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KJG
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Lutz Möller 8 x 60 KJG Munition

Allgemeines

Im Vergleich zur 8 x57 IS bietet die um etwa drei Millimeter längere 8 x 60 etwa zehn Prozent erhöhte Leistung; sie benötigt aber auch etwas mehr Gasdruck, ohne deswegen die Gebrauchsgasdrücke heute gängiger Patronen zu erreichen. Da schon lange keine Fabrikmunition mehr hergestellt wird, ist die 8 x 60, wie die meisten der alten 9-mm-I und 8-mm-S-Patronen, zu einer Wiederladerpatrone geworden. Da es aber keinen Unterschied macht, ob eine alte oder eine moderne Patrone mit neuen Komponenten verladen wird - die Qualität der Wiederladung ist immer gleich - hängt, wie gut die Waffen/Patronen-Kombination schießt und wie lange die Büchse geführt werden kann, ausschließlich vom Zustand der jeweiligen Waffe ab. überwiegend finden sich Repetierbüchsen mit dem Mauser 98-System unter den für die 8 x 60 eingerichteten Waffen, das als Garantie für eine lange Lebensdauer angesehen werden kann. Voraussetzung dafür ist natürlich der sonstige Erhaltungszustand, vor allem des Laufes: Ist dieser in Ordnung, so kann die Büchse im Kaliber 8 x 60 noch lange Jahre gute Dienste leisten. Läßt der Zustand des Laufes jedoch zu wünschen übrig, so sollte man nicht auf Biegen und Brechen versuchen, das Kaliber zu erhalten. Vielmehr ist es dann an der Zeit, einen guten Büchsenmacher mit dem Einlegen eines neuen Laufes zu beauftragen. Da vom System her nahezu alle Möglichkeiten offen sind und von 5,6 x 57 über .30-06 bis zur 9,3 x 62 sämtliche Patronen mit dem etwas 12 mm messenden „Mauserboden” eingepaßt werden können, wird die Kaliber- bzw. Patronenwahl nicht leicht fallen.

 
Geschichte

Wie bei der 8 x 60 S nachzulesen, gaben die Auswirkungen der Waffenbestimmungen zum Friedensvertrag von 1918 in erster Linie Ausschlag zahlreiche 8 x 57 - Waffen in 8 x 60 abzuändern. Dabei wurden aber nicht nur die Büchsen vom eigentlichen Militärkaliber 8 x 57 IS, sondern auch solche vom Jagdkaliber 8 x 57 I abgeändert. Daraus stehen die verhältnismäßig  große Zahl heute noch vorhandener Waffen der damals sehr beliebten Mauser-Zivilausführung zum Verkauf, die außer 7 x 57, 9 x 57 und 9,3 x 62 auch in 8 x 60 angeboten wurden, u. a. als Stutzen.

 
Wiederladersicht

Hülsen Sind leicht aus der 8 x 60 S umzuformen. Um Verwechslungen mit dem S-Kaliber auszuschließen, sollte man das "S" im Bodenstempel in geeigneter Weise unkenntlich machen.

. . . schrieb RWS etwa 1982

Guten Tag Herr Möller,

ich habe eine Mauser im Kaliber 8x60 (nicht s) mit ca. 70 cm langem Lauf erworben. Leider war nur Restmunition dabei. Ich suche noch weiterer Munition und, oder Hülsen. Weiter interessiere ich mich für detaillierte Information zu diesem Kaliber und Ballistiktabellen etc.

Z. Zt. ist auf der Mauser mittels Suhler Einhakmontage (S.E.M.) ein Zeiß Diavari 1,5-6x36 mit Schiene (auch vorn am Objektiv) montiert. Ich würde gerne mit der S.E.M., die saugend schließt, gern ein anderes Glas montieren lassen, gern das 3-9x36 Zeiß U.S.A. Kennen Sie einen Büchsenmacher der weitestegehend aus den vorhandenen Teilen die Waffe umbauen würde.

Zur 9,3x62 lies ich Ihnen schon 1-2 berichte zukommen. Ich schoß meine Heym Keilerbüchse frisch mit RWS-H-Mantel eing. Ich werde das H-Geschoß Anfang September an der tschechischen grenze auf Rot- und Muffelwild, sowie später in der Hirschbrunft einsetzen und prüfen. Ich bin gespannt, werde Ihnen weiter berichten.


Waidmannsheil
Philipp Bertelsmeyer, Montag, 16. August 2004 21:25

Herr Bertelsmeyer,

auch Herr Ralf Rauchberger benötigte gute Geschosse für seine 8x75 (ohne S). Insofern würde ich, wenn Sie die nutzen und bezahlen wollen, herstellen, die  Ballistik rechnen und über meinem gewerblichen Wiederlader Patronen liefern. Sagen Sie nur Bescheid.

MfG Lutz Möller, .de

Guten Tag,

vielen Dank für die Nachrichten. Jetzt suche ich noch ein Geschoß für die 8x60 also 0,318". Bisher fand ich nur das 12,7 g TMR von RS gefunden. Kennen Sie jemanden der noch weitere Geschosse anbietet. Bei Johannsen-Jagd.de und von denen empfohlenen Fa. König suchte ich schon vergebens.

Vielen Dank.
Philipp Bertelsmeyer, Freitag, 20. August 2004 18:14

8 x 60 S

Allgemeines

Militärpatronen bzw. ihre Hülsen sind oft Ausgangsobjekt für mehr oder weniger erfolgreiche Modifikationen. Diese entstehen entweder aus dem Wunsch die Leistung zu verbessern, oder aus anderen Gründen, z.B. wegen gesetzlicher Notwendigkeiten. Die 8 x 60 S wurde unter letzterem Aspekt geschaffen und bewährte sich so, daß sie auch nach Wegfall des eigentlichen Grundes weiter gefertigt wurde.

Geschichte

Muterhülse für die 8 x 60 S ist die 8 x 57 IS, die unter Beibehaltung der R- und P1-Maße in Schulter und Gesamtlänge um drei Millimeter verlängert wurde. Gründe zur Entwicklung der 8 x 60 S bildeten die Auswirkungen der Waffenbestimmungen zum Friedensvertrag von 1918, dem Deutschland nach dem verlorenen erklärten Kriege zustimmte. Hierin legte man die den Deutschen erlaubte Anzahl von Militärwaffen und die zugehörige Munition fest, und die zahlreichen in Privathand befindlichen Waffen Kal. 8 x 57 IS zählten natürlich mit. Durch Verlängerung des Patronenlagers und Schaffung der neuen Patronen umging man auf einfache Weise eine Reglementierung, die sonst zum Einzug der Waffen geführt hätte. Umänderungen an Repetierwaffen Mod. 98 sind sehr leicht und preiswert durchführbar, da lediglich Lager und übergang aufgerieben werden müssen. Der vergrößerte Pulverraums erhöhte die Geschoßgeschwindigkeit im Vergleich zur Mutterpatrone mit gleichem Geschoß etwa drei Prozent. Später führte man noch leistungsstärkere Laborierungen ein: Bei der damaligen DWM die 12-g-„Magnum-Bombe” und bei RWS die 12,1-g-H-Mantel „Magnum ohne Rand”. Beide Laborierungen brachten aus 72 cm-Lauf geschossen V0 = 890 m/s.

Wiederladersicht

Da neue Boxerhülsen und alle in anderen 8-mm-S-Patronen bewährten Geschosse des RWS-Sortiments verladen werden können, bereitet die Fertigung guter Handladungen keine Mühe.

. . . schrieb RWS etwa 1982

8 x 60 RS


Allgemeines

Im Vergleich zur randlosen 8 x 60 S und zur kaliberkleineren Schwesterpatrone 8 x 60 R erführ die 8 x 60 RS nicht die Bekanntheit, die ihr von der möglichen ballistischen Leistung zustehen könnte. Immerhin sind in der 8 x 60 RS Steigerungen der Mündungsgeschwindigkeit gegenüber der 8 x 57 IRS möglich, ohne deren Gasdrücke überschreiten zu müssen. Das die 8 x 60 RS nicht so bekannt wurde, hängt sicher mit der Tatsache zusammen, daß es eine 8 x 65 R oder gar 8 x 75 R gab, die auf die Belange des Nur-Hochwildjägers besser zugeschnitten waren. Was den Vergleich mit der 8 x 60 R anlangt, so sind mit dieser höhere Mündungsgeschwindigkeiten möglich und man darf nicht vergessen, daß in der Zeit zwischen den Weltkriegen das 8.09-mm-Kaliber geschoßbezogen und auch vom Beliebtheitsgrad her gesehen dem 8-mm-S-Kaliber, dem die 8 x 60 RS angehört, einiges voraus hatte. Letzteres gilt nicht nur im Falle der 60 mm langen Hülse, sondern bei den anderen Hülsenlängen auch.

Geschichte

Wie die 8 x 60 S bzw. 8 x 60 und 8 x 60 R entstand die 8 x 60 RS unter den Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges. Besonders intensiv befassten sich die damalige DWM, die RWS und Brenneke mit der Patrone, wobei letzterer schließlich sein volles Augenmerk der 8 x 60 RS zuwandte und die Laborierung der 8 x 60 RS ganz den Fabriken überließ. Etwa 1934 gab es bei DWM fünf verschiedene Laborierungen, vom 10,0-g-Teilmantel-S-Geschoß bis zum 12,7-g-Starkmantel-Rundkopf-Geschoss. Auch die schon fast legendäre „Magnum Bombe” mit annoncierten 891 m/s V0 des 12,0 g schweren Torpedo-Starkmantelgeschosses wurde zeitweise von DWM angeboten. Im Programm der RWS fanden sich seinerzeit gleich sieben Ladungen, zu denen etwa 1938 das 11,5-g-D-MantelGeschoß trat. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Fertigung der 8 x 60 RS nicht wieder aufgenommen.

Wiederladersicht

Die Beschränkung des höchstzulässigen Gasdrucks der 8 x 60 RS auf 3.000 bar läßt die Vorkriegsleistungen, die z. T. bei Drücken über 3.500 bar erzielt worden waren, natürlich nicht mehr zu. Insofern sind die vom Wiederlader machbaren Leistungen mehr als Vergleichsmaßstab zur 8 x 57 IRS anzusehen. Die Teilefrage bei der 8 x 60 RS ist geschoßbezogen durch das Dasein hervorragend wirkender Spezialgeschosse in KS-, HMK- und TIG-Ausführung gelöst. Hülsen zu beschaffen ist ebenfalls unproblematisch, da die 8 x 60 RS sowohl aus der 7 x 65 R als auch aus der 9,3 x 74 R in einfachen Arbeitsgängen umgeformt werden kann.

. . . schrieb RWS etwa 1982

Drücke sind mit Piezokristall zu messen, nicht nach der veralteten Kupferstauch„messung”, oder soll man besser -„schätzung” schreiben.


Hallo Herr Möller,

ich hoffe sie hatten eine schöne Jagd in der Steiermark!

Ich war letzte Woche mit der .220" Swift auf Murmel und Gams. Vier Murmel wurden geschossen. Das Ergebnis kam wie erwartet, mini Einschuß, mini Ausschuß. Die Murmel machen keinen Zwazler. Auf Gams klappte das nicht so gut. Wir kamen nie näher als 400 m heran. Solch einen Schuß wollte ich doch nicht wagen, denn bei einem unsauberem Treffen gehen die Gams in eine Felswand und verenden elendig. Um sie zu bergen braucht man einen Hubschrauber oder müßte Reinhold Messner heißen! Doch am Montag geht wieder auf Gams, vielleicht klappt's ja dann!

Die 8*60RS schießt super mit dem KJG, 5 Schuß auf 100 m in 30 mm mit einem 70 Jahre alten Drilling sind fast unglaublich aber wahr!

Ansonsten hat sich derzeit nicht viel getan. Jetzt ist bei uns die Hirschbrunft in vollem Gange. Also ist außer im Hochgebirge etwas Ruhe.

Servus aus Tirol, Ralf, Freitag, 1. Oktober 2004 20:05
 

8 x 75

Hallo Herr Möller,

ich versuchte gerade die 8 * 75. Sie schießt für einen 90 Jahre alten Böller hervorragend! Ein Lutz Möller KJG Geschoß für die alte Dame würde mich schon interessieren. Schlagen Sie mir etwas vor, denn mit einem modernen leichteren Geschoß könnte man aus der alten Waffe doch etwas machen?

MfG, Ralf Rauchberger, Mittwoch, 18. August 2004 12:22

Gönne Dir MJG der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.

Du wirst kein besseres Jagdgeschoß finden.

Lutz Möller

Lutz Möller, .de