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Lutz Möller .270" Win. KJg Munition

.270" Winchester


Allgemeines

Nach nahezu sechs Jahrzehnten Bewährung im Ursprungsland U. S. A. und in fast allen Jagdgebieten der Erde kann der .270" Winchester die Daseinsberechtigung kaum noch abgesprochen werden. Daß der .30"-06-Abkömmling jedoch bei uns in Mitteleuropa nicht so ankommt, liegt zweifellos an der 7x64Brenneke, einer Patrone, die den .270"-Win.-Leistungsbereich abdeckt und darüber hinaus ermöglicht schwerere Geschosse zu laden. Das sei beileibe keine Abwertung: Einer guten Patrone, wie die .270" Win. eine ist, kann auch bei starkem, bereits lange eingeführtem Wettbewerb ein Platz eingeräumt werden. Diese Meinung vertreten nicht nur heimische Waffenwerke, die .270"Win.-Waffen anbieten, sondern auch die nicht sehr zahlreiche, aber begeisterte Schar .270"-Anhänger. Die Patrone wird gerne auf mittleres Hochwild geführt.

Geschichte

Die .270" Win. kam zusammen mit der Reptetierbüchse Mod. 54 1925 auf den Markt. Der Erfolg der ersten Winchesterrepetierbüchse führt sich hauptsächlich auf das sofortige Ankommen der Patrone zurück. Einer der bekanntesten .270"-Befürworter war Jack O`Connor, der als Jagd- und Waffenschriftsteller über 40 Jahre lang die aus lebhafter Erfahrung gelernten .270"-Vorzüge an seine Leser weitergab. Zu uns kam die .270" Win. erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Munitionshersteller nahmen sie etwa 1960 in das Fertigungsreihen auf. 1964 standen bereits mehrere Ladungen zur Verfügung, darunter die heute noch gefertigte mit dem 8,4-g-HMK-Geschoß.

Wiederladersicht

Der .270"-Verwendungszweck gliedert das Geschoßangebot entsprechend: 8,4 g TMS für Rehwild und leichtes Hochwild, 8,4 g HMK für alle bei uns vorkommenden Hochwildarten und das kompakte 9,7 g KS für mittleres bis schweres Wild. Dabei fließen die Grenzen. Das 8,4 g SG ist eine nützliche Ergänzung des an sich vollständigen Geschoßangebotes hinsichtlich der Möglichkeit, genaue und günstige Übungspatronen anfertigen zu können. Hinsichtlich der Pulverwahl reagiert die Patrone unkritisch, solange man sich in den gegebenen Grenzen bewegt. Die jeweiligen Höchstladungen sollten dagegen nicht ohne Heranarbeiten übernommen werden. In diesem Bereich reagiert die .270"-Win weitaus sprunghafter als z.B. die .30"-06 oder die 7 x 64.

. . . schrieb RWS etwa 1982

Gute RWS Hülsen

Sehr geehrter Herr Möller,

mit Interesse las ich ihre Artikel zur Jagd und Munition. Als angehende Jungjägerin legte ich mir eine 98er Santa Barbara  im Kaliber .270 Win. zu, 8x52 ZF von Zeiß. Der Preis entschied halt! Nun mehren sich die stimmen der etablierten Jäger um mich herum, diese .270 Win. Patrone würde doch nichts taugen und ich mich tunlichst hüten solle, damit auf Sauen zu schießen. Sie beschreiben anschaulich die Wirkung der 6,5x55 auf Elch etc., dann müßte die .270 doch auch für unser heimisches Wild ausreichen, meine ich! Oder etwa doch nicht!

Melanie Schnalke, Sonntag, 28. April 2002

Liebe Frau Schnalke,

zunächst sind 98er Waffen millionenfach bewährte Repetierbüchsen, die schon daher ihr Vertrauen verdienen. Mit einem 8x52 Zeiß besitzen Sie für den Nachtansitz ein hervorragend geeignetes Zielfernrohr für ihre Schwarzwildwaffe. Feste vergrößernde Gläser können auf Streulicht optimiert werden, variable nicht. Deshalb sind feste Gläser im Dunkeln schärfer. Ihnen fehlt der gewisse Streulichtnebel, der den Kontrast mindert. Denken Sie nur eine Gummiblende am Okular anzubringen, um seitliches Mondlicht auszublenden, wenn Sie den vollen Kantrast genießen wollen. Die .270 Winchester Patrone ist ebenfalls ein grundsätzlich gelungener Entwurf. Ihre Maße ordnen sie zwischen die 6,5 x 65 und 7x64 ein. Das 6,5er  Kaliber ist 6,7mm Zugmaß, das .270er 7,04 mm und da 7er 7,2 mm. Alle drei Patronen sind etwa gleichlang und fassen bei  ~ 12 mm Patronebodendurchmesser auch ungefähr die gleich Ladung. Vergleichen wir die Patronen mal mit verschiedene Geschossen:

6,5 x 65

.270" Win.

7 x 64

Geschoß

Hersteller

Masse

Pulver

Ladung

V0

FL

Geschoß

Hersteller

Masse

V0

FL

 

Geschoß

Hersteller

Masse

V0

FL

g

g

g

[m/s]

g/cm²

g

[m/s]

g/cm²

g

[m/s]

g/cm²

Mega

Lapua

10,1

PCL517

3,81

886

28,9

KS

RWS

9,7

895

24,9

schwer, weich schnell

Nosler

Hirtenberger

11,3

769

27,6

VM

Sel & Bel

9,0

PCL517

3,85

928

25,7

TMR

Sel.& Bel

9,7

800

24,9

schwer, weich, langsam

 

 

 

 

 

Scenar

Lapua

9,0

PCL517

3,85

928

25,7

CDP

Blaser

8,2

890

20,9

hart, schnell

CDP

Blaser

10,0

860

24,4

KS

RWS

8,2

Werkladung

830

23,3

TMS

RWS

8,4

965

21,5

weich, sehr schnell

 

 

 

 

 

Scenar

Lapua

7,0

R904

3,60

1.014

20

TMS

Federal

8,4

933

21,5

weich, sehr schnell

 

 

 

 

 

Hornady

V-Max

6,2

R904

3,86

1.071

17,6

HMK

RWS

8,4

955

21,5

weich, sehr schnell

KS

RWS

8,4

970

20.5

Für Rehe und Fuchs wollen wir schnelle, weiche  Geschosse geringer Flächenlast, also bei der 6,5er das 7g Scenar oder 6g V-Max mit über 1000 m/s. Als .270 Werksladung wäre dafür das RWS 8,4g TMS mit 955 m/s geeignet, bei der 7x64 das 8,4g KS mit 970 m/s. Soweit, so gut. Wir besprechen schnelle Geschosse mit rasanter (=flacher) Flugbahn für weite Schüsse.

Aber die von Ihnen genannten alten Herrn meinten ,,Die .270 Win. Patrone würde doch nichts taugen und solle ich mich tunlichst hüten, damit auf Sauen zu schießen." Nun, ihre alten Herrn verdammen ein Patrone (nennen die meist aber lieber ,,Kaliber"), ohne Ihnen zu sagen, welches Geschoß Sie meinen. Auf das Geschoß kommt es an; weniger auf die Patrone. Nur das Geschoß trifft, die Hülse bleibt im Gewehr, das Pulver pufft in die Luft. Naive meinen ,,Viel hilft viel!", meine also ein große Kaliberangabe = Geschoßdurchmesser sei die Gewähr erfolgreich große Tiere schießen zu können. Das trifft nicht zu. Lesen sie mal Hans  Schomburgk's Geschichten über das größte Kaliber seiner Zeit, die .600 Nitro Expreß und deren mangelhafte Wirkung auf Elefanten beim Kopfschuß

Elefantenjagd     Vom Elefanten gejagt     Hart oder  weich?     Elefantenpatrone

Wenn die Herrn Jagdgelegenheiten vom Kaliber abhängig machen, dann ist die Frage zu beantworten müßig, wenn sie auf die Einladungen angewiesen sind. Wenn die Herrn aber sachlichen Gründen aufgeschlossen sind, sieht die Sache gar nicht so schlecht aus, wenn Sie ein geeignetes Geschoß wählen. In Kallinchen schoß S. aus einer 98er mit der .270 Win mit Federal Munition einer kleinen Sau immerhin beide Vorderläufe weg. Ob das dieselbe Ladung, wie oben in der Tabelle war, kann ich aber nicht sagen. Gewisse Knochenleistung ist also vorhanden. Das Problem mit Sauen im Herbst ist, das unter der Schwarte bis zu 5 cm weißer Speck sitzt, der nach einem Treffer mit ungeeignetem Geschoß den Einschuß wieder verschließt und ohne Ausschuß die Lunge nicht zusammenfallen läßt, so daß die getroffene Sau, so ihr Herz noch heil ist, noch sehr weit flüchten wird. Der Wunsch nach einem guten Saugeschoß bedeutet also hinreichend Tiefenwirkung zu fordern. Eindringtiefe bieten lange Geschosse, nicht breite. Also sollen nicht große Kaliber sondern lange Geschosse auf Sauen benutzt werden. Die Flächenlast zählt mehr als alles andere! Die Eindringtiefe wächst mit der Flachenlast. Vom Geschoßdurchmesser = Kaliber ist sie unabhängig. Sofern die Geschosse schnell auf ein große Ziel geschoßen werden, müssen sie auch hart sein, um nicht sofort als bleierne Sippe schon in der Schwarte in tausend Stücke zu zerspritzen, die dann nicht mehr weit eindringen können.

In Ihrem Fall meine ich als Werkmunition käme das zwar weiche, aber auch langsame 9,7g TMR von Sellier & Bellot, oder das 9,7g KS von RWS, das zwar schneller aber auch ein wenig härter als das S&B TMR in Frage. Da sie ihre Waffe der Preiswürdigkeit wegen anschafften wird Ihnen S&B zusagen, weil die Munition ausgesprochen günstig zu haben ist. Sie erreichen nicht die Flächenlast der 6,5 x 65 mit 10,1g Lapua Mega Handladung oder in der 7x64 den hochwertigen H-Mantelgeschoßen Blaserr CDP oder Nosler Partition. Vorgenannte Geschosse sind in Zielwirkung 3 erklärt. Dennoch würde ich bedenkenlos mit einer .270 Win mit einem TMR mit 800 m/s auch schweres Wild auf die Kammer schießen; allerdings tunlichst bei der Sau den Vorderlauf aussparen. Wenn Sie mit einem so weichen Geschoß den Vorderlauf einer auch nur kleineren Sau treffen, wird die Kugel im Innern zerplatzen aber nicht mehr ausschießen. Machen Sie sich mit der Lage der inneren Organ vertraut  und wählen den üblichen Herz- oder Lungenschuß auf das breit stehende Tier. Dann mögen die Sauen zwar noch ein wenig laufen, zu Strecke kommen sie aber gewiß.

Wenn Sie das Wild etwas besser kennen, auch von innen! können sie sich immer noch an den Rat meines Försters halten, wie man Überläufer auf den Platz legt.  

Ich bleibe bei der 6,5 x 65, weil mit der Patrone für Handlader die Auswahl der Geschosse, Flächenlasten und Geschwindigkeiten einfach die meisten Möglichkeiten bietet. Sowohl 1.071 m/s auf der schnellen Seite für weites leichtes Wild als auch 28,9g/cm² für großes schweres Wild, werden als Möglichkeiten kaum überboten. Ansonsten hab ich ja für größeres Wild noch die 8,5x64

Lutz Möller

7 mm neu bewertet

Herr Möller,

ich bin an 6,86 mm KJGen für die .270" Win. interessiert, bin aber von der Flugbahn sämtlicher Patronen in diesem Kaliber enttäuscht. Wie kann es sein, daß die alte 7 x 57 R gegenüber der hochrasanten .270" Weatherby, bei einem ähnlichen BC-Wert und einer viel niedrigeren Geschwindigkeit eine viel gestrecktere Flugbahn aufweist?

.270" Win. fällt auf 300 m -35,2 cm
.270" Wby. -26,3 cm
7x57R -21,3 cm
7x64 -11,9 cm

Vielleicht stimmen die Werte für die .270"er nicht, oder sind die der 7 mm zu hoch gegriffen. Ich bitte um eine Nachricht, denn so kann es nicht sein!

Weidmannsheil Georg Hödlmoser ! Freitag, 18. Februar 2005 17:04

7 mm Vergleich

Patrone  v0
[m/s]
Bahnhöhe 300 m
[cm]
± 5 cm „Bierdeckelweite”
[m]
 7 x 57 Mauser 960 -16,9 244
 7 x 64 Brenneke 1.036 -11,9 263
 .270" Winchester 1.044 -11,4 266
 .270" WSM 1.101 -8,5 268
 .270" Weatherby Magnum 1.115 -7,0 269

Lieber Herr Hödlmöser,

Sie haben vollkommen recht. Die alten Werte waren fehlerhaft. Sie sind inzwischen berichtigt. Danke für Ihren Hinweis! Der Grund für die Schludrigkeit liegt vermutlich in den viel gefragten 7 mm Geschossen,  deren Werte ich öfter, als bei den kaum gefragten 6,86 mm KJG pflege. Gleichwohl habe ich 2005er 6,86 mm KJG liegen.

Lassen Sie mich zunächst den Begriff  ± 5 cm Bierdeckelweite erklären. Sofern Sie ein Zielfernrohr 4,5 cm über der Laufseele anbauen und +5 cm Hochschuß erlauben, beschreibt ± 5 cm Bierdeckelweite” die Entfernung, bei der das Geschoß dann wieder auf - 5 cm gefallen ist, also nach + 5 cm Hochschuß auf -5 cm Tiefschuß. Aus den beiden zugestandenen Abweichungen von der Visierlinie rührt das Maß ± 5 cm. Die  Bezeichnung „Bierdeckelweite” entstammt der sprichwörtlich immer geforderten Zielfläche „auf einen Bierdeckel”, den ich mal mit 10 x 10 cm annehme. Damit gibt uns die ± 5 cm Bierdeckelweite” den Bereich innerhalb dessen wir auf jedes Ziel ohne den Haltepunkte anzupassen sorgenfrei „draufhalten” können. Mit den geduldeten ± 5 cm erlegen wir die meisten Tiere gekonnt, ganz kleine  wie Hase und Fuchs mal ausgenommen.

Wenn Sie wissen, wie ungenau die meisten Menschen Entfernungen schätzen, dann geben Sie mir sicherlich recht, ein gestreckte Flugbahn ist wünschenswert und, falls gegeben, segensreich! Die beiden ähnlichen Patronen  7 x 64 Brenneke und  .270" Winchester liegen im 300-Fall gerade mal 0,5 cm auseinander und die Bierdeckeweite unterscheidet sich von 263 zu 266 m, also 2.25% - lächerlich klein. Genau genommen sind die Patrone sogar noch gleichwertiger, dann nämlich, wenn man beide auf gleiche Drücke lädt; angesichts gleich großer Stoßböden und sich daher ergebenden gleichen Stoßbodenkräften durchaus möglich und anzuraten. Dann verschwindet der unmerklich Unterschied gegen Nichts.

7 x 64 Brenneke und  .270" Winchester sind ballistisch gleichwertig!

Die größeren Magnumpatronen, ob nun kurz und dick oder lang und schmal, bringen etwas mehr aber auch nicht so viel; es sei denn, man verlängerte die Läufe ganz erheblich, so auf 80 cm oder so; aber das will keiner. Insofern sind die mittleren 7 mm Patronen wie die  7 x 64 Brenneke aus 65 cm -  und die  7 x 57 Mauser aus 60 cm Lauf schon die geeignete Lösung. Die amerikanischen Entsprechungen verhalten sich, von den of mangelhaften amerikanischen Hülsen mal abgesehen, ähnlich. Am Ende bekommt man eben doch, was man bezahlt!

Waidmannsheil, Lutz Möller, 18. Februar 2004, .de
p.s. Was wollen Sie denn so weit schießen?

Guten Tag Herr Möller,

Ihre Webseite nutze ich immer wieder gerne als Informationsmedium. Allerdings vermisse ich bei den von Ihnen betrachteten Kalibern .270" Win., das weltweit ja eines der meistgeschossen Kaliber ist. Wie beurteilen Sie die .270" Win, besonders im Vergleich zu 6,5x65RWS, 7x64 und 7x65R? Als ,,Nichtwiederlader" schreckte mich bei 6,5x65RWS bisher z. B. das miserable Angebot an Fabrikmunition, die bei .270" Win. nicht nur verfügbar, sondern obendrein auch noch spottbillig ist (das macht sich massiv bemerkbar, wenn man viel trainiert).

Derzeit verwende ich in der .270" Win folgende Munition: Winchester Silvertip in 8,4g als Standardmunition, aber Federal Premium Nosler 9,7 g, wenn stärke Penetration bei starkem Wild gefragt ist. Bejagt wird Rehwild, Rotwild, Schwarzwild und (selten) Gamswild.

Für Ihre Auskunft bedanke ich mich schon heute.

Waidmannsheil, Georg Jennerwein

Herr Jennerwein,

die drei langen 12 mm Patronen in 6,70 mm; 7,04 oder 7,20 mm sind sich ähnlich. Dabei ist die 6,5x65RWS vom Übergang her mit einem vernünftigen schlanken Zylinder der beste Entwurf, insbesondere wenn Sie weit schießen möchten. Mit KJG Geschoß können Sie damit alles hiesige Wild aus jedem Winkel erfolgreich erlegen. Die 7 x 64 Brenneke und .270" Win. sind kaum schlechter und jagdlich völlig brauchbar. Ihre Winchester Silvertip sind sehr weich und ich würde damit keinesfalls auf größere Tiere anders als breit auf die Kammer schießen. Billig sind die, das stimmt. Mit dem Nosler Partition nehmensi schon das besser Geschoß, daß allerdings vom CDP übertroffen wird; insofern rate ich zu wechseln. 

Sie bekommen in der 6,5x65RWS mit dem CDP kein ,,miserable Angebot", wie sie schreiben, sondern mit das Beste, das der Markt hergibt. Mehr brauchen Sie nicht. Das langt. Das KJG ist zwar noch besser, aber bislang noch nicht fertig geladen zu bekommen.

mfG Lutz Möller, den 3. März 2004,

Guten Tag Herr Möller,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Eine Quelle für 6,5x65RWS Munition mit CDP-Geschossen habe ich bisher nicht gefunden. Es wird mir immer nur KS angeboten. Von Blaser gibt es 6,5 x 65 R mit CDP-Geschoß, aber keine Laborierung für die randlose Hülse.

Können Sie mir eine Quelle empfehlen? Das CDP-Geschoß nutze ich zu meiner Zufriedenheit bereits im Kaliber .30" R.

Viele Grüße

Georg Jennerwein, 4. März 2004

Ich muß mit RUAG Munition, Hr. Hurni, Allmendstrasse 74, CH-3602 Thun, Ruf: +41 332 282 632 sprechen.

Lutz Möller

Guten Tag Herr Möller,

die Geschosse sind am Samstag angekommen. Vielen Dank!

die ersten drei Patronen lud ich wie folgt:

Hülse = RWS - Zünder = CCI 250 - Treibmittel = 3,629 g N540 - Patronenlänge = 85 mm,  Mauser-66S-Lauf 600 mm lang  

V5 wie folgt:

1. Schuß = 1.040 m/s (Hülse inkl. abgesch. Zündhütchen = 13,25 g)
2. Schuß = 1.009 m/s ( 205,0 )
3. Schuß = 1.036 m/s ( 205,5 )

Beim 2. Schuß könnte es an der Hülse liegen. Sie paßte nicht gut in den Hülsenhalter Nr. 3. Das will sicher erst mal nichts heißen, ist aber doch merkwürdig, daß ausgerechnet hier zu einer größeren Abweichung gekommen ist. Ich werde den Fall noch mal überprüfen. Gewichtsmäßig waren die Hülsen gleich.

Vielleicht sind Sie noch mal so freundlich und rechnen mir den Druck aus. Ansonsten könnte ich mit dem Ergebnis leben.

Mit freundlichen Grüßen, Peter Bock, Montag, den 23. Februar 2004

Herr Bock,

Hartmut  Brömels QuickLoad sagt zu der Ladung Hülse ist 91,5% voll, bei 150 bar Anfangsdruck bringt das Pulver 3.978 bar Höchst- und 709 bar Mündungsdruck und 970 m/s. Ihr Pulver oder Geschwindigkeitsmesser scheinen also von der schnelleren Sorte zu sein. Nach QL würden erst 3,9 g bei 98,5% Füllung 5.000 bar 1035 m/s v5 ergeben. Der Druck wäre aber zu hoch!

Bitte wiegen Sie mal alle drei Hülsen. Ich möchte mal das Volumen nachrechnen. Bitte nur metrische, bzw. ISO-Maße.

MfG, Lutz Möller, Montag, den 23. Februar 2004,

Hallo Herr Möller,

vielen Dank für die Information.

Wie gut der Geschwindigkeitsmesser arbeitet weiß ich natürlich nicht. Da ich damit aber auch die 8 x 64 S messe und plausible Ergebnisse (835 bis 855 m/s bei umgeformter .30-06 RWS-Hülse und 3,953 g N550 mit CCI 250 Zünder hinter 12,7 g CDP, 60 cm Lauf Mauser 66S) bekommen habe, gehe ich mal nicht von größeren Fehlanzeigen aus. Die letzte 8x64S-Laborierung bringt mit S+B-Hülse, 12,7 g Vulkan, CCI 250 Zünder bei 3,758 g N540 830 bzw. 835 m/s.

Hülsengewichte (RWS 7X64) inkl. abgesch. Zündhütchen:
1. Hülse = 13,25 g
2. Hülse = 13,28 g
3. Hülse = 13,32 g

Mit freundlichen Grüßen, Peter Bock

Hallo Herr Möller!

Ich bin auf Ihre Seite gestoßen, und habe begeistert ihre Berichte gelesen.

Ich bin ein Bergjäger (Hirsch, Gams und Co.) und deshalb auch im Besitz einer Steyr SBS .270" Win 9,7 g. RWS KS  Ich war letzte Woche zur Saujagd eingeladen, und habe eben mit dieser Waffe einen Überläufer gestreckt. Einschuß Mitte Blatt. Der Überläufer ist sofort verendet ohne einer Fluchtstrecke. Ich möchte mir wegen ein- oder zweimal Saujagen keine Extrawaffe zulegen, und bitte sie deshalb um einen Tipp oder Ratschlag wie die .270" Win. auf Sauen geeignet ist, und welches Geschoß das geeignete wäre.

mit herzlichem Dank und Weidmannsheil aus Österreich, Arno Mattersberger, Mittwoch, 26. Januar 2005 14:18

Herr Mattersberger,

weniger die Patrone ist die Frage, als eher das Geschoß. Mit Kupferjagdgeschossen  kommen Sie mit der .270" Win. auf jede Wild zurecht.

Laden Sie selbst?

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller, 26. Januar 2005, .de


Hallo Herr Möller und Herr Herrlinger

Die .270" - Win - KJG - Munition ist angekommen. Ich versuchte sie heute auf dem 100 m Stand mit meiner Sauer 90. Die Genauigkeit sehr zufrieden. Den ersten Schuß nicht zu beachten lagen die folgenden drei auf 2 cm beieinander, allerdings 11 cm links und 5 cm hoch. Meine bisherige Patrone war auf 100 m mit 4 cm Hochschuß eingeschossen. Der siebte und achte Schuß lagen 4 cm hoch auf 1,5 cm beieinander. Bei uns in Südtirol beginnt morgen die Jagd. Werde versuchen in den nächsten Wochen einige Erfahrungen mit meinem KJG auf Rotwild und Rehwild zu sammeln. Bin sehr gespannt wie sich das KJG bezüglich Wildbretzerstörung, Ausschuß, Wirkung usw. verhält und ob es tatsächlich nur 13 bis 14 cm auf 300 m fällt.

Mit freundlichen Grüssen, Ploner Herbert, Samstag, 30. April 2005 20:46

 

.270" Win., Rückstoß, Präzision, Schußverhalten in K 95

Sehr geehrter Hr. Möller !

Ich bin über das Internet auf Sie und ihre Berichte gekommen. Ich führe seit 25 Jahren eine .243" Win., momentan in einer Blaser K95. Ich erlegte damit sicher schon einige hundert Rehe, einige Stück Kahlwild und einige Überläufer damit. Da bei uns jetzt mit verstärktem Aufkommen von Schwarzwild zu rechnen ist, möchte ich mir einen Wechsellauf für meine Blaser K95 kaufen (.270" Win). Was halten Sie von diesen Kaliber ? Bezüglich Rückstoß in meiner Blaser K95, und der Präzision vom Kaliber 270" Win.. Als Munition schwebt mir das 8,4 g Speer „Grand Slam” vor.

Ich wohne in Österreich (südliches Niederösterreich), hügelig bis leicht gebirgig.

M. f. G. Reineke, Samstag, 12. Februar 2005 16:28

Waidmannsheil Herr Reinicke,

Sie können Sauen auch mit Ihrer .243" Win erlegen, wenn Sie dafür das 6 mm KJG Geschoß laden. Die 6 mm KJG .243. Win Ladung bietet Ihnen 209 m GEE und genügend Tiefenwirkung für jede Sau. Das kann von dem Speer „Grand Slam” als aufpilzenden Bleigeschoß nicht gesagt werden. Die Versprechungen rechts neben dem Bild klingen zwar gut, werden aber an keiner Stelle mit Zahlen hinterlegt. Das ding ist ein gewöhnliches ummanteltes Bleiteilmantelspitzegeschoß (TMS). Gerade bei größeren Tieren fehlt ihnen dann die Tiefenwirkung. Als Beispiel für solch Versager lesen Sie bitte die Geschichte Bisonjagd. Dort lesen Sie wie drei Bison mit der an sich zwar kräftigen 8,5 x 64 Patrone mit dem 8,5 mm 14,5 g Hornady „Interlock” (also fast dasselbe wie das Speer „Grand Slam”) bei nur etwas 22 cm Tiefenwirkung in Fleisch bei breiten Rückratschüssen nicht sogleich zur Streck kamen, weil die Geschosse nicht in die Wirbelsäule eindrangen, sondern vorher stecken blieben und mit dem Revolver erledigt werden mußten.

Die Bleizeit ist für kluge Jäger, die von einem guten Jagdgeschoß weniger Nebenwirkung (Rückstoß schwerer Geschosse, krumme Flugbahn, kurze Reichweite), als vielmehr gute Wundwirkung erwarten vorbei. Steigen Sie um auf Kupferjagdgeschosse, die Sie auch infertig geladener Munition erhalten können.

Ihre .270" W. ist keine Randpatrone und hat als solche in eine Kipplaufwaffe nichts verloren. Ansonsten kann technisch nichts nachteiliges über sie gesagt werden. In Europa würde ich allerdings immer 6,5 mm oder 7 mm bevorzugen, kein Zollmaß. Lesen Sie bitte als Hintergrunde Jagdpatronenwahl.

Ich empfehle also für Sauen aus der K95 die 6,5 x 65 R mit KJG oder die 7 x 65 R mit KJG. Sofern Sie einen kuezen Lauf bevorzugen sollten Sie dann allerdings satt der langen Patronen, die kürzeren wählen, nämlich 6,5 x 57 R mit KJG oder 7 x 57 R mit KJG . Sofern Sie den geringsten Rückstoß in der handlichsten Waffe wollen, wäre die 6,5 x 57 R mit dem 6,5 mm KJG kurz das Mittel der Wahl. Falls nun jemand käme und meinte, das Patrönchen oder Geschösschen lange nicht, dann möge 6,5 mm Copper in Africa 2004 lesen. 25 Stück Wild zwischen 8 und 300 + kg von 6,5 mm KJG lang und kurz gestreckt, ohne die Kleinen zu zerstören oder die Großen entkommen zulassen, sind wohl deutlicher Beweis, was auch kleines Kupfer leisten kann.

Waidmannsheil nach Niederösterreich, Lutz Möller, 12. Februar 2005,

.270" auf Sau

Guten Tag Herr Möller,

Sie habe mir vor einiger Zeit einen guten Rat erteilt, den ich mir auch zu  Herzen genommen habe.

Nun erneut eine Frage. Ich führe seit einiger Zeit eine Musgrave in .270" Winchester und bin mit der Schußleistung auf Raub, Reh und geringen Sauen zufrieden. Da die Schwarzkittel aber in unserer Gegend jetzt auch Einzug gehalten habe, stelle ich mir immer wieder die Frage, wie reagiert ein starker Keiler auf ein 8,4 gr. oder 9,7 gr. Geschoß? Es wird in den Kaliber ja nicht mehr angeboten oder bin ich da falsch  informiert? Verkaufe ich die Waffe und orientiere ich mich zu einer 8x57 IS ? Lasse ich mir den Lauf auf 30-06 aufziehen? Wie würden Sie handeln?

Ich verbleibe mit einem Waidmanns Heil, Marcus Arlinghaus, Dienstag, 1. November 2005 16:23

Lieber Herr Arlinghaus,

die .270" Win. hat mit weichen Bleigeschossen denselben schlechten Ruf wie die gleichwertige 7x64, nämlich, daß die Geschosse in der Schwarte zerplatzen, aber nicht ins Leben dringen, sprich Lunge oder Herz zerstören, wenn die Schwarte dick von Feist ist, oder die Treffer schräg einschlagen, möglicherweise noch durch Blatt oder Vorderlauf. Das Problem sind weder die Sauen noch die Patrone, sondern die für die Geschwindigkeit zu weichen Geschosse. Die Abhilfe ist ganz einfach. Laden Sie 6,86 mm Kupferjagdgeschosse und jede Sau kann die Ihre werden.

Als Neuanschaffung würde ich hier allerdings eine hier gängiger Patrone wählen, siehe Jagdpatronenwahl.

Waidmannsheil, Lutz Möller, .de



schwierig

Guten Tag Herr Möller!

Leider bin ich mit den .270iger KJGen präzisionsmäßig weder bei der .270" Win noch der .270" WSM auch mit unterschiedlichen Pulversorten so zurechtgekommen, wie ich mir das nach den exzellenten Ergebnissen mit 8x68S und .308" Win erwartet habe. Mit der 8x68 konnte ich im Feber in Ungarn drei Keiler strecken, der schwerste 150 kg, Entfernung um die 100 m, alle nach einer Fluchtstrecke zwischen 20 und 90 m gelegen, Kammer vollgeschweißt, relativ wenig bis sehr wenig Schweiß an der Fluchtstrecke.

Benötige wieder dringend Geschosse! Bitte senden Sie mir: X Y Z

Beste Grüße aus Tirol, E. Widmann, Samstag, 18. März 2006 11:33

Tag Herr Widmann,

Ich freu mich, von Ihnen zu lesen! Wollen Sie mal ein schweißendes KJG-Schwein sehen? Dann schauen Sie sich "Second Boar" an!

Sowohl die .270" Win als auch die .270" WSM sind einigermaßen pulverreiche Patronen. Wenn der Lauf kurz ist wird es dann schwierig.

hpd-Bremse

Abhilfe könnte ein Rückstoßbremse bringen, insbesondere eine hdp-Bremse,  die bei hohem Mündungsgasdruck die energiereichen Turbulenzen vom Geschoß fernhält und so den Abgangsfehler mindert. Das könnte die Lösung für die Schwierigkeit sein. Wollen Sie die?

Waidmannsheil nach Tirol. Lutz Möller, 18. März 2006,

Guten Tag Herr Möller!

Danke für die prompte Erledigung!

Bezgl. Lauflängen: bei der .270" Win: Mauser 99, 65 cm Lauf, schießt mit 8,4 g Nosler BallisticTip 5 Schuß Streukreise um 15 mm, mit den KJGen immer starke Seitenstreuung bei auffallend geringer Höhenstreuung.

LM: Das riecht nach einer nicht ganz fest zusamgeschraubten Waffe.

Bei der .270" WSM eine Winchester 70, 62 cm Lauf, Mündungsbremse ( Eigenbau, bei über 20 Waffen bereits erfolgreich im Einsatz), auch vor allem Seitenstreuung, die schießt mit Nosler BallisticTips 9 g auf 100 m sonst 22 mm Streukreise. Ich versuchte sämtliche Pulversorten durchprobiert, von Norma MRP abwärts, N550, R903, R902, Norma 203B, N140, irgendwann reicht's einem eben, obwohl ich vom KJG absolut überzeugt bin. Es gibt halt immer wieder Fälle, an denen man sich auch als langjähriger Wiederlader die Zähne ausbeißt!

Beste Grüße aus Tirol, Ekkehard Widmann, Dienstag, 21. März 2006 15:14
 

.270"-Win-KJG-Scheiben

Hallo Herr Möller,

alles Gute noch im Neuen Jahr! Ich habe gestern die drei Laborierungen die ich von Herrn Liebich bekommen habe getestet! Anbei die Ergebnisse! ( Einschuß ganz unten bei Scheibe A stammt von einem RWS TM!)

Kaliber: .270" Win.
Waffe: Sauer 202 mit 60 cm Lauf
Zielfernrohr: Swarovski 8x56 mit einem 4A Absehen
Entfernung: 100 m

Laborierung A schießt fast Loch in Loch mit einem wahrscheinlich schützenbedingten Ausreißer!


Schöne Grüße aus Südtirol! Oliver M., Montag, 9. Januar 2006 14:56

 

Teilmantel wirken ungenügend

Geschätzter Herr Möller,

bin mit Erstaunen am Durchsuchen und Durchlesen Ihres Internetportales. Ich verwende schon seit knapp zehn Jahren einen Mannlicher SBS Kaliber .270" Win.

Mannlicher SBS 96

Damit erlege ich hauptsächlich Rehwild , jedoch auch Schwarzwild keine Seltenheit mehr. Des Zuwachses wegen suche ich schon seit Jahren passende Munition für die Waffe die auf beide Wildarten taugt, nicht nur auf eine.

Teilmantel habe ich etliche versucht, RWS Kupferhohlspitz und RWS Kegelspitz auch-hauptsächlich RWS, Norma, Hornady). Meine Erfahrung war jene: Wildpretentwertung war je nach „Genauigkeit“ des Treffers in Ordnung (Anmerkung: Ich bin kein Sportschütze, aber es reicht daß unsere heimischen Wildarten ohne überflüssiges Leid aus der Wildbahn genommen werden können).

Teil lange Fluchtstrecken mit RWS Munition

Die Fluchtstrecken waren jedoch zum Teil nicht gerade gering, insbesondere bei Lungentreffern. Wäre die Lösung für mich die erwähnten Kupferjagdgeschosse bzw. sind diese für meine Waffe geeignet und wo kann ich die in  Österreich-Oberösterreich erwerben?

Danke für Ihr Engagement rund um die Jagd und für Ihre Hilfe. Bernhard Lachmayr, Dienstag, 5. Dezember 2006 14:01

Tag Herr Lachmayr,

eine Einheitswaffe nutzt jedem, doch die Jagdpatronenwahl muß dazu passen. bei genügend langem Lauf ist ihre .270" Win. brauchbar. An Ihrer Zielwahl gibt es nichts zu bemängeln, die paßt gut. Die Schwierigkeit der von Ihnen genannten Geschoßarten ist bei der schnellen Patrone und größerem Wild als Rehwild nicht mehr genügend Tiefenwirkung zu gewährleisten. Damit werden Schüsse, die nicht gerade breit in die Kammer gehen Glückssache oder gehen schlecht aus. Im Herbst und Winter sieht die Sache noch übler aus, weil die Sauen dann bis 5 cm Feist unter der Schwarte tragen. Leider verpulveren schnelle Bleigeschosse ihre Masse in sandkorngroßen Bleistaub binnen eben solcher 5 cm, so das nach den Rippen nicht mehr genügend Wirkung bereitsteht. Insofern kann ich gut verstehen, daß Sie früher mit den Bleigeschossen auf Rehwild erfolgreich und zufrieden waidwerkten, aber seit die Sauen da sind, ihre Schwierigkeiten haben.

Die .270" Win KJG Ladung bietet ihnen ab Mündung bis 300 m Entfernung um die 70 cm Eindringtiefe, so daß Sie auch feiste und groben Sauen aus jedem Winkel, einschließlich texanischem Herzschuß, den ich nicht empfehle, fangen werden. Dabei ist die Wirkung angemessen auch kleines Rehwild nicht zu zerstören. Das KJG Geschoß schont das Wildpret. Mehr lesen Sie dazu in KJG wirken anderes. Nach Jahren erfolgloser Suche sind sie nun am Ziel angelangt. Das KJG wird  ihre Aufgabe zufriedenstellen lösen. Eine  Bezugsquelle werde ich Ihnen nennen, wenn ich weiß, ob Sie Geschosse oder fertige Munition verlangen.

Waidmanns Heil nach Österreich, Lutz Möller,


Maibock

Moin Herr Möller,

da Sie ja gerne mal Fotos von mit Hilfe von Kupfer erlegtem Wild bekommen hier ein Maibock, der mit Kammertreffer und KJG zur Strecke kam.

Mit der .270 WIN habe ich letztes Jahr bei gleichem Treffersitz den Bock übel zugerichtet. Damals benutzte ich ein normales TM-Geschoß von PRVI. Der Ausschuß war kindskopf groß und ich bekam Schellte wegen des für Reh zu großen und rasanten Kalibers. Die Hämatome waren großflächig.



Hallo Herr Möller,

auf den Bildern sehen Sie links einen Jährling und rechts ein Schmalreh. Beide 11,5 kg schwer. Der Bock wurde von mir wieder mit 6,5x57 R und 6,5 mm 6g KJG auf ca. 170 m erlegt, Einschuß hochblatt, Ausschuß hochblatt, keine Flucht, fast keine Wildpretzerstörung.

Das Schmalreh rechts wurde von meinem Freund mit .270" Winchester, RWS Teilmantel Spitz erlegt, oder sollte man sagen vernichtet? Entfernung ca. 100 m, Einschuß hochblatt (ist auf dem 1. Bild als kleiner Punkt zu erkennen), Ausschuß und Wildpretzerstörung ohne Worte:

Einschüsse: links 6,5 mm KJG aus 6,5x57R  auf 170 m| rechts .270" Win RWS TMS auf 100 m

Ausschüsse: links 6,5 mm KJG aus 6,5x57R  auf 170 m| rechts .270" Win RWS TMS auf 100 m

Ich glaube, man braucht nicht weiter zu kommentierten, die Bilder sagen alles.

Alfons Jungmayer, Sonntag, 21. Mai 2006 11:29


Heute mit gleicher Waffe und annähernd gleicher Schußentfernung (90 mtr.) sowie gleicher Konstitution des Wildes (flüchtig) ist von Wildpretentwertung keine Spur. Dafür ging der Bock allerdings noch 30 Schritte, bevor er innerlich verblutet tot umfiel.

Driburg Bock Mai 2007

In beiden Fällen war das Herz nicht beschädigt, jedoch die Aorta abgetrennt. Es ist augenscheinlich so, daß mit meinem KJG auch aus größeren rasanten Kalibern schwaches Wild beschossen werden kann, ohne es zu entwerten, da die Splitter gröber sind und mengenmäßig weniger.

270 Win KJG Ausschuß außen

.270" Win. KJG Ausschuß innen

Das TIG eines Jagdfreundes aus einer ballistisch ähnlichen 7x64 Patrone geschossen war übrigens nicht in der Lage, die Wirbelsäule eines breitgetroffenen 35 kg Wutz zu durchschlagen. Sollte ein „IDEAL-Geschoß“ doch eigentlich schaffen, oder?

Liebe Grüße, Jan G., Samstag, 12. Mai 2007 18:34

Tag Herr G.,

für meinen Geschmack schießen Sie eine bildschöne Waffe. Was ist das?

Danke für Ihren Bericht und die Bemerkungen. Die .270" Win und 7x64 sind gleichwertige Patronen, die sich nur in Kleinigkeiten unterschieden. So hat Wilhelm Brenneke seine gute alte 7x64 etwa vierzig Jahre vor Winchester auf den Markt gebracht.

Remington ist mit der .280" Rem noch näher an der deutschen Vorlage geblieben, auch im Kaliber. Aber sei's drum. Die Ami's glauben wahrscheinlich, sie hätten die Dinger erfunden. Laß' sie. Innenballistisch wirklich gut ist hingegen Winschester neue 7 mm WSM. Da kann man nur hoffen, daß es die Hülsen auch sind. Jene von Remington sind oft zu weich. Die 7 mm RUM fliegt fast jedem nahezu um die Ohren. Jedenfalls schmeißen die ihr Zündhütchen lange bevor die Leistungen der 7 mm Rem Mag auch nur annähernd erreicht werden. Wo ist da der Fortschritt?

Alfons Jungmayr brachte ja letztes Jahr schon den Vergleich zwischen seiner 6,5x57R mit KJG Geschoß  gegen die .270"Win mit RWS TMS, der wirklich drastisch aus fiel. Der Mann ist nicht nur Jäger, sondern in dritter Generation auch Metzger, siehe Wildveredelung  mit Schinken usw.. Der weiß warum er auf KJG Geschoß umgestellt hat. Schließlich verwertet er eigenes und fremdes Wild. Da sieht er sehr genau, was die verschiedene Geschoß so bewirken, bzw.  was die Bleierne Sippe so zerstört. Ich will das nicht mehr!

Die Geschichte mit dem aus der 7x64 Patrone versagenden „IDEAL-Geschoß“ höre ich häufiger. Sie ein Grund, aus dem unser gute alte 7x64 in Verruf gekommen nicht. Das hat sie nicht verdient. Schuld am Versagen trägt nicht die Patron, denn die Hülse bleibt ja im Lauf, sondern das Geschoß.

Schrott

„IDEAL-Geschoß“

Zu weiche Bleigeschosse haben in Schnellen Patronen nicht verloren, wenn es auf größere Wild als Kleinwild geht. Mit dem 5,6 mm KJG kann man mit der .224" Weatherby auf 345 m auf Forstbefehl einen 80 kg Kolbenhirsch holen, siehe da. Die etwas langsamere .222" Rem. streckt mit denselben 3 g Kupfer in gestalt des  5,6 mm KJG  auch Warzenkeiler, Kudukälber, Bleßbockund so weiter. Lies da nach.

6 mm KJG

Das 6 mm KJG holt in Ungarn aus der .243" Win. verschossen laufend ausgewachsene Hirsche (200 kg aufgebrochen, ohne Haupt) und Sauen auf Entfernungen um 200 m. Seine angesagte Tiefenwirkung stellt es immer wieder unter Beweis. Hier folgen einige eigene Bilder aus Afrika 2005. Ein auf der Pirsch stehend freihändig diagonal beschossener flüchtender Keiler zeigt Ein- und fast Ausschuß (Steckschuß nach ~ 80 cm Tiefenwirkung längs diagonal fast durch das ganze Schwein):

Haben ihn!

Einschuß auf den flüchtenden Keiler sehr spitz von hinten neben die Keule ins Weiche angetragen

Steckschuß längs diagonal gegenüber nachdem der Vorderlauf noch durchschlagen wurde

Das KJG Geschoß flog streifendem Einschuß trotzend dennoch schnurgeradeaus durch das Tier

Gnu, krass

Zur Ehrenrettung der guten alten deutschen 7x64 Patrone werde ich Mitte Juli nach Botswana reisen um dort mit der 7x64 KJG Ladung auf Gnu zu pirschen. Das Gnu gilt als der Büffel des kleine Mannes, recht schußhart.

Gnu mit 8x68S KJG Ladung gestreckt

Daß solche Hornträger das 8 mm KJG aus der deutschen Magnum 8x68S von 1939 sicher holen kann, muß wohl nicht erwähnt werden. Aber gerade weil oft so schlecht über die 7x64 Patrone  geschludert wird, will mal zeigen, was man damit alles gut und sicher anstellen kann. Ich würde auch einen richtigen Kaffernbüffel damit schießen, wenn eine käme.

Kaffernbüffel

Das KJG Geschoß kann das! Und damit nun niemand fürchte, er solle damit nur noch Großwild erlegen, lese er die Geschichte 9,3x64 KJG-S Maibock, um zu sehen daß man mit dem KJG auch mit dicken Kanonen auf kleinere Wild gehen kann, ohne es wie mit der Bleiernen Sippe sinnlos zu zerschießen, aber dann an einem 35 kg Wutz zu versagen. Das kenn ich von der Bisonjagd. Das muß nicht sein. Ich hoffe, ich haben mich hinreichend bedeutet, was zu tun ist um wirksam und schonen Beute zu machen. In Kürze: Schießt das KJG Geschoß und eure Sorgen finden ihr überfälliges Ende. Gewinnt das Vertrauen zu eurem Gewehr zurück und kümmert euch um das Wild, statt euch um unzulängliche Bllistik zu sorgenSo einfach ist das.

Waidmannsheil, Lutz Möller .de

 

Hirnrissig!

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich hoffe natürlich, das Problem wird sich irgendwann erledigen. Wäre sonst zu schade.

Ich erlaube mir jetzt aber doch noch eine Frage. Ich jage seit 20 Jahren. Habe bisher fast alles mit der 7x64 (Sauer 90) und der 9,3 x62 (Blaser R93) geschossen. Aus bekannten Gründen möchte ich mich von der Blaser trennen.

Da ich seit einigen Jahren ein Revier im Tirol habe möchte ich mir auch für die 7x64 einen Ersatz kaufen. Es kommen für mich die Mauser M3 (leider sehr schwer), die Steyr Mannlicher Classic sowie die Sauer 202 in Frage. Beim Kaliber habe ich an die .270" Win mit einem 52 oder 56cm Lauf gedacht.

LM: Ohne jetzt unfreundlich werden zu wollen, nur deutlich, muß ich Ihr Ansinnen eine für das Kaliber einigermaßen pulverstarke Patrone aus einem kurzen Stutzenlauf verschießen zu wollen schlicht als innenballistisch hirnrissig bezeichnen. Nicht für Ungut, aber soll es Ihnen auch so schlecht ergehen wie Herrn Plöger mit seiner abgesägten Plempe?  Lies  Drallwinkel#Quereinschläger !

Ein Magnumkaliber möchte ich wegen den langen Läufen nicht.

Frage1: Welche Waffe würden Sie bevorzugen?

LM Ihr Sauer 90 in 7x64

Frage 2: Wie schießt die .270" Win. aus kurzen Läufen - haben Sie da Erfahrung?

LM: Gute Frage, Antwort: Beschi....!

Frage 3: Würden Sie ein anderes Kaliber bevorzugen?

LM: Wenn Sie ein kurzen Lauf für Tirol wollen, also aus einem kurzen Lauf weit schießen wollen, nehmen sie die 7x57. Lies Jagdpatronewahl, Stutzenlauf und  und besonders 7x57#Gams aus Stutzen!

Ich danke Ihnen sehr für eine kurze Antwort und verbleibe mit besten Grüßen aus München, Ph. Richner , Mittwoch, 16. Mai 2007 18:36

Tag Herr Richner,

ich verstehe nicht, warum Sie ihre bewährte  Sauer 90 in 7x64 ablegen wollen. Dagegen ist doch wohl nichts zusagen, oder? Steyr Mannlicher Classic sowie die Sauer 202 sind prima Waffen, aber besser als die Sauer 90? Wohl kaum! Wenn sie einen kürzeren Lauf wollen, schrauben Sie sich einfach einen, sagen wir mal 60 cm langen 7x57 Lauf in die Sauer 90 ein. Wenn Sie unter 60 cm gehen wollen, nehmen Sie die 8 x 57 IS bis runter zu 50 cm. All das paßt in die vorhanden Sauer 90!

Waidmannsheil an die Isar, an der ich im schönen Bogenhausen im Grünen einige Jahre wohnte.

Lutz Möller,

400 € BAR

Sehr geehrter Herr Möller,

um Ihre hochinteressanten Seiten nicht nur immer zu lesen, möchte ich die Berichte zur Patrone .270 mit eigenen Erfahrungen mit meiner .270 Browning BAR Waffe, sowie verschiedener Munition bereichern. Die BAR war meine erste Waffe, die ich vor über sechs Jahren mit Swarovski Habicht 8x56 Abs. 1 für 400 € als Jungjäger erwerben konnte. Ohne diese günstige Gelegenheit wäre ich wohl nicht zur .270 gekommen, die in unseren Breiten ja nicht gerade sehr geläufig ist. Zunächst jagte ich mit normaler S&B Teilmantel, dabei ich immer recht leichte Geschosse zwecks hoher GEE wählte. In dieser Kombination konnte ich Katzen, Füchse, Rehwild (Bock siehe Foto) Rotwild (Kalb, Blattschuß Flucht 30 m) sowie einige Stücke Schwarzwild erbeuten. Die Wildpretverluste waren nicht erwähnenswert, da die meisten Schüssen auch schonend auf Kammer und nicht vernichtend auf die Blätter gerichtet waren.

Die Optik der Waffe wurde vor circa drei Jahren dann auf ein Swarovski 3-12x56 Abs. 4 mit LP umgerüstet, was mir aufgrund der weiten Strecken im Feldteil unseres Revieres sehr entgegen kam. Das alte Glas kam auf eine ZH Bockbüchsflinte (7x57 ; Schrot 12 Einstecklauf l.f.B.)

Seit etwa einem Jahr feuert die BAR nun die Federal Power Shok 8,4g soft point. Die Sauen mit 63 und 81kg aufgebrochen (siehe Bilder) lagen jeweils nach 30 - 40 m. Wildpretentwertung bei der Bache Null, beim Keiler etwas, da der Schuss etwas zu weit vorne war und der Ausschuss den Schlegen ankratzte.

Hierbei sei es mir erlaubt ein paar Worte zu der auf Ihrer Seite viel zitierten Zielwahl und deren Rahmenbedingungen zu sagen: Grundsätzlich stimme ich mit Ihnen voll überein. Wer Wildpretverluste vermeiden möchte muss aber nicht nur richtig zielen. Das Zielen tötet und zerstört nicht - er muss auch dort, wo gezielt treffen! Die oben genannten Sauen konnte ich unter großen Schwierigkeiten im Herbst an einen sehr großen unübersichtlichen Körnermaisschlag erlegen. Ich hatte keinerlei Mond, schlechte Auflage, sich in 80 m bewegende Sauen und nur einen geringen Korridor in dem ich einen sicheren Kugelfang garantieren konnte. Aber genau DAS ist Jagd  - trotz bester Vorbereitung auf dem Schießstand gehört Glück dazu! Der Maisschlag war bereits fast zur Hälfte in diverse Wildschweinmägen gewandert und Ende Oktober auch der einzige noch stehende Mais weit und breit. Mein Vater ist in diesem Revier seit über 30 Jahren Pächter (ca.140 Wald 450 Feld) wir zahlen den Schaden und müssen uns mit den zurecht unzufriedenen Bauern beschäftigen.  Der Schuß auf den gebuchten Erntebock in Ungarn ist eine andere Schußsituation als die dringende Verhütung von Wildschäden. Nur wer die Wahl hat kann auch Ziel-wählen.

Noch ein Satz zu Ihrer Einstellung bezüglich der FLG.  Zitat: "Flintenlaufgeschosse mißbrauchen Flinten, die geschaffen wurden und und bestimmt sind Schrote zu verschießen. Dabei sollte man es besser bewenden lassen." Bei uns im Revier führe ich vor allem im Wald mittlerweile viel die oben genannte ZH. Im eigenen Revier ist man halt doch mehr Heger als Jäger. Ich habe in den letzten sechs Jahren lediglich zwei Böcke erlegt und oft den Finger gerade gelassen. Ich schieße, gerade jetzt noch bis zum 14. März Krähen, viele Füchse, stelle den Katzen, versuche also die Prädatoren kurz zu halten. Es ist mir eine riesen Freude eine Kette Rebhühner zu beobachten, deren Schwingen beim Flattern die untergehende Abendsonne bricht, daß es scheint es lägen Diamanten mitten auf einem Stoppelacker. Auch und vor allem DAS ist für mich Jagd. Mit dieser Waffe schieße ich mit Schrot den zu streifenden Winterfuchs, Krähen bis 60 m auch mit der l.f.B. Wenn ich auf Sauen sitze lade ich an der Kirrung Brenneke. Die flog zwar noch nicht auf Sauen im Wald aber auf dem Schießstand auf Papier. Damit weiß ich wohin sie an der Kirrung fliegen würde: Streukreis auf 50 m vier Zentimeter und fünf  Zentimeter links. An der Kirrung für einen zweiten Schuß zu brauchen; nicht mehr aber auch nicht weniger. Der deutsche Leo schießt doch auch mit Glattrohrkanone wenn ich nicht irre?! Kupferpfeil mit Treibspiegel? Könnte ich brauchen.

81 kg Sau

81 kg Sau am Haken

Bache, verarbeitet

Viel Erfolg weiterhin beim Tüfteln und allzeit Waidmannsheil 

Tobias, Freitag, 6. März 2009 19:02
PS: Bitte anonymisieren sie meine epost Adresse.

6,86 mm KJG ab 2007 verdeckt mit schwarzer Spitze die Hohlspitze

schneller + flacher + weiter + angenehmer = erfolgreicher

Gönne Dir MJG der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.

Du wirst kein besseres Jagdgeschoß finden.

Lutz Möller

Lutz Möller, .de