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Lutz Möller 9,3x74R KJG Munition

Alte 9,3 x74 R KJG Patrone

9,3x74R Patrone mit KJG im der Nachmittagssonne

Allgemeines

Man nennt sie mit gutem Recht auch ,,die Königin der Randpatronen“: Der sich eine Kipplaufwaffe für die Hochwildjagd zulegen will, ist mit der 9,3 x 74 R sehr gut beraten. Nicht nur Doppelbüchsen werden für die schlanke Patrone gefertigt, auch Bockbüchsflinten und Drillinge sind als Revierwaffen beliebt. Der Jagdreisende schätzt die Vorzüge einer Kipplauf- oder Bockdoppelbüchse zerlegt als kleines Gepäck.

Geschichte

Die 9,3 x 74 R ist als Schwesterpatrone der 9,3 x 62 von 1905 zu sehen. Sie wurde fast gleichzeitig mit dieser vorgestellt. Obwohl die verschiedenen Hülsen beider Patronen keine ähnlichkeit erkennen lassen, ist ihre Leistung bei gleichem Druck nahezu identisch. Mit Rücksicht auf die einfacheren Kipplaufverschlüsse der damaligen Zeit wurde die Randpatrone jedoch schwächer geladen und später auf 3.000 bar (Kupferstauch) begrenzt.

Wiederladersicht

Im Hinblick auf verhältnismäßig schwere Geschosse der 9,3 verlangt die kegelige Hülse mit der nur angedeuteten Schulter nach einem Pulver, das weder zu schnelle noch zu langsam brennt. Andererseits muß aber der Hülsenraum, um von Schuß zu Schuß möglichst gleichmäßigen Pulverabbrand zu gewährleisten, weitgehend ausgenützt werden.

. . . schrieb RWS etwa 1982

9,3 x74 R KJG- Ladung

4,25 g Norma 201 in RWS 9,3x74R Hülse

9,3x74R auf Rehwild

Sehr geehrter Herr Möller,

ich habe eine Beretta 9,3 x 74 R und stelle nach den ersten 30-40 Schuß fest, daß die Lage des zweiten Schusses - egal ob innerhalb oder außerhalb 7 Sekunden geschossen wird - zwischen 10 und 20 cm höher liegen. Dies mit 18,5 g Norma Alaska und mit 16,5 g Geco TMR. Ich will nun mit anderen Laborierungen schießen und damit Erfahrungen und Daten erarbeiten, finde aber das bisherige Ergebnis erschreckend.

  1. Frage: Ich hörte, daß es eine sogenannte ,,Brille“ geben soll, die, an der Mündung zwischen den festverlöteten Läufen angebracht eine relativ problemlose Justierung und damit ein zufriedenstellendes Zusammenschießen der Läufe - also OHNE Ent- und Neulöten - möglich macht. Haben Sie von dieser Technik gehört, wenn ja, wie beurteilen Sie diese, wo gibt es sie und was kostet es?
     

  2. ach der bisherigen Lektüre Ihrer Seiten sollte es wohl KS sein, aber bei dem Kaliber befürchte ich damit eine große Wildbretzerstörung. Bitte geben Sie mir einen passenden Tip.

Mit Dank für Ihre Hilfe und freundlichen Grüßen, Christoph Vitzthum, Samstag, den 1. März 2003 19:07

Lieber Herr Vitzhum,

zu 1. Pulver brennt wärmeabhängig, je wärmer, desto schneller. Insofern ändern sich Druck und Geschwindigkeit. Derlei Verhalten ist für mich Grund Repetierbüchsen mit nur einem Lauf zu schießen. Allerdings sind 30 bis 40 Schuß hintereinander für eine Bockbüchse von der Wärmebelastung auch jenseits von gut und böse. Auf der Jagd wird das ja wohl nicht vorkommen - oder können Sie Zeitreisen in die Feudalzeit mit eingestellten Jagden machen? Mein Erfahrung mit Bockwaffen beschränkt sich auf Flinten. Ich kann Ihnen also leider nicht helfen.

zu 2. Mit der 9,3 x 74 R haben Sie mit schwerem Blei eine langsame Bummeltante, die für Rehwild denkbar ungeeignet ist. Kleines Wild mag kurze, schnelle Geschosse! Je schneller, desto besser. Um bei geringen Zielwiderständen hinreichenden Wirkungsquerschnitt zu erzeugen benötigen Zielgeschwindigkeit, also höhe Mündungsgeschwindigkeit mit guter Geschoßaerodynamik gepaart. Grundsätzlich benötigen Sie für Rehe das schnellsten Geschoß, daß Sie bekommen können.

Sich um Wildpretentwertung zu sorgen ist solange entbehrlich, als Sie nur hinter das Blatt breit durch die Kammer schießen, also Blattschüsse meiden oder Kopf oder Träger schießen. Mit einem Gescheide- oder Keulentreffer zerreißen Sie mit dem dicken Brummer ihre Beute.

Damit das Geschoß die Rehe bei hoher Geschwindigkeit nicht mit faustgroßen Ausschüssen verunstaltet, muß das Geschoß hinreichend hart sein. Blei kann das nicht, sieh schreckliche Bilder  weiter unten. 

Waidmannsheil, Lutz Möller, p.s.2006 Deswegen gibt es heute das Lutz Möller KJG Geschoß. Damit können Sie auch in 9,3 mm fröhlich Rehe schießen und verwerten.

@LutzM
Sind die Kupferjagdeschosse auch in der 9,3x74R verwendbar? Wenn ja, wo gibt's dafür Ladedaten? Dann könnte man ja bei der nächsten Gamsjagd mal ganz nebenbei auch auf 250 m . . .

Gruß, Marcel Wittke

Marcel,

wie lang ist dein 9,3x74R Lauf? 60 cm oder anders? Langen ± 5 cm Zielbereich = 226 m?
 
Horrido Lutz,
 
erst einmal vielen Dank für deine Auskunft. Ich werde mal ein bißchen im Bekanntenkreis für Kupferjagdgeschosse werben. Ich selber brauche derzeit keine, habe selber noch genug 16,2 g Ballistik Tip für meine 9,3x74R Doppelbüchse. Aber kommt Zeit, kommt Tat, Viel Glück beim Verkauf.

Mit waidmännischem Gruß, Marcel Wittke, Montag, 10. November 2003

Hallo Lutz,

nun bin ich wieder im deutschen Lande angekommen. Afrika war zu schön, um wahr zu sein. Im Herbst wird es wieder hingehen. Nochmals vielen lieben Dank für deine E-Mails in Bezug auf die 8x68S. Die wird leider nichts. Als ich wieder zu Hause war, stellte ich fest, daß ich eine 9,3 x 74 R - Doppelbüchse vermacht bekommen hatte. Ich vertiefte mich daraufhin wieder in deine Seite, um nun eine entsprechende Ladung dafür zu finden. Leider bin ich mir nicht so ganz schlüssig geworden. Wie gesagt, ich jage auf Schwarz- und Rotwild, sowie Drückjagden und ich möchte die Gute auch mit nach Südafrika nehmen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir wie letztes mal weiterhelfen würdest, welche Laborierung für mich in Frage kommt.

Mit freundlichen Grüßen, Hauke Schmidt, Mittwoch, den 18. Februar 2004

Hauke,

eine Drückjagdpatrone muß auch unter widrigen Bedingungen das Geschoß zunächst zum bewegten Ziel bringen, also schnell sein, dann aus jedem beliebigen Winkel auch durch Feist und Knochen ins Herz dringen, also sicher mindeste Tiefenwirkung gewähren. Beides ist mit den herkömmlichen schweren dünnmanteligen Bleibatzen, die die Werke in die lange Randpatrone verladen nicht möglich. Deshalb bleiben mit Werksladungen Wirkung und Einsatzweite hinter den an sich vorhandenen Möglichkeiten zurück. Das Brenneke 19 g TUG trödelt mit nur 695 m/s aus dem Rohr. Das mag für wirklich große Tiere in kurzer Entfernung genügen, stört aber bei krummer Flugbahn und kleinen Zielen. Um ein quer trollendes Schwein auf der Drückjagd zu treffen, würde ein sehr großer Vorhaltwinkel erforderlich sein, der schwer zu zielen ist, folglich schlechte Treffer begünstigt. Gerade wenn eine Sau wegen zu Vorhaltemaß nur in Rüssel oder Kiefer getroffen würde, müßte das nicht unmittelbar lebensgefährlich verletzte Tier elendiglich zu Grunde gehen, weil es nicht mehr schöpfen oder äsen könnte, von widerlichem Insekten- und Bakterienbefall mal ganz zu schweigen. Das Ruag Ammotec 18,5 g CDP ist zwar von der Zielwirkung besser und insofern als Werksmunition eher zu empfehlen, aber  bummelt anfangs auch nur so mit 720 m/s dahin, läßt dann nach. Das RWS 16,7g H-Mantel verläßt nur mit zwar etwas schneller, aber immer noch lahm mit 750 m/s den Lauf, spricht dennoch dank Hohlspitze auch bei kleinerem Wild immerhin gut an, splittert, nur durch den splitterbedingten großen Masseverlust dringt das H-Mantel auf große Tier nicht sehr tief ein. Für die Sau an der Kirrung oder den gepirschten Brunfthirsch mag das alles wohl angehen, für alle kleineren, größeren, weiteren und vor allem schnelleren Tiere ist die Patrone in den verschiedenen Werksauführungen nicht gut geeignet.

Hochschlag

Tag Herr Möller,

bitte senden Sie mir 100 Stück 9,3 mm KJG (für 9,3x74R), sowie 50 Geschosse in 8mm! Welches der 9,3 mm Geschosse und welche Ladung empfehlen Sie bei fast ausschl. Verwendung für Drückjagden in Doppelbüchse ,60 cm Läufe wenn -zeichnen gut erkennbar sein soll

- kurze Fluchtstrecke
- geringer Hochschlag der Waffe, um wieder schnell im Ziel zu sein

Mit freundlichen Grüßen, Jörg Lambert, Forstrevier Landshube, 8. August 2005

Tag Herr Lambert,

ich freu mich mal wieder von Ihnen zu hören. Als Erklärung zum Hochschlag lesen Sie bitte bei der .376" Steyr nach. Um nach dem ersten Schuß wieder schnell ins nächste Ziel zu finden, benötigen Sie eine Munition mit wenig Rückstoß. Das nur 12 g schwere 9,3 mm KJG hilft Ihnen dabei sehr. Ihr voll Leistung holen Sie aus dem 60 cm Lauf mit der empfohlenen R901 Ladung aus der langen Randpatrone heraus. Bedenken Sie dabei den geringer Vorhaltewinkel einer schnellen Drückjagdpatrone. Mit knapp 900 m/s liegen Sie da richtig. Kurze Fluchtstrecke sind vor allen Dingen Fragen des Treffers. Auch gute Geschosse könne keine Wunder bewirken, aber es hilft ja schon, wenn die schnurgeradeaus ins gewünschte Ziel dringen

In beiden Fällen bietet Ihnen das Lutz Möller KJG Geschoß Vorteile, die Bleigeschosse nicht liefern könne. 

An einen gepirschten Stück Rotwild konnte ich gestern mit der 9,3x64 mit 9,3 mm KJG noch mal das Geheimnis der Schweißspur lüften. Ich schoß sehr tief (Herzschuß) und schon, mit Hilfe der gnädigen und Gott sei dank allgegenwärtigen Schwerkraft, troff das aus dem Blutkreislauf freiwerdende Blut sofort durch den unteren Abfluß ab Anschuß nach draußen. Ich nenne das den Badewannentrick, der nebenbeigesagt überhaupt kein besonders Geschoß verlangt. Man muß den Abfluß nur unten abringen, dann erledigt die Schwerkraft den Rest. Sind Ein- und Ausschuß weiter oben, muß die Kammer erst bis zum Rand gefüllt werden, bevor nennenswerte Schweißmengen, herausfließen können, da sie ja nicht herauffließen.

<Witz an> Dabei könnte man am Berg vielleicht noch einen Bergauf- oder und Bergabausschuß, der das Gefälle mit berücksichtigt, anbringen, aber davon verstehe ich als Flachländer nichts. <Witz aus>

Gruß aus der Steppe, die dieses Jahr mit viel Regen eher eine grüne Hölle ist. Lutz Möller, 8. August 2005,

 

19 g TUG in 9,3x74R


Sehr geehrter Herr Möller,

auf ihrer Internet-Seite schreiben Sie zur Zielballistik der 9,3 x 64 Brenneke, daß insbesondere das 19g Brenneke-TUG für heimisches Wild zu hart sei und daher mit einer eher schlechten Schußwirkung zu rechnen sei. Diese Aussage hört und liest man immer wieder, wo über das 19g TUG berichtet wird. Man kann dieser Erfahrung fast schon als ein Synonym für dieses Geschoß bezeichnen.

Das 19 g TUG habe ich in der 9,3 x 64 bislang zwar nicht verwendet, wohl aber in der 9,3 x 74 R, die ich mit dieser Ladung in Namibia und zwei deutschen Hochwildrevieren führte.

Neben größerem Wild, vor allem Kudu und Gemsbock, erlegte ich mit dem 19g TUG auf der Ansitzjagd hierzulande Rehe und Frischlinge. Das Geschoß deformierte nicht nur gut, was ich an der inneren Wirkung und dem Ausschuß erkennen konnte, sondern  zeigte auch gute Schußwirkung. Bei gewöhnlichem Kammerschuß flüchteten die Getroffenen im Allgemeinen unter 25 m. Zwei Frischlinge (20 kg aufgebrochen) verblieben mit einem eher schlechten Lunge/Leber-Schuß sogar am Anschuß, einer flüchtet nur 10 m. Die Wildbretzerstörung war nicht der Rede wert.

Meiner Ansicht nach handelt es sich bei der Erfahrung, daß 19 g TUG sei zu hart, um eine falsche Verallgemeinerung. Das Geschoß wird vorwiegend auf Bewegungsjagden geschossen, weil es unter Jägern vorwiegend für diesen Zweck empfohlen wird. Dort ist das Wild wegen der Beunruhigung sehr schußhart. Diese besondere Schußhärte liegt vorwiegend an den äußeren Umständen der Treibjagd. Dann können nur noch sehr schockintensive Patronen gute Wirkung zeigen, z.B. .300 Weatherby Magnum o. ä. Langsame, schwere Geschosse wirken augenblicklich dann eher schlecht.

Auf der ruhigen Einzeljagd ist die Situation aber anders. Die schlechten Erfahrungen mit dem 19 g TUG rühren von der Gesellschaftsjagd und wurden m. E. unbesehen verallgemeinert. Die ballistische Erkenntnis, daß ein Büchsengeschoß sich schon nach wenigen cm im Wildkörper vollständig deformiert, was an der nur zu Beginn der Penetration vorliegenden, genügend hohen Geschoßgeschwindigkeit liegt, steht ebenfalls der Aussage entgegen, daß das Geschoß zu hart sei. Meine Beobachtungen entsprechen diesem ballistischen Umstand.

Das 19 g TUG ist für die Einzeljagd in Deutschland durchaus empfehlenswert.

Mein persönlicher Favorit ist und bleibt aber das 16,2 g Barnes X-Bullet. Damit habe ich die durchweg besten Resultate erzielt und kann es nur nachdrücklich empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen, Sebastian Lubig, Sonntag, 16. November 2003 14:52

Sehr geehrter Herr Möller,

mit Interesse habe ich diverse Ausführungen auf Ihrer Homepage gelesen.

Ich führe momentan eine Mauser M96 im Kaliber .30-06 mit einem 11,7g Norma Vulkan Geschoß. Das damit beschossene Wild (vom Rehkitz bis zur 65 kg Sau) lag, von einer Ausnahme abgesehen, stets im Feuer. Die Wildbretzerstörung war bei Kammerschüssen stets minimal. Da ich nun mit dem Gedanken spiele, mir eine BBF zuzulegen, habe ich folgende kurze Frage: Mir ist eine BBF Kettner 2000 im Kaliber 9,3 x 74 R und 12/70 zu einem sehr günstigen Preis angeboten worden. Für wie geeignet halten Sie dieses Kaliber für meine typische Jagd auf Rehwild und Sauen und vor allem, welches Geschoß würden Sie dafür empfehlen? Ist diese Patrone für Rehwild nicht eher „Schrot auf Spatzen“?

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Nils Banse, Montag, 23. August 2004 10:44

Herr Banse,

mit dem falschen Geschoß wir die 9,3x74R gerade auf Rehwild zur Gulaschkanone. Lesen Sie in Rehwildgeschoß unter DK = Gulaschkanone. Das Geschoß ist immer wichtiger als die Patrone. Ich empfehle das Lutz Möller KJG Geschoß wegen seines gestreckten Fluges, dank hoher Geschwindigkeit guter Wirkung,  und dank Hohlspitze schulterstabilisierter schnurgerader Tiefenwirkung auch bei großen Tieren und spitzen Schüssen für Herzschüsse mit kurzen Fluchtstrecken.  Obwohl die Tiroler uns mit 9,3 mm für Reh für völlig bekloppt halten, zeigen Ballistik und Erfahrung, auch aus der 9,3x64 Brenneke auf Reh, wie gut das 9,3 mm KJG algemein auch aus der 9,3x74R eingesetzt werden kann. Wenn Ihnen die Waffe gefällt, der Schaft Ihnen liegt und der Preis wenig schmerzt, dann greifen Sie doch zu.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 23. August 2004,

 

9,3 x 74 R auf Elefant

Hallo Herr Möller,


vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Details zu meinem Elefantenbullen sind folgende: Erlegt im Matetsi Areal mit PH Geoff Broom 1982, 29-Pfünder.  Der mittelgroße Bulle, geschätztes Alter ca. 25 - 30 Jahre kam als Führungstier von 4 gleichwertigen Elefantenbullen, die alle in einer Linie liefen. Der Schuß auf das gehende Tier war breit auf ca. 25 m, tiefer Herzschuß. Da ein beschossener Elefant im Schuß sofort dreht und in die Richtung zurückläuft aus der er gekommen war, erfolgte sofort nach Drehung ein weiterer tiefer Herzschuß. Darauf fing der Elefant an zu rennen. Da ich in der Schußhand schon 2 Ersatzpatronen bereit hatte, ging nachzuladen sehr schnell. Er war inzwischen ca. 25 m gelaufen, der dichte Busch verdeckte mehr als die untere Körperhälfte, sodaß ich praktisch nur den Rücken sehen konnte. Wie mit der Flinte warf ich noch einen flüchtigen Hochblattschuß hin, worauf der Elefant rollierte!

Gleichzeitig wurden wir von den anderen 3 Elefanten angegriffen, die auf weniger als 10 m heranwaren. Wir rannten was das Zeug hielt ca.60 m .Dies ging alles verdammt schnell. Mein junger PH, der direkt neben mir stand, kam nicht zum Schuß auf die Angreifer, der alte Profi Geoff Broom stand ca.40 m hinter uns, jedoch genau in der Linie wie wir auf ihn zuliefen, sodaß er nicht schießen konnte. Unser Glück war, daß uns die Elefanten nur ca. 30 m lang verfolgten. Sie drehten dann ab, gingen zu ihrem toten Kameraden und versuchten diesen wieder aufzuheben. Dies war ein bewegender Anblick. Nach ca. 20 Sekunden eilten sie in die Richtung zurück aus der sie gekommen waren. Da der erste Schuß bereits tödlich war (Herztreffer) ist es müßig zu diskutieren, ob der zweite Schuß (Herz) und der dritte Schuß (Lunge) notwendig waren.2 Kugeln haben wir beim Aufbrechen gefunden.

Waffe: Seitenschloß-Doppelbüchsdrilling Heym 9,3 x 74R 20/76

Munition: Selbstgeladene 19 g VMR von RWS 710 m/sec V0.

Während dieser Safari habe ich mit dieser Waffe neben 2 Büffeln Wasserbock, 2 Zebras, Säbelantilope ca. 15 Warzenschweine, 5 Impala und einige kleinere Tiere erlegt. Besonders nützlich war der Schrotlauf, mit dem ich mehrere Dutzend Perlhühner und Rothühner erlegte. Alle anderen Tiere außer dem Elefant habe ich mit der 19 g TUG laboriert auf 720 m/sec V0 erlegt. Mit dieser Waffe würde ich sofort wieder Großwild jagen. Mein PH meinte, die Schußwirkung sei durchaus mit der .375" H&H vergleichbar! Nach der überweisung werde ich mich nochmals wegen der Mündungsbremse melden.

Gruß Manfred Münch, Sonntag, 2. Januar 2005 21:00
 

Alte Geschichten und Empfehlungen beschäftigten sich vorrangig mit scheren tombakbemantelten Bleigeschossen, die im Ziel teilweise zerplatzen und aufpilzen. Seit Ende 2003 ist mit dem Lutz Möller KJG Geschoß alles anders. Das reibungsarme Führbandvollgeschoß beschleunigt bei geringeren Einpreßkräften schon bei geringerem Druck schneller, läßt sich deutlich höher laden, bietet größere Geschwindigkeiten, flacher Flugbahn für weite Schüsse; die Hohlspitze splittert Masse fort, plattet ohne groß aufzupilzen zum Zylinder ab, dringt deshalb schulterstabilisiert aus jedem beliebigen Trefferwinkel schnurgerade sagenhaft tief ein.

9,3x74R KJG-Ladungen

 

Jagdgeschichte: Auf Sauen # Ein geMöllertes Schwein im Hotzenwald

Hallo Herr Möller,

ich möchte sie nochmals um ihren fachlichen Rat bitten. Ich habe ja schon seit geraumer Zeit 8x68S KJG - Patronen, jedoch warte ich schon 6 Monate auf meine Sauer 202 Alaska in Linksausführung. Die R93, bzw. den Wechsellauf in .300" WSM konnte ich zwischenzeitlich verkaufen. Ich besitze aber noch die R93 in 9,3x62 (Naturalis), die auch noch verkauft werden soll. Da ich ein Freund von Kipplaufwaffen bin, schwebt mir eine Doppelbüchse im Kal. 9,3x74R vor. Die neue Merkel 141 mit 55 cm Läufen würde mir gefallen. Mein Traum wäre zwar die Heym 80B, aber die liegt über meinem Zielpreis.


Die Doppelbüchsen Merkel 141 und 161 basieren auf schlanken 20er Flintenkästen. Sie sind mit 55 cm langen Läufen und 3 kg Gewicht sehr leicht und führig. Die Waffen mit Ejektoren gibt es bis Kaliber 9,3x74R. Schrot-Wechselläufe in Kalibern 28 und .410 sind erhältlich.

Die Großwild-Doppelbüchsen mit Anson-Deeley- oder Seitenschlossen sind nun auch im Kaliber .500 N. E. eingerichtet.
Quelle: Norbert Klups in DJZ

Einsatzgebiet für die Doppelbüchse wären Bewegungsjagden auf Sauen u. Rotwild, sowie evtl. als Alternative zur 8x68S die Jagd in Namibia. Ihre Daten für die 9,3x74R KJG beziehen sich auf 60 cm Läufe, welche Nachteile hätten 55 cm Läufe? Vielen Dank für ihre Mühe!

MfG, Georg Forster, Sonntag, 22. August 2004 12:16

Herr Forster,

die V0 sinkt bei 4,05 g R901 vor dem 9,3 mm Lutz Möller KJG Geschoß von 65 zu 55 cm Lauf von 902 auf 868 m/s ab, die GEE sinkt von 196 auf 188 m. Der Mündungsgasdruck steigt von 500 auf 600 bar. Die Waffe wird lauter. Ich hänge Ihnen die QL-QT-Datenblätter an. Die Ladung mit dem schnellen R901 ist damit für kurze Läufe besser als das Norma 203B geeignet, daß seine Vorteile eher in langen Läufen ausspielt.

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller,

 

9,3x74R auf Büffel

Sehr geehrter Herrn,

Meine Name ist Alexander O. Braakenburg und ich komme aus der Niederlande. Ich mochte gern eine Heym Doppelbüchse (80B) im Kaliber 9,3x74R kaufen. Diese Büchse soll ich für Ansitz und Treibjagd brauchen. Aber, kann man im Afrika ohne Probleme mit solchen Kaliber auf Büffeljagd gehen?

Danke für Ihre Zeit und Entschuldigung für mein Deutsch.

Fr. gr. Alexander O. Braakenburg, Mittwoch, 26. Mai 2004 20:41

Lieber Herr Braakenburg,

danke für Ihre Zuschrift. Ich führe selbst Heym und bin damit zufrieden. Mit der kleineren 8,5x64 war ich trotz falscher Geschosse (zu weich) 3 x auf Bison erfolgeich und der Vorgänger .333" Jeffrey mit 500 Büffeln auch. Ich kann ihnen also versichern, Sie werden mit der 9,3x74R zurechtkommen, wenn Sie die richtigen Geschosse verwenden. Aus den dort erläuterten Gründen empfehle ich Kupferjagdgeschosse. Das oben genannte Geschoß ist für hiesiges Wild. Für Büffel würde ich ein etwas längeres mit größere Tiefenwirkung wählen, das ich gern auf Wunsch herstelle.

Waidmannsheil
Lutz Möller, 27.Mai 2004,

Hallo Herr Möller,

nochmals vielen Dank für die Ladedaten für die 6,5 x 65. Hiermit möchte ich 100 Geschosse 9,3 mm KJG bestellen. Es wäre nett, wenn Sie Ladedaten für Kemira Pulver beilegen oder mailen könnten. Kipplaufwaffe Blaser Bergstutzen LL 60 cm Pulver N140 und N 540.

Mit freundlichem Gruß und Waidmannsheil, Michael Bovenkerk, Montag, 19. Juli 2004 12:00


Hallo Herr Möller,

nachdem ich mit Ihren Kupferjagdgeschossen in der .30-06 sehr gute Erfahrung machte, sprach mich ein Bekannter an, der fragte, ob es KJG auch in o. g. Kaliber gäbe. Laut Ihrer Homepage ist das so. Würden Sie KJG in dem erwähnten Kaliber empfehlen? Wenn ja wie erhält er die KJG, ggf. auch als fertige Patrone? Nebenbei: Durch Ihre Ausführungen über R 93 konnte ich bereits zwei gute bekannte vom Kauf der Waffe abhalten

Waidmannsheil
Stefan Tobollik, Donnerstag, 10. Februar 2005 13:54

Ja, Herr Tobollik,

ich rate sehr zum Lutz Möller KJG Geschoß in den 9,3 mm Patronen, so auch der 9,3 x 74 R. Ihre Bekannter wird die Patron mit dem flotten Flitzer nicht wiedererkennen, besonders mit der R901 Ladung. Er wird mit meinem KJG folgende Voreile gewinnen

Fertige Munition kann er ebenso wie die Geschosse erhalten. Beide sind vorrätig.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 10. Februar 2005,

8 oder 9,3 mm?

Herr Möller,

ein sehr guter Jagdfreund, der das gleiche Modell in 9,3x62 führt hat sich schon entschlossen seine Blaser zu verkaufen. Er liebäugelt jetzt mit einem Bergstutzen im Kal. 9,3x74R / 5,6x52. Wir Jagen hauptsächlich auf Schwarzwild. Können Sie etwas zu der 9,3x74R sagen, ich kenne diese Patrone so gut wie gar nicht.

LM: Die Leistung ist der 9,3x62 vergleichbar. Dort ist die 9,3x74R auch mit erwähnt. Beiden fehlt die von der 8x68S bekannte und geliebte Rasanz. Weite Schüsse entfallen dann. Andere Ratsuchende haben sich kurzentschlossen die Sauer 202 Take down in 8x68S bestellt, wenn der handliche Transport im Vordergrund steht. Ansonsten gibt es noch Sauer 90, Mauser 03 und Steyr-Mannlicher als lange Ausführungen. Die Sauer 202 und gibt es auch als Schlechtwetterausführung. Sauer 202 und Krico 902 sind zerlegbar (Take-down-Ausführung). Die Krico 902 kommt in einem kleinen, gefälligen Koffer.

Vielen Dank im Voraus. Michael Melchert

LM: Gern geschehen, Lutz Möller

Hallo Herr Moeller,

ich stöbere gerade mal wieder auf Ihrer Seite, um mich schlau zu machen. Derzeit führe ich auf Hochwild nur einen alten 8x57 IS Repetierer, muß aber gestehen, daß der noch nicht viel Hochwild sah. Nun bereite ich mich auf eine wirkliche Hochwildjagd in Ungarn vor. Was halten Sie in dem Zusammenhang von der Patrone? Mir ist gerade einen 98`iger in  9,3x62 angeboten bekommen. Der könnte mich reizen. Einige unserer Jäger im Norden führen ihn angeblich als Universalwaffe und selbst auf Rehwild mit Erfolg. Wie sind Ihre Versuche mit dem Kaliber ausgegangen? Zufrieden? Schlägt es sehr?

Gruß und Waidmannsheil, Volker Timmer
 

Moin in den Norden, Herr Timmer,

Patrone Kaliber Fläche Geschoß v0 BC Masse Flächenlast
8x57IS 8,22 mm 0,53 cm² CDP 830 0,362 11,7 g 24 g/cm²
8x68S 8,22 mm 0,53 cm² TOG 870 0,41 14,25g 27 g/cm²
9,3x62 9,28 mm 0,68 cm² Mega 750 0,338 18,5 g 27 g/cm²

der Nachteil der 9,3x62 ist die fehlende Rasanz. Damit können Sie nicht gut weit schießen.  Mir schlägt in leichten Waffen die 9,3x62 Patrone mit schweren 19g Geschossen zu sehr, um damit entspannt üben zu können. So die Hälfte mehr Rückstoß als ihre 12,7g 8x57IS dürfen Sie erwarten. Mein Freund Jukka war mit der 9,3x62 mit Lapua Mega Geschoß in Afrika zufrieden. Hochwildtauglich bis zum Abwinken ist die Patron alle mal.

Schwierig sind damit die Rehemit dicken BLeigeschossen zu erlegen. Um die sicher mit kurzer Flucht bei Kammerschuß am Anschuß oder zumindest in dessen Nähe zu halten, ist die 9,3x62 Patrone damit zu langsam, siehe Rehwildgeschoß. MIt KJG geht es.

Um damit in Ungarn Sauen und Hirsch zu schießen, ist die bestimmt gut genug. Aber ist sie so viel besser als die 8x57IS? Vergleichen wir mal die typische Flächenlast rechts in der Tafel, dann sehen Sie, daß die 9,3x62 auch kein Wunder vollbringt. Es fragt sich also, ob der Aufwand lohnt. Lohnen würde er sich bei Knochentreffern großer Tiere auf das Schultergelenk, wenn Sie viel zu knacken und zu bewegen haben. Mit einer 8x68S ist das mit dem 8 mm KJG genauso möglich. Dabei schießt die 8x68S die Geschosse aber schneller und mit größerem BC auch flacher, sprich rasanter. Leichteren Geschosse bringt die 8x68S richtig flott auf die Reise. Die Patrone tritt zwar auch, läßt sich aber hervorragend bremsen. Damit schießt sich sich als die angenehmste von den dreien.  Für mich ist die olle 9,3x62 mit Bleibatzen eine Bummelpatrone. Wenn 9,3 mm, dann 9,3 x 64 Brenneke oder 9,3 x 70 DWM. Manch Jäger sagt ja ,,Viel hilft viel!“ und meint damit Kaliber, aber solche Schlaumeier vergessen das die Länge die Tiefenwirkung bringt, nicht die Breite. Nach wie vor gilt

Länge läuft

Breite bremst

Größer Kaliber sind nur dann erforderlich, wenn der Drall eine gewisse Länge nicht mehr stabilisieren kann. An Ihrer Stelle würde ich mir wohl überlegen, ob die Anschaffung sein muß. Wenn Sie Geld genug, Platz im Schrank  und Spaß an dem Ding haben - bitte sehr. Aber um in Ungarn zu jagen, muß die nicht sein. Daß können Sie mit ihrem 8x57IS genauso. Möchten Sie sich dagegen in der Reichweite einen Sprung noch leisten, wäre eine 8x68S die bessere Wahl. Damit jagen Sie mit meinem KJG auch erfolgreich Kaffernbüffel.

Waidmannsheil
Lutz Möller

Langsames Nosler Partition wirkt nicht, .500" Jeffrey dringt nicht ein

Sehr geehrter Herr Lutz Möller !

Ein Jagdfreund machte mich auf Ihre Seiten aufmerksam. Sehr interessant, Ihre Seiten; ich habe zwar noch nicht alles gelesen; aber demnächst . . . Mein Name ist „gelöscht“. Ich bin xy Jahre alt, seit xy aktiver Jäger im In- u. Ausland, seit xy Jahren Wiederlader. Da hat sich eine Menge Erfahrung angesammelt. Ich las auch über Ihr „Kupfer-Jagd-Geschoß”.

Ich hätte da eine spezielle Frage: Ich führe u. a. eine Ferlacher (Steiring-Düsel) Bockbüchse im Kal.: 9,3 x 74 R. Ich verlade dafür, weil ich in allen anderen Kalibern beste Ergebnisse habe, das 16 g Nosler Partition Geschoß, das seit einiger Zeit auf dem Markt zu erhalten ist. Geladen sind die Patronen mit 3,82 g  RWS-Pulver 903, gemessene V5 = (nur!) 635 m/s.  In dieser Laborierung schießen beide Läufe hervorragend zusammen und der Umschaltmechanismus für den Einabzug funktioniert 100 %; bei schwächeren Ladungen schaltet der Umschalthebel nicht um, da der Rückstoß nicht ausreicht.

Alles Wild, vom 15 kg Schwarzwild an bis ca. 70 kg schwerem Rotwild läuft selbst mit guten Schüssen noch weit. Die Fluchtstrecken liegen so zwischen 40 und 100 mtr! Einschüsse sind kalibergroß, Ausschüsse nicht größer als 1 Ein-Markstück. 

Haben Sie eine Erklärung dafür, daß sonst das Nosler Partition aus anderen Patrone gut, aber aus der 9,3 x 74 R schlecht wirkt?

Ich führe sonst noch:

Könnte es sein, daß die Geschwindigkeit von 635 m/s für Nosler Partition Geschosse zu langsam ist und das Geschoß nicht richtig „öffnet”? Ich fand nie einen Geschoßrest, da ich immer Ausschuß hatte.

LM: In Zielwirkung 1 ist der Staudruck für verschieden Geschwindigkeiten angegeben. Er steigt mit dem Quadrat der Zielgeschwindigkeit. 635 m/s sind besser Kurzwaffengeschwindigkeit. Reine Bleigeschosse beginnen erst so ab 400 m/s abzuplatten. Runde Mantelgeschosse beginnen erst ab 500 m/s sich zu verformen. Das 16 g Nosler Partition Geschoß ist mit (nur!) 635 m/s schlicht zu langsam, um erhebliche Wundwirkung zu zeigen oder kurze Fluchtstrecken zu gewähren! As dem Grunde ist das 9,3 mm KJG nur 12 g schwer, mit Hohlspitze versehen, wird auf über 900 m/s aus der 9,3 x 74 R hochgeladen, wirkt dann hinreichend. Die an der Spitze auftretenden Kräfte sind bei 850 m/s bereits doppelt so groß wie bei 600 m/s. Geschosse für sehr langsame Geschwindigkeiten müssen anders, als für hohe Geschwindigkeiten gebaut werden. KJG-Vertreter für langsame Zielgeschwindigkeiten finden Sie für die .458" Winchester Magnum  oder 10,3 x 60R. KJG für hohe Geschwindigkeiten finden Sie bei 6,5 x 65, 7 x 64 oder 8x68S, die alle ihren Büffel quer durchschießen würden.

JW: Das umgekehrte ergab meine .500" Jeffrey mit 32,4 g Woodleighgeschossen. Die Geschosse zerplatzten beim Auftreffen auf das Schulterblatt eines afrikanischen Büffels. Die Geschoßreste wogen nur noch ca. 50 % und durchmaßen etwa 35 mm. →

LM: Obige Angaben bewirken nur magere 11 cm Tiefenwirkung!

JW: Daraufhin fertigte mir Degol in Belgien Geschosse, die 2,4 mm Tombak-Wandstärke hatten. Das Blei war mit Antimon gehärtet und mit dem Mantel verlötet. Ergebnis: Restgewicht: 96 %, Geschoßrestdurchmesser ca. 23 mm. → Büffel lagen im Knall, waren aber noch nicht verendet, sondern benötigten noch einen Fangschuß auf den Träger. übrigens gibt es mit Teilmantelgeschossen keine Patrone, die beim Büffel Ausschuß ergibt. Vollmantel oder Monolith-Geschosse können das wohl.

LM: Ihre vorstehenden Angaben, Geschoß zu 31 g  mit 23 mm Ø und 700 m/s Vz → 62 cm Tiefenwirkung!

Ich würde mich sehr freuen, zum obigen 9,3 x 74R-Problem eine Antwort von Ihnen zu erhalten.

Mit herzlichen Grüßen und Waidmannsheil, gez. „gelöscht“, Donnerstag, 15. Juli 2004 14:44

Herr „gelöscht“,

Ihre Erfahrungen deutlich unterschiedlicher Ziel- und Wundwirkung des gleichen, an sich nicht schlechten Geschosses, erklären sich aus den sehr unterschiedlichen Zielgeschwindigkeiten. Geschosse für breitbandigen Einsatz zu bauen ist nicht einfach und die Physik (Staudruck, Scherfestigkeit) setzt dem Erfolg gewisse Grenzen. Mit 635 m/s V0 und entsprechend geringer Vz bei noch unter 600 m/s dürfen Sie nicht mehr so viel Wirkung erwarten.

Ich empfehle das 9,3 mm 16 g Nosler Partition aus der 9,3x74R mit der langsamen Ladung nicht mehr zu verwenden. Dabei kann ich Ihre Ergebnisse mit QuickLoad nicht annähernd nachvollziehen. Könnte es sein, daß Sie statt 3,82 g R903, die vor 16g Geschoß aus 60 cm Lauf etwa 740 m/s ergeben sollten, ein langsameres Pulver wie R904 geladen haben. Nur dann würde sich in etwa ihre gemessenen 635 m/s ergeben. QL sagt 662 m/s. Zunächst sollten Sie also Ihre  langsamen Patronen entladen und mit dem richtigen Pulver neu stopfen, z. B. 4 g R903 um mit dem 16 g NP etwa 774 m/s V0 zu ereichen. Dann ändert sich auch die Wirkung wieder zum Guten.

Wenn Sie sich etwas wirklich Gutes gönnen wollen, wechseln Sie auf das 9,3 mm Lutz Möller KJG Geschoß mit über 900 m/s und all Ihre jagdlichen Aufgaben werden zufriedenstellend gelöst.

Waidmannsheil nach „gelöscht“ Lutz Möller, den 29. Juni 2004,

 

Lieber Herr Möller,

haben Sie vielen Dank für Ihre Antwort.

den Mannlicher Stutzen habe ich ja bereits Der kurze Lauf ist 51 cm lang. Ihn will ich zukünftig für Drückjagden auf Sauen nehmen. Nachts ist mir das Mündungsfeuer zu stark. Mir schwebt hier eine änderung zu einer langläufigeren Büchse mit rasantem Geschoß vor.

Meinen Drilling mit 7 x 65 R belasse ich vorläufig bei Werksmunition, die ich erst einmal verbrauchen muß. Fürs Wiederladen mit KJG fehlten ja damals die Hülsen. Für den Nachtansitz auf Sauen (ca. 30-80 m) möchte ich zukünftig wegen der auch vorkommenden Füchse eine Bockbüchsflinte führen. Das Kugelkaliber soll 9,3x74R sein. Der Grund für die Wahl dieses Kalibers ist, nach den Erfahrungen der hiesigen Jäger sollen die Fluchtstrecken mit Werksmunition in diesem Kaliber gleich Null oder sehr kurz sein; einen guten tödlichen Kammertreffer vorausgesetzt. Denn längere Nachsuchen sind hier im hessischen Bergland mit dichten Dickungen und Gestrüpp nachts sehr lästig. Der zweite Grund für dieses Kaliber ist, daß es nun ein KJG hierfür gibt und ich bei Bedarf auf das rasanteres KJGeschoß für eine größere Wildartenbreite und offenere Landschaften wechseln kann.

Nun noch kurz meine Fragen:

  1. Haben die gewerblichen Wiederlader das KJG für 9,3x74R oder ist es bei Ihnen erhältlich?

    LM: Ja, siehe Kupferjagdmunition!
     

  2. Wie lang sollte der Kugellauf im Kaliber 9,3x74R sein und welches Pulver wäre zu verwenden, um das nachts blendende Mündungsfeuer zu vermeiden bzw. weitestgehend zu vermindern?

    LM: In Stutzenlauf lesen Sie,  die kleineren 9,3 mm mm Patronen kommen gut mir kürzerern Läufen zurecht. Die 74er Randpatrone arbeitet mit5 etwas weniger Druck, als die 62er Patrone für Repetierer. 60 cm langen für die 9,3x74R aus.
     

  3. a) für Geschosse der Werkspatronen (HMK oder TMR, TMF würde ich vorziehen), falls ich die Patronen vom gewerblichen Wiederlader herstellen lasse?

    LM: Die schwereren Werksladungen benötigen ob Ihrer langsamen Pulver grundsätzlich eher länger Laufe.

    b) für das KJG ?

    LM: Das leichtere KJG verlangst nach schnelleren Pulvern (z. B. R 901), die sich für gleichen Abbrand wiederum mit weniger Lauflänge zufrieden geben!

    Dazu meine laienhafte Frage: Kann man eine Relation Pulverbrandzeit - Kaliber - Lauflänge berechnen, um anhand der Daten die Materialien so zu wählen, um Mündungsfeuer vermeiden zu können?

    LM: Ja. nehmen Sie dafür QuickLoad! Oder die Dunkle Kraft

    Angeboten werden in den Katalogen BBF mit freischwingenden 60 cm langen Läufen. Ein längerer Lauf bis etwa 65 cm ist für mich in der Kanzel kein Problem. „Freischwingend“ wegen der schneller möglichen Schußfolge beim übungsschießen und des weniger zeitaufwendigen Einschießens beim Geschoß- bzw. Laborierungswechsel, müßte aber nicht unbedingt sein.

    LM: Verlötete Läufe sind für das reibungsarme Führbandvollgeschoß KJG keine Schwierigkeit, da dank mangelnder Reibungshitze die Läufe verhältnismäßig kühl bleiben und Sie meist gleichbleibend gut treffen. Verlötete Laufbündel sind widerstandsfähiger, weniger anfällig!

    3) Können Sie schon eine Beurteilung über Materialeinfluß der Geschoßlegierung auf das Laufinnere (Erosion) und die Ziel- oder Wundballistik des neuen RWS - Geschosses Bionic abgeben oder auf eine kritische Bewertung verweisen? Die Messinglegierung des Bionic-Gechosses soll angeblich die Oberfläche des Laufinneren weniger belasten als Kupfer.

    LM: Das RWS Bionic aus Tombak und Messing ist eben kein reibungsarmes Führbandvollgeschoß, daher verschmutzen die Läufe mehr als beim KJG oder herkömmliche bematelte Bleigeschosse.

Für eine Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
H. Stegmann, 8. September 2005

 

9,3x74R Kippblockladungen

Guten Abend, bester Herr Möller,

Bei Ihrer Tabelle : 9,3 x 74 R KJG - Ladungen hat sich meines Erachtens ein Fehler eingeschlichen. Nach Brömels QLOAD V. 3.1

Frage: Könnte man das Kal 9,3x74R in der Kipplaufbüchse K95 (Kippblockverschluß) von Blaser ( soll lt. Blaser über 5.000 bar aushalten) auch höher laden, als die erlaubten 3.400 bar, oder hält das die Hülse nicht aus?

Für eine gelegentliche Antwort wäre ich dankbar.

MfG, Hartmut Schmidt, Freitag, 30. September 2005

Tag Herr Schmidt!

Warnung! Der Suhler Simson-Kippblockverschluß, heute bei Scheiring und Blaser in der Kipplaufbüchse K95 wohl der stärkste Verschluß für Kipplaufwaffen, den es derzeit gibt. Er ist gut  und sicher, fordert allerdings einiges vom Hersteller an Genauigkeit ein. Beide können das. Wichtig ist nicht nur der Druck, sondern auch die Stoßbodenkraft. Die K95 gibt es auch in 7 mm Rem. Mag., .300" Win. Mag., .300" Weath. Mag., und 8x68 S, der deutschen Magnum. Sofern der Verschluß der gleiche, wie bei der 9,3x74 R, ist (das muß geprüft werden),  verhalten sich die Stoßbodenkräfte wie folgt:

Patrone P1Ø
[mm]
Fläche
[cm²]
Druck
[bar]
Prüfdruck
[bar]
Kraft
[kp]
Verhältnis
[-]
möglicher Druck
[bar]
8x68S 13,33 1,4 4.400 5.720 6.140 100% 4.400
9,3x74R 11,90 1,1 3.400 4.420 3.781 62% 5.521

Zunächst mal hat also eine K95 in 9,3x74R 4.420 bar Prüfdruck einige Male ohne merkliche Schäden überstanden. Das ermutigt. Die deutsche Magnum 8 x 68S kommt mit 4.440 bar, 13, 3 mm Durchmesser mit gut 6 Tonnen Kraft daher. Wollte die mit 11,9 mm dünnere 9,3x74R dieselbe Kraft auf den Verschluß bringen, müßten 5.720 bar Druck anliegen, um dieselbe Stoßbodenkraft aufzubringen, den Verschluß also gleich zu belasten. Das würde die Hülse aber nicht mögen. Sie würde dann vermutlich schwer auszuzeihen. Außerdem muß bedacht werden, das Hitze den Druck erheblich steigern kann. Also sollte man nicht bis an die Zerreißgrenze gehen, sondern einen vernünftigen Abstand halten. Fas jede Hülse hält wiederholt 4.200 - 4.500 bar aus. Das ist auch der Grund, aus dem die meisten neueren Patronen solche für solche Drücke ausgelegt sind. Höhere Drücke steigern die Wirtschaftlichkeit, fördern den Abbrand und senken die Geschwindigkeitsschwankungen. Wie wir sahen, kann die K95 (sofern der Verschluß für die 9,3x74R der gleiche, wie für die 8x68S ist, prüfe) gut 6 Tonnen halten. Das langt dicke! Ich würde für ein flotte 9,3x74R KJG Ladung nur in der K95 (nicht in anderen Kipplaufwaffen) also 4.400 ins Auge fassen. Das entspricht zufällig dem Prüfdruck, den die K95 bereits ausgehalten hat. Dann ergäben sich folgende Möglichkeiten

9,3 mm Lutz Möller KJG Geschoß; 30,8 mm lang; 12 g schwer; 2 g Splittern; BC 0,402
für 94 mm lange  9,3 x 74 R Patrone 61 cm Lauf, GEE 209 m; ± 5 cm Reichweite 243  m
 

Pulver Masse
[g]
Dichte
[%]
Druck [bar] Umsatz
[%]
V0
[m/s]
Bemerkung
höchst vorn
Norma 200 4,04 94,0 4.390 498 100,0 941
PCL 508 4,42 96,1 4.391 556 99,98 960 empfohlen
PCL 507 4,48 99,9 3.956 569 98,54 935
Vectan SP 10 4,41 96,0 4.397 557 99,98 960
Rottweil 901 4,20 100,5 3.993 548 99,78 931
Vihtavuori N130 4,12 99,1 4.408 481 100,0 929
Flugbahn
Weite [m] 0 50 100 150 200 250 300
Schnelle [m/s] 960 920 880 842 805 766 726
Bahn [cm] -4,5 +1,5 +4,7 +4,6 +1,0 -6,2 -17,5
Winddrift [cm] 0 0,5 2,0 4,7 8,7 13,9 20,3
Leistungen
Fleisch [cm] 80 79 77 75 73 71 68
Knochen [cm] 15 15 14 13 12 12 11

Die in der K95 hochgeladene 9,3x74 langt also gut 20 m weiter aus. Die Waffe vertragt das locker. Nur die geeignetenPulver werden weniger. Norma 200 ist sicher das Beste, aber PCL deutlich günstiger und als doppelbasiges Pulver in dem Geschwindigkeitsbereich leistungsfähiger. Für Präzision würde ich Norma wählen, für schiere Leistung PCl 508. Je nach Land gelten auch gewisse Druckgrenzen, die ich nicht weiter erwähne. Darum soll sich jeder in seinem Lande selber kümmern, denn nicht alle Länder in denen Deutsch gesprochen wird, sind in der CIP. Gottseidank!

Waidmannsheil, Lutz Möller, 30.September 2005,

Bester Herr Möller,

Vielen herzlichen Dank für Ihre "blitzartigen" Ausführungen, jetzt sehe ich klarer!!

Werde Blaser kontaktieren, ob der "gleiche" Kippblockverschluß für alle angebotenen Kaliber ( also auch 8x68S) gilt. Werde Ihnen dann kurz berichten, da diese Information Sie evtl. auch interessiert.

Vielen Dank, H. Schmidt


Ferry from Stockholm leaves 20.10 on 06-01-12

I have been hunting. Got a beutiful roebuck. Running full speed with Zigge chasing barking at the top of his loungs for 30 minutes. Great hunting. 9,3 x 74 R didn´t nock him down immidedately. Perfekt rifle shot in center of lungs, ran 70 m. You should visit me during the winter and hunt.

Svante, Samstag, 19. November 2005 17:34

 

18,5 g Nosler Partition

Hallo Herr Möller,

ich habe lange nichts von mir hören lassen, trotzdem möchte ich es nicht versäumen Ihnen frohe Weihnacht und ein erfolgreiches gesundes Jahr 2006 zu wünschen!

In diesem Zusammenhang hänge ich noch gleich die Abschußberichte der Drückjagdsaison 2005 an (LM: Siehe Jagdgeschichten) : Die 9,3x74R KJG setzte ich noch nicht ein, da ich die Patronen erst während der laufenden Saison bekommen habe und noch keine Möglichkeit diese zu überprüfen bzw. Schußbilder zu ermitteln hatte. Dafür habe ich ja jetzt genügend Zeit, es sei denn es geht noch im Frühjahr nach Südafrika, dann muß ich mich schon wieder beeilen. Die Saison wurde erstmals, da ich die Waffe auch erst im Herbst bekommen habe mit den erst besten Laborierung bestritten: 9,3x74R 18,5 g Nosler Partition aus einer Blaser S2 Doppelbüchse; in Kurzform die Ergebnisse:

Rotspießer, 65 kg aufgebrochen ohne Haupt; Schußentfernung 40 m flüchtig; Treffer tiefst in die Kammer, fällt im Feuer - keine Wildpretentwertung.

Rothirsch, gerader Achter, 73 kg aufgebrochen ohne Haupt; Schußentfernung 110 m unruhig aber stehend; Treffer mitten in die Kammer, fällt ebenfalls im Feuer - geringste Wildpretverluste um den Ausschuß

überläufer ♀, 65 kg aufgebrochen; Schußentfernung 75 m mäßig flüchtig; Treffer miserabel kurz vor den Keulen durch das Gescheide, nach 10 min erblickte ich das kranke Stück wieder: Tellerschuß auf ca. 100 m, zum Glück blieb das Stück auf einem Weg stehen! Trotz des miserablen Schusses kaum bis keine Wilpretverluste auch nicht durch „Grünes“. Anmerkung: Die Sau zeigte im ersten Schuß keinerlei Schußzeichen und flüchtet mit den beiden anderen ins nächste Dickicht.

Fünfjähriger Keiler, 121 kg aufgebrochen; Schußentfernung 30 m, verhoffend; Treffer unter dem Teller, Sau verendete im Schuß. Wildpretverlust? Die Chronologie: Der starke Keiler wechselt mich bei erbärmlichen Schneetreiben und Sturm laufkrank an und ich gab ihm den Rest, um ihn von seinen Leiden zu erlösen. Keiler waren freigegeben waren, allerdings ab 2 Jahren nur gegen Jagdbetriebskosten. Seine Waffen waren 24 cm lang, (95 mm Waffen waren außerhalb des Kiefers waren zu messen). Der bzw. die Laufschüsse waren durch beide Hinterläufe nicht weit unterhalb der Knie. Nach der Jagd am Streckenplatz die Frage nach dem Schützen .... unbeantwortet, Sauerei im wahrsten Sinne des Wortes. Alle haben nur auf überläufer oder Frischlinge gejagt, man muß nicht erwähnen wie groß ein Schwein von 121 kg wohl ist, mir kam es wie ein kleines Pony vor. Wie auch immer, so geht das nicht, vielleicht müssen da auch die Forstverwaltungen mal drüber nachdenken, ob es nicht egal ist auf einer Drückjagd eventuell auf das Honorar zu verzichten, der Kreatur zum Wohle, denn mein Nachbar hat sich trotz erkannter Verletzung der Sau nicht getraut zu schießen, da er die Rechnung von ca. 1.500 € fürchtete.

Noch Ricke und Kitz; beide auf ca. 40 m mit geringer Flucht von ca. 15 m verendet. Bei der Ricke keine nennenswerten Verluste. Das Kitz allerdings bei mäßigem Schuß leicht schräg durch die Blätter, doch erheblich zerstört und auch große Wildpretverluste.
 

Gruß, Stephan Heckeroth, 23.Dezember 2005

 

BBF 95 und Wärmeklettern

Sehr geehrter Hr. Möller,

ich habe mir in den letzten Tagen eine Blaser BBF 95 im Kal. 12/70 und 9,3 x 74 R zugelegt (noch ohne Glas). Derzeit bin ich insofern auf der Suche nach einem geeigneten Geschoß bzw. nach einer geeigneten Patrone (vorwiegend auf Sauen). Bei dieser Gelegenheit bin ich auch auf das KJG gestoßen, wobei mich die Argumente - zunächst auf dem Papier - durchaus überzeugt haben.

Die Frage, die sich mir stellt ist: Wo kann ich fertige Patronen mit dem 12 g KJG beziehen. Für’s erste würden mir ca. 50 Schuß sicherlich reichen. Wenn Sie einen Bezugsnachweis haben, wäre ich Ihnen dankbar.

Beste Grüße, Dr. M. Vogler, Mittwoch, 28. Dezember 2005 08:16

Guten Morgen Dr.Vogler,

die 9,3 x 74 R KJG Ladungen überzeugen durch ihre gestreckte Flugbahn mit 196 m GEE mit 226  m ± 5 cm Reichweite ebenso wie dank unerhört höher Geschwindigkeit durch den geringen Vorhaltewinkel als Drückjagdpatrone auf bewegtes Wild und vergleichsweise große Tiefenwirkung dank hoher Flächenlast im Ziel und vollkommener Schulterstabilisierung, siehe z. B. Zerstörersau, von der die beiden folgenden Geschoßrestbilder stammen

 


Die beiden obern 9,3 mm Zerstörer - Bilder zeigen den streifen Einfall anhand unterschiedlicher Auskragung
Schön ist auch die vollkommene Gasdichtung der Führbänder zu erkennen 

Viele weitere 9,3 mm Zerstörer Geschichten finden sich in mit der 9,3 x 62 in Jagdgeschichten und mit der 9,3 x64 in Afrika 2005.

Im Dezember 2005 strecke Uwe  mit der 9,3 x64 mit dem 9,3 mm KJG Zerstörer breit durchs Zwerchfell eine 65 kg Bache. Das Schwein fiele im Knall!

KJG in 9,3x62

9,3x74R mit KJG und leichter Krempe

 

Gerade bei den 9,3 mm Patronen ist der Unterschied zu herkömmlicher Bleimunition besonders stark zu spüren, da das 9,3 mm KJG mit 12 g deutlich leichter, als die üblichen 18 - 19 g sind, der Rückstoß also deutlich schwächer ausfällt und sich die Waffen entsprechend angenehmer schießen. Bei mehrläufigen Kipplaufwaffen kommt noch hinzu, daß das Lutz Möller KJG Geschoß als reibungsarmes Führbandvollgeschoß das Laufbündel kaum erwärmt, die Genauigkeit also kaum durch Wärmeklettern gestört wird. Ich schoß letztens eine alte Mauser in 7x64 mit der ich in Fünferreihen enge Streukreise schoß, aber die flott hintereinander geschossen dritte Reihe lag bereits 2 cm höher als  die erste. Das sich erhitzende Patronelager und die sich damit erhitzende Munition verursachte dieses Wärmeklettern. Jagdgewehre müssen nicht 15 Schuß hintereinander präzise abgeben. 1 oder 2 Schuß langen meist. Aber bei mehrläufigen Kipplaufwaffen liegen die Läufe nicht frei, so daß selbst bei nichtverlötetem Laufbündel (für meinen Geschmack zu windig! = wenig widerstandsfähig) unterschiedliche Wärmeabstrahlung und -leitung die Läufe verzieht. Auf der Jagd bei 1 oder 2 Schüssen mag das nicht stören, beim Einschießen schon. Ich empfehle Ihnen also dringend Ihre neun Bockbüchsflinte in Ruhe mit viel Zeit und ganz langsam einzuschießen. Sie müssen die unbedingt nur kalt schießen. Das heißt, Sie warten so lange zwischen den einzelnen Schüssen, bis Sie mit der Hand kein nennenswerte Erwärmung mehr fühlen. Ansonsten verfälscht das Wärmeklettern die Ergebnisse.

Als Zielfernrohr prüfen Sie mal, ob Ihnen Schmidt & Benders Flashdot zusagt. Ich finde das Klasse!

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Norma

Hallo Herr Möller,

ich habe eine BBF der Marke Churchill im Kaliber 9,3 x 74 R und 12/70, die schon ihr Gewicht auf die Wage bringt. Meine Jagdstrecke sind 90% Reh und Sau und auf Drückjagden hin und wieder Rot- oder Damwild. Das Revier ist ein gemischtes Wald-Feld-Revier so das Nah- und Weitschüsse die Regel sind.

Bisher habe ich das  9,3 x 74 R von Norma mit 18,5 g geschossen und war auch meistens zufrieden. Da die Munition nun fast alle und auch sehr teuer ist, wollte ich Sie um Rat fragen.

Welches Geschoß ist für meine Bedürfnisse angebracht und was kostet es?

Beste Grüße, Stefan Völker, Donnerstag, 29. Dezember 2005 08:57

 

Tag Herr Völker,

umsonst ist das Tod also nicht!

In unserem Falle kostet er das Leben, bei unserer Beute uns immerhin die Munition. Dafür gewinnen wir Beute, die uns für den Aufwand reichlich entschädigt. Dabei wenden wir rund um die Jagd viel mehr Zeit, Mühe und Kosten als nur für Munition auf. Schon die Fahrtkosten ins Revier überschreitet bei vielen Jägern die Munitionskosten um mehrere Größenordnungen, da nicht jeder Jagdtag auch Fangtag ist. Aus dem Grunde ist vernünftig zu fragen, welche Munition möglichst viel Jagdtage in Beutetage zu verwandeln beiträgt, das Wild schnell zur Strecke kommen läßt und bei guter Wirkung, siehe Wundwirkung und Wirkungsquerschnitt, vom getroffene Wild auch noch möglichst viel heil läßt, eben keine kaputten Rehe erzeugt.

Ihre gemischtes Revier mit Nah- und Weitschüssen, Reh und Schwein stellt herkömmliche Bleigeschosse, auch solche von Norma, vor unlösbare Aufgaben, wenn Sie zeitgemäße Anforderung stellen, sich also das heute Mögliche suchen, statt sich mit den Grenzen von gestern zu beschäftigen. Ein Blick auf die Norma Webseite zeigt und Die V0 der Norma 18 g Bleigeschosse mit 720 m/s an. Den Oryx-BC gibt Norma mit 0,33 an. Den Alaska und Plastspitze mit 0,365. Ich vergleiche mit dem 9,3 mm Lutz Möller KJG Geschoß und dessen Ladung bei BC 0,387 (trotz weniger Masse) mit 888 m/s, also 168 m/s schneller. Mit der allgegenwärtigen, niederziehenden Schwerkraft im Hinterkopf und dem Wissen, größerer BC bedeutet, das Geschoß behält in Luft gegen den Wind länger seine Geschwindigkeit bei, werden Sie schon ahnen, zwischen den alten, schweren Norma Bleigeschossen und dem neuen, leichten, schlanken Lutz Möller KJG Geschoß kluften gewaltige Unterschiede.

Die Flugbahnen sehen im Vergleich so aus:

  Geschoß Masse
[g]
Anfangs-druck
[bar]
Lauf-
länge
[mm]
V0
[m/s]
GEE
[m]
± 5 cm
Reichweite
[m]
Reich-
weiten-
verlust
[m]
V300
[m/s]
Bahn300
[cm]
9,3 x 74 R KJG 12,0 150 610 888 195 226 0 692 -24,9
Alaska 18,5 250 610 720 159 184 -42 514 -52,9
Oryx 18,5 250 610 720 158 183 -43 497 -55,3

Dank geringerer Masse fällt der Rückstoß beim KJG etwa ein drittel geringer als bei den 18,5 g schweren Norma-Bleibatzen aus. So schießen Sie angenehmer und treffen besser! Kein Mucken mehr!

Das Lutz Möller KJG Geschoß ist inzwischen ausgereift, siehe Geschichte. Seine Vorzüge, gerade in einer mehrläufigen Kipplaufwaffe, sind im vorigen Absatz BBF 95 und Wärmeklettern beschrieben. Damit dürfte klar sein, daß ich Ihnen gerade für die sonst schwierige, aber mit 18,5 g Normageschossen nicht zu lösenden Aufgabe nah + weit + klein + groß = leistungsfähiges Einheitsgeschoß nur das Lutz Möller KJG Geschoß empfehlen kann.

Im Vergleich zu Norma gewinnen Sie über 40 m mehr Reichweite, die Sie Fleck anhalten und binnen ± 5 cm treffen, also in den sprichwörtlichen Bierfilz. So groß ist jedes Ziel bei Reh und Schwein. Ich kann mir als wirklich nicht vorstellen, wie Sie mit der alten Norma „Bummeltante“ bislang „Weitschüsse“  hinbekamen, oder wie weit das gewesen sein soll. Klar ist, mit dem 9,3 mm KJG und bald 200 m GEE können Sie ohne artilleristische Kenntnisse, oder ohne sich eine Schußtafel im Kopfe zu vergegenwärtigen, soweit Sie das Wild einigermaßen erkennen („ansprechen“) können bedenkenlos ohne Sorge hinlangen und strecken. Das ist doch was! oder?

Dabei bleiben die Rehe heil.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Danke für die schnelle Antwort, Herr Möller,

mit weit meinte ich max. 150 m und das hat eigentlich auch immer geklappt. Nach Ihrem Ballistikdiagram müßte das KJG in der Nähe, ohne höher ins Ziel gehen zu müssen, im Leben sitzen. übrigens meinte ich mit Nahschüssen durchaus Entfernungen von nur 15 Schritt, wie letzte Nacht, da schoß ich an der Kirrung auf 15 Schritt einen Frischling, mit der Norma weil im Flintenlauf eine 3,2 mm Schrot war.

Noch eine Frage, ist das KJG bei Hindernissen (Gras kleine Zweige) auch unempfindlich und wie ist es mit der Windabtrift?

Gruß, Stefan Völker, Donnerstag, 29. Dezember 2005 13:45


Treffpunktlage

Hallo Herr Möller,

Ich schoß heute zum ersten Mal mit den KJG auf dem Stand geschossen, 100 m:

.30-06 lud ich Ihrem Ladevorschlag gemäß mit  3,34 g R 901 und 9 g 30-06-KJG. Die Ergebnisse waren o. k.

Die Waffe schießt mit eigengeladener TIG (R903) zusammen und mit 6 g VM-übungsladung vor 1,87 g N110 Klasse. Ich werde die KJG jetzt im Revier ausprobieren.

LM: Lieber Herr Höfer, schauen Sie sich bitte das an. Ich rate sehr von halbvollen Hülsen mit lebhaftem Pulver ab. Die Chance sich gelegentlich in die Luft zu sprengen ist zu groß, als sich darum nicht zu sorgen. Ich rate sehr nur Ladungen mit vollgestopften Hülsen zu verwenden. Nur so können Sie gefährliche überladungen sicher ausschließen!

9,3x74R aus Drilling (Mitte ZF Seelenachse Lauf 7 cm) ebenfalls mit R901 und 9,3 mm 12g KJG. Das KJG schießt bei 3 cm Streuung bei 3 Schuß 33 cm höher als eigengeladenes DK und TUG mit R903. Da mein .222" Einstecklauf gut mit den letzten beiden Ladungen zusammenschießt und ich den nicht verstellen wollte (zuwenig Munition dabei), habe ich erst einmal aufgehört. Ich frage: Ist eine solch großer Unterschied in der Treffpunktlage normal, oder mache ich etwas falsch? Ich bedanke mich für Ihre Antwort im Voraus

Mit Waidmannsheil, Jochen Höfer, Samstag, 18. Februar 2006 12:42

Lieber Herr Höfer,

die Geschoßbeschleunigung beugt den Lauf, der darauf hin zu schwingen beginnt. Die Schwingungen kehren mehrfach schneller wieder, als die Anregung dauert. Näheres siehe unter Gewehrlauf und Ladungsleiter. Da jede abgefeuerte Patrone die Schwingungen waffenabhängig anregt, kann niemand vorhersagen, wie sich bei geänderte Munition die  Treffpunktlage ändert. In jedem Falle muß bei geänderter Munition die Treffpunktlage überprüft werden und die Zieleinrichtung angepaßt werden (oder der Einstecklauf). Da Sie nun mit dem Lutz Möller KJG Geschoß aus Ihrer 9,3x74R über ein Geschoß verfügen, mit demsi alles trecken können, benötigen si eigentlich Ihren Einstecklauf nicht mehr. Was soll der besser können, als Ihre richtige Kugel?

Waidmannsheil, Lutz Möller.

Bleifrei

Hallo Herr Möller,

durch Zufall bin ich auf die Seite über 10,75x68 gelangt.

Ich als Jäger führe im Wald eine BBF 9,3x74R und auf dem Feld eine.30-06. im 98 System. Beide lade ich mit Norma PPC (10g+15g). Mit beiden Waffen und ihrer Ziel-Außen-und Innenballistik bin ich sehr zufrieden. Die Streukreise bei der 30-06 betragen auf 100 m ca.18 mm und bei der 9,3 ca. 25 mm Mitte gemessen. Auf beiden Waffen habe ich variable Zeiß-Gläser mit 56 mm Durchmesser und Recknagelschwenkmontagen . Die .30-06 hat mich in der Vergangenheit auch schon zu manchen Erfolg bei Sniperschießen der Reservisten begleitet. Eine guten Streukreis ziehe ich persönlich einer Tiefenwirkung vor. Beide Waffen führe ich seit 25 Jahren auf alles europäische Wild. (Jeder ist für seinen Schuß verantwortlich.)

Auch ich verfolge die Erörterungen über bleifreie Munition.

Können Sie mir Geschoßgewichte und Ladedaten Ihrer KJ-Geschosse empfehle, die der Norma PPC-Ladung sehr nahe kommen. Ich würde mich freuen, wenn ich zum Testen eine kleine Menge an Geschossen von Ihnen beziehen könnte.

Gut Schuß+ Weidmannsheil, Klaus-Peter Flügel, Samstag, 11. März 2006 20:58
 

Tag Herr Flügel,

bitte beachten Sie die 9,3x74 R KJG Ladung und 30-06-KJG Ladung. Ich rate die empfohlenen Ladungen, so wie sie da stehen, zu übernehmen. Die unterscheiden sich, sowohl im Wirkungsquerschnitt als auch den Flugbahnen deutlich von den langsamen Bleiladungen. Das ist gewollt und beabsichtigt. Sie gewinnen 40 - 50 mehr nutzbare Reichweite bei sichere Wirkung aus jedem Winkel auf jedes Tier bei mäßiger Zerstörung. Genauigkeit ist keine Frage. Lediglich der Rückstoß nimmt ab. Bitte beachten Sie Mindermengen.

Waidmannsheil, Lutz Möller,


Wirtschaftliche Belange

Hallo, Herr Möller,

danke für die rasche Antwort.

100 Stück 9,3 mm Geschosse sind mir einfach zuviel, selbst wenn ich bei den KJG bliebe, denn ich jage mit diesem Kal. nur selten und auf dem Schießstand würde ich die betreffende Waffe nur auf eine bewährte Laborierung (gem. einer der mir freundlicherweise von Ihnen gemailten Ladungsangaben) einschießen, jedoch keine Präzisionstests mit verschiedenen Laborierungen machen. Einige Millimeter hin od. her sind für mich unerheblich (Waldrevier, max. 90 m Schußdistanz). Sie würden also nicht alle paar Monate od. selbst Jahre mit neuen Bestellungen von mir genervt werden. Irgendwie stehen sich hier wohl auch unsere jeweiligen wirtschaftlichen Belange einander gegenüber.

Trotzdem alles Gute.

MfG Kaminski
 

Tag Herr Kaminski,

warum benutzen Sie ihre 9,3x74R denn nicht als Einheitspatrone für alles? Mit dem 9,3 mm KJG ist das wohl angeraten. Was ist denn besser?

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller, Dienstag, 5. September 2006 12:02,

Hallo Herr Möller,

schön, daß Sie mich nicht gleich abgeschrieben haben. Ich habe keine 9,3x62, sondern 9,3x74R (BBF, als einzige 9,3mm-Waffe; das geht allerdings nur aus meiner ersten Mail an Sie hervor). Die ist von der Schußfolge her natürlich zu langsam, wenn - von Flintenlaufgeschossen einmal abgesehen - ab und zu auch mal schnell hintereinander geschossen werden muß/kann, weswegen ich meistens einen Repetierer (7 mm Rem. Mag.) oder eine SL-Büchse (.308" Win.) verwende. Gleichwohl will ich den Knicker nicht einmotten sondern mit den leichten KJG etwas auffrischen. Bin über >Kupferjagdmunition< an Hr. Liebig gekommen, der mir aufgrund meiner "Mindermengen-Geiznöte" eine kleine Menge KJG zusenden will, wenn auch zu einem höheren Stückpreis als bei Abnahme von 100 Stück. Hr. Liebig war auf meine Rückfrage auch damit einverstanden, daß ich Ihnen dies mitteile; dies, um einfach nur mit offenen Karten zu spielen. Dann kommen wir also mittelbar doch noch ins KJG-Geschäft(chen).

Grüße, Kaminski, Dienstag, 5. September 2006 22:57

Schwedensau

Diagonalschwein

-- Lutz, old friend!

Once again. 9,3 mm KJG  grounded the beast with a bullet diagonal from behind 30 meters. It fell immediately to the ground. When the dog attacked it vent to its feet but heavily hit. Stood up and fell fighting the dog (East Siberian Laika named ARTO) for 5 min until I got space for a neckshot.

Weight estimated round 140 kg and very nice trofé.

Will get more pictures when skinned.

Svante

Lutz alter Freund,

Schon wieder. Das 9,3 mm KJG fällte das Biest mit dem Geschoß aus 30 m von hinten spitz. Es ging sofort zu Boden. Als der Hund angriff, kam es noch mal auf die Füße, aber schwer verletzt. Sand auf und fiele, als es sich de Hundes (Ostsibirischer Laika ARTO) über 5 Minuten erwehrte bis ich genügend Platz für eine Trägerschuß fand.

Der Keiler wog etwa 140 kg und hat sehr schöne Waffen.

Ich werden mehr Bilder schicken, wenn die Sau aus der Schwarte ist.

Svante

Dog and wild Bore figth

Wild Bore

Svante the wild Bore

Lunge and Heart

L & H

Happy Hunters

Gutting

Mein lieber Svante,

Waidmanns Heil. Sehr schön! mit 140 kg ist das schon ein guter Brocken! Mit den Hunden hast du es drauf! Auf die weiteren Bilder bin ich gespannt. Ich habe so manches Diagonalschwein spitz von mit dem 9,3 mm KJG erlegt, aber keines lief weiter als 15 Meter. Allerdings waren die alle auch kleiner. Die Lunge sieht kaputt aus. Kannst du ungefähr sagen, wo du das Schwein trafest, also wie weit hinter dem Zwerchfell? Ich möcht gern wissen, wie viele Zentimeter das Geschoß durch das Weiche drang, bevor es die Lunge erreichte. Habt ihr das Geschoß, oder schoß es aus?

Gruß Lutz,

Moin Lutz,

Dem Erleger ein kräftiges Waidmannsheil! Solche Stücke sieht man selten. Auf der gestrigen Drückjagd gibt es nichts besonderes zu berichten.  Nach dem letzten Hochwasser war der Bestand doch sehr ausgedünnt. Wir hatten schönes Wetter, ich hatte auch gut Anblick, das Wild hatte flinke Läufe und war auch immer weit weg. Die Strecke hatte sich etwas weniger als halbiert im Verhältnis zum letzten Jahr.

Gruß Ralf, Sonntag, 17. Dezember 2006 05:58

 

Swedensau-trophy

Lies Schwedensau.

Hi Guys! Time is closing up. Time to get together in Finland.

What do you wildboar pros think of my humble thophy. I suppose you know some at least. The long ones are 16 and 16,5 cm long and 22 mm wide. The upper are 7 cm wide. Se pictures!

 


I have been hunting every day for four days i a row now. Got one roedeer on a solohunt with my dachshound. Beautiful rifleshot from a hillslope.

See you soon!

Svante, Samstag, 30. Dezember 2006 23:37


 

Schwarze Kappe

spitze Zukunft

 

Wachwechsel

Spitzes neues KJG neu mit schwarzer Kappe

gepackt

geworfen

In der Schachtel für Finnland 07

9,3 mm KJG leicht

9,3 mm KJG kurz = leicht 24 mm lang, 9g schwer, BC 0,257

Hallo Herr Möller,

Ich las mit Interesse das Projekt „9,3mm KJG leicht 9g“  und würde dieses Geschoß gerne in meiner 9,3x74R (DB 55 cm LL und Drilling 63cm LL) versuchen. Können Sie dazu die Ladevorschläge liefern (habe R901 Pulver vorrätig) und natürlich die Geschosse? Wie sehen Sie die Anwendung auf Schwarz- und Rotwild? Gerne höre ich von Ihnen.

Weidmannsheil

Jochen Höfer, Mittwoch, 26. Juli 2006 09:37

Tag Herr Höfer,

die „leicht“ waren eine Gedankenspielerei. 9,3 mm KJG können Sie sofort ab Lager haben. Die „leicht“ würde ich nur für Sie bauen lassen. Mindestabnahme 300 Stück (Dann mit Daten und Ballistik). Schwarz- und Rotwild würden damit ohne weiteres zur Strecke kommen.

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller, Mittwoch, 26. Juli 2006 21:58

Morgen Herr Möller,

Danke für die schnelle Antwort. Finde die Gedankenspielerei auf Neudeutsch „Brainstorming“ Klasse, so hat man schon viel erfunden. Bei der 9,3 leicht, sehe ich die Möglichkeit, aus einer mit Werksladung lahmen Ente mit Ihrem normalen 12 g KJG eine schnelle Patrone (die ich momentan verwende) und mit dem 9g leicht KJG die Werte einer 8x68S KJG-kurz zu erreichen (mit der 9,3x74R ins Gebirge!). Wie ich verstanden habe, braucht das KJG bei seiner Zielwirkung nicht unbedingt die Masse (europäisches Schalenwild). So könnte man auch aus einer 30-06 Spr. mit leichterem KJG als 9 g eine Weitschußpatrone machen (Richtung 6,5x65). Frage bleibt ob dann noch die Stabilisierung bei dem kürzeren Geschoß ausreicht. Könnten Sie mir nach Ihrem Schwedenaufenthalt die Daten für das 9,3 leicht KJG zum Laden in Quick Load zukommen lassen, so daß ich mit den Daten üben kann? Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit in Schweden.

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Höfer, Donnerstag, 27. Juli 2006 10:47

Herr Höfer,

kürzere Geschosse sind leichter als länger Geschosse zu stabilisieren. Leichte schnelle Geschosse bringen anfänglich viel Freude, fliegen anfangs flacher, mangels Flächenlast bremst die Luft die aber stärker ab, als lange. Daher krümmt sich die Flugbahn weiter draußen dann schnell. So bis 200 m halten Sie alles Fleck, auch aus dem kurzen Lauf,  und treffen, aber darüber wird es dann schell schwierig. Was Sie anfangs gewinnen müssen sie später doppelt und dreifach wieder draufzahlen. So leicht läßt sich die Luft nicht überlisten, siehe 9,3 x 74 R KJG kurz Ladung im vergleich zur 9,3 x 74 R KJG Ladung.  Die ersten 200 m sind, außer bei aerodynamisch besondere ungünstigen Geschossen, die es leider massenweise gibt, einfach zu erreichen, schwierig wird es erst darüber!  

Waidmannsheil, Lutz Möller,

 

9,3 kjg kurz 9,0 g Verfügbarkeit

Hallo Herr Möller,

gibt es mittlerweile das 9,3 KJG kurz in 9,0 g?

Gruß M. Höger, Montag, 31. Juli 2006 10:53

Tag Herr Höger,

da bislang das 9,3 KJG kurz in 9,0 g niemand ernstlich haben wollte noch nicht. Sonderwünsche nach jedem Geschoß werden erfüllt, allerdings nur für mindestens 300 Stück binnen weniger Wochen.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

9,3 x 80 R Tesko

SAMOTEX schrieb:

Sehr geehrter Herr Moeller,

können Sie mir zum Kaliber 9,3 x 80 TESKO etwas sagen ?

Freundliche Grüße, Sammer
 

Tag Herr Sammer,

nein leider nicht. Die letzte ,,neue“ 9,3 mm ist die alte 9,3 x 70 von Johannsen in Neumünster, die nur die alte DMW Patrona als eingewürgte .404 Jeffrey ist. Als 80 mm Patrone dürfte die aus der .505 Magnum Gibbs entstanden sein; so ähnlich wie John Taylor's .408 Cheyenne.  Wie kommen Sie auf den Namen?

Gruß, Lutz Möller
 

Sehr geehrter Herr Möller,

nach langer Zeit habe ich nun endlich von kompetenter Stelle etwas zu dieser Munition erfahren können und dachte, es wird auch Sie interessieren. Ich zitiere:
 
Beim der besagten Patrone handelt es sich um eine Kreation der alten deutschen Fa. TESCHNER und Co. (Compagnie), diesfalls in der deutschen Schreibweise ,,Ko." Somit ergibt sich die Abkürzung ,,TESKO" . Die Firme war in Frankfurt an der Oder beheimatet und war nichts anderes als eine größere Büchsenmacherei (vergleichbar mit Springer in Wien), die eben auch ihre eigenen Waffen- und Munitionskonstruktionen ausführte. Die Glanzzeit dieses Unternehmens waren die 20er- und 30er-Jahre, das Kaliber 9,3 x 80 R war aber kein Erfolg. Umso erfolgreicher waren die von dieser Fa. herausgebrachten Collath-Geschosse. Dies waren meist in 8 und 9,3 mm ausgelegt. Sie hatten einen vernickelten Kupfermantel und bewährten sich sowohl in alten Schwarzpulverkalibern als auch mit rauchloser Ladung, z B im Kal. 8 x 58 R und 9,3 x 72 R. Das Kal. 9,3 x 80 R TESKO sollte eine verbesserte 9,3 x 72 R sein und war vor allem für Rotwild gedacht. Es wurde auch mit o. a. Collath-Geschoß geladen, konnte sich aber - wie erwähnt - nicht durchsetzen.
 
Freundliche Grüße, Sammer, Friday, December 14, 2001 6:22 AM
 

9,3 x 82 R

Sehr geehrter Herr Möller,

durch einen Jagdfreund bin ich auf Ihre Seite aufmerksam geworden und bin sehr beeindruckt!

Seit über 20 Jahren besitze ich einen gut gepflegten Hahndrilling Kal. 9,3 x 82 R. Dieser Drilling ist ca. 110 bis 120 Jahre alt, mein Großonkel führte ihn als Förster etwa 70 Jahre lang beruflich wie privat. Noch mit 84 Jahren schoß der Herr mit dieser Waffe Doubletten auf Sauen (Kugel/Brenneke)! Er lud seine Patronen seit jeher selbst mit einem einfachen Raummaß, schoß aber wohl kaum weiter als 70 Meter. Nach Erhalt der Waffe und Munition stellte ich beim Nachwiegen der Pulverladungen Differenzen von +/- 5% fest! Dieses schien sich auf die kurzen Schußentfernungen nicht spürbar nachteilig auszuwirken. Auch ich führe diesen Drilling neben anderen Waffen. Meines Erachtens kann das Kaliber mit der 9,3 x 72 R verglichen werden, obgleich natürlich der Pulverraum deutlich größer ist, wurde die ´82er früher doch ,,optimal“ mit dem ,,Haslocher Büchsenpulver No.5“ geladen. Bis max. 120 Meter läßt sich mit R 905 und dem 12,5g TMFlK- Geschoß ausreichende Präzision erreichen.

Bei den umfangreichen Erfahrungen, die aus Ihren Seiten sprechen, stellt sich mir die Frage, ob Sie auch zum Kaliber 9,3 x 82 R etwas sagen können? Haben Sie Erfahrungen? Ließe sich das 9,3 KJG auch aus diesem Kaliber (Kal.:.364) verschießen? Aufgrund der Führungsrippen könnte ich mir vorstellen, daß der Gasdruck in den Griff zu bekommen sein müßte. Hätten Sie Ladevorschläge, evtl. ballistische Werte, Kurven?

Falls Sie, sehr geehrter Herr Möller, die o. gen. Patrone erörtern möchten, würde ich mich sehr freuen, weitere Erfahrungen austauschen zu können.

Mit freundlichen Grüßen, Rolf Siegmund, März 2004

Lutz Möller, .de

Gönne Dir MJG der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.

Du wirst kein besseres Jagdgeschoß finden.

Lutz Möller

Lutz Möller, .de