wird es ☺, oder wird es nicht ☻ . . ., da lacht der Teufel!?

Ich meine, das KJG Geschoß ist heute nicht immer, aber wenn man es richtig benutzt schon, der schnellste, aber immer der beste Weg willentlich zu töten. Es bietet kaum störende Unwägbarkeiten, volle Datenlage, aus der Erfahrung vernünftige abgewogene Vor- und Nachteile und ist damit das am einfachsten für Jäger einzusetzende Einheitsgeschoß, daß es derzeit auf der Welt gibt.

Wenn Sie mehr wollen lassen Sie mich das wissen; vielleicht läßt sich ja noch was machen. Die Gestaltungsgründsätze könne sich ändern, das Ergebnis folgt mit.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 3.Mai 2006

 

KJG trifft nicht

Hallo Herr Möller,

ich hab Präzisionsprobleme mit 6,5 mm 6 g KJG in einer Schulz + Larsen 98er SYS 6,5x55 Büchse, Drall 200 mm, G = 16 mm. Ich maß 15 mm, war aber sicher nicht so genau. KJG-Durchmesser 6,72 mm.

Laborierung 3,04 g N140 , BR2E , PL 75mm, Treffer 10 Schuß auf 100 m 80 mm Streukreis.

Mit Norma Match fabrikladung bei 20 Schuß 25 mm Streukreis (2 Ausreißer nicht gewertet).  Mit 9 g Sierra MK Handladung vor 2,6 g N140 , PL 78 mm, 30 mm Streukreis Geschoßdurchmesser 6,71mm.

Ich kann mir den großen Streukreis der KJG nicht erklären. Zu schnell werden die Geschosse mit 1.050 m/s bei 700 mm Lauf wohl kaum sein. Haben Sie eine Idee? Wenn das am Lauf liegen würde, wären die Sierra MK ja genauso schlecht. Die Laborierung liegt so bei 4.200 bar, bietet noch keine Zündhütchenprobleme. Das Pulver brennt sauber ab. Die Hülse lidert einwandfrei. Ich hatte allerdings nur eine normale Matritze, halskalibriert. Aber Sie schreiben ja, daß das bei den KJG des vorderen Führungsbandes wegen nichts ausmacht. Sollte ich die KJG langsamer verladen?

Rolf Fahrenbach, Sonntag, 4. Juni 2006 19:25

Tag Herr Fahrenbach,

Patrone            : 6.5 x 55 Swedish
Geschoß            : 6.7, 6., Möller 6,5 mm KJG
Patronenlänge L6   : 75.00 mm
Lauflänge          : 700.0 mm
Pulver             : Vihtavuori N140

V O R S I C H T: Maximal- und minimal zulässige Ladungen werden überschritten.

Diff    Füll. Ladung    v0     E0     Pmax  Pmünd  Abbrand  D_Zeit
 %       %    Gramm    m/s   Joule     bar    bar      %        ms
+00,0  100    3,040   1062    3400    4577    536    100,0    1,065  !ÜBERDRUCK - NICHT VERWENDEN!

Sie übertreiben es mit der Ladung. Warum halten Sie sich nicht an die Empfehlung? Vihtavuoripulver, obwohl an sich schon gut, empfehle ich für Jäger nicht, weil die N1xx-Pulverzu niedrig nitriert sind, daher zu wenig Leistung bringen und zum Flammen neigen, besonders aus kurzen Läufen. Die jeweilige Empfehlung sollte, so wie sie dasteht, geladen und genutzt werden. Wie viel rotationslosen Geschoßweg haben Sie in der Schulz & Larssen?

Waidmannsheil, Lutz Möller

 

Ich schäme mich!

Hallo Lutz,

wie soll Ich anfangen. Lasse Ich erstmal meine Entschuldigung an dir machen weil Ich seit meine Jagdferien in Brandenburg letztem August kein Kontakt mehr mit dir gesucht habe. Ich schäme mich dafür!

Oft habe Ich gedacht: „Ich muß und soll Lutz über meine Erfahrungen mit seine KJG mailen“. Aber Ich habe es nicht gemacht. Erst weil ich die Fotos von der geschossene Rehbock und der Foto von einen Hülse dabei zeigen wollte (und die Kamera lag bei meinen Eltern in Friesland und die erste mal das Ich wieder in Friesland war, war in Oktober) und später schämte Ich mich so weil Ich keinen Kontakt mit dir aufgenommen habe, daß Ich nicht mehr die Mut hatte um zu mailen. Glaube mir, sehr oft habe Ich gedacht mail Lutz ohne die Fotos. Bis jetzt habe Ich das nicht gemacht.

Die Jagdferien war gut. Zwischen morgengrauen und Sonnenuntergang gab es aber viel weniger Wild im vergleich mit die Letzte Jahren. Wahrscheinlich weil es Wochenlang zu warm war und die Rehe ein Nachtpatron angenommen hatten. Die erste Tagen habe Ich drei mal Chance gehabt um ein kapitale Bock zu schießen. Ich habe es nicht gemacht weil ich ein gast war (schieße doch ein Kapitale Bock sagte die Jagdherr). Ich dachte: „die übrige Tagen gibt es noch genug Möglichkeiten um drei oder mehr Abschießböcke zu schießen“. Es ist ein bißchen anders gegangen.

Auf einem Tag habe Ich in ein Feld mit Lupinen ein Spießer auf 80 Meter auf mich zu gefiept und gestreckt. Der Bock ran krank weg und verschwand ungefähr 50 Meter weiter hinter hohe Pflanzen. Nach fünf Minuten warten habe Ich die Kanzel verlassen und bin auf der suche nach der Anschuß gegangen. Es war schwierig Schweiß zu finden. Nach einige Minuten hörte ich etwas und da lag der Bock in sein Wundbett. Er atmete sehr schwierig. Im Wundbett habe ich es durch die Träger geschossen weil Ich Angst dafür hätte das es flüchten wurde wenn ich mit mein Jagdmesser versuchen würde es zu töten/erlegen. Die Venen, die Arterien, das Herz und die Magen waren noch intakt.  Ich denke das das Geschoß zwischen Lunge und Magen durch gegangen ist und zu wenig Zerstörung (in die Lunge) gegeben hat.

Einige Tagen später habe ich drei mal hinter ein Andere auf ein und der selbe Fuchs geschossen. Drei mal Fehlschuß! Man fragt sich ab: „Was ist davon die Ursache“? Jelle, die Büchse, das Zielfernrohr oder das KJG oder?

Wenn ich wieder zurück in die Niederlande war habe ich die Nächste Tag ein Fuchs auf 100 Meter geschossen. Der Einschuß war ungefähr 12 cm hoher als Ich gezielt habe. Der Büchse muß falsch eingeschossen sein. Das Zündhütchen war übrigens aus die Hülse verschwunden (?). Seit dem habe Ich nicht mehr mit der Büchse geschossen.

Lutz, es ist Zeit um nach Hause zu gehen.

Einschuß

Ausschuß



Nogmaals mijn oprechte verontschuldigingen!

Grüße, Jelle, Donnerstag, 21. Dezember 2006 19:21

Lieber Jelle,

herzlichen Dank für deine Post. Die lange Stille nehme ich dir nicht krumm. Das macht gar nichts. Auch dir wünsch ich ein Frohes Fest 2006 und ein Gutes Neues Jahr 2007 mit viel Anblick und bei passender Gelegenheit fetter Beute.

Du bist nicht der einzig Jäger, der diesen Sommer wenig Wild sah oder schoß. Der letzte Winter war lange und hart und das viel Fallwild fehlt dann eben! Das wächst nach. Das kommt wieder!

Waidmanns Heil, Lutz Möller

 

Scenar = Grenzen

Sehr geehrter Herr Möller,

ich stieß etwa vor zwei Jahren auf Ihre Seite als ich im Rahmen meines Studiums über Strömungsmechanik recherchierte. Inzwischen sind die Prüfungen für den Jagdschein und das Wiederladen erfolgreich abgelegt. In diesem Sinne möchte ich allen Beitragenden im allgemeinen und Ihnen im speziellen meinen Dank aussprechen, denn ohne die geballte Informationsvielfalt ihrer Seite hätte ich die Prüfungen nicht mit solch durchschlagendem Erfolg bestanden. Soviel zum Pathos.

Bedingt durch das begrenzte Budget, welches mir als Student zur Verfügung steht, war es mir noch nicht möglich voll in das Wiederladen einzusteigen. Nun bekomme ich demnächst die Gelegenheit meinen ersten Bock zu strecken. Hier nun meine Frage: Kann ich einen Bock mit folgender Ausrüstung waidgerecht bejagen ?

Waffe : Schwedenmauser M96 Carl Gustav Bj.1919; Recknagel Schwenkmontage; Schmid & Bender 8x56/4

Patrone : Lapua Scenar 6,5x55 Werksmunition Geschoßmasse 9 g Vo : 800 m/s V200 : 707 m/s

Ich las auf Ihrer Seite, daß Sie mit dem 6,5 mm 7g Scenar Tiere bis maximal Rehgröße bejagen. Ich befürchte aber dies bezieht sich auf handgeladene Laborierungen mit höherer Vo als die von mir verwendete Werksmunition. Falls sie meine Mail veröffentlichen wollen verwenden Sie bitte als Pseudonym " Otto Eichler ".

Viele Grüße aus dem hohen Norden, Weidmannsheil, Otto Eichler, Freitag, 8. Juni 2007 13:00

Tag Herr Schulz,

Rehe benötigen schnelle Geschosse. Also nehmen Sie, wenn schon einScenar, dann das 7 g. Wenn Sie das Reh breit auf die Kammer schießen wird es damit waidgerecht zur Strecke kommen, siehe Zielwahl. Das Geschoß dringt nur etwa 5 - 6 cm in Fleisch ein, für eine Rehkammer, keine Frage, also vermeiden Sie schräge Schüsse durch Blatt, Stich, Weiches oder größere Tiere.

Mit freundlichem Gruß, Lutz Möller

Gönne Dir Lutz Möller Munition vom Erfinder selbst.

Du wirst keine bessere finden.