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Lutz Möller 6 x 62 Frères KJG Munition

Allgemeines

6 mm Patronen sind in Mitteleuropa bei weitem nicht so populär wie in den U.S.A. Dies war um die Jahrhundertwende und die Jahre danach nicht so, gab es doch bei uns solche leistungsfähigen Patronen wie die 6 x 57 Mauser (die übrigens von Kaiser Wilhelm benützt wurde), sowie die beiden ,,Försterpatronen" 6 x 58 und 6 x 58 R. Die Beliebtheit der 6 mm Patronen in den USA rührt daher, daß mit ihnen, richtige Laborierung vorausgesetzt, ,,Varmints" und auch Schalenwild bejagt werden kann. In Deutschland schiebt dem 6 mm-Liebhaber allerdings das Jagdgesetz einen Riegel vor: Unter 6,5 mm liegend, sind die 6 mm Patronen nicht auf Hochwild, also nicht einmal auf das relativ leichte und nicht sonderlich ,,harte“" Gamswild zugelassen, was jede 6 mm Patrone, auch die stärkste, zur Rehwildladung degradiert. Anders liegt der Fall in österreich. Dort wird die 6 mm Patronen gerne auch auf Hochwild genommen werden.

Geschichte

Günter Frères, auch als Erfinder der 5,6 x 50/R bekannt, hatte sich schon Ende der sechziger Jahre mit einerstarken 6 mm Patrone befaßt.  Sein Ziel war es, dem auf weite Entfernungen waidwerkenden Jäger eine rasante Patrone für Gams und anderes leichtes Hochwild an die Hand zu geben, wobei diese neue Patrone auch für weite Schüsse auf Rehwild einsetzbar sein sollte.

Die Ausführungsverordnungen des deutschen Jagdgesetzes von 1972 machten Frères einen Strich durch die Rechnung, indem alle Patronen unter 6,5 mm ohne Ausnahme für Hochwild verboten wurden.  Die bereits laufende Entwicklung der 6x62 sollte dies nicht aufhalten, zumal eine solche Regelung in österreich nicht besteht und es damals Ansätze gab, das 6,5-mm-Gebot nach unten zu verlagern, falls bestimmte andere Kriterien der außen- und zielballistischen Leistung von einer kaliberschwächeren Patrone erfüllt werden könnten.  Dem war allerdings nicht so und deshalb ist die 6 x 62 Frères, wie andere starke 6 mm Patronen auch (man denke an die .240" Weatherby oder .244" H & H Mag.), in Deutschland nur eine Rehwildpatrone, allerdings eine ziemlich weitreichende.  Etwa seit 1992 ist eine Randschwester der 6x62 am Markt, die 6x62 R Frères. Sie ist für den gleichen Druck zugelassen, deshalb wie die randlose Version zu betrachten.

Die Patrone aus Wiederladersicht

Die auch in den von Frères vertriebenen Fabrikladungen verwendeten Hülsen aus MEN-Fertigung sind lose für den Wiederlader erhältlich; als Zündhütchen kommt trotz der ziemlich hohen Pulverladung nur das Standard-Zündhütchen RWS 5341 in Frage.  Naturgemäß eignen sich für die großvolumige Hülse ausschließlich progressive Treibladungspulver ab Rottweil R 907, wobei die größte Leistung mit Rottweil R 905 erbracht wird.  Da die 6 x 62 Frères als Schalenwildpatrone für weite Schüsse, gegebenenfalls auch auf Hochwild fungiert, sollte der Geschoßauswahl etwas Augenmerk geschenkt werden.  Ausgesprochene Schalenwildgeschoße wie das 6,2 g KS oder auch das 6,5 g TMS sind für diesen Verwendungszweck besonders prädestiniert.  Zur Erhaltung der Schießfertigkeit ist übung nötig. Für eine übungsladung bietet sich das Scheibengeschoß - SG - im Gewicht 4,5 g an.

Die Randhülse 6 x 62 R Frères kann im Anhalt an die Tabelle verladen werden; man sollte sich an den min.-Ladungen orientieren.  Auf die entsprechende Bemerkung bei 5,6 x 57 R wird verwiesen.

. . . schrieb RWS etwa 1982

Guten Morgen Lutz,

folgende Berichte meines Freundes, der eine 6 x 62 Frères zur Prüfung hat, da er sich eine neue Waffe zulegen möchte. überläuferkeiler, etwa 30 kg, auf 70 m mittig auf das Blatt (Oberarmknochen) geballert, das Stück fällt, schlegelt ca. zwei Minuten und wieder hoch und verschwindet im naheliegenden Maisfeld. 20 Minuten später ein ähnliches Stück, wieder mittig auf das Blatt gehalten, Sau zeichnet schwer und verschwindet ebenfalls im Mais. Später beim Gang zum Fahrzeug konnte noch ein Schweinchen mit ca. 25 kg mit Schuß auf das Haupt erlegt werden. Bei anschließender Nachsuche wurde die zweite Sau 50 m im Maisfeld vom Drahthaar gestellt und konnte erlegt werden. Das Geschoß durchschoß den Oberarmknochen nicht! Nur vom optischen Eindruck der Patrone vermute ich ein ca. 5,5 Gramm Teilmantelgeschoß.  Die erste Sau konnte nicht mehr gefunden werden, Schweiß war leider auch keiner zu sehen! Das deckt sich ziemlich genau mit deinen Angaben.

Grüße, Peter Mädl, Donnerstag, 26. September 2002 08:13

Peter,

zu weiche Geschosse platzen oberflächlich ohne tief einzudringen. Die Tiefenwirkung fehlt. Die sehr schnellen weichen Geschosse wirken wie die Bleierne Sippe. Heute im Jahre 2004 gibt es für solche Fälle meine Lutz Möller KJG Geschoß. Damit können dann auch Sau Kalb und und Tier waidgerecht bejagt werden. In Schottland wir der Großteil Rot- und Sikawild mit der .243" Win. geschossen. Mit den richtigen Geschossen geht das also sehr wohl. Ich werde hier demnächst für einen französischen Freund, der ähnlich schlechte Erfahrungen machte und deshalb vernünftiger Weise seine 6x62 Frères Kipplaufbüchse im Schrank stehen läßt, eine Tafel mit 6x62 Frères KJG-Ladungen anbringen, in der auch die mindesten Fleisch- und Knochenleistungen angegeben sind. Mit meinem KJG kann die kräftige Patrone dann wieder zu neuem Leben erweckt werden.

Gruß Lutz, 8. Juni 2004

Troy Burns

Mr. Frères was a DWM Engineer, who developed the fine 5,6x50 Magnum and the 6x62 Frères. Both are CIP certified cartridges. The 6x62 Frères is a 12,1 mm Case, just 62 mm long, as opposed to the 51 mm .243 Win and the 57 mm 6 mm Remington 12,01 mm bottom.

Could this cartridge (6,62) be closely approximated by necking at 30-06,  or more appropriately a 270 Win to 6mm? Any idea how the case taper  and shoulder compare to 30-06/270?
>D.H.

Dave,

Cartridges of the World gives dimensions:  base .474", shoulder .451", rim .470", case length 2.42", neck diameter .271".  The picture looks like a 6 mm-06 improved with about  a 30 degree shoulder angle.  The article says, it cannot be formed from .30-06, because its Basediameter is greater. I don't think I would worry about .004" if I needed cases for this.

tb

The .243"  Super Rockchucker is a to 6 mm necked .30-06 Version. Troy, forget not the pressure ressitance! A 12,1 mm bottomed 6x62 Freres-Rifle can be made out of 12,01 mm bottomed .243" Win Barrel. But therefore the 0,09 mm thicker 6x62 Frères-Cartridge needs thicker Cases.

With dense double based powders, like Vihtavuori N560 or PCL 13, faster Speeds should be obtainable off the 6x62 Frères.

Lutz

Jungjägerfrage 6x62 Frères

Hallo Hr. Lutz,

nach etlichen Stunden auf ihrer Seite haben Sie mir mit ihren Jungjägerseiten schon sehr geholfen. In Bezug auf den Waffenkauf wäre es mir ähnlich wie Ihnen seinerzeit gegangen. Auch mir wurde eine .30-06 Sprg. als die beste Universalwaffe, mit der man von der Sau bis zum Reh alles weidgerecht schießen kann, angeboten. Ich würde aber noch gerne auf ihre Erfahrung und Kompetenz bezüglich einer Neuanschaffung zurück greifen. Mir wurde eine sehr schöne Steyr Schönauer 72 ( Schrankwaffe ) in 6x62 Frères zu einem sehr guten Preis angeboten. Mein Problem ist, daß ich als Nichtwiederlader auf ein sehr, sehr kleines Angebot Werksmunition zurückgreifen muß. Laut Aussage meines Büchsenmacher wird für diese Waffe die Munition nur von Frères erzeugt, ist das richtig? Nach endloser Suche habe ich immer noch keine Leistungsdaten von der 6x62 gefunden, aber auch die Firma Frères nicht. Könnten Sie mir bei dem Problem weiterhelfen ? Mit dieser Waffe möchte ich in erster Linie Reh, Gams und auch mal eine kleine Sau auf die Schwarte legen können. Da ich aus österreich bin, gilt für mich die deutsche 6,5 mm - Forderung für Hochwild nicht. Ich weiß über die 6x62 nur, daß sie eine gestreckte Flugbahn haben soll und vage von einem Büchsenmacher, daß es dafür nur ein Vollmantel- und ein Teilmantelgeschoß mit 6,4g geben soll. Somit ist mein Wissen über die 6x62 auch schon erschöpft.

Als Hauptwaffe führe ich eine CZ BDF mit 3 Wechselläufen, Lauf 1: 2 mal Kugel 7x57 ein Einstecklauf, Lauf 2: 2 mal 20-76 , Lauf 3: 7 x 57 + 20-76. Diese Waffe ist für mich eine optimale Einsteigerwaffe für den kleinen Geldbeutel bei doch recht guten Leistungen, nur möchte ich noch eine Waffe mit der ich auch Gemsen auf Distanzen > 200 m noch sehr gut schießen kann.

Für ihre Hilfe bedanke ich mich schon mal.

Mit freundlichen Grüßen, Jürgen Penetsdorfer
 

Lieber Herr Penetsdorfer,

grundsätzlich ist Ihre überlegung, für weite Schüsse eine Patrone mit gestreckter Flugbahn (Rasanz) zu wählen, richtig. Die 6x62 Frères gehört unbedingt dazu. Sofern Sie damit mittlere Tiere, wie Gams und die üblichen kleinen Sauen, oder Rehe schießen wollen, kommen Sie mit den 6,5 g Geschosse gut zurecht, wenn Sie nur Kammer schießen. Wie ihr Landmann Peter Maedl bemerkte, endet die Leistungsfähigkeit der meisten 6 mm Geschosse, zumindest der gewöhnlichen, dünnmanteligen TMS oder VMS am Knochen. Spitzwinkelige Schüsse werden damit zum Abenteuer. Ausschuß wir oft zu vermissen sein, gerade bei den hohen Geschwindigkeiten, die erreicht werden. Die Patrone für Ihren Zweck zu wählen, ginge also und wäre nicht mal schlecht. Die Schwierigkeiten sind andere, die Sie selbst schon nannten. Munition ist nur schwerlich zu bekommen. Da allerdings die Hochleistungspatrone die Läufe sowieso schnell verschleißt, könnte man sich folgendes vorstellen. Lassen Sie sich eine Preis für die Waffe und eine Bedarf Munition machen, mindestens 100 Schuß (Ich habe so meine Zweifel, ob er tatsächlich liefern kann). Heben sie die Hülsen auf. Ein gewerblicher Wiederlader füllt ihnen die gern wieder. Wenn die Munition nicht geliefert werden kann, lassen Sie die Finger davon. Wegen des unüblichen 12,1 mm Hülsenbodens sind die Hülsen nicht ohne weiteres aus anderen zu gewinnen. Da gälte auch für Handlader, der Sie aber nicht sind. Ohne Munition ist die Waffe, obwohl grundsätzlich geeignet und möglicherweise recht günstig, nicht wert, keinen einzigen Schilling! Dann bleibt sie Schrankwaffe, immer!

Ihrem Zweck frommt 6,5x65 KJG Munition besser. Lesen Sie dort nach, wie sich mit den verschiedenen, weit verbreiteten, Geschossen aus der 6,5er Patrone als Handlader erstaunliche Leistungen herausholen lassen. Das 8,1 KS RWS Geschoß der Werksladung ist zu weich.

Die an sich auf mittleres und kleineres Wild bei weiten Schüssen  gut geeignete Patrone kam kurz vor dem deutschen 6,5 mm Gebot für Hochwild und konnte sich deshalb nie groß verbreiten. Weitreichende und übliche Patrone für Ihren Zweck wären die 6,5x65, auch die 7x64 oder mit gewissen Einschränkungen, nur für weite Schüsse, die 6,5x68, die mit dem langen Drall aber nur kurze Geschosse verschißt, ihre eigentlichen Möglichkeiten erst mit einem Sonderlauf mit 230 mm Drallänge ausschöpft, also einen Sonderlauf erfordert (Neubau). Die 6,5er wäre nach meinem Dafürhalten die beste Wahl.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

 

Schnelle KJG wirken weit

Hallo Herr Möller,

Neues vom KJG: Hegeabschuß einer Steingeis mit 6x62 Frères KJG Munition auf ca. 280 m, schöner Schuß mitten aufs Blatt. Die Gais lag im Knall. Mit 7x64 KJG Munition ebenfalls ein Hirschkalb auf 320 m handbreit hinter das Blatt lag ebenfalls im Feuer! Beiden Abschüssen entwerteten kein Wildpret. So soll es sein!

Servus, Ralf Rauchberger, Dienstag, 12. Oktober 2004 13:32

Herr Rauchberger berichtete aus Tirol aus den Bergen  weiter, er schösse die 6x62 Frères in der Höhe auf 100 m auf 4 cm hoch ein und Ihr Lutz Möller 6 mm KJG Geschoß träfe dann auf 300 m Fleck. Die 7x64  würde bei gleichem Einschießen auf 330 m, dort sei ein Graben, nur 9 cm tief fallen. Damit habe er die Möglichkeit auf fast alles Wild auf alle jagdbaren Entfernungen Fleck anzuhalten und immer im bierdeckelgroßen Zielbereich treffen.


Hallo Herr Möller,

wir haben die .240" Weatherby jetzt in den Griff bekommen, verminderter Gasdruck, geringere Setztiefe. Die Leistung der .220" Swift haben wir auch mit geringerer Ladung super in den Griff bekommen! Mit der .220" Swift auf Murmel, egal von wo man sie trifft, kleiner Einschuß kleiner Ausschuß, super, nie was kaputt!

MfG, Ralf Rauchberger, Montag, 20. September 2004 20:38

Günter Frères verstarb vor einem Monat. G. A. 18. April 2007

Gönne Dir Lutz Möller Munition vom Erfinder selbst.

Du wirst keine bessere finden.